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Geburt & Aufzucht

Wissenswertes rund um`s Thema

Chinchilla-Schutzvertrag mit E-Mail-Anforderung

Aufzucht durch die Eltern

Was ein Chinchilla empfindet, wenn es per Hand großgezogen wird

Handaufzucht, Zufütterung, Milchrezepte

Aus dem Tagebuch eines Dreierwurfs

Zufütterung - Milchrezepte, die Zweite

WURFKALENDER

Entwicklung der Jungen von der Geburt
bis zum Absetzen

LESERFRAGEN ZUM THEMA

Der Zyklus
Chinchillas bekommen keine Periode. Die Scheide ist normal durch eine Membran verschlossen. Alle ca. 28 - 30 Tage kommt das Weibchen in die Hitze, die Scheide öffnet sich. Nach 3 - 5 Tagen klingt die Hitze ab, die Scheide schließt sich wieder, die Membran bildet sich erneut. Wenn sie nicht den regelmäßigen Kontakt zum Chinchilla-Herren gewöhnt ist, kann der Zyklus auch oft sehr unregelmäßig erfolgen, wenn nicht ganz aufhören.
Angi

Wann kann die Chinchilla-Dame aufnehmen?
Beim weiblichen Tier öffnet sich während der Hauptbrunst, die ca. 3-5 Tage andauert, die Vagina. Gleichzeitig kann man einen sogenannten Hitzepfropf erkennen, der aus eingetrockneten Schleimsekreten besteht. Außerdem erkennt man eine schleimige hellrote Flüssigkeit. Bei Damen mit hellem Bauch ist dies wunderbar erkennbar, da sich meist ein wenig Schleim ins Fell rund um die Harnröhre wischt.
KerstinK

Weitere Erkennungszeichen
Die Chinchilla-Dame wird oftmals schmusiger. Sie lässt sich öfters und lieber streicheln und freut sich auffälliger, wenn ihr Halter ins Zimmer kommt, als sonst. Sie sucht halt einfach mehr den Kontakt. Nach der Hauptbrunst wird sie jedoch wieder ruhiger.
Angi

Clau-Lot-Chin4 Der eigentliche Schritt, sprich: die Begattung
Das Männchen rennt dem Weibchen hinterher, bedrängt es auf Schritt und Tritt. Meistens wehrt sich die Chinchilla-Dame mit Beißen, lautem Meckern und manchmal auch mit Urin verspritzen. Oftmals ist dies aber nur reine Show. Allerdings sollte man seine Tiere gut beobachten, denn genau wie beim Menschen haben manche Tiere einfach eine Antipathie gegeneinander. Versucht man trotzdem diese miteinander zu verkuppeln, kann es durchaus mit einem tödlichen Biß enden oder bei ganz sensiblen Tieren mit einem Schaden fürs Leben, nämlich dem, dass sie Angst vor Artgenossen haben.

Angenommen, das Pärchen versteht sich, liebt sich. Trotzdem spielen sie dieses Verfolgungsspiel, bis die Dame dann endlich nachgibt und sich von ihm decken lässt. Dies erfolgt während der Hauptbrunst mehrmals kurz hintereinander. Das Spiel wird nur von Ruhephasen unterbrochen, in denen sich die beiden eng aneinanderkuscheln, ein wenig schlafen, um neue Kräfte zu sammeln.

Bitte beachten Sie, dass sich beim Böckchen während der Brunst öfters Haarringe um sein Glied bilden. Diese müssen unbedingt tierärztlich entfernt werden und dies sehr schnell, da sonst das Glied absterben kann.
KerstinK

AndreaA-Chinni1Das Erkennungszeichen, dass es geklappt hat
Das ist der Deckpfropf, der Stunden nach der Deckung ausgeschieden wird. Dieser fühlt sich an wie Gallertmasse. Man findet ihn, wenn man sehr aufmerksam sucht, im Einstreu wieder. In einigen Fällen wird der Deckpfropf aber auch gefressen, das ist eben von Tier zu Tier unterschiedlich.
KerstinK

Wie verhalten sich Chinchillas wenn sie trächtig sind? Woran kann man das sonst noch erkennen?
Bei manchen Weibchen verändert sich das Verhalten, bei anderen gar nicht. Manche werden zutraulicher und verschmuster, andere scheuer - eine pauschale Aussage lässt sich da nicht machen. Wenn du aber ein Weibchen länger kennst und ein paar Schwangerschaften mitgemacht hast, wirst du bemerken, wenn sie trächtig ist. Bei manchen Weibchen lässt sich schon zu Beginn der Schwangerschaft eine leichte Gewichtszunahme feststellen, aber auch bei weitem nicht bei allen. Sicher kann man eigentlich nur sein, wenn man den Deckakt beobachtet hat und 4 Wochen später die Hitze ausbleibt. Oder in den letzten 4 Wochen. Da verdichten sich die Knochen der Babys, so dass man Kindsbewegungen spüren kann. Außerdem nimmt die werdende Mama merklich an Umfang und Gewicht zu.
Angi

Wie lange dauert die Trächtigkeit?
Im Durchschnitt dauert sie 111 Tage, plus/minus 5 Tage.
KerstinK

Äußere Zeichen einer Schwangerschaft
Die Chinchilla-Dame nimmt an Gewicht zu und wird im Bauchumfang dicker, was besonders im letzten Drittel erkennbar ist. Ein Züchter oder ein Tierarzt kann vorsichtig den Bauch abtasten. Es lassen sich das oder die Herzchen erspüren, die Bewegungen des/der Kleinen und ab und zu, wenn man Glück hat, spürt man sogar leichte Tritte aus Mamas Bauch. Aber überlassen Sie dies den Fachleuten, denn aus Unwissenheit können Sie so Ihrer Chinchilla-Dame sehr schaden, denn das Tier darf sich dabei nicht aufregen, sonst besteht die Gefahr, dass es die Jungen verliert.
KerstinK

Was muss während der Schwangerschaft beachtet werden?
Achten Sie auf einen ausreichenden Mineralstoffhaushalt. Mineralsteine sollten grundsätzlich in jedem Chinchillakäfig zu finden sein. Kontrollieren Sie die Nagezähne auf ihre Orangefärbung.
KerstinK

Wie erkennt man, wann es los geht?
Die Chinchilla-Dame wird unruhig und hat Schmerzen, die oftmals auch hörbar sind. Nester, ähnlich wie bei Hamster, werden nicht gebaut. Meist legt sich die Chinchilla-Dame kurz vorher auf die Seite.
KerstinK

Wie lange dauert die Geburt?
Das lässt sich nicht pauschalisieren. Ähnlich wie beim Menschen kann es über Stunden andauern oder eben ganz schnell und komplikationslos vorangehen.
KerstinK

Wie gebären denn die Weibchen, im liegen oder im sitzen?
Die Weibchen gebären im Sitzen. Erst lecken sie sich die Scheidenöffnung, um diese ein wenig mehr zu öffnen. Dann drücken sie das Baby ein Stückchen heraus und ziehen den Rest des Körpers dann mit den Zähnen heraus (sie beugt sich dafür vornüber), während sie - natürlich - weiterhin drückt. Wenn das erste Baby geboren ist, leckt sie es erst schnell trocken, dann leckt sie die Scheidenöffnung wieder ein wenig (um den Dreck zu entfernen) und fängt dann relativ schnell mit dem Herausdrücken des nächsten Babies an. Sobald sie davon ein Stück zu fassen bekommt, zieht sie es wieder  mit hinaus. Dann wird das nächste Baby getrocknet, etc....

Die  Reihenfolge mit dem Trocknen usw. kann sich natürlich ein wenig ändern. Das kommt immer auf das Weibchen drauf an und darauf, wie viele Babies sie bekommt. Manchmal hilft auch der Vater beim Trocknen und wärmen der  Babies, damit die Mutter in Ruhe gebären kann. Deshalb lasse ich die  Böckchen, die nicht während der Geburt schon wieder an Fortpflanzung denken, gerne die ersten paar Stunden wenigstens im Käfig, damit sie "aushelfen" können. Außerdem ist dies auch gut, damit der Vater den Geruch der  Babies kennen lernt und sie, wenn man ihn in ein paar Tagen wieder in den  Käfig setzt, ohne Probleme akzeptiert.

Das Weibchen wird direkt nach der Geburt wieder hitzig und bleibt ungefähr die ersten 5 Tage in Hitze. D.h. das Paarungsritual wird sofort wieder fortgesetzt. Deshalb ist es sehr  sehr wichtig, (wenn man das Böckchen bei dem Weibchen lässt) den Babies einen  festen Unterschlupf zu bieten, in den die erwachsenen Tiere nicht  hereinkommen. Damit sind die Babies vor dem Totgetrampelt werden geschützt.
Sonja

Wieviele Jungen werden geboren?
Auch das variiert von einem bis hin zu 4 oder in Ausnahmefällen sogar 6. Meist jedoch sind es 1-3 Junge.
KerstinK

Was passiert mit der Nachgeburt?
Diese wird meistens von der Chinchilla-Dame aufgefressen.
Wichtig außerdem ist noch folgendes: Nehmen Sie die Sandwanne für die nächsten paar Tage aus dem Käfig. Die Chinchilladame könnte sich sonst eine Gebährmutterentzündung zuziehen, weil Sand in den Geburtskanal eindringen kann.
KerstinK

Wann ist die Chinchilla-Dame nach der Geburt wieder aufnahmefähig?
Eigentlich kann man ca. 3 Tage nach der Geburt schon wieder ein Brunstverhalten feststellen. Es ist jedoch besser, ihr eine Pause zu gönnen, damit sie sich erst einmal um ihren Nachwuchs kümmern kann und selbst einmal wieder zu Kräften kommt. Außerdem ist es erwiesen, dass die Jungen einfach stabiler in Bezug auf Krankheit sind, wenn der Mutter eine Pause gegönnt wird.
KerstinK

Wie verhindere ich ein erneutes Decken?
Wenn du ein erneutes Decken verhindern willst, dann solltest du den Bock gleich nach der vollendeten Geburt von der Mutter und den Jungen trennen. Vielleicht ist es dir möglich, einen kleinen Käfig für den Bock in den Käfig von Mutter und Kindern zu stellen, dann ist er bei seiner Familie. Ansonsten würde ich den Käfig direkt neben den der Mutter stellen, damit sie ihn ständig sieht. Auch solltest du ihnen kontrollierten Auslauf zusammen geben (da aber bitte GUT AUFPASSEN), damit sie sich vertraut bleiben. Nach ca. 5 Tagen (kontrolliere, ob die Scheide noch offen ist), kannst du den Papi wieder mit reinsetzen, aber gut aufpassen, wie er sich verhält. Normalerweise gibt es da keine Probleme!!!
Dunja

Gibt es eine Verhütung für Chinchillas?
E rst kürzlich hat mich auch schon jemand auf Verhütungsspritzen angesprochen, und da ich davon keine Ahnung habe, die Idee mir aber gefallen hat (nicht so stressig wie das Trennen, wenn das Weibchen mal pausieren soll), habe ich meine Tierärztin gefragt. Sie rät von Verhütungsmitteln für Nager komplett ab, da es da keine Versuchsreihen gibt. Die Hersteller können folglich keine Angaben zur Dosierung machen, und um sicher zu gehen, muss man überdosieren. Dadurch steigt aber das Risiko von Tumoren in der Gebärmutter, am Gesäuge oder in den Eierstöcken - und das ist es nicht wert.
Angi

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Entwicklung der Jungen von der Geburt bis zum Absetzen
Chinchillajunge kommen behaart und sehend zur Welt, da sie zu den Nestflüchtern zählen. Die nassen Jungen werden durch die Körperwärme und das Lecken der Mutter getrocknet. Schon nach kurzer Zeit bewegen sie sich aktiv und suchen nach den Zitzen des Muttertieres, wobei sie ein leises Fiepen von sich geben. Dieses Fiepen ist eine Art von Kontaktlaut und soll die Beziehung zur Mutter und den anderen Artgenossen ebenso herstellen, wie auch signalisieren, dass es sich bei diesem Geschöpf um ein Jungtier handelt. Fühlen sich die Kleinen bedrängt so wird das leise Fiepen zu einem kläglichen Quietschen. Sind die Zitzen erst einmal gefunden, kann es zu Streitigkeiten kommen. Bei Mehrlingswürfen ist darauf zu achten, dass alle den Zugang zu den Zitzen finden. Eine Gewichtskontrolle ist bei mehr als zwei Jungtieren daher zu empfehlen. Das Geburtsgewicht beträgt ca. 40 g. Auf eine kontinuierliche Gewichtszunahme ist dabei zu achten, wobei das gewicht einige Tage stabil bleiben kann. Nach etwa 3 Wochen sollten die Jungtiere ihr Geburtsgewicht verdoppelt haben. Bekommen nicht alle Jungtiere ausreichend Milch, so empfiehlt es sich zusätzlich von Hand zu füttern beziehungsweise eine „Schichtwechsel“ durchzuführen. Dem Muttertier wird dabei abwechselnd immer nur ein Junges zum Säugen überlassen- empfohlen wird zu beginn eine etwa eine Woche jeweils zwei Stunden lang. Bereits in den ersten Tagen sind die kleinen Chinchillas schon sehr unternehmungslustig und können behutsam hochgenommen werden, sofern es das Muttertier ohne Widerstand zulässt. Zwischendurch brauchen die Jungtiere aber noch viel Ruhe und schlafen mitunter in ihrem Pulloverärmel ein. Beim Auslauf ist auf die Jungtiere aber besonders zu achten, da sie in den kleinsten Ritzen und Spalten untertauchen und unter Umständen auch in einem Schuh oder Schirmständer landen. Besser ist es die Jungtiere zunächst nur kurz in einem abgrenzbaren Areal unter Aufsicht laufen zu lassen. Nach etwa einer Woche beginnen die Jungen auch zusätzlich Futter aufzunehmen, es ist dann darauf zuachten, dass sie keine zu konzentrierte Nahrung und keine Zusatzmittel aufnehmen können. Nach etwa 6-8 Wochen haben die Jungen ein Gewicht von ca. 200 g oder mehr erreicht und können abgesetzt werden, damit sich das Muttertier erholen kann. Auch hier ist wieder darauf zu achten, dass nicht zu große Futtermengen dem kleinen Magen angeboten werden. Die halbe Futterration hat sich als ausreichend erwiesen. Erst nach vier bis fünf Monaten sollten die Jungtiere „normale“ Futterportionen erhalten.
Irene

Aufzucht der Jungen durch die Eltern
Nach einer Tragzeit von ca. 111 Tagen kommen die jungen Chinchillas zur Welt. Meist sind es ein bis vier Stück, wobei Zwillinge wohl am häufigsten vorkommen.

Bei der Aufzucht der Jungen spielt neben der Mutter auch der Vater eine wichtige Rolle, denn auch er kümmert sich aufopfernd um sie. Schon während der Geburt weicht er der werdenden Mama nicht von der Seite und sobald das erste Junge geboren ist, nimmt er es in seine Obhut. Er leckt es trocken und wärmt es, so dass sich die Mutter vollkommen auf die weiteren Geburten konzentrieren kann. So finden sich nach und nach alle Jungen unter dem Bauch des Vaters ein. Erst nachdem der Mama eine kleine Pause zum trinken und fressen vergönnt war, übergibt er ihr die Babys, so dass sie sie säugen kann.

Die Babys haben je nach Anzahl ein durchschnittliches Geburtsgewicht von ca. 40 - 50 Gramm und sind schon vollständig entwickelt. Bereits ein paar Stunden nach der Geburt fangen sie an, ihre Umgebung zu erkunden. Dabei passen sowohl die Mama als auch der Papa gleichermaßen auf, dass dem quirligen Nachwuchs nichts zustößt. Dies ist in der Anfangszeit auch recht einfach, da die Babys schon nach kürzester Zeit nach Vater und Mutter fipsen und sofort unter den Bauch des Elternteils schlüpfen, der zuerst auf die Fipser reagiert hat. Dort wärmen sie sich dann für die nächste Entdeckungsrunde wieder auf. Nach und nach können die Kleinen ihre Körpertemperatur länger halten und so werden auch ihre Erkundungstouren länger. Nach einigen Tagen klettern und toben sie im Käfig herum, bis die Eltern sie zur Ordnung rufen.

Chinchillas sind Säugetiere. Somit muss sich „Oma“ oder „Opa“ (= Besitzer) nicht um die Ernährung kümmern. Die Mama besitzt 6 Zitzen, so können die maximal 4 Babys problemlos mit Milch versorgt werden. Eine zusätzliche Fütterung ist im Normalfall nicht notwendig, lediglich bei einer kränkelnden oder schwächlichen Mama kann eine Zufütterung nötig sein.

Die Zähne der Kleinen sind bereits von Geburt an sehr scharf. Sie müssen erst lernen, die Kraft, die sie in ihren Kiefer haben, richtig zu dosieren. Dies macht sich für uns Menschen durch die äußerst schmerzhaften Probebisse in den ersten Tagen bemerkbar. Doch nicht nur bei Fingern, auch bei der Zitze, an der sie saugen, haben die Babys Schwierigkeiten, die Stärke des Bisses richtig einzuschätzen. So kann es durchaus auch zu Bisswunden am Gesäuge der Mama kommen. Eine tägliche Kontrolle ist ratsam, so dass man evtl. Bisswunden sofort mit Salbe (gibt’s beim TA) versorgen kann. Unbehandelt führen solche Bissverletzungen schnell zu schmerzhaften Entzündungen.

Nach ein paar Tagen fangen die Babys an, zusätzlich zur Muttermilch auch einzelne Heuhalme zu fressen oder besonders leckere Kräuter aus dem Fressnapf der Eltern zu naschen. Auch an Leckereien sind sie schon interessiert, allerdings müssen „Oma“ und „Opa“ da stark bleiben. Rosinen usw. können in solch einem frühen Lebensstadium schlimme, teils tödliche Durchfälle auslösen. Heu hingegen dürfen sie jedoch nach Lust und Laune fressen und da es ja auch ein noch neuer Geschmack ist, akzeptieren sie auch einzelne, besonders zarte Heuhalme als Leckerei. Pellets fressen sie ab ca. 1,5 - 2 Wochen bei den Eltern mit, Wasser aus der Wasserflasche (evtl. eine zweite anhängen, die für die Babys gut erreichbar ist) trinken sie ab ca. 1 Woche.

Nach und nach wird der Anteil an fester Nahrung, den die Jungtiere zu sich nehmen immer größer, der Anteil an Muttermilch sinkt. Nach ca. 6 Wochen sind sie dann soweit, dass die Muttermilch nur noch eine schmackhafte Leckerei darstellt. Das ist die Zeit des Absetzens, die Milchquellen versiegen.

Sobald die Jungen von der Mutter entwöhnt sind, wird auch die Mutter - Kind - Bindung lockerer. Die Mama zieht sich nun immer häufiger zurück und will ihre Ruhe haben. Der Papa kümmert sich nun fast ausschließlich alleine um den Nachwuchs, passt auf, dass die Kleinen es nicht zu bunt treiben und alles seine Ordnung hat.  Auch sorgt er dafür, dass die Mama tagsüber ungestört in ihrer Höhle schlafen und sich von den Strapazen der Geburt und Aufzucht erholen kann. Bei begrenzten Platzverhältnissen gar keine leicht Aufgabe, bei zu klein gewähltem Käfig fast unmöglich.

Wenn die Familie einen Standardkäfig bewohnt, ist es nun an der Zeit, die Jungtiere in einen eigenen Käfig umzusetzen. Dort können sie ungestört rennen und toben, wachsen und sich entfalten, ohne dabei die Eltern zu stören. Die Mama bekommt endlich die dringend benötigte Ruhe, und auch der Papa wird dankbar darüber sein, endlich mal wieder einen Tag durchschlafen zu können.

Bewohnt die Familie einen größeren Käfig, eine sog. Gesellschaftsanlage, und sind auch genügend Unterschlupfmöglichkeiten für die Mutter und den Nachwuchs vorhanden, kann man sie natürlich auch beieinander lassen. Das Bild einer liebevoll aneinandergekuschelten Chinchillafamilie ist unser Lohn.

Spätestens jetzt sollte man sich auch Gedanken machen, was mit dem Nachwuchs passieren soll. Für die Babys, die abgegeben werden, ist es nun an der Zeit, gute Plätze zu suchen, so dass die neuen Besitzer ausreichend Zeit haben, alles für den neuen Hausgenossen vorzubereiten. Für Babys, die man selbst behält,  kann man jetzt langsam einen eigenen Käfig bauen / bestellen und sich evtl. nach einem Partner umsehen.

Die beste Zeit für eine Abgabe ist das Alter von 3 Monaten. Dank ihrer Neugierde gewöhnen sie sich sehr rasch an ihr neues Zuhause und evtl. neue Gesellschaft. Auch gewinnen sie sehr schnell Vertrauen zum neuen Besitzer und werden zahm.

Auch bei Babys, die man selbst behält, ist nun der beste Zeitpunkt für den Umzug in den endgültigen Käfig und eine Verpaarung mit einem ungefähr gleichaltrigen Partner. Bei einem wesentlich älteren Partner empfiehlt es sich, noch ca. 2-3 Wochen zu warten. In dieser Zeit kann man die zwei Käfige schon mal nebeneinander stellen und den beiden gemeinsamen Auslauf geben, so dass sie sich kennenlernen können.
Angi

Handaufzucht von Chinchillas
Chinchilla-Babys per Hand aufzuziehen ist ein äußerst schwieriges Unterfangen, das sehr viel Zeit und Verantwortungsbewusstsein erfordert. Normalerweise sind Chinchilla-Mütter gut alleine in der Lage für ihre Jungen zu sorgen und sie zu säugen. Es kann aber auch vorkommen, dass der Mensch helfend eingreifen muss:
- Das Muttertier verstirbt nach der Geburt
- Das Muttertier nimmt das Junge nicht an (kommt selten vor)
- Das Muttertier hat nicht genug Milch
- Das Muttertier hat mehr als drei Junge und deshalb nicht für alle genug Milch
- Das Jungtier ist verletzt und kann nicht bei der Mutter sein

Sofern ein Muttertier nach der Geburt verstirbt oder das Junge nicht annimmt, so kann man versuchen, eine Amme für das Kleine zu finden. Hat man z.B. eine andere Mami, die gerade Junge im ca. gleichen Alter hat, so kann man versuchen, die kleinen Kerlchen mit dazuzusetzen, in den meisten Fällen klappt das problemlos. Wenn ein Muttertier nicht genug Milch hat (z.B. oft bei Erstlingswürfen oder bei Mehrlingsgeburten ab drei Jungtieren), so muss man u.U. zufüttern. Man sollte jedoch darauf achten, dass die Kleinen auch bei der Mutter noch Milch abbekommen, denn Muttermilch ist halt doch das beste für die Babys. Sofern die Mutter ein Junges nicht annimmt und man keine Amme hat, bzw. ein Jungtier verletzt ist und nicht mehr zur Mutter kann/soll, so muss man „Pflegemami“ spielen.

Zufüttern bei Mehrlingswürfen
Bei Mehrlingswürfen kann man alle Jungtiere problemlos bei der Mutter belassen und nur durch Zufüttern der Chin-Mami etwas Arbeit abnehmen. Es gibt die Züchter, die immer die Stärksten Jungen zeitenweise aus dem Käfig nehmen, damit die schwächeren Geschwister in Ruhe trinken können. Ich halte diese Methode für die geeignetste. Denn wie schon eingangs erwähnt ist Muttermilch immer noch das beste für die kleinen Kerlchen. Es gibt auch noch die Möglichkeit, die Jungtiere in Schichten bei der Mutter zu lassen, so dass nacheinander alle trinken können. Bewährt hat sich bei mir die Methode, dass ich die Stärksten rausgenommen und per Hand gefüttert habe, dann hatten sie nicht mehr so großen Appetit und ließen die Kleinen auch mal trinken. Zufüttern sollte man allerdings nur die ersten 2-3 Wochen, dann fressen die Kleinen bereits selbständig vom Futter mit und brauchen keine Zufütterung mehr.

Dunja-HandaufHandaufzucht
Eingangs ist zu erwähnen, dass ein Chinchilla-Baby alle 1 - 1 ½ Stunden seine Milch braucht. Es ist sehr wichtig, diese Zeiten einzuhalten, da andernfalls die Darmtätigkeit des Kleinen erlahmen könnte und das unweigerlich zum Tod führen kann. Die ersten 1-2 Lebenswochen ist es unbedingt notwendig in diesen Abständen (AUCH NACHTS!!!) zu füttern, später können die Zeiträume dann ständig etwas erweitert werden, bis das Junge entwöhnt ist und feste Nahrung zu sich nimmt. Ein weiterer sehr wichtiger Punkt ist, dass die Kleinen ständig warmgehalten werden müssen. Sofern möglich sollte man das Kleine am Körper haben, damit es die Körperwärme und Geborgenheit, die die Mutter ja nicht geben kann, erhält. Wenn man das Kleine mal alleine lassen muss, so nehme ich immer eine kleine Wärmflasche, fülle sie mit warmen Wasser, wickle sie in ein Handtuch und setze den kleinen Kerl drauf. Kleine Chinnies mögen die Wärme und bleiben gerne darauf sitzen.

„Milchrezepte“
Ich habe bei meinen Tieren zwei verschiedene „Rezepte“ ausprobiert, und bin bisher sehr gut damit gefahren:

Babynahrung (hiervon nicht die Erstlingsmilch sondern die Dauernahrung), gemischt mit körperwarmen Wasser. Hierbei ist darauf zu achten, dass die Mischung nicht zu dicklich ist. Vor allem zu Beginn der Handaufzucht sollte die Konsistent ähnlich der von richtiger Milch sein. Später kann dann der Pulveranteil gesteigert werden, so dass etwas dicklichere Milch entsteht.

1Dosenmilch (7,5% Fettgehalt), gemischt mit körperwarmen Wasser und etwas Traubenzucker. Auch hierbei ist darauf zu achten, dass die Mischung vor allem am Anfang nicht allzu dick ist.

Die Fütterung
Man sollte sich eine kleine Spritze ohne Kanüle besorgen, das Kleine behutsam in die Hand nehmen (am besten funktioniert bei mir die leicht liegende Stellung des Tieres) und dann tröpfchenweise die Milch auf das Schnäuzchen geben. Zu Beginn gibt es evtl. etwas Widerstand, aber bald erkennt es, dass es etwas Feines gibt und schleckt fleißig das Schnäuzchen ab. Wenn das Kleine nicht mehr trinken will, so lasse ich es ein paar Minuten in Ruhe und wenn es wieder genug Luft geholt hat, kommt der zweite Durchlauf. Bei ganz jungen Tieren wird zu Beginn ca. 0,2 - 0,4 ml getrunken, was sich stetig steigert. Nach der Mahlzeit ist es sehr wichtig, dem Jungtier den Bauch mit leichten, kreisenden Bewegungen zu massieren. Normalerweise würde diese Aufgabe die Chin-Mami übernehmen, aber in diesem Fall müssen wir dies tun.

Bitte unbedingt darauf achten, dass der Bauch immer schön weich bleibt. Sollte er hart werden so muss man unbedingt sofort zum Tierarzt gehen, denn dann hat das Kleine vermutlich Blähungen, gegen die der Tierarzt etwas unternehmen muss.

Es ist nicht gesagt, dass eine Handaufzucht den gewünschten Erfolg bringt, aber ich denke, dass jedes Jungtier eine Chance verdient hat, auch wenn das für den Menschen manchmal sehr stressig und aufreibend ist. Aber wenn so ein kleiner Kerl dann groß wird, hat sich die ganze Mühe allemal gelohnt!!!
Dunja

Zufütterung - Milchrezepte, die Zweite
Sie benötigen Kondensmilch 3,5% Fett, Schmelzflocken (Instantflocken) und Traubenzucker. Ferner ein paar 1ml Spritzen ohne Nadel oder eine Pipette ohne Kugel vorne und eine grammgenaue Waage (wiegen sollten Sie das Baby in den ersten 2 Wochen sowieso täglich, egal ob mit oder ohne Mama).

Bei einem 10 Tage alten Baby ist eine Mischung aus 3ml Kodensmilch + 2ml kochendes Wasser + eine große Prise Schmelzflocken + 1 Messerspitze Traubenzucker optimal. Langsam kann man dann den Schmelzflockenanteil und Milchanteil steigern. Gefüttert wird, bis das Baby 6 - 8 Wochen alt ist. Die ersten 2 Wochen Tag und Nacht alle 2 Stunden (wären bei ihnen nur noch 4 Tage). In der dritten Woche kann man dann 2 x täglich eine Fütterung auslassen - sprich, nach 5 Fütterungen bekommt man mal 4 Stunden Schlaf am Stück:-) Ab der vierten Woche kann man dann die Intervall langsam vergrößern - zuerst alle 3 Stunden füttern, dann alle 4, alle 5, alle 6 Stunden usw. Schließlich mit ca. 6 - 7 Wochen gibt es nur noch ca. 2 x täglich Milch. Wichtig ist, dass das Baby nach jeder Intervallverlängerung weiterhin konstant zunimmt. Nach 3 Tagen mit Zunahme kann man wieder verlängern. Ach ja ... zum Füttern wird das Baby auf den Rücken gedreht und ihm sanft ein Tröpfchen Milch aufs Mäulchen getropft . Es kann sein, dass es anfänglich nicht trinken mag, aber nach ein paar Versuchen siegt der Hunger. Dann wird es gierig trinken. Achten Sie darauf, dass keine Milch in die Lunge gerät, also immer nur so viel ins Mäulchen tropfen, wie es tatsächlich schlucken kann. Wegen Salmonellengefahr muss die Milchmischung vor jeder Fütterung frisch angesetzt werden. Schön ist es, wenn sich der Papa um die Verdauung und Körperpflege kümmert. Lässt er den Nachwuchs jedoch links liegen ist es wichtig, dass man dem Baby nach jeder Fütterung den Bach gegen Uhrzeigersinn massiert, bis es Kot und Urin abgesetzt hat. Alleine funktioniert das erst mit ca. 4 - 5 Wochen.
Angi

Warum ist eine Schutzgebühr und ein Schutzvertrag nötig?
Medikamente, Kosmetika und noch einige andere Dinge werden, bevor sie in den Handel gelangen, in Tierversuchen auf Wirkung, Nebenwirkungen und Verträglichkeit getestet. Diese Tierversuche lassen sich nie ganz vermeiden und haben mitunter auch durchaus ihre Berechtigung. Chinchillas sind, da sie sehr viel widerstandsfähiger wie Mäuse oder Ratten sind, für Tierversuche sehr beliebt. Ein Labor zahlt im Schnitt Eur 15,-- bis Eur 25,-- für ein junges, gesundes Chinchilla. Dies ist für sog. Tiervermittler eine sehr lukrative Einnahmequelle. In den Kleinanzeigen der Zeitungen suchen sie nach Tieren, die verschenkt oder gegen eine geringe Gebühr abgegeben werden, holen sich diese Tiere und verkaufen sie an Laboratorien weiter. Um sicher zu gehen, dass „unser“ Nachwuchs nicht für Tierversuche verwendet wird, ist eine Schutzgebühr nötig. Sie sollte mindestens Eur 25,-- betragen, so dass sich für die Tiervermittler ein Ankauf auf gar keinen Fall lohnt.

Doch auch eine Schutzgebühr allein gewährleistet nicht, dass unser Nachwuchs ein liebevolles Zuhause mit Familienanschluss bekommt. Denn auch, wenn das Kleine nicht an ein Labor abgegeben wird, kann immer noch vieles mit ihm passieren, das nicht in unserem Sinne ist. So gibt es z.B. immer noch Pelzer, die ihre Zucht durch private Tiere auffrischen, manche Leute betreiben eine Profitzucht und andere wiederum haben sich einfach (noch) keinerlei Gedanken um eine artgerechte Haltung gemacht. Diese Art von Leuten wird durch einen Schutzvertrag, in dem sie u.a. mit ihrer Unterschrift den Familienanschluss und eine artgerechte Haltung garantieren und dem Vorbesitzer das Recht der Platzkontrolle einräumen, oftmals abgeschreckt.

Außerdem bekommt man durch den Schutzvertrag die Gewissheit, dass das Tier höchstwahrscheinlich nicht auf der Straße oder im Tierheim endet. Da man in dem Vertrag die jederzeitige Rücknahme des Tieres garantiert, ist es für den neuen Besitzer bequemer, es einfach ohne Angaben von Gründen wieder zurückzugeben, wie evtl. beim Aussetzen erwischt zu werden (und eine Geldstrafe zahlen zu müssen) oder in einem Tierheim lange Erklärungen abgeben zu müssen.

Eine 100 %ige Garantie für einen guten Platz hat man meistens nur, wenn man seine Jungtiere im Bekanntenkreis unterbringt und regelmäßig besucht. Wenn man jedoch auf Schutzgebühr und Schutzvertrag besteht und sich einige Zeit mit den neuen Besitzern unterhält, kann man davon ausgehen, alles Mögliche unternommen zu haben, damit es den Kleinen auch weiterhin an nichts fehlt.

Im Gespräch mit dem neuen Besitzer sollte man vorsichtig herausfinden, in wie weit er schon über Haltung und Pflege informiert ist, was er Zuhause schon alles vorbereitet hat und in welches Umfeld das Junge kommt. Gegebenenfalls sollte man den neuen Besitzer nochmals auf die Klausel im Schutzvertrag hinweisen, in der man ihm zusichert, dass er bei Fragen jederzeit anrufen kann und dass man ihn gerne berät. Ein unerfahrener Halter wird dankbar darauf zurück kommen und sich des öfteren telefonisch melden. Durch das einmal aufgebaute Vertrauensverhältnis kann man auch später fast sicher sein, dass man von Zeit zu Zeit einfach mal wieder einen Info-Anruf bekommt, wie es dem Kleinen denn mittlerweile geht.
Ein Schutzvertrag kann per E-Mail bei uns angefordert werden.
Angi

Tagebuch eines Schnuckel-Wusels oder was ein Chinchilla empfindet, wird es per Hand großgezogen

04.03.2002
Hallo, Ihr lieben Clubmitglieder!!
gestatten, dass ich mich vorstelle: Ich bin das Schnuckel-Wusel aus der Pfalz. Einen richtigen Namen  hatte ich bislang noch nicht, doch zwischenzeitlich hat sich meine Pflege-Mami  doch für einen entschieden, weshalb ich nunmehr "Amy" heiße. Ihr fragt Euch jetzt vielleicht, warum sich meine Pflege-Mama ausgerechnet diesen Namen ausgesucht hat und einigen von Euch wird er vielleicht auch bekannt vorkommen. Dies war nämlich so: Meine Mami hat vorletzten Samstag, also einen Tag nach meiner Geburt und zu einer Zeit, als es mir ganz und gar nicht gutging, den Fernsehbericht über meine wildlebenden Verwandten gesehen. Die Forscherin, die sich der Erforschung meiner Verwandten verschrieben hat, hieß Amy. Als ich also an diesem Wochenende so völlig schlapp in den Seilen hing, nichts an Nahrung zu mir nehmen wollte bzw. konnte, war sie schon total verzweifelt und hat versucht, mich mit dem Versprechen an das Probieren dieser komischen Pampe, die sie mir  täglich füttert, heranzuführen, indem sie mir sagte, dass ich nur als großes + starkes Wusel zu meinen wildlebenden Verwandten nach Süd-Amerika reisen könnte. Dies klang mehr als einleuchtend, weshalb ich von diesem Zeitpunkt an begonnen habe, wie wild zu kämpfen und mir täglich mehrmals diesen komischen Brei, den sie mir immer zubereitet, im wahrsten Sinne des Wortes "reinzuziehen". Und was soll ich Euch sagen, seit dieser Zeit geht es mir von Tag zu Tag besser!!!

Doch hier meine Story von Anfang an und der Reihe nach:

Ich bin heute auf den Tag genau eeiiiine Woche und drei Tage alt (!!!!) und habe schon gaaaaanz viel erlebt! Als ich nämlich vorletzte Woche auf die Welt kam, stand es mit meiner Gesundheit nicht gerade zum besten, doch ich habe beschlossen, dass es mir hier bei meiner Chin-Mami, meiner Schwester (die mich zwar manchmal ziemlich ärgert und auch nicht gerade zimperlich mit mir umgeht, aber die ansonsten doch recht lieb und schmusig ist) und vor allem meiner Pflege-Mama so unheimlich gut gefällt, dass ich nicht gleich wieder von dieser Welt gehen möchte, wenn ich nun schon einmal da bin. Deshalb habe ich beschlossen - allen Widrigkeiten zum Trotz - zu kämpfen und wie!!!!

Ich schnuckele täglich mehrmals zusammen mit meiner Chin-Mama an einem komischen Ding, aus dem eine süßliche, wohl- schmeckende Flüssigkeit kommt. Was das genau ist, kann ich nicht genau sagen, aber irgendwie schmeckt das Zeug verdammt gut, was ich nach einigen "Sitzungen" sehr schnell selbst gemerkt habe. Außerdem ging es mir auf  dieses Zeug, was da aus diesem Ding kommt, bald erheblich besser, ich wurde kräftiger und konnte viel mehr Aktivitäten entfalten, als das noch am letzten Wochenende der Fall war. Außerdem freut sich meine Pflege-Mama immer ganz doll, wenn sie mich aus dem Käfig nimmt, um mit mir gemeinsam an dem Ding zu nuckeln und mich zuvor noch auf ein komisches Gerät setzt, das oben ganz glatt ist und auf dem ich mich nie so doll bewegen darf, wie ich eigentlich möchte. Sie liest dann wohl immer eine Anzeige ab und ist ganz aus dem Häuschen, wenn diese mehr anzeigt wie noch bei der letzten "Nuckel-Sitzung". Tja, irgendwie komisch, ich  kann mir das auch nicht ganz erklären!!!

Aber irgendwie ist meine Pflege-Mama doch unheimlich lieb. In den Schnuckel-Pausen nimmt sie mich immer ganz lieb in ihre Hand oder ich darf den Ärmel ihres Pullovers raufdüsen. Außerdem krault sie mich immer ganz lieb - vor allem am Bauch - was mich  wiederum zu einem genüsslichen Quietschen veranlasst, wodurch sie ebenfalls in helle Verzückung gerät!!! Komisch, komisch, diese Pflege-Mamas!!!

Ansonsten bemühe ich mich ganz doll, auch bei meiner richtigen Mami zu schnuckeln, wodurch ich es heute immerhin schon auf ein Gewicht von 59/60 g gebracht habe. Ist das nicht toll? Ihr müßt nämlich wissen, dass ich bei  meiner Geburt und auch noch am  darauffolgenden Wochenende bloß ganze 33 g gewogen habe, während meine Schwester bereits 55 g auf die Waage brachte. Aber ich habe beschlossen, dass ich sie unbedingt einholen will!!!! Ob ich das ganz schaffen werde, weiß ich nicht, aber ich strenge mich auf jeden Fall unheimlich an.

Meine Schwester macht mir ab und zu noch ein bischen das Leben, respektive das Nuckeln bei bei meiner Chin-Mami, schwer, denn - könnt Ihr Euch sowas vorstellen - sie will immer an dieselbe "Milchbar" wie ich?! Und wenn ihr das nicht gelingt, schubst sie mich einfach weg oder fängt an, mich zu zwicken. Da ich mir dies nicht  länger gefallen lassen konnte, denn immerhin ist sie - im Gegensatz zu mir - schon soviel schwerer und hat daher das Nuckeln nicht mehr allzu nötig, bin ich nunmehr zum "Gegenangriff" übergegangen und zwicke zurück, wenn ich gerade bei meiner Chin-Mami nuckele und sie mich vertreiben will. Ich habe ihr auch schon  ins Ohr gebissen und gerade vorhin habe ich sie einfach vom Brett geschubst. Habe ich das nicht prima gemacht? Ich weiß, ganz fair ist das nicht und ein  bischen schäme ich mich deswegen auch (aber wirklich nur ein gaaanz kleines bischen!!), denn schließlich muss ich mir noch etwas mehr Gewicht anschnuckeln als sie. Außerdem nimmt sie am Tag sehr viel mehr an Gewicht zu als ich und deshalb sind solch kleine "Kniffe" wohl erlaubt, oder was meinst  Du?

Ich wette, wenn mein Pflege-Papa, den ich nur kurz gesehen habe und aufgrund meines nach der Geburt noch geschlossenen einen Auges nur schwer erkennen konnte, wieder aus Amerika kommst, erkennt er mich nicht wieder, denn ich bin jetzt schon ungefähr doppelt  so groß wie vorletzte Woche. Schade, dass ich Euch kein Foto schicken kann, Ihr wärt bestimmt unheimlich stolz auf mich und vor allem auch auf meine Pflege-Mama, die sich wirklich rührend um mich kümmert und mich knuddelt.

Spter muss ich gleich wieder zum Schnuckeln anrücken. Rein vorsorglich zicke ich zwar dabei  anfangs immer ein bischen rum, doch eigentlich gefallen mir die regelmäßigen Schnuckel-Sitzungen (derzeit alle 5 Stunden) sowie die damit verbundenen Schmuseeinheiten, die ich wirklich nur empfehlen kann, sehr gut!!! Aber ein  bischen Rumzicken und Sträuben muss eben sein!!! :-))

Ich schicke Euch ganz viele liebe Schnuckel-Grüß und bedanke mich ganz doll fürs Daumendrücken,  was Ihr bislang für mich gemacht habt und was offensichtlich unheimlich gut gewirkt hat!!!!!!!

Eure Amy, alias Schnuckel-Wusel

24.03.2002
Hallo liebe Fans da draußen!!!
Ich bin zwischenzeitlich richtig groß geworden, Ihr würdet mich nicht mehr wiedererkennen, wenn Ihr mich anfangs zu meiner Geburt bzw. kurze Zeit danach und jetzt (4 Wochen später) gesehen hättet. Heute Morgen brachte ich kurzfristig eine "Schnapszahl" auf die Waage: 111 g, doch zwischenzeitlich habe ich bereits wieder fleißig bei meiner Mami genuckelt und Heu gefuttert, weshalb ich vorhin bei der letzten Zusatzfütterung durch meine Ersatzmama, die sich wirklich  rührend um mich kümmert, bereits 113 g wog.

Ich werde auch von Tag zu Tag unternehmungslustiger, probiere mehr Dinge aus und nerve ein bischen meine Schwester sowie meine Mami. Besonders lustig finde ich es, auf allen Vieren wie ein Gummibällchen durch den Käfig zu hüpfen. Ich kann gar nicht verstehen, warum sich Mami dadurch so genervt fühlt, zumal meine Schwester  fleißig mithüpft!! :-))

Und all die guten Sachen, die ich zwischenzeitlich zum Essen entdeckt habe, denn es gibt wirklich nicht nur diese Flüssig-Nahrung, sondern auch noch ganz viele andere Leckereien. Ganz verrückt bin ich z.B. nach Heu, aber auch Knabberstangen, Äpfel und vor allem Rosinen finde ich gaaaaanz große Klasse!!!! Ich kann Euch sagen, es hat sich wirklich gelohnt, so fleißig bei meiner Ersatzmama zu schnuckeln, denn nur dadurch bin ich so groß und stark geworden, dass mich all die anderen Dinge jetzt auch interessieren. Zu Anfang hing ich nämlich nur kraftlos im Käfig rum und war nicht in der Lage, auch nur ein Füßchen gerade vor das andere zu setzen, aber jetzt .... !!!!!! Ihr solltet mich mal sehen. Das Schnuckeln finde ich aber nach wie vor ganz große Klasse, obwohl ich derzeit nur noch drei Mal  pro Tag von meiner Ersatzmama geschnuckelt werde, doch darauf warte ich immer schon ganz sehnsüchtig!! Wenn sie schon das Wasser aufsetzt und die Dosenmilch aus dem Kühlschrank holt, man, da kann ich mich kaum noch beherrschen und fange schon ganz hungrig an zu piepen.

Zwischenzeitlich unternehme ich zusammen mit meiner richtigen Mami und meiner Schwester auch allabendliche Erkundungsgänge in der näheren Käfigumgebung. Das ist vielleicht  interessant sage ich Euch!! Da kann man so schön Blödsinn machen und  lustig rumspringen. Wir nutzen die Zeit dann immer voll aus und sind hinterher durch das viele Rumspringen immer ganz k.o.!! Aber was gibt es denn schöneres, als nach einem ausgiebigen Spaziergang sich schön gemütlich an Mami zu kuscheln, etwas zu nuckeln und dann einzudösen!? Könnt Ihr Euch etwas kuscheligeres vorstellen??

Zwischenzeitlich habe ich auch mein erstes Sandbad genommen. Zu Beginn war ich zwar noch etwas zögerlich, denn schließlich hat es  soooo unheimlich gestaubt, als sich meine Mami gleich in die Badewanne gestürzt  hat, als das Ding in den Käfig gestellt wurde. Meine Schwester und ich schauten zunächst noch etwas skeptisch, doch als die Wanne endlich frei war, mußten wir  uns das Ganze doch mal aus der Nähe anschauen. Meine Schwester machte gleich nach, was sie mein unserer Mami beobachtet hatte, doch mir war das alles etwas suspekt. Ich lief nur durch den Sand und beschnüffelte alles ganz genau. Ich traute mich nicht so recht, es den anderen gleich zu tun. Das blieb auch noch so, bis die Badewanne am nächsten Tag wieder in den Käfig gestellt wurde, doch dann entschloß ich mich, mich ebenfalls durch dieses staubige Zeug zu wälzen, und siehe da, das brachte einen ungeheueren Spaß!!!!! Ich buddelte, wälzte mich, warf mich von einer Seite auf die andere und das ganze Unternehmen bereitete mir von Sekunde zu Sekunde mehr Vergnügen + Spaß!!! Heute kann ich mir ein Leben ohne Sandbaden gar nicht mehr vorstellen. Nur meine Ersatzmami, die vor Vergnügen fast so laut quietscht wie ich, wenn sie mich so fröhlich rumtollen sieht, bekommt dann immer solche Niesanfälle und schnieft ganz schlimm in der  Gegend rum; doch nach einer Weile - vor allem, wenn ich wieder aufgehört habe zu  Baden - gibt sich auch das wieder!!!

Und hier mal ein Foto von unserer Kleinfamilie (bis auf Papi) Links auf dem Brett bin ich zu sehen, daneben meine richtige Mami, Schnuckie, eine wunderschöne Black-Velvet-Dame. Davor, reckt sich meine Schwester Flummie, welche deutlich größer ist als ich und bereits ein Gewicht von ca. 260 g hat. Doch ich arbeite daran, dass ich sie bald einholen werde!!!!! Ansonsten lerne ich von Tag zu Tag mehr und werde auch immer frecher. Unsere Mami ist z.T. ganz schön genervt von uns und unserem Herumgehopse; glaubt mir, der Name "Flummie" kommt bei meiner Schwester nicht von ungefähr: sie springt nämlich wie ein Gummi-Bällchen, wenn es darauf ankommt und wenn uns gerade mal wieder der Hafer, pardon, das Heu, sticht!!!!!!!!!! Wir machen ganz schön viel Blödsinn, wenn wir abends erst einmal so richtig fit sind.

So, jetzt muss ich mich wieder ein wenig ausruhen bzw. neue Kraft schnuckeln bei meiner Mami. Außerdem gibt es demnächst bestimmt auch wieder ganz gute Pellets und vor allem Heu zum Nagen. Da freue ich mich jeden Abend drauf und stürze mich immer kopfüber hinein ins (Heu)-Vergnügen!!!
Eure Amy (Schnuckel-Wusel)

Aus dem Tagebuch eines Dreierwurfes
9.April 2003 – Tag der Geburt
Zwischen 7:00 und 8:30 kamen die 3 zur Welt, die Nachgeburt wurde von der Mutter gefressen und sofort begannen die Kleinen bei der Mutter zu trinken. Eine Stunde nach der Geburt verließen die Kinder zum ersten Mal das Häuschen und spazierten im Käfig umher. Auch die ersten Streitigkeiten um die heiß begehrten Zitzen der Mutter begannen lautstark. Eines der Babys hatte noch die Augen fest verschlossen, mit etwas Bepantensalbe „rieb“ ich sie vorsichtig ein und einige Sekunden später waren die Äuglein offen. Die Mutter lässt die größere Tochter, welche von Geburt an bei ihr lebt, zu den Kindern und es gibt zwischen ihnen keine Streitigkeiten.

Geburtsgewichte
Standard, weiblich, 39 Gramm
Beige hell, männlich, 45 Gramm
Beige, männlich, 42 Gramm
Allgemeinzustand der Kleinen: neugierig, wach und hungrig

Die Mutter brachte die Kinder im obersten Häuschen im Käfig zur Welt, ich habe es entfernt, um Abstürze der Kleinen zu vermeiden und dass sie auch wieder zur Mutter zurück können. Nun steht das Häuschen am Käfigboden, ebenso den Futternapf habe ich auf den Boden gestellt und als ich bemerkte, dass die Kinder schon da sind, die Sandwanne entfernt.

20:00 Uhr: Gewichtskontrolle
Standard, weiblich, 38 Gramm - minus 1 Gramm
Beige hell, männlich, 43 Gramm - minus 2 Gramm
Beige, männlich, 41 Gramm - minus 1 Gramm

Alle Kinder sind wohlauf und interessiert unterwegs, die Mutter hat 3 laktierende Zitzen, frisst und ist aktiv. Grace ist am Zuwachs interessiert und Marilyn akzeptiert den Umgang zwischen ihr und den Kindern.

10. April 2003 – erster Tag, Gewichtskontrolle
Standard, weiblich,  42 Gramm - 4 Gramm zugenommen
Beige hell, männlich, 43 Gramm - seit gestern gleich geblieben
Beige, männlich, 46 Gramm - 5 Gramm zugenommen

Die beiden Böckchen hatten wieder Streit untereinander, die Mutter geht meist dazwischen. Heute waren sie weniger unterwegs und Mutter und Kinder verbrachten die meiste Zeit im Häuschen, Grace durfte auch mit hinein.

Ich habe zwei Gewichtskontrollen durchgeführt und werde dies die nächsten Tage auch weiterhin öfter als einmal machen, da ich das hellere Böckchen wegen seiner 2 Gramm Gewichtsabnahme und seither keiner Zunahme genauer kontrollieren möchte.

11. April 2003 – zweiter Tag, Gewichtskontrolle
Standard, weiblich, 43 Gramm - 1 Gramm zugenommen
Beige hell, männlich, 47 Gramm - 4 Gramm zugenommen
Beige, männlich, 48 Gramm - 2 Gramm zugenommen

Alles unverändert, Kindern und Mutter geht es gut! Grace betreut die Kinder mit, wenn Marilyn sich im Käfig die Füße vertritt.

12. April 2003 – dritter Tag, Gewichtskontrolle
Standard, weiblich, 45 Gramm - 2 Gramm zugenommen
Beige hell, männlich, 49 Gramm - 2 Gramm zugenommen
Beige, männlich, 50 Gramm - 2 Gramm zugenommen

Ich konnte heute gut beobachten, dass Marilyn nicht gerne möchte, wenn die Babys das Häuschen verlassen, sie läuft immer zu dem jeweiligen Baby und schiebt es in das Häuschen zurück. Weiterhin ist mir aufgefallen, sobald jemand zum Käfig geht, setzt sie sich so in oder vor die Hütte, dass man nicht zu den Babys hineinsieht – das macht Grace ihr auch schon nach!

13. April 2003 – vierter Tag, Gewichtskontrolle
Standard, weiblich, 49 Gramm - 4 Gramm zugenommen
Beige hell, männlich, 52 Gramm - 3 Gramm zugenommen
Beige, männlich, 56 Gramm - 6 Gramm zugenommen

Der Schlaf-/Wach-Rhythmus dürfte allmählich wieder seine geregelte Ordnung bekommen, tagsüber war nur die Mutter ab und zu im Käfig unterwegs, um sich scheinbar ein wenig Freiraum zu gönnen, ich habe soeben die Gewichtskontolle durchgeführt und seither laufen Kinder und Mutter im Käfig umher. Ich konnte soeben die Kleinen dabei „ertappen“, dass sie in der Futterschüssel saßen und naschten. Es ist unmöglich, sich dem Käfig unbemerkt zu nähern. Sobald die Mutter es merkt, springt sie, die Kinder schützend, durch den Käfig, was die Kinder zur Flucht vor mir animiert – somit sind alle Versuche, die Kinder am Futternapf zu fotografieren, bisher fehlgeschlagen.

14. April 2003 – fünfter Tag, Gewichtskontrolle
Standard, weiblich, 50 Gramm - 1 Gramm zugenommen
Beige hell, männlich, 57 Gramm - 5 Gramm zugenommen
Beige, männlich, 58 Gramm - 2 Gramm zugenommen

Heute habe ich seit der Geburt das erste Mal wieder die Sandwanne in den Käfig gestellt, völlig interessiert haben alle drei Kleinen zuerst die Wanne und dann den Sand darinnen begutachtet. Doch wirklich etwas anzufangen wußten sie mit dem kühlen Weiß nicht! Viel interessanter noch ist die Futterschüssel!

15. April 2003 – sechster Tag, Gewichtskontrolle
Standard, weiblich, 53 Gramm - 3 Gramm zugenommen
Beige hell, männlich, 59 Gramm - 2 Gramm zugenommen
Beige, männlich, 62 Gramm - 4 Gramm zugenommen

Das Babyfischen (aus dem Käfig nehmen um zu wiegen) wird nun immer schwieriger – ganz schön flott unterwegs, die Kleinen!!! Bisher hatte ich immer eine Reihenfolge, wer als Erster und wer als Letzter zum Wiegen an die Reihe kommt, das kann ich nun vergessen und muss froh sein, wenn ich beim ersten Versuch gleich eines der Wusels in der Hand halte – aber sie weinen nicht und sind dann doch recht neugierig, welch „nackiges Monster“ (Hand, um Missverständnissen vorzubeugen) sie da gerade „umfasst“!

16. April 2003 – siebenter Tag, Gewichtskontrolle
Standard, weiblich, 55 Gramm - 2 Gramm zugenommen
Beige hell, männlich, 61 Gramm - 2 Gramm zugenommen
Beige, männlich, 63 Gramm - 1 Gramm zugenommen

Definitiv habe ich heute eines der Babys (Beige hell) dabei gesehen, dass es auf das mittlere Brett geklettert ist (in 30cm Höhe) und einen Heuhalm in den Pfötchen hielt, sowie auch daran geknabbert hat – so ein goldiger Anblick! Die Kleinen sind nun eine Woche alt, ich werde weiterhin täglich wiegen und meine Berichte ab nun wöchentlich zusammenfassen, außer es gibt etwas Besonderes, darüber werde ich natürlich extra berichten!

23. April 2003 – zweite Lebenswoche, Gewichtskontrolle
Standard, weiblich, 74 Gramm - 19 Gramm zugenommen
Beige hell, männlich, 76 Gramm - 15 Gramm zugenommen
Beige, männlich, 80 Gramm - 17 Gramm zugenommen

Die Kleinen sind nun zwei Wochen alt, heute beginnt die dritten Lebenswoche. Alle entwickeln sich sehr gut und sind deutlich gewachsen. Das beige Böckchen (dunkel) streitet sehr oft mit den beiden anderen, ich musste entdecken, dass die Näschen aller Drei verletzt und verkrustet sind – Zufütterungsversuche schlagen fehl, sie wehren sich mit Händen und Beinen dagegen, also ist der Hunger nicht groß genug.

Manchmal, wenn ich lange genug die Hand auf den Käfigboden halte, kommt eines der Kleinen auf die Hand und erkundet diese bis zur Armbeuge. Sie fressen bei der Mutter aus der Futterschüssel mit und auch den einen oder anderen Heuhalm knabbern sie.

Mit Geschick klettern sie auf den Ästen herum und erreichen schon alle Sitzbretter, das oberste Häuschen habe ich wieder aufgehängt und die Kletteräste so angebracht, dass die Kleinen zu jeder Zeit überall hingelangen können. Ich gebe seit dem Aufhängen des obersten Häuschens mehr Hobelspäne in den Käfig, damit, wenn eines der Kleinen hinunterfällt, es auch sehr weich landet.

Die Tonröhre gebe ich erst wieder in einigen Wochen in den Käfig und das Sandbad stelle ich so auf, dass keines der Babys sich bei einem evtl. Sturz daran verletzen kann. Auch wozu das Sandbad gut ist haben die Kleinen schon herausgefunden – sie machen das schon fast so gut wie die Mama!

30. April 2003 – dritte Lebenswoche, Gewichtskontrolle
Standard, weiblich, 96 Gramm - 22 Gramm zugenommen
Beige hell, männlich, 94 Gramm - 18 Gramm zugenommen
Beige, männlich, 106 Gramm - 26 Gramm zugenommen

Die Kleinen sind nun drei Wochen alt, heute beginnt die vierte Lebenswoche. Alle entwickeln sich sehr gut, obwohl die Mutter zu wenig Milch für 3 zu haben scheint. Es gab in der vergangenen Woche weiterhin Streit unter den Kleinen, der so weit ging, dass sie sogar blutige Nasen hatten. Anfangs habe ich den Fehler gemacht, mich ständig in diese Streitereien einzumischen, doch auf Anraten von Angi, weil ich dadurch asoziale Chinnis erziehen würde, habe ich das unterlassen und siehe da, der Streit nimmt ab und die Näschen heilen auch wieder. Sie naschen überall mit und nehmen von mir auch Pellets aus den Fingern.

7. Mai 2003 – vierte Lebenswoche, Gewichtskontrolle
Standard, weiblich, 74 Gramm - 19 Gramm zugenommen
Beige hell, männlich, 76 Gramm - 15 Gramm zugenommen
Beige, männlich, 80 Gramm - 17 Gramm zugenommen

Die Kleinen sind nun vier Wochen alt, heute beginnt die fünfte Lebenswoche. Anhand der Gewichtskontrolle lässt sich eindeutig erkennen, welches Baby das „schwächste“ ist, er kann sich nicht so durchsetzen wie die anderen beiden, doch seitdem ich nicht mehr in die Streitigkeiten eingegriffen habe, streiten die Drei kaum noch miteinander. Tagsüber sind die Kleinen nur wach, wenn die Mutter sich eine andere Schlafstelle im Käfig sucht, um ihr zu folgen. Abends sind sie alle munter unterwegs und machen sich auch mit dem ganzen Körper in der Futterschüssel breit. Mit viel Geduld kommen sie auch auf die Hand, wobei die Fingerspitzen von größtem Interesse für sie sind – sie meinen wohl, das wären Zitzen und probieren etwas unsanft daran. Ich kann mir vorstellen, dass das Säugen der Kleinen nicht ganz schmerzfrei für die Mutter ist, zumal auch um die Zitzen ca. 1 cm rundherum kein Fell mehr ist. Die Kleinen klettern so gut wie nie, doch sie versuchen die Sprünge der Mutter und der großen Schwester nachzuahmen, das sieht sehr herzig aus.

14. Mai 2003 – fünfte Lebenswoche, Gewichtskontrolle
Standard, weiblich, 150 Gramm - 28 Gramm zugenommen
Beige hell, männlich, 144 Gramm - 26 Gramm zugenommen
Beige, männlich, 158 Gramm - 26 Gramm zugenommen

Die Kleinen sind nun fünf Wochen alt, heute beginnt die sechste Lebenswoche. Mittlerweilen beschäftigen sich die 3 Babys hauptsächlich selbstständig und trinken nur mehr ab und zu bei der Mutter, sie nehmen auch selbstständig die Nahrung auf, trinken an der Wasserflasche und Streitigkeiten sind kaum bis gar nicht mehr. Grace, die große Schwester ist ihnen sehr zugetan und freut sich sichtlich, dass sie nun jemanden zum Spielen hat, doch Mitte Juli werden die Babys insofern getrennt, dass nur das Weibchen bei Mutter und Schwester bleiben, die Böckchen siedeln zu ihrem Vater und dessen Bruder um.

21. Mai 2003 – sechste Lebenswoche, Gewichtskontrolle
Standard, weiblich, 176 Gramm - 26 Gramm zugenommen
Beige hell, männlich, 174 Gramm - 30 Gramm zugenommen
Beige, männlich, 186 Gramm - 28 Gramm zugenommen

Heute beginnt nun die siebente Lebenswoche und alle drei Babys entwickeln sich ohne Abstriche sehr gut. Sie trinken schon seit voriger Woche nur mehr selten bei der Mutter und führen im Großen und Ganzen ein fast selbständiges Chinchillaleben. Sie wirbeln im Käfig hin und her und auch die Sprünge von den Ästen und Sitzbrettern werden immer waghalsiger. Oft scheint es so, als würden sie sich unter einander messen wollen, wer wohl der Bessere ist. Streitigkeiten gab es schon die ganze Woche keine mehr!

28. Mai 2003 – Ende siebente Lebenswoche – Beginn achte Lebenswoche, Gewichtskontrolle
Standard, weiblich, 202 Gramm - 26 Gramm zugenommen
Beige hell, männlich, 208 Gramm - 34 Gramm zugenommen
Beige, männlich, 220 Gramm - 34 Gramm zugenommen



04. Juni 2003 – Ende achte Lebenswoche – Beginn neunte Lebenswoche, Gewichtskontrolle
Standard, weiblich, 202 Gramm - 26 Gramm zugenommen
Beige hell, männlich, 208 Gramm - 30 Gramm zugenommen
Beige, männlich, 220 Gramm - 28 Gramm zugenommen
Michi