|
|
Vergesellschaftung von Schnucki & Schnurzel - eine laaaaange Geschichte Nach fast 1jähriger Überlegung und Erfahrungssammlung haben wir
beschlossen, uns ein Chinchilla zu zulegen. Gesagt getan. Am 21.7.2001 zog Schnucki, eine Standard Chinchilla-Dame, bei uns ein. Die Vorbesitzerin meinte, sie sei 6 Monate alt. Dies stellte sich aber bei
Recherchen im Internet als total falsch raus, weil sie dort aufgeführt schon 2 mal Junge bekommen hatte. Also musste sie damals ja schon wenigstens 1
Jahr oder sogar älter gewesen sein. Aber egal, wir haben sie total lieb gewonnen und geben sie nicht wieder her !
Weil wir zwar viel theoretische, aber noch keine
praktische Erfahrung hatten, wollten wir erst mal nur Chinchi. Außerdem haben wir ganz schön lange gebraucht, unseren Vermieter davon zu
überzeugen. Er wollte nämlich eigentlich gar keine Tiere im Haus haben, aber das hat andere Gründe und sollte hier auch nur am Rande erwähnt
werden. Jedenfalls gaben wir unserer Schnucki ein schönes neues Zuhause mit großem Käfig, viel Auslauf und Aufmerksamkeit. Sogar für den
Urlaubsfall haben wir die perfekte Lösung gefunden. Bei uns im Haus wohnt auch meine Schwiegermutti und sie haben wir kurzer Hand zur Pflegemutti
gemacht. Das klappt so gut, dass sie die Tiere nicht nur füttern kommt, sondern auch raus lässt, wenn wir mal verreist sind. Trotzdem haben wir
immer wieder beobachtet, wenn wir auch nur mal ein Wochenende nicht da waren, dass Schnucki bei unserer Rückkehr immer in sich zurückgezogen
wirkte. Später fing sie an, immer an den Hacken zu bluten und wir stellten
fest oder zumindestens nahmen wir an, dass es vor Einsamkeit sein musste. Sie hatte sehr rauhe, rissige "Fußsohlen" bzw.
Hacken und die knabberte sie sich dann blutig. Mangelnde Hygiene oder falsche Käfiggestaltung schlossen wir aus.
Kurzer Hand beschlossen wir, ihr einen Spielgefährten zu gönnen. Am
15.6.2002 kam dann Schnurzel (ein Standard Böckchen) zu uns und vor allem zu Schnucki. Er war da gerade mal 9 Monate alt. Laut der Zoohandlung (sie bekommt die Tiere direkt vom zuverlässigen Züchter)
sollte es ein Mädchen sei - wollten wir auch, weil wir keinen Nachwuchs wollten. Als wir dann mit der Transportbox zu Hause ankamen, stellten wir
diese auf den Teppich in die Mitte des Zimmers und holten Schnucki aus ihrem Käfig. Noch war die Box nur einen kleinen Spalt geöffnet und wir
beobachteten. Aber Schnucki wurde wie eine Furie und ging gleich auf den "Eindringling" los. Oh man, was nun ??? Wir haben uns dann noch am
gleichen Tag von Bekannten einen recht großen Hasenkäfig geborgt, um das Tier aus der Box zu bekommen.
Wir hatten uns natürlich vorgestellt: kurz beschnuppern und dann gleich
beide in den großen Käfig - war natürlich nicht so. Schnurzel kam also erstmal in den Hasenkäfig. Den stellten wir neben den großen Käfig auf den
Tisch. So konnten sich beide Tiere sehen, aber nix tun. Aber der richtige Stress ging damit erst los. Wenn Schnucki draußen war, hatte sie natürlich nichts besseres zu tun, als um den kleinen Käfig zu
schleichen und ins Gitter zu beißen. Schnurzel war natürlich total verängstig, aber auch sehr neugierig und guckte immer wieder
durch die Gitterstäbe. Wir haben natürlich immer aufgepasst, so gut es ging. Ach, er tat uns so leid und der war so süß. Er wollte
so gerne zu Schnucki, das hat man ihm richtig angemerkt und er hat auch immer diese Lockrufe von sich gegeben, aber sie wollte
ihn nicht. Und so kam es, dass er wieder mal am Gitter stand, als Schnucki draußen war und mit seinen kleinen Pfötchen die Gitter
umfasste. Schnucki nutzte die Gelegenheit und biss zu. So schnell konnten wir gar nicht reagieren. Schurzel gab einen
quietschend, jaulenden Ton von sich und dann war es auch schon passiert. Schnucki hat ihm eine Fingerkuppe abgebissen. Er hat
dann ein paar Tage lang Bepanthen Wund und Heilsalbe bekommen und dann war es auch wieder gut. Aber wir haben danach
natürlich noch besser aufgepasst. Irgendwie mussten wir uns was einfallen lassen - so ging das nicht weiter !
Wir haben dann viel im Internet (auch hier bei Kerstin) um Rat gelesen und gefragt. Schließlich haben wir einfach mal für beide die
Käfige getauscht, damit jeder den Geruch des anderen ein bisschen annimmt und auch mal das Futter des anderen kosten kann.
Schnurzel hat sich natürlich in dem großen Käfig pudelwohl gefühlt. Schnucki in dem Hasenkäfig überhaupt nicht, aber da musste
sie jetzt durch. Na ja, war ja gerade mal vielleicht für ne halbe Stunde oder so.
Den täglichen Ausgang mussten sie aber weiterhin getrennt vornehmen. Dann haben wir Schnucki immer mal festgehalten und dicht
an den Käfig von Schnurzel gehalten. Oh, da hat sie uns dann dabei in die Hand gebissen - war aber auszuhalten. Auch haben wir
beide mit dem Pipi des anderen eingerieben, aber am besten ging der Käfigtausch.
Dann wollten wir es auf einen Versuch ankommen lassen und haben beide gleichzeitig raus gelassen. Na da ging ja die Post ab.
Rennen, flitzen, raufen, beißen... Und das Fell flog durch die Gegend - oh man haben wir nur gedacht und sind dann doch
dazwischen gegangen. Komischerweise ist Schnucki immer dann freiwillig in den Hasenkäfig gegangen, wenn Schnurzel nicht drin
war. Da fand sie das sehr interessant. Es ging auch immer gut, bis auf einmal. Als beide wieder in ihren Käfigen waren, sahen wir
Blut an der Käfigwand von Schnurzel und nach längerem untersuchen sahen wir, dass der Schwanz angebissen war. Also, das war
mir dann doch nichts mehr und ich bin zum Tierdoc. Sie meinte dann, das wäre nicht so schlimm. Das verknorpelt und die
Schwanzspitze fällt dann irgend wann einfach ab. Dann wachsen die Haare drüber und man sieht nichts mehr davon. Ok, hört sich
erst mal schlimm an, war es dann aber wirklich nicht, und es kam so wie sie sagte. Heute ist halt sein Schwanz ca. 2 cm kürzer - fällt aber wirklich nicht auf.
Und jetzt wundert ihr euch bestimmt, dass ich immer von IHM rede und nicht von IHR? Die Tierärztin hat dann festgestellt, dass es eindeutig ein Männchen ist und kein Weibchen.
Oh man, das war dann das nächste Problem. Was wenn die sich irgend wann vertragen ? Wir wollten doch keinen Nachwuchs.
Aber die Ärztin sagte, es wäre kein Problem mit der Kastration, aber sie würde es noch nicht bei ihm machen, bevor er nicht 1 Jahr
ist. Also, dann mit ihm statt ihr wieder nach Hause, Schwanz salben und weiter kämpfen.
Es ging dann insgesamt ein halbes Jahr mit Käfig tauschen und Raufereien beim Auslauf so weiter, aber dann ohne Verletzungen. Hatte zwischendurch auch die
Bachblüten ausprobiert, ich denke, die haben auch mitgeholfen. Irgend wann wurde die Aggressivität von Schnucki weniger. Was sollte sie auch tun, er war nun mal da
und das sollte auch so bleiben. Obwohl ich zwischenzeitlich 1x versucht habe, schweren Herzens Schnurzel wieder zu verkaufen. Aber zum Glück hat das nicht geklappt.
Und dann passierte das Wunder: Am 3.1.03 Abends beim gemeinsamen Auslauf wurde auf einmal, als wenn man einen Schalter betätigt, nicht mehr gerauft sondern
gekuschelt. Und beide konnten zum ersten mal gemeinsam in den großen Käfig ! Juhu, wir hatten es geschafft !!! Aber das hatte wirklich viiiiieeel Geduld gekostet und wie gesagt, fast ein halbes Jahr.
So, aber das ist noch lange nicht das Ende meiner Geschichte, denn 111 Tage später morgens gegen 9:00 Uhr hatte ich Zwillinge im Häuschen. Aber der Reihe nach. Die
beiden haben sich also von da an richtig gut verstanden und lebten kuschelnder und knutschender Weise zusammen. Ca. 1-2 Wochen vor der Geburt ist uns aufgefallen,
dass Schnucki sehr ruhig ist und oft mehr unten als oben im Käfig war und als wir so
am beobachten waren, kam sie uns auch irgend wie dicker um die Hüften vor. Wir hatten ja keine Ahnung. Ich hab dann mit einer Freundin telefoniert, die auch Chinchis hatte. Sie meinte, wir sollen mal
gaaaanz vorsichtig bei Schnucki den Bauch fühlen. Wenn wir eine Murmel merken, ist sie wirklich schwanger. Und wirklich - Schnucki war schwanger !
Oh man, was denn nun wieder ? Das Problem war auch, dass es genau um die Osterzeit war und mein Tierdoc Urlaub hatte und wir wegfahren wollten.
Aber irgendwas musste passieren, Schnurzel sollte doch kastriert werden. Dann ging alles ganz schnell. Schnucki bekam am 24.4.03 morgens gegen
9:00 Uhr 2 Mädchen (wie sich später raus stellte). Och war das süß... Noch am selben Tag brachte ich Schnurzel zum Tierdoc zum kastrieren - und das
ist mir wirklich nicht leicht gefallen, aber es musste sein.
Und danach hatten wir wieder ein Problem. Schnurzel hat die OP überhaupt nicht gut vertragen. Das jetzt aber auch so ausführlich
zu berichten, wäre zu lang. Deshalb nur ganz kurz dazu. Er bekam eine viel zu hoch dosierte Narkose und es wurde mit dem
falschen Faden zugenäht. Danach bekam er auf Grund dessen noch eine Infektion der Wunde. Er wachte erst abends statt mittags
wieder auf, hatte später Krämpfe, Schwächeanfälle, Verstopfung und Durchfall, fraß nix mehr und trank auch nicht. Er bekam dann
(natürlich von einem anderen Tierdoc) eine Vitamin-Aufbauspritze und wir sollten sofort mit der Zwangsernährung anfangen, wenn
wir ihn retten wollen. Das taten wir dann ca. 14 Tage lang und wir haben ihn wirklich retten können!
Das Problem an der Sache war, dass er in dieser Zeit natürlich nicht in den großen Käfig zu Schnucki und den Babys konnte,
sondern wieder in den Hasenkäfig musste. Was ihm aber ganz gut tat, weil er ja so schlapp war. Wir hatten uns das so schön
vorgestellt. Alle zusammen als Familie im großen Käfig. Aber daraus wurde leider nichts.
Schnucki und den beiden Süßen ging es sehr gut - sie kümmerte sich rührend und die kleinen wuchsen prächtig. Als es Schnurzel
dann besser ging, sollte er ja auch was von seinen Kindern haben und wir haben die beiden öfter in seinen Käfig zu ihm gesetzt.
Das klappte richtig gut. Nur Schnucki wollte das wieder mal überhaupt nicht akzeptieren und ließ ihn nicht an sich ran. Also ging der
Auslauf wieder getrennter Wege. Schnucki alleine im Wohnzimmer und Schnurzel mit den beiden kleinen samt Käfig im Flur.
Und somit hatten wir wieder das gleich Problem wie ganz zum Anfang. Also ging das wieder mit Käfigtausch los, beide Käfige
nebeneinander stellen und die kleinen mal bei ihr, mal bei ihm rein. Ich hatte inzwischen mit der Zoohandlung gesprochen, die mir
Schnurzel als Weibchen verkauft hatte und hab mal angefragt, ob wir evtl. die Jungen dort abgeben könnten. Denn für uns stand
fest, dass wir sie aus Platzgründen leider nicht behalten können. Und alle 4 in einem Käfig soll ja bekanntlicherweise auch nicht gut
gehen auf die Dauer. Jedenfalls kam mir die Zoohandlung sehr entgegen und nahm uns beide Mädchen ab. Ich weiß, dass sie heute beide (leider nicht zusammen) in gute Hände gekommen sind.
Erst als die beiden Babys weg waren, ist es uns gelungen, beide wieder in einen Käfig zu setzen. Das ging dann ähnlich wie beim
1. Mal ab. Erst raufen (allerdings nicht mit beißen) und dann kuscheln. Das ganze hat dann wieder mal so 9-10 Wochen gedauert.
Aber heute sind sie ein Herz und eine Seele und nix kann das mehr ändern! Das Hacken blutig knabbern ist weg und auch das Zurückziehen, wenn wir mal nicht da sind.
Also ich kann nur jedem raten: auf jeden Fall mindestens 2 Tiere zusammen aussuchen, sehr viel Geduld dabei haben und den Tieren viel Aufmerksamkeit geben. Diana
|
|
VERGESELLSCHAFTUNG
wenn es einmal gar nicht klappen will Ein kleiner Erfahrungsbericht, wie es aussieht, wenn und warum eine Vergesellschaftung aussichtslos erscheint. Anlässlich meines Geburtstages habe ich
mein Traumchinchilla geschenkt bekommen, ein 15 Wochen junges Brown Velvet-Mädchen Dorle.Da es eine recht lange Fahrt für das Chinchilla war (~750km), habe ich es, zu Hause angekommen, vorerst einmal
alleine in den komplett neuen Käfig gesetzt, damit es sich die nächsten 48 Stunden von der Fahrt erholen und die neuen Geräusche und die neue Umgebung und Gerüche kennen lernen kann. Nach den ersten
beiden Tagen bot ich dem Chin-Mädchen Auslauf mit meinen anderen Weibchen an, wovon es sich um Mutter Marilyn mit 2 unterschiedlich alten Töchtern Grace und Romy handelt. Beim Auslauf war auch alles in
Ordnung, keine Streitigkeiten und richtig nett anzusehen, somit machte ich am 5. Abend den ersten Versuch, alle Weibchen in einen Käfig setzen, da das neue Chinchilla ja noch ein „Baby“ ist, muss
das eigentlich problemlos klappen... – klappt nicht. Gute 10 Minuten war alles in Ordnung bis das älteste Weibchen plötzlich der Meinung war, dass da wer stört und zuerst auf ihre eigenen Töchter
losging, das neue Chin-Mädchen wurde dann auch noch gehetzt, sodass ich es aus dem Käfig nahm und in einen Notkäfig umsetzte und den Käfig ganz nahe an den Käfig mit den anderen Weibchen stellte. In
beiden Käfigen war großes Interesse für den jeweils anderen Käfig, doch das älteste Weibchen provozierte das neue Mädchen durch die Gitter derart, dass sie sich sogar gegenseitig durch die Gitter
bespritzten – also ein frühreifes Brown Velvet-Mäderl, welches Bedrängnis für das ältere Weibchen darstellt – ich habe den Notkäfig weiter weggestellt, doch die Urinduschen hörten nicht auf.
Sobald sich die beiden sahen, wurden sie richtig hysterisch, die Ältere ging wieder auf die eigenen Töchter los und das Neue wurde einerseits wütend und andererseits ängstlich, manchmal fiepte es wie
ein Baby und manchmal fauchte und drohte es wie ein erwachsenes Chin.
Mittlerweilen hat sich das neue Chin-Mäderl Dorle mit Romy angefreundet und sie sitzen zusammen und machen sich aus, wer die
Chefin im Käfig ist – aber auf die kindliche Art, ohne böse zu jagen und ohne beißen. Michi
|
|
Vergesellschaftung von 4 Böckchen Welche
Gelegenheit wäre wohl die Beste um 4 Chinchillaböckchen (Chinchillas generell) zu vergesellschaften - das hab ich mich die letzte Zeit sehr oft gefragt und kam zu dem Schluss, dass ein neuer Käfig,
welchen ich selber gerade am bauen war, die Beste Chance wäre!
Am Tag, an dem der erste Käfig mit komplett neuer Einrichtung fertig werden sollte, habe ich mir also ein Herz gefasst - natürlich
sehr nervös und besorgt, das sich die 4 Böckchen nicht leiden mögen und einander etwas antun könnten.
Da es beim gemeinsamen Auslauf doch meist "Probleme" gab, weil Sir George immer
die kleinen Beiden (6 Monate jung) gejagt hatte, um sie zu besteigen und die Beiden ja doch auch schon geschlechtsreif sind und das nicht so gerne haben und sich auch vehement dagegen wehrten, war klar,
dass ein gemeinsamer Auslauf mit der Hoffnung, sie würden alle in den neuen Käfig hüpfen, mich von meinem Vorhaben sie zu vergesellschaften, eher entfernen könnte.
Da stand ich nun, ich
wusste, der Käfig für sie ist spätestens am Abend fertig und bis dahin habe ich vorerst einmal Zeit, um meinen „Vergesellschaftungsversuch“ zu starten. Ich habe alle 4 zu Mittag, gegen 13 Uhr
aufgeweckt und in den Transportkäfig, einen Katzentransportkäfig, gesetzt - da gab es zuerst "Aufreiterei" und Gerüttle am Gitter vorne und Rumpeln, Pumpeln !!!, aber trotzdem kein
Raufen!!!! - das war zumindest ein sehr gutes Zeichen, denn hätten sie begonnen sich wirklich zu bekämpfen, dann war mir klar, das ich diese Aktion abbrechen muss - ich bin dann gut eine Stunde mit dem
Transportkäfig am Flur hin und her und auch ein Stockwerk hinauf und Eines hinunter marschiert und dann haben mein Mann und ich weiter am Käfig gebaut - die 4 Böckchen wurden alle dann doch nach gut 1
bis 2 Stunden plötzlich komplett ruhig und als ich nachsah, waren sie gaaaaanz müde vom vielen Gezapple. Ich habe sie dann mit dem Transportkäfig in unser Schlafzimmer gestellt und dort auch ganz
leise das Fernsehgerät eingeschaltet. Das Schlafzimmer kennt keines meiner Chinchillas, somit war die Umgebung völlig fremd für sie. Ich habe aber zur Sicherheit alle paar Minuten einmal gehorcht und
geguckt, ob auch wirklich alles in Ordnung ist, das hat zwar die Arbeit am Käfig doch recht behindert, aber das Wohl meiner 4 Böckchen war da auf höchster Vorrangstufe, mein Mann hat gemeint ich
würde übertreiben, aber wie gesagt, das Wohl der 4 war mir zu wichtig!
Bis wir am Abend den Käfig komplett fertig hatten, habe ich immer wieder kontrolliert, ob auch wirklich alles in Ordnung
ist und ich muss sagen, es war ein absolutes Glücksgefühl, als ich sah, dass die 4 Böckchen sich ganz eng aneinander gekuschelt hatten. So befüllte ich ihr künftiges Zuhause mit frischer Streu, die
Näpfe und Sandwanne habe ich desinfiziert und ebenfalls befüllt, dass auch dies neu für sie ist und nach keinem der anderen roch, dann habe ich das Türchen vom Transporter aufgemacht und zum neuen
Käfig gehalten und siehe da, alle 4 sind dann in den neuen Käfig gehüpft und waren total aufgeregt weil alles neu war. Sie waren derart beschäftigt, dass sie scheinbar vergaßen, dass sie die letzten
Monate vorher nicht zusammen waren, haben alles inspiziert und immer wieder Nase an Nase einander beschnuppert - es sah fast so aus, als hätten sie versucht zu ertesten, ob das alles für den Anderen
auch in Ordnung sei.
Auch wenn bisher alles so märchenhaft verlaufen war, wollte ich dem ganzen noch nicht trauen und habe wie immer einen Großteil der Nacht im Zimmer bei meinen Chinchillas
verbracht, danach ging ich dann schon auch zu Bett, aber nicht um zu schlafen, sondern sie einmal unter sich zu lassen und um so zu erfahren, ob ich es bin, die sie von eventuellen Rangkämpfen abhält.
Natürlich war diese Nacht für mich ewig lange - aus dem Wohnzimmer kam kein Quieken, kein Streiten, nur Rumpeln und Hopsen - bis jetzt ist das auch so geblieben - obwohl eines meiner Weibchen hitzig
ist und im gleichen Raum wohnt.
Abschließend möchte ich auch noch gesagt haben, dass es nicht immer so schön mit der Vergesellschaftung klappen muß, aber das sollte niemanden abhalten es
wieder zu versuchen!
Ein Ausweichkäfig für den Fall, dass es nicht sofort funktioniert ist unumgänglich und ich bitte von ganzem Herzen, sich im Zweifelsfall an Menschen zu wenden die schon
kompliziertere Vergesellschaftungen hinter sich haben - bitte nicht sofort aufgeben und das neue Chinchilla zurückgeben - ein Chinchilla ist keine Ware, die bei nicht gewünschter „Funktion“
umgetauscht wird - es atmet und fühlt wie „Du und ich“!
Wir sollten immer bedenken, wie es für uns Menschen wäre, würde uns ein Fremder in unsere Wohnung gesetzt werden, oder wir gezwungen
werden würden, einen anderen Menschen gerne zu mögen - lassen wir unseren Tieren die Zeit, die auch wir oft brauchen! Michi
|
|
Diese Methode hat sich bei mir durchgesetzt
Also ich hab schon alles durch - Auslauf, Käfig an Käfig und Minibox mit Kuschelzwang via Autospazierfahrt. Ich persönlich mache es nur noch mit der Minibox, in welcher die Chinchillas grad mal sitzen
können, also nicht laufen und jagen und nicht aufstellen und hinhacken. Ich setze das ruhigere Chinchilla zuerst in die kleine Box und dann das andere dazu, (da hab ich aber schon Jacke an und bin
bereit außer Haus zu gehen, so geht es dann schneller). Mit den Chins in der Box (im Winter stelle ich die Box in eine Schachtel bis ich im Auto mit ihnen bin), gehe ich dann zum Auto und wir fahren
los. Meist haben wir auch was wo zu besorgen, so geht es in einem. Bis zu 2 Stunden sind die Chinchis dann mit uns unterwegs, sie haben Angst, weil sie die Umgebung und die Geräusche nicht kennen und
kuscheln sich automatisch zusammen, was auch den Vorteil bringt, dass sie gegenseitig die Gerüche im Fell austauschen und nach 2 Stunden einer nach dem anderen riecht. Meist verbünden sich die Chins
gleich, weil sie nur raus aus der Box wollen. Ich habe immer eine zweite Box mit Einstreu mit, falls sie sich wirklich bekämpfen würden (haben sie bisher noch nie in der Box, wenn dem so wäre, dann
würde was anderes wahrscheinlich eher auch nicht funktionieren).
Zu Hause wieder angekommen, lasse ich die Chins noch 1-2 Stunden in dieser Box und danach in einen komplett neutralen, fremden,
voll eingerichteten Käfig. Die erste Nacht bin ich dann immer meist mit ihnen wach und fertig. Erst kürzlich habe ich das mit Marilyn und Louis gemacht, aber sie zickte ihn im Käfig an, somit setzte
ich beide wieder in die Box, gab ihnen viel Heu und Apfelschnitze und ließ sie über Nacht da drinnen. Am nächsten Morgen dann in ihren Käfig und seither haben sie sich wirklich lieb und kuscheln! Am
Besten macht man diese Methode wirklich in der Früh, so dass die Chins dann auch gegen Mittag in ihren Käfigen sind. WARUM SO? Ich empfinde die Käfig an Käfig Methode als noch stressiger als die
Boxmethode, weil die Chins so mitunter viele Wochen dem Stress ausgesetzt sind. Die Auslaufmethode mache ich nicht mehr, weil wenn ein Chinchilla grad einen schlechten Tag hat, dann geht es gleich auf
Konfrontation. Die Chins können zwar auch bei der Boxmethode grad ihren schlechten Tag haben, aber durch die Minibox und das Autofahren haben sie mehr Angst, als schlechten Tag und wollen nur raus. Michi
|
|
Vergesellschaftung von mehreren Chinchilla – Weibchen
Zunächst möchte ich 2 - 3 wichtige Punkte ansprechen, die ihr bei der Vergesellschaftung von Chinchillas auf jeden Fall beachten solltet - egal ob es sich dabei um Jung- oder
Alttiere, gleichgeschlechtliche Chins oder Pärchen handelt - und die bei der Vergesellschaftung meiner Mädels immer im Hintergrund standen:
Wichtig ist es, dass das Umsetzen der frisch vergesellschafteten Chinchillas immer in einen für alle neutralen Käfig geschieht. Damit wird auf jeden Fall von vorne herein verhindert,
dass die heimischen Chins ihr bekanntes Revier, auch nach einer zuvor erfolgreichen Vergesellschaftungen, gegen den Neuling verteidigen. Am besten ist natürlich ein ganz
neuer Käfig, was sich allerdings nicht immer realisieren lässt. Sollen die Chins also später wieder in den zuvor bewohnten Käfig einziehen, muss dieser auf jeden Fall komplett mit
Essigwasser (heißes Wasser mit einem Schuss Essig) ausgewaschen werden. Schlaf-Häuschen, alle beliebten Sitzecken und
Verstecke müssen entfernt, bzw. erneuert und der gesamte Käfig so gut wie möglich umgebaut werden. Auch neue Sitzbretter sind zum Vorteil.
Wichtig ist es auch, dass die frisch vergesellschafteten Chinchillas in den ersten Tagen immer gut beobachtet und zunächst auch
niemals alleine gelassen werden. So kann man bei Gefahr (Bissattacken) jederzeit eingreifen und schlimme Verletzungen
vermeiden. Und weil Chinchillas erst am Abend bzw. in der Nacht richtig munter werden, muss man gerade zu dieser Zeit ein
wachsames Auge auf die Tiere haben. Dabei spielt es keine Rolle, wie friedlich sie sich tagsüber gegenüber dem Neuling
verhalten haben und/oder wie neutral, bzw. fremd der Käfig ist, in dem sie umgesetzt wurden.
Besonders bei meinen älteren Chinchillas habe ich im Laufe der Zeit gute Erfahrungen bei der Vergesellschaftung gemacht, wenn ich sie die ersten
Tage auf einen möglichst kleinen Raum gehalten habe. Somit mussten sie sich unvermeidlich miteinander arrangieren und eine eventuell aufkommende wilde Verfolgungsjagd wurde gleich im Keim erstickt. Denn
ich musste erfahren; je mehr Platz sie hatten, desto eher wichen sie sich aus bzw. vermieden sie einen engeren Kontakt mit dem neuem Chinchilla.
Je mehr Platz sie hatten, desto intensiver haben sie sich gejagt und die Situation eskalierte relativ schnell, bis hin zu kleineren Bissattacken.
Zusätzlich hat man durch einen kleinen Käfig auch die Möglichkeit, ihn eventuell in der Nacht neben dem Bett zu deponieren.
Nun aber zu der Vergesellschaftung meiner Chinchilla-Mädchen:
Meine 8 Chinchilla Weibchen haben in einem Zeitraum von ca. 10 Jahren nach und nach zueinander gefunden und wohnen jetzt in 2
sehr harmonischen Gruppen von je 4 Chinchillas zusammen. Das jüngste Mädel ist heute 3 Jahre, die Älteste 11 Jahre.
Die meisten Mädels, besonders die, die als Jungtiere (bei der Vergesellschaftung zw. 3 und 12 Monaten) in die Gruppen
gekommen sind, ein von Natur aus aufgeschlossenes und gut sozialisiertes Wesen hatten, mochten sich oft auf Anhieb und es gab
keine großen Probleme bei der Vergesellschaftung. Bei meinen älteren Weibchen (bei der Vergesellschaftung zw. 3 und 10
Jahren) war die Zusammenführung nicht immer ganz so einfach und ist auch schlichtweg bei meinen ersten Versuchen vor Jahren
gescheitert. Erst mit ein paar Tricks, guter Beobachtung und viel Geduld ließ sich auch das dominanteste Weibchen meiner Truppe zu einem Zusammenleben mit den Artgenossen „überreden“.
Bei allen letztendlich erfolgreichen Vergesellschaftungen habe ich die so
genannte Boxmethode angewandt. Allerdings immer mit ein paar Vorbereitungen und größter Vorsicht, besonders bei meinen älteren Chinchilla-Mädels. In der Regel bewohnte das neue Chinchilla zunächst
einen eigenen Käfig. Und zwar so lange, bis es sich etwas eingelebt, sich an mich, der restlichen Familie und unseren Alltag einigermaßen gewöhnt
hatte. Außerdem nutzte ich diese Zeit noch dazu, genau abzuklären (Kotproben/Untersuchungen beim TA) ob der „Neuling“ auch wirklich gesund
war und gewöhnte ihn zeitgleich (und langsam) an das neue Futter.
War der Gesundheitsaspekt geklärt, habe ich den Käfig des neuen
Chinchillas relativ nah an den Käfig der Chins geschoben, mit denen ich es vergesellschaften wollte. Zeitgleich tauschte ich in regelmäßigen Abständen
die Sandbäder aus. So konnten die Süßen schon mal die Gelegenheit nutzen, sich gegenseitig zu beschnuppern und ihre
Gerüche auszutauschen. Beim späteren aufeinander treffen waren sie sich, zumindest vom Geruch her, nicht mehr ganz so fremd.
Für die eigentliche Vergesellschaftung habe ich mir immer ein WE ausgesucht, wo ich viel Zeit hatte und zur Not auch mal auf
ein/zwei Nächte Schlaf verzichten konnte. Die Chinchillas wurden dann von mir im Laufe des Nachmittags in eine kleine
Katzen-Transportbox (Hamsterkäfig ist auch geeignet) einquartiert. Nach ca. einer halben Stunden, in der sich alle mal kurz
orientieren und sich gegenseitig „Hallo“ sagen konnten, wurde dann eine große Runde Auto mit ihnen gefahren. Zur Sicherheit
sollte man immer noch eine zweite leere Box mitnehmen, falls es zu gefährlichen Auseinandersetzungen kommt. Das war bei mir
aber bisher niemals der Fall. Auch wenn ich an diesem Tag z.B. mit jemanden verabredet war, habe ich die Chins einfach mit auf
Besuch genommen. Denn je mehr um sie herum passiert, desto weniger interessieren sie sich füreinander, bzw. für das neue noch
fremde Chinchilla. Im Gegenteil, meist kuscheln sie sich dann eng aneinander und der erste Körperkontakt ist somit schon mal gegeben.
Bei meinen jüngeren Chin-Mädchen hat diese Aktion meist ausgereicht. Wenn ich sie dann später in einen für alle fremden, aber
voll ausgestatten Käfig gesetzt hatte, kam es in der kommenden Nacht nur noch zu einem recht friedlichen und faszinierend zu
beobachtenden Rangordnungs–Gerangel, und das ohne Jagd oder Beißerei. Am nächsten Morgen waren dann alle, nach der
recht aufregenden Nacht, gemeinsam kuschelnd im Häuschen zum Schlafen verschwunden. Und alles war gut :-)
Bei meinen älteren und teils recht dominanten Chinchilla Weibchen war es leider nicht immer so einfach und wie schon erwähnt sind
hier auch die ersten Versuche kläglich gescheitert. Deswegen bin ich bei den späteren Vergesellschaftungen, die auch erfolgreich
verliefen, dazu übergegangen die Mädels auch noch die nächsten Tage auf einen relativ kleinen Raum zu halten. Dafür habe ich
sie nach div. Autofahrten zunächst noch in der Transport-Box belassen und sie dann zum Abend hin in die eine Hälfte eines von
mir umgebauten Doppel-Züchterkäfig umquartiert. Eine Hälfte des Züchterkäfigs entspricht ca. 30x50x30cm. Ein Hamsterkäfig oder
ein kleinere Kaninchenkäfig sind auch geeignet. Aber bitte darauf achten, dass die Chins eventuell vorhandene Plastikteile nicht benagen können.
Später bekamen meine Süßen dann Futter (verteilt auf mind. zwei Näpfe), Heu und natürlich ihre geliebten Leckerchen. In dieser ja
noch relativ kleinen Käfighälfte mussten sie dann die erste Nacht ohne Häuschen oder sonstigen Versteckmöglichkeiten neben
meinem Bett verbringen. Auch ein Sandbad habe ich ihnen nur kurzfristig zur Verfügung gestellt. War die Nacht gut, bzw. ohne
größere Zwischenfälle verlaufen, bekamen sie am nächsten Morgen ihr Häuschen. In der Regel sind dann auch alle gemeinsam
darin verschwunden. Verliefen die ersten Stunden des zweiten Abends auch wieder ruhig, habe ich die andere Hälfte des Käfigs
geöffnet. Das Häuschen sowie das Sandbad blieben im Käfig, und die kommende Nacht habe ich wieder mit einem Ohr am Käfig
verbracht. In dieser Zeit kann es natürlich immer wieder zu kleinen Rangeleien und gegenseitigen Pipiduschen kommen. Das ist
aber vollkommen normal und gehört dazu, denn irgendwie müssen die Chins ja ihre Rangordnung, die durch das neue Chinchilla
durcheinander geraten ist, wieder neu untereinander ausmachen. Solange sie sich dabei nicht beißen, sollte man auch nicht
eingreifen und sie gewähren lassen. Kommt es aber, trotz aller Vorsichtsmaßnahmen, zu einer ernsthaften Keilerei mit Bissattacken, muss man sofort eingreifen und die Chins wieder trennen!!
In dem Züchterkäfig mussten meine Mädels in der Regel nochmals ein paar Tage, spätestens bis zum nächsten Wochenende
„ausharren“. Kam es in den ersten Nächten zu ernsten Auseinandersetzungen, habe ich je nach Ursache etwas an dem Käfig
geändert. Entweder wurde das Häuschen von mir wieder entfernt, wenn es von einem Chin (sei es auch nur aus Angst) zu extrem
verteidigt wurde oder der Käfig wieder verkleinert, wenn es doch zu kleineren Jagd-Eskapaden kam. Meistens waren sich meine
Damen auf dem recht kleinen Raum aber innerhalb der ersten 2 Nächten in ihrer Rangfolge einig. Dabei kam es zum Glück niemals
zu Beißattacken, eskalierenden Jagd–Szenen oder bedrohlichen Auseinandersetzungen. Trotzdem durften die Chinchilla-Mädels
danach noch nicht in ihren endgültigen Käfig einziehen, sondern zunächst nur in einen größeren von ca. 80x100x50cm umziehen.
Dieser Käfig war komplett ausgestattet, mit mehreren Versteckmöglichkeiten, Sandbad, großem Schlafhäuschen, mehreren Etagen
usw. Auch dieser Käfig stand die ersten Nächte im Schlafzimmer, so dass ich es jederzeit mitbekommen konnte, falls sich etwas zusammenbraute.
Nachdem meine Chinchilla-Mädchen diesen Ausweichkäfig nach einer weiteren Wochen friedlich bewohnt hatten, durften sie in
ihren endgültigen, von mir komplett gereinigten und umgebauten, Käfig umziehen und bekamen ein paar Tage später ihren ersten gemeinsamen Auslauf.
Das Zusammenleben der älteren Chin-Generation (heutiges Durchschnittsalter: 9,5 Jahre) klappt bis heute genau so wunderbar und
problemlos wie das Zusammenleben meiner jüngeren Chin–Mädchen (heutiges Durchschnittsalter: 4 Jahre).
Anke und die 8 Chinchilla- Mädels wünsche Euch viel Glück bei der Vergesellschaftung!!
|
|
WER PASST MIT WEM ZUSAMMEN?
|
Passende Partner
|
|
|
Sie haben:
|
dazu passt:
|
|
Böckchen, 3 - 4/5 Monate
|
Weibchen 9 Monate - 2 Jahre, Weibchen älter als 2 Jahre, die bereits Babys
hatte. Böckchen jeglichen Alters
|
|
Böckchen, älter 4/5 Monate, nicht kastriert
|
Weibchen 1 - 2 Jahre, Weibchen älter als 2 Jahre, die bereits Babys hatte. Noch
nicht geschlechtsreifes oder kastriertes (evtl.) Böckchen.
|
|
Böckchen, älter 6 Monate, kastriert
|
alles (evtl. Probleme mit älteren, unkastrierten Böckchen)
|
|
Weibchen, 3 - 6 Monate
|
Alle Weibchen. Kastrierte Böckchen.
|
|
Weibchen, 6 - 12 Monate
|
Alle Weibchen (evtl. Probleme bei 2 dominanten Tieren). Babyböckchen,
kastrierte Böckchen.
|
|
Weibchen, 1 - 2 Jahre
|
Weibchen bis 6 Monate. Alle Böckchen.
|
|
Weibchen, älter 2 Jahre, Babys gehabt
|
Weibchen bis 6 Monate. Alle Böckchen.
|
|
Weibchen, älter 2 Jahre, nie Babys gehabt
|
Weibchen bis 6 Monate. Kastrierte Böckchen.
|
Wichtig ist vor allem, das die Chemie stimmt!!!! Lassen sie ihr Chinchilla mit entscheiden, welchen Partner es möchte und nehmen
sie es mit zum Züchter. Achtung: Kastrationen sind Operationen, die man vermeiden kann.
Wenn sie keinen Nachwuchs möchten, halten sie von Anfang an 2 gleichgeschlechtliche Tiere. Angi |
|
LESERFRAGEN ZUM THEMA
Ich überlege jetzt schon
längere Zeit, ob ich mir nicht zur Gesellschaft ein zweites Chin dazu kaufen soll. Allerdings habe ich in sofern ein Problem, dass ich ein Böckchen habe. Wenn ich mir jetzt ein Weibchen dazu kaufe,
dann habe ich ständig mit Nachwuchs zu tun und ein wenig Sorge wegen der Unterbringung. Mein Männchen zu kastrieren traue ich mich allerdings auch nicht, da ich sehr oft von Todesfällen nach
Kastration höre. Dass sich zwei Böckchen nicht vertragen sollen, weiß ich wohl. Aber das ist bei anderen Tierarten ja auch so und ich erlebe auch immer wieder, dass es bei dieser Regel genug Ausnahmen
gibt und Männer sich doch untereinander vertragen. Hat einer von Euch zufälligerweise positive/negative Erfahrungen mit der Vergesellschaftung von mehreren Böckchen gemacht? Ich würde mich freuen,
wenn Ihr mir darüber was erzählen könntet!
Ich selbst kann Dir nur ein Negativbeispiel schildern. Ich hörte in einem Zooladen von dem Schicksal eines 10 Wochen alten Chinchillas, den
niemand wollte, weil ihm ein Ohr fehlte. Ich nahm ihn bei mir auf, nannte ihn Jerry, jedoch stellte sich der wahre Grund, weshalb ihn niemand wollte, sehr schnell raus: Er war ein Beißer. Er machte
Terror im Käfig, und das über Stunden. Er biss Bengee Büschel von Fell raus, ganze 2 Hände voll. Bengee ließ sich alles gefallen, suchte trotz allem immer wieder Kontakt. Aber er durfte nichts mehr.
Das Baby hat in den Fressnapf gepieselt, bevor Bengee daraus fressen konnte, mit dem Sand verhielt es sich ähnlich, Bengee durfte sein Haus und seine Tonröhre zum Schlafen nicht mehr benutzen... Bengee
wurde von Stunde zu Stunde immer ruhiger, zog sich immer mehr zurück und hatte nur noch Angst. Das Ende war, dass das Baby wieder von mir zu seinen Vorbesitzern zurückgebracht werden musste, obwohl ich
hierbei doch ein schlechtes Gewissen hatte, aber Bengee wäre mir an ihm eingegangen. Es dauerte mehr eine Woche, bis Bengee sicher war, dass der andere nicht mehr wieder kommt. Er schaute hinter jede
Ecke, ob im Käfig oder beim Auslauf, er hatte solche Angst, der kleine Kerl!!! KerstinK
|
|
Ich habe ein 6 jähriges Chinchilla Böckchen, und um seine Einsamkeit zu
bekämpfen bekam er eine Partnerin die jetzt 3 Monate alt ist. Kommen wir zum Punkt: Sie verstehen sich nicht besonders. Ich bin jetzt am 2 Tag meiner Zusammengewöhnung. Laut meiner Literatur sieht es
momentan nicht besonders rosig zwischen den beiden aus. Nach so einem langen Junggesellendasein braucht Dein Böckchen Zeit, sich an die veränderten Umstände zu gewöhnen. Wahrscheinlich weiß
er gar nicht, was das mit dem Weibchen soll (er kennt ja keine Weibchen), sondern sieht in ihr einfach einen Eindringling in sein Revier (= Deine Wohnung). Stell darum das Weibchen erst mal in einem
separaten Käfig neben den seinen, so dass sie sich sehen und riechen können. Achte darauf, dass der Abstand groß genug ist, dass sie nicht durchs Gitter hindurch beißen können. Nach ein paar Tagen
dürfte sich das Fauchen und Keifen von Käfig zu Käfig nachlassen. das ist das Zeichen dafür, dass dein Boeckchen sich an den Eindringling gewöhnt hat. Nun kannst du zu Phase 2 des Verpaarens
übergehen. Lasse die beiden jeden abend ein paar Stunden gemeinsam laufen, am besten in einem Raum, den keiner von Beiden vorher kennengelernt hat, so vermeidest du, dass einer das Heimrecht hat. Zuerst
werden sie sich aus dem Weg gehen und wenn sie aufeinander treffen, fliegen die Fetzen. Greif nicht gleich ein, wenn mal ein paar Fellbüschel fliegen, das sieht nur nach viel aus (aus einer Haarwurzel
wachsen ca. 60 Haare), macht aber gar nichts. Schmerzen hat das Tier auch nicht, denn die Haare werden ihnen nicht ausgerissen, sondern sie werfen sie vielmehr ab. Nur wenn es wirklich zu Beißereien
kommt, bei denen Blut fließt, solltest du eingreifen (dann kannst du auch das Verpaaren als gescheitert betrachten). Normalerweise gewöhnen sich die Tiere recht rasch aneinander und werden sich
gegenseitig akzeptieren und tolerieren. Zuerst, indem sie einen Bogen um das andere machen, später treibt sie dann die Neugier immer wieder zusammen. Nun kannst du mit Phase 3 beginnen, in dem du die
Tiere täglich nach dem Auslauf in den jeweiligen Käfig des Anderen setzt. Durch das tägliche Tauschen der Käfige vermischt sich der Geruch der Beiden, bis sie schließlich gleich duften. Natürlich
kannst du auch täglich das Streu der Käfige tauschen, das macht aber bei weitem mehr Mühe, wie das Tier in den jeweils anderen Käfig zu setzten. Außerdem hat so kein Tier mehr Heimrecht in einem der
Käfige, du sparst dir das Desinfizieren des Käfigs von dem Zusammensetzen. Eine weitere Möglichkeit ist übrigens, dass du die Tiere täglich mit dem Spreu aus der Pipiecke des anderen Tieres abreibst.
Nach einiger Zeit wirst du bemerken, dass die Tiere beim Auslauf immer mehr zusammensitzen, gemeinsam Blödsinn machen, das Männchen besteigt das Weibchen zu Trockenübungen,....,.... Nun ist es
an der Zeit, die Beiden nach dem Auslauf in einen gemeinsamen Käfig zu setzen. Dieser sollte frisch gereinigt sein, ausreichend groß (bei zwei Tieren mind. 0,5 qm Grundfläche, 1 m Höhe) und genügend
Rückzugsmöglichkeiten bieten (mind. 2 Häuschen). Wenn möglich, verpaare die Beiden an einem Wochenende, so dass du die Nacht über aufpassen kannst. Beobachte ihr Verhalten und lass sie auf gar
keinen Fall unbeaufsichtigt. Erst wenn sie zusammen aus einem Napf fressen und aneinandergekuschelt schlafen, ist die Gefahr vorbei. Sollte sich in den Morgenstunden jeder in ein eigenes Häuschen
zurückziehen, trenne sie lieber wieder bevor du ins Bett gehst und versuch es am nächsten Abend erneut.
Wenn das Verpaaren geklappt hat, solltest du die beiden ca. 3 Tage nicht laufen lassen,
sie müssen sich erst ans Zusammenleben gewöhnen. Nach 3 Tagen ist dann aber auch nach dem Auslauf kein Zoff bei der Rückkehr in den Käfig mehr u erwarten. Angi
|
|
Ich habe jetzt seit fast drei Jahren ein Chinchilla-Männchen. Jetzt habe
ich mir überlegt, ob ich ihn ein Weibchen dazu kaufen soll. Ich weiß aber nicht, wie ich sie zusammenbringen kann. Ich habe schon oft gehört, dass das schwer ist.
Da dein Böckchen schon
etwas älter ist, ist es nicht gut, wenn du ein Jungtier von einem Züchter oder Händler dazu nimmst. Er würde sie gleich in ihrer ersten Hitze decken und das wäre gefährlich für die kleine Maus.
Besser ist, du schaust dir nach einem etwas älteren Weibchen - optimal wäre eine 1 - 2 jährige Dame. Sollte sie älter als 2 sein, sollte sie schon Babys gehabt haben. Ältere Weibchen findest du
über Kleinanzeigen (Sperrmüll, zweite Hand, Flohmarkt, Avis) oder im Tierheim.
Anfänglich solltest du mit 2 Käfigen arbeiten. Stelle beide Käfige täglich ein Stückchen näher zueinander
(gerade so viel, das keiner der Beiden sich aufregt), bis sie schließlich ganz eng beieinander stehen. Ist bis dahin dann alles friedlich, dürfen sie mal gemeinsam laufen - am besten in einem neutralen
Raum. Der Auslauf wird immer dann beendet, wenn es noch friedlich ist, und nach dem Auslauf kommt jeder in den Käfig des anderen. So vereinheitlicht sich der Geruch und keiner hat mehr das Heimrecht in
einem der Käfige. Nach einigen Tagen (oder Wochen) des Käfigstauschens wird sie dann hitzig werden - das ist die passende Zeit, um die Beiden zusammen zu stecken. Es wird dann zwar noch ein bißchen
turbulent zugehen, aber nach den Tagen der Hitze hast du ein süßes Pärchen zusammen sitzen und 111 Tage später dann auch süße, kleine Babys. Angi
|
|
Wir haben ein Pärchen mit Sohn. Da sich aber Vater und Sohn dauernt um das
Weibchen streiten, haben wir sie getrennt. Damit Sammy, der Sohn, sich nicht so allein fühlt, haben wir ihm eine Freundin besorgt, sie ist 8 Wochen und Sammy 7 Monate. Wir haben sie in getrennten
Käfigen nebeneinander gestellt, damit sie sich langsam kennen lernen. Jetzt haben wir sie zusammen laufen lassen und sie gehen sofort aufeinander los und dabei fängt sie meist an.
Dass sich
2 Böckchen streiten, wenn ein oder mehrere Weibchen in der Nähe ist/sind, ist normal. In freier Wildbahn lebt auch immer nur 1 Böckchen mit mehreren Weibchen zusammen, männliche Nachkommen werden,
sobald sie geschlechtsreif sind, vom Vater durch Bisse vertrieben. Das ist auch wichtig so, da es sonst zu Inzucht kommen würde, wodurch die Gruppe geschwächt werden würde.
Bei dir hat sich
also was völlig normales abgespielt, nämlich das der Vater den Sohn mit Erreichen der Geschlechtsreife (ca. 4 - 5 Monate) vertreiben wollte. Wenn du sie nicht getrennt hättest, hätte der Vater seinen
Sohn früher oder später tot gebissen (oder umgekehrt). Ich hoffe, in den 2, 3 Monaten, seit der Kleine geschlechtsreif ist, hatte er noch keine Gelegenheit, die Mama zu decken. Merke dir für die
Zukunft, das Böckchen mit 12 - 16 Wochen und Weibchen mit 12 - 20 Wochen unbedingt von den Eltern und andersgeschlechtlichen Geschwistern getrennt werden müssen!!!!!
Dass dein junges Weibchen
sich gegen dein Böckchen stellt, hat nichts mit Aggressivität zu tun, sie hat einfach nur Angst. Sie ist noch viel zu jung und gehört eigentlich zu den Eltern oder zumindest zu ihren Geschwistern in
den Familienverband. Mit 8 Wochen ist sie zwar abgesetzt (vermutlich, manche trinken auch mit 10 Wochen noch bei Mami - kontrolliere in nächster Zeit täglich das Gewicht, falls sie abnimmt, musst du
zufüttern!), aber noch nicht sozialisiert (Sozialisierungsphase 8. - 12.te Woche). Sie hat einfach nicht gelernt, mit anderen Chins Kontakt aufzunehmen, ohne sich durch ihr Babyquitschen schützen zu
können. Optimal wäre es, wenn du sie mit einem anderen Baby zusammen setzen könntest, das sozialisiert ist (ca. 12 Wochen alt). Von ihm könnte sie lernen.
Für dein Böckchen ist die Kleine
keine geeignete Partnerin, da er mit 7 Monaten bereits voll zeugungsfähig ist und dies bei einem Weibchen auch beweisen wird. Ein Weibchen hingegen sollte erst mit ca. 1 Jahr gedeckt werden, da sie dann
erst ausgewachsen ist. Wird sie während der Wachstumsphase gedeckt, sind Komplikationen, während der Schwangerschaft (Verwerfen), bei der Geburt (Geburtskanal zu eng) oder bei der Aufzucht
(Milchmangel) bereits vorprogrammiert. Oftmals hört auch die Mama auf zu wachsen, um genügend Energie für das wachsende Leben in ihr aufbringen zu können und bleibt für den Rest ihres Lebens klein
und kränklich. Für dein Böckchen solltest du also besser ein ca. 1-jähriges Weibchen besorgen, mit ihr wird er sich auch sehr schnell verstehen (spätestens, wenn sie hitzig ist).
Solltest du
keine weiteren Chins aufnehmen können, kannst du noch versuchen, das kleine Weibchen zurück zu geben (verantwortungsbewußte Hobbyzüchter machen das ... aber die hätten auch so ein junges Weibchen
nicht abgegeben, erst recht nicht, zu einem älteren Böckchen), ansonsten wirst du wohl die Haltung in 2 Käfigen zumindest vorerst beibehalten müssen. Auch der Auslauf sollte vorerst getrennt
erfolgen, damit sie nicht noch mehr Angst bekommt. Wahrscheinlich werden die Beiden sich nach und nach aneinander gewöhnen (kann mehrere Monate dauern), dann können sie unter Aufsicht zusammen laufen.
Zusammen setzen solltest du sie erst, wenn die Kleine 1 Jahr alt ist und nichts gegen eine Trächtigkeit spricht. Angi
|
|
Wir haben ein neues Chinchillaweibchen bekommen 6 Monate. Nun versteht es
sich aber nicht mit unserem Weibchen 1 Jahr alt. Unser Weibchen hat das neue gleich durch den ganzen Käfig gejagt so das das Fell flog. Wir halten das ältere Chin mit seinem Partner und den gemeinsamen
Babys (4 Wochen alt). Bestimmt ist es eifersüchtig! Unsere Frage ist gibt es eine Möglichkeit, dass die zwei irgenwie zueinanderfinden können? Euer älteres Weibchen verhält sich nicht aus
Eifersucht so abweisende gegenüber dem Neuzugang, sondern sie will ihr Territorium und ihre Babys schützen. Haltet die Kleine zumindest so lange getrennt in einem separaten Käfig, bis die Babys
abgesetzt sind und in einem eigenen Käfig sitzen. In dieser Zeit könnt ihr die beiden Käfige schon täglich ein Stückchen näher zusammen stellen, bis sie schließlich Gitter an Gitter stehen. So
können sich die Tiere an die Existenz der Neuen gewöhnen. Wenn dann die Babys weg sind und auch von Gitter zu Gitter weder gefaucht noch gemeckert wird, könnt ihr mal versuchen, die beiden Weibchen
auf neutralem Grund und Boden zusammen laufen zu lassen. Beobachtet genau, wie sie sich verhalten und meldet euch dann noch mal. Angi
|
|
Wir haben ein ca. 5 Jahre altes Chinchilla bekommen, das bisher immer
alleine gehalten wurde. Wir überlegen ihr eine Gesellschaft zu kaufen. Über ihrem Käfig steht ein Käfig mit einer Rennmaus. Sollte man es jetzt wagen, während man sich mit ihr beschäftigt, einen
Blick in den Mauskäfig zu werfen, zieht sie sich sofort auf einen ihrer Schmollplätze zurück. Ihre Eifersucht führte so weit, dass sie meine Freundin 2 Tage keines Blickes würdigte (Sie drehte sich
um, sobald sie an den Käfig kam) nachdem sie mich vor dem Käfig umarmt hatte. Könnte sie sich überhaupt damit abfinden, wenn es jetzt ein zweites Chinchilla geben würde. Oder müssten wir
befürchten, dass sie das zweite Chinchilla beißen würde? Solche Eifersüchteleien sind ganz natürlich, wenn das Chinchi alleine gehalten wird. Es hat Deine Freundin als Partnerin akzeptiert
und mag es nicht, wenn diese "fremdgeht". Mit einem eigenen Partner ist anzunehmen, dass sich diese Eifersucht bessert oder sogar ganz legt. Allerdings ist es nicht sicher, dass das Chin noch
einen Partner akzeptiert. Manche Chins, die lange allein waren, sind eingefleischte Junggesellen, da kann man gar nichts machen. Ein Versuch ist es allerdings wert. Am leichtesten wird es sein, wenn ihr
euch für ein Böckchen als 2. Chinchilla entscheidet. Wenn ihr sie dann vorsichtig aneinander gewöhnt, indem ihr sie zuerst mal in benachbarten Käfigen unterbringt, dann, wenn sie sich nicht durchs
Gitter hindurch ankeifern, täglich gemeinsam laufen lasst und schließlich, wenn der gemeinsame Auslauf ohne Zoff bewältigt wird, das Weibchen zum Männchen setzt (nicht umgekehrt, wenn sie ein paar
Tage zusammen sitzen und sich gut vertragen könnt ihr sie immer noch zurück in den gründlich gereinigten, desinfizierten großen Käfig setzen. Territorialverhalten!!!), am besten, wenn sie hitzig
ist, dürfte es eigentlich klappen. Ansonsten probiert es in der nächsten Hitze wieder. Angi
|
|
Ich habe 2 Böckchen in einer riesigen Chinchilla-Villa. Sie
sind fast 2 Jahre und die Haltung klappt prima. Jetzt hat sie seit Sonntag ein 3. Böckchen von 8 Wochen dabei. Zur Zeit sieht es so aus, dass die 2 alten den neuen mal jagen, aber auch umgekehrt. Der
Kleine beißt sie auch in die Nase, wenns ihm zu Nah wird! Nun suchen wir nach Tipps und Erfahrungen einer solchen Konstellation. Wie lange sollte man abwarten und den Tieren Zeit geben? Mit 8
Wochen ist der Kleine viel zu früh von der Mama getrennt worden. Vermutlich war er noch nicht mal völlig abgesetzt, und ganz bestimmt ist er nicht sonderlich gut sozialisiert (ein säugendes Baby hat
Narrenfreiheit, erst anschließend beginnt die Sozialisierungsphase). Er hat Angst vor den beiden Großen und weiß nicht, wie er sich verhalten soll. Also beißt er aus lauter Angst um sich. Und die
Großen wollen den Eindringling in ihrem Gebiet verjagen, denn er hat da nichts verloren. Tja .... am besten wäre es natürlich, ihr könntet den Kleinen noch mal für 4 Wochen der Mama unterschieben,
aber da ist fraglich, ob sie ihn noch annimmt, da er jetzt anders riecht. Die zweitbeste Möglichkeit ist daher, ihn in einen separaten Käfig zu setzen und ihn zur Ruhe kommen zu lassen. Die beiden
Käfige sollten in Sichtweite stehen, und ihr könnt sie täglich ein Stückchen zusammen schieben, wenn keiner der 3 Süßen sich darüber aufregt. Wenn einer nervös wird, müssen die Käfige sofort
wieder auseinander und ihr müsst 2 Tage Pause machen und dann wieder ein Stückchen näher schieben. Irgendwann habt ihr dann die Käfige nebeneinander stehen und wenn alles friedlich bleibt, kannst du
davon ausgehen, dass die beiden Großen sich mit der Existenz des Kleinen abgefunden haben. Dann ist es Zeit für einen gemeinsamen Auslauf auf neutralem Boden .... am besten in einem Zimmer, das keiner
der Drei vorher schon mal gesehen hat. Der erste gemeinsame Auslauf sollte enden, sobald es wieder Zoff gibt oder sonst nach ca. 15 Minuten. Wenn du so weit bist, schreib mir noch mal und erzähle deine
Beobachtungen beim ersten Auslauf. Angi
|
|
Ich hab einen sehr sehr großen Käfig mit einem Chinpärchen, was seit der
Geburt zusammen ist, sie sind beide ca. 4 jahre alt und seit nun fast 3 Jahren in meinen Händen. allerdings sind es keine Geschwister, sie liegen eine Woche mit der Geburt auseinander und sind von einem
ehemaligen Züchter. Jetzt würde ich gerne noch ein Pärchen aus dem Tierheim holen und dafür den Käfig halbieren, bis sie sich aneinander gewöhnt haben. Klappt es erfahrungsgemäß 2 Pärchen an
einander zu gewöhnen?? Leider sind die Chins
sehr territorial veranlagt, so dass es fast nie funktioniert, 2 geschlechtsreife Tiere des gleichen Geschlechts zusammen zu bringen. Und 2 geschlechtsreife Böckchen vertragen sich auch nur selten, wenn
Weibchen im gleichen Käfig sind, so dass es auch nichts nützt, wenn du ein junges Pärchen dazu nimmst. Du hast eigentlich nur die Möglichkeit, ein oder mehrere junge Weibchen (max. 16 Wochen alt)
dazu zu setzen .... und die wirst du im Tierheim kaum bekommen. Entweder wendest du dich an einen Züchter und holst dir dort 2 Baby-Weibchen, oder, wenn es Tiere aus dem Tierheim sein sollen, richtest
du dich darauf ein, den Käfig dauerhaft unterteilt zu lassen (wenn er groß genug ist), bzw. einen zweiten Käfig zu stellen. Sollte es dann wieder Erwarten doch klappen, dass sie sich vertragen, ist es
ja um so schöner;-) Angi
|
|
Ich habe zwei 4 Monate alte Chin-Mädels. Mir wars aber so, dass
ich mehrfach gelesen habe, dass eine evtl. Schwangerschaft nicht vor 8 Monaten passieren sollte. Und das machte mich etwas stutzig. Findest du, dass es richtig ist, 4 Monate alte Chin-Mädels mit
älteren Böcken zu vergesellschaften? Man sagte mir, je früher, desto besser klappt die Verpaarung. Ich möchte dir dringend von einer so frühen Vergesellschaftung abraten, denn das hätte
unweigerlich eine sehr frühe Trächtigkeit zur Folge. Ein älteres Böckchen lässt sich, wenn er ein hitziges Weibchen riecht, garantiert nicht von ihrem zarten Alter vom Deckakt abhalten, und eine zu
frühe Schwangerschaft ist gesundheitsschädlich und sogar lebensgefährlich für die werdende Mama (dazu später
mehr). Das Motto "je früher, desto besser" gilt eigentlich nur bei gleichgeschlechtlichen Verpaarungen, ebenso kann man ein junges Böckchen zu einem oder mehreren älteren Weibchen setzen (da müssen dann noch andere Punkte berücksichtigt werden). Zu einem älteren Böckchen dagegen würde ich immer nur "ältere" Weibchen setzen, und zwar zu einem Böckchen, das noch keinen Nachwuchs gezeugt hat, ein 1 - 2 Jahre altes Weibchen, das auch noch keine Babys hatte, und zu einem Bock, der schon mal eine Partnerin hatte, ein mind. 1 Jahr altes Weibchen, das auch schon Babys hatte. So sind die wenigsten Probleme zu erwarten. Wenn du jetzt mehrere junge Weibchen bekommst, setze sie zusammen, halte sie aber von deinem Böckchen getrennt. Er freut sich auch über Gesellschaft im Nachbarkäfig, und beim gemeinsamen Auslauf (natürlich nur, wenn keines der Weibchen hitzig ist) kann er die Damen auch schon mal näher beschnuppern. In die Damengruppe integrieren solltest du ihn aber erst, wenn auch die jüngste Dame 1 Jahr alt ist. 1 Jahr ist deswegen die Grenze, weil ein Chin mit ca. 1 Jahr ausgewachsen ist. Vorher braucht der Körper alle Energie um zu wachsen, und wenn während des Wachstums eine Schwangerschaft dazu kommt, muss der Körper sich "entscheiden", ob er selbst weiter wächst oder ob er die Babys wachsen lässt. Sterben die Babys aufgrund dieser "Entscheidung" ab, muss die werdende Mama die abgestorbenen Föten resorbieren, was u.a. zu einer tödlich verlaufenden Schwangerschaftsvergiftung führen kann. Wenn statt dessen der Körper einfach aufhört zu wachsen, sind Probleme bei der Geburt und Aufzucht fast schon vorprogrammiert. Die Mutter hat sämtliche Energie für ihre Babys verwendet, ist selbst abgemagert bis auf die Knochen und hat keine Kraft für die Geburt und keine Abwehrstoffe. Außerdem ist der Geburtskanal ist nicht voll entwickelt und es besteht die Gefahr, das die Babys stecken bleiben und sterben. Ist nicht gleich ein Tierarzt helfend zur Hand, stirbt die Mutter oftmals mit. Wenn die Geburt gut geht und die Babys gesund zur Welt gekommen sind, hat man oft das Problem, das die Babys untergewichtig (wie die Mama) sind und trotz Zufütterung bald sterben. Außerdem haben ganz junge Mütter oftmals keine oder zu wenig Milch (ebenfalls Folge der Unterernährung), so dass Zufütterung auch bei normalgewichtigen Babys notwendig ist - Tag und Nacht alle 2 Stunden (stressig!), bei einer Erfolgsquote von ca. 50 % (geringer, wenn die Babys zusätzlich untergewichtig sind). Die Mutter selbst erholt sich nur sehr schleppend von der Geburt und ist sehr infektionsgefährdet. Nur wenn sie nicht gleich wieder nachgedeckt wird, kann sie sich langsam von den Strapazen der Schwangerschaft erholen. Bis sie endlich normalgewichtig ist und ihr Immunsystem wieder voll intakt ist, können locker 1 - 3 Jahre vergehen (manche schaffen es auch nie), und dann ist sie evtl. zu alt für eine weitere Schwangerschaft (bei einem Tier ab 2 Jahren verknöchert der Geburtskanal, wenn er nicht mind. 1 x im Jahr "benutzt" wird). Lässt man sie vorher nochmals decken, wird man auf Ewigkeiten ein kleines, mageres, zu Infektionskrankheiten neigendes Tier haben, das auch garantiert nicht sehr alt wird.
Natürlich kann auch bei einer sehr jungen Mutter die Schwangerschaft, Geburt und Aufzucht bilderbuchmäßig verlaufen, mach dich also nicht unnötig verrückt, falls es durch einen Unfall mal zu
einer solch frühen Schwangerschaft kommen sollte. Da man aber um die Gefahren weiß, sollte man meiner Meinung nach zumindest nicht bewusst auf eine solch frühe Schwangerschaft hin
"arbeiten", indem man zu früh verpaart.
8 Monate ist übrigens der Kompromiss, den Züchter eingehen, die aus Kostengründen ein Tier nicht unnötig lange durchfüttern wollen. Mit 8
Monaten ist der Körper zwar noch nicht voll entwickelt, aber zumindest etwas stabiler und hat mind. 3/4 seiner endgültigen Größe/Gewicht erreicht, und bis die Babys 4 Monate später kommen ist auch
der Geburtskanal fertig entwickelt. Die Schwangerschaft ist zwar immer noch stressiger für solch eine Teenie-Mama als für ein ausgewachsenes Tier, aber zumindest nicht mehr lebensgefährlich, und sie
kann auch gleich nachgedeckt werden. Nach 3 - 5 Jahren sind diese Tiere allerdings verbraucht und müssen ausgemustert werden, ihre Lebenserwartung beträgt nur 10 - 12 Jahre. Da du ja nicht auf Profit
aus bist, wäre es wirklich besser, die vollen 12 Monate zu warten - du hast dann länger Freude an deinen Tieren. Angi
|
|
Seit ein paar Wochen sind meine beiden neuen Chinchillas
Weibchen, die ich im Oktober mit 6 Monaten bekommen habe, sehr aggressiv zu meinem alten Chinchilla Weibchen. Sie drängen sie von Futter weg und beißen sie, so dass ich schon mit ihr beim Tierarzt in
Behandlung bin. Sie sitzt z.Zt. im Einzelkäfig, den ich schnell kaufte, um sie vor weiter Attacken der Geschwistern zu schonen. Doch untereinander tun die Geschwister sich nichts. Bei Anfragen bei
verschiedenen Tierärzten konnte man mir keine Antwort geben außer: "Geben sie die Geschwister am besten ab". Deine beiden jungen Weibchen haben versucht, deinem älteren Weibchen die
rangniedrigste Stellung in der Gruppe zuzuweisen (verdrängen vom Futter), bzw. wollten sie aus der Gruppe ausschließen und aus dem familieneigenen Territorium vertreiben (Bisse). Da ja alle 3 Tiere
geschlechtsreif sind, hat das m.E. nichts mehr mit Rangordnungskämpfen zu tun, sondern da werden richtig schwere Geschütze aufgefahren. Du tatest gut daran, die 3 zu trennen, denn spätestens wenn Blut
fließt, wird die Lage lebensgefährlich. Ich vermute mal, das du die 3 auch nicht wieder vereinen kannst, denn dazu ist die Situation schon zu sehr eskaliert. Warum deine beiden jungen Weibchen sich so
verhalten, kann ich nur vermuten. Vermutlich ist dein älteres Weibchen krank, und die beiden Jungen folgen nur ihrem Instinkt. In freier Wildbahn ist es überlebenswichtig für die ganze Gruppe, das
schwache und kranke Tiere verstoßen werden (werden durch Bisse vertrieben!), denn jede Gruppe ist nur so stark, wie das schwächste Mitglied. Ist dir an deinem älteren Weibchen irgendwas besonderes
aufgefallen? Da die Chins sehr viel sensibler sind als wir Menschen, spüren die Beiden vielleicht schon viel eher, das da was mit ihr nicht stimmt. Hat sie evtl. in den letzten Wochen Gewicht verloren
(vielleicht nur ein paar Gramm)? Frisst sie schlecht? Wurde in letzter Zeit mal eine Kotanalyse gemacht? Angi
|
|
Vor zwei Jahren habe ich zwei weibliche Chinchilla aus dem Tierheim geholt.
Im Dezember ist eines von ihnen gestorben. Da das andere nicht allein bleiben sollte, habe ich Anfang Januar ein junges Weibchen aus dem Tierheim dazugeholt. Ich habe vorab schon von Problemen bei der
Vergesellschaftung gehört. Deshalb habe ich auch einen zweiten Käfig gekauft. Das neue Chinchilla kam aus einer Gruppe von vier weiblichen Tieren. Bis heute ist es mir nicht gelungen, dass beide
zusammen ihren Freilauf im Zimmer bekommen können.
Mein älteres Chinchilla (Maggie), ca. 4 Jahre, ist sehr zurückhaltend, lieb und vor allem unheimlich sensibel. Das neue Chinchilla (Sweetie),
ca. ein Jahr, ist das komplette Gegenteil. ein kleiner kontaktfreudiger Wirbelwind, zumindest Menschen gegenüber. Allerdings hat sie auch einen Knacks weg. Alle vier Tiere wurden von der Polizei
sichergestellt. Manchmal hat sie urplötzlich Angst, ohne dass ein spezieller Grund erkennbar wäre. Eine unangenehme Eigenschaft, bestimmt auch für Maggie ist, dass sie immer angeflitzt kommt und erst
kurz vorher stoppt. Nachdem ich Sweetie ca. eine Woche hatte, habe ich beide zusammen im Zimmer laufen lassen. Maggie ist mit lang gestrecktem Hals zu Sweetie, ganz langsam und freundlich. Sweetie ist
gleich zu Maggie hingestürzt und Maggie ist geflüchtet. Sie ist gleich in ihren Käfig gerannt. Dann ging es wochenlang so, dass Maggie aus ihrem Käfig gekommen ist und dann gleich von Sweetie
verfolgt wurde. Das ging zwei Zimmerrunden lang so und dann ist Maggie ungeschoren davongekommen und in ihren Käfig geflüchtet. Jeden Tag haben beide natürlich auch Einzelfreigang erhalten, um sich
bewegen zu können. Dabei kommt Maggie an Sweeties Käfig. Beide habe sich anfänglich nur ein bisschen, später stärker durch die Gitterstäbe gehackt. Maggie verteidigt ihren Käfig nun sehr heftig.
Dann fing die Zeit an, dass erst Maggie die Sweetie und dann sie sich gegenseitig angepullert haben. Das ist schon ziemlich ätzend. Allerdings hat das sich etwas gelegt. Naja. Die Hetzjagden von Sweetie
gingen weiter und es flog nun auch Fell, wenn Sweetie Maggie eingeholt hat. Zwischenzeitlich haben sie sich auch gegenseitig gejagt und es flog auch ordentlich Fell. Inzwischen beißt Sweetie die Maggie
aber auch bei den Keilereien (vielleicht ist es ja ein Fortschritt, dass Maggie sich nicht immer jagen lässt sondern auch mal hinter Sweetie herläuft). Um ehrlich zu sein habe ich jetzt zweimal eine
Bisswunde in der Ohrgegend festgestellt. Fell von Maggie fehlt ordentlich hinten am Po. Aus Käfigtechnischer Sicht ist es so, dass erst Sweetie freilaufen darf. Maggie kommt dann zu ihrem Ausgang
gesprungen und wartet, bis sie Sweetie sieht und rennt dann raus. Sie rennt zu Sweetie hin, biegt dann aber ab und rennt weiter. Dann ist der Zeitpunkt gekommen, dass Sweetie die Verfolgung aufnimmt.
Sweetie rennt hinter Maggie her, sie keilen sich ein paar mal, es fliegt Fell bei Maggie und dann flüchtet Maggie in ihren Käfig. Sweetie lasse ich aber nicht hinterher.
Nah der letzten
Bißwunde habe ich sie nun erst einmal vier Tage nicht zusammen laufen gelassen, weil Maggie hinterher immer sehr mitgenommen ist. Nun ist sie aber auch sehr betrübt und ich habe den Eindruck, dass sie
einsam ist, aber nicht unbedingt, weil Sweetie nicht da ist. Ich hatte auch schon den Eindruck, dass meine ältere Dame eifersüchtig ist, wenn ich den Käfig von der Neuen putze.
Ich habe nun
schon verschiedene Strategien probiert und hatte zwischenzeitlich auch das Gefühl, dass es Fortschritte gibt. Aber ich muss sagen, dass ich inzwischen ziemliches Herzklopfen bekomme, wenn es daran geht,
dass beide gleichzeitig aus ihrem Käfig kommen. Vielleicht hast du noch einen guten Tipp für mich. Bitte brich den Vergesellschaftungsversuch sofort ab, du stresst die Tiere ungemein und
riskiert damit ihre Gesundheit und ihr seelisches Gleichgewicht. Und das völlig umsonst, denn das du zwei geschlechtsreife Weibchen zusammen bringst, ist so gut wie unmöglich. Weibchen sind sehr
territorial veranlagt, und sie werden ihr Revier immer gegen einen Eindringling verteidigen (hast du ja schon beobachtet, wenn sie an das Gitter vom andern Käfig gehen). Akzeptiert werden Jungtiere
(Babyschutz) und das andere Geschlecht zwecks Paarung. Aber nie ein gleichgeschlechtliches, erwachsenes Tier. Dir sind ja auch schon verschiedene Sachen aufgefallen, die gegen weitere Versuche sprechen
.... spätestens wenn Blut fließt oder eines der Tiere aggressiv reagiert (massives Fell ausrupfen, jagen), ist Schlus mit Lustig. Wenn du so weiter machst, wird es irgendwann zu einer richtig bösen
Beißerei kommen, die sogar für eines der Tiere innerhalb von Sekunden tödlich enden kann. Zumindest aber wird das Resultat sein, das Maggie dauerhaft verstört ist und künftig auch anderen Chins
gegenüber ablehnend und feindselig reagiert. Hast du schon mal was vom Abrichten von Kampfhunden gehört? Genau das machst du gerade mit Maggie! Wie kannst du auch nur entfernt daran denken, das es
positiv ist, wenn dein seither friedliches Chin sich nicht anders zu wehren weiß, als zurück zu beißen??? Als Betreuerin dieses sehr sensibles Wesens ist es deine Pflicht, sie vor solchen Angriffen zu
schützen! Ihr Käfig muss für das andere Chin tabu sein - auch von außen (zumal du abgebissene Zehen und blutige Nasen riskierst). Übrigens ist es nie empfehlenswert, 2 Chins durch ein Gitter
getrennt zueinander zu lassen - da kommen IMMER Feindseligkeiten auf. Bitte finde dich damit ab, dass du künftig 2 Käfige haben wirst, und besorge beiden Damen neue Gesellschaft - aber dieses Mal bitte
ein Babyweibchen (12 - 16 Wochen alt). Und geh zu einem Hobbyzüchter, zu dem du deine Grazien mitbringen kannst, damit du vor Ort siehst, ob die Chemie stimmt. Speziell für Sweetie ist es super
wichtig, das sie Gesellschaft von einem gut sozialisierten Weibchen bekommt, von dem sie lernen kann .... bei ihr selbst scheint da was schief gelaufen zu sein, wenn sie so beißfreudig ist (vermutlich
zu frühe Trennung von den Eltern, oder zu viele Tiere im Käfig). Und auch für Maggie wäre es gut, wenn sie nicht noch eine schlechte Erfahrung machen müsste.
Ferner möchte ich dir, wenn
möglich, eine räumliche Trennung von Sweetie und Maggie vorschlagen, denn Maggie leidet offensichtlich unter Sweeties Anwesenheit, weil sie Angst vor ihr hat. Sie wird wieder zufriedener sein, wenn sie
Sweetie nicht mehr ständig riecht und hört. Angi
|
|
Ich soll für eine Woche auf die drei Chinchillas meines Bruders
aufpassen, aber seit drei Tagen verstehen sich die drei nicht mehr so gut (ist untertrieben). Es handelt sich um drei Böcke, Vater mit zwei Söhnen, angeschafft wurden alle drei vor ungefähr 1 1/2
Jahren. Der Vater und ein Sohn sind kastriert, der kleinste noch nicht. Sie haben einen großen Vogelkäfig mit drei Etagen und zwei Schlafhäuser, so das genügend Platz da ist. Bis jetzt gab es
keinerlei Probleme mit Streitigkeiten, doch seit drei Tagen (Herrchen war da zwei Tage weg) kommt es zu heftigen Kämpfen, in dem der kleinste Bock (unkastriert, Sohn II) ständig unterliegt. Er hat
einen großen Teil seines Fells auf einer Seite eingebüßt, allerdings ist kein Blut geflossen, also finden keine zu großen Beißereien statt. Zu beobachten war, dass sich der Vater beiden Böcken
gegenüber sehr aggressiv verhält, nur dass sich der größere Sohn zu wehren weiß, der Kleinere leider nicht so. Die beiden Söhne verstehen sich ganz gut, lehnen aber auch den Vater ab, wobei der
größere Sohn und der Vater zeitweise noch gut miteinander auskommen, wenn der Sohn sich unterwirft. Es herrscht momentan so eine Art "Patt", alle sitzen voneinander getrennt auf einer Etage
und bei jeder Bewegung gibt's es Aggressionen. Der Kleinere traut sich gar nicht mehr aus seiner Ecke heraus. Auch ein längerer Auslauf zum Aggressionsabbau brachte nichts an Ruhe ein.
Soll ich
den kleineren Bock herausnehmen oder zersplittere ich so die Gruppe? Oder sind das normale Rangkämpfe, die ausgetragen werden müssen? Vielleicht vermissen sie einfach ihr Herrchen? Ich kenne mich nicht
so gut mit den Tieren aus und will nichts falsch machen, habe aber Angst um den Kleinsten. Wenn die 3 seit 1 1/2 Jahren in dieser Konstellation zusammen sitzen, dann können es eigentlich keine Rangordnungskämpfe sein - die treten in den ersten
Wochen nach der Geschlechtsreife auf (Böckchen sind mit ca. 5 Monaten geschlechtsreif). Warum sie sich streiten kann ich dir nicht sagen, und vermutlich wirst du es mit Sicherheit auch nie sagen
können, nur spekulieren. Oftmals ist Platz das Problem - 3 erwachsene Tiere brauchen eine Grundfläche von mind. 0,65 qm bei 1 m Höhe, ich empfehle aber immer mind. 1 x 1 x 1 m für 3 Chins, da sie
sich bei den Mindestmassen auch oft auf den Wecker gehen. Eine andere Möglichkeit wäre natürlich auch, dass das gar keine 3 Böckchen, sondern 2 Böckchen und ein Weibchen sind .... hast du mal selbst
nachgesehen? Auch die Weibchen besitzen einen Harnröhrenzapfen, der oft mit einem Penis verwechselt wird. Der Unterschied ist am Abstand zwischen Harnröhrenzapfen/Penis und After zu erkennen - beim
Weibchen nur wenige mm und man kann die Vagina erkennen, beim Böckchen ca. 1 cm.
Sie jetzt einfach zu trennen wäre sicherlich das einfachste für dich und die sicherste Methode für den Kleinen.
Ich würde dann aber den Vater raus nehmen, wenn die Aggressionen von ihm ausgehen. So stehen die Chancen nicht schlecht, das wenigstens die beiden Brüder zusammen bleiben können. Sicher ist allerdings
eines: wenn du sie trennst, wirst du sie nie wieder zusammen bringen können. Wenn Blut fließt, hast du keine andere Möglichkeit, so lange es aber nur Fell ist, würde ich an deiner Stelle erst
Rücksprache mit deinem Bruder halten, ob es für ihn o.k. ist. Immerhin hat er ja dann dauerhaft 2 Käfige stehen, und braucht für den Papa dann auch wieder Gesellschaft, also ein viertes Chin
(Weibchen, kann ja nichts passieren). Angi
|
|