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Vergesellschaftung

Wenn es einmal gar nicht klappen will

Diese Methode hat sich bei mir durchgesetzt

Vergesellschaftung von 4 Böckchen

WER PASST MIT WEM ZUSAMMEN?

Vergesellschaftung von mehreren Chinchilla – Weibchen

LESERFRAGEN ZUM THEMA

Vergesellschaftung von Schnucki & Schnurzel

Die traurige Geschichte eines kleinen Chinchillas mit einem großen Herz

Maggi zweckentfremdet

Casimir und Carlo

Ein Vorwort: Wann ist eine Quarantäne VOR einer Vergesellschaftung nötig?
Eine Quarantäne mit abschließender Kotuntersuchung ist IMMER einzuhalten, wenn ein Tier aus zweifelhaften Verhältnissen stammt oder wenn ein Partner plötzlich verstirbt. Es gibt Krankheiten, die man einem Tier nicht ansieht, bis es zu spät ist. Und es gibt leider auch unheilbare Krankheiten, bzw. Krankheiten, bei denen das Chin schneller stirbt als man reagieren kann.

Ein Beispiel: Es könnte z.B. ein Chin noch die Erreger der Lungenentzündung in sich tragen, an denen sein Partner gestorben ist, und ein ohne Quarantäne dazu gesetztes Chin hat vermutlich irgendwelche unliebsamen Mitbewohner (Parasiten, Giardien, Pilze,...), die ihn so abmagern lassen. Vermischen sich die Bakterien und die Parasiten in den beiden Tieren, ist dies eine brisante Mischung, die selbst das Immunsystem eines gut gehaltenen Tieres ins Schleudern bringen kann. Eine Kotuntersuchung ist also SCHNELLSTENS erforderlich, wenn man weiteren Verlusten vorbeugen will. Untersuchen lassen muss man auf Parasiten und Giardien (ELISA-Test), Bakterien und Pilze. Bevor die Ergebnisse nicht vorliegen, dürfen die Neuzugänge auf gar keinen Fall Auslauf haben, denn Parasiten verbreiten sich z.B. über Kot, so dass alles, was mit ihrem Kot direkt oder indirekt (Pfötchen - Verschleppung) in Kontakt kam, als infiziert gilt.
Angi

WER PASST MIT WEM ZUSAMMEN?
Wichtig ist vor allem, das die Chemie stimmt!!!! Lassen sie ihr Chinchilla mit entscheiden, welchen Partner es möchte und nehmen sie es mit zum Züchter. Achtung: Kastrationen sind Operationen, die man vermeiden kann.
Wenn sie keinen Nachwuchs möchten, halten sie von Anfang an 2 gleichgeschlechtliche Tiere.
Angi

Passende Partner

 

Sie haben:

dazu passt:

Böckchen, 3 - 4/5 Monate

Weibchen 9 Monate - 2 Jahre, Weibchen älter als 2 Jahre, die bereits Babys hatte. Böckchen jeglichen Alters

Böckchen, älter 4/5 Monate, nicht kastriert

Weibchen 1 - 2 Jahre, Weibchen älter als 2 Jahre, die bereits Babys hatte. Noch nicht geschlechtsreifes oder kastriertes (evtl.) Böckchen.

Böckchen, älter 6 Monate, kastriert

alles (evtl. Probleme mit älteren, unkastrierten Böckchen)

Weibchen, 3 - 6 Monate

Alle Weibchen. Kastrierte Böckchen.

Weibchen, 6 - 12 Monate

Alle Weibchen (evtl. Probleme bei 2 dominanten Tieren). Babyböckchen, kastrierte Böckchen.

Weibchen, 1 - 2 Jahre

Weibchen bis 6 Monate. Alle Böckchen.

Weibchen, älter 2 Jahre, Babys gehabt

Weibchen bis 6 Monate. Alle Böckchen.

Weibchen, älter 2 Jahre, nie Babys gehabt

Weibchen bis 6 Monate. Kastrierte Böckchen.

Maggi zweckentfremdet
Hallo liebe Chinfreunde,

ich möchte Euch gerne über die Vergesellschaftung eines Härtefalles etwas erzählen. Das ist unser Härtefall: SIRA!

Sie ist heute ca. 7 Jahre alt. Ich habe sie zusammen mit Ihrer Mutter vor 5 Jahren aus erbärmlichen Verhältnissen herausgeholt. Sie hatte im hinteren Teil kaum mehr Haare und war bissig. Leider kam für die Mutter jede Hilfe zu spät. Sie habe ich kurze Zeit später verloren. Ich habe zu SIRA dann ein Männchen geholt und die Vergesellschaftung klappte nach einigen Anfangsschwierigkeiten gut. Ich denke, dass sie nach dem Tod Ihrer Mutter so einsam war, sodass sie ein neues Chin zum kuscheln relativ schnell akzeptierte.

Das ist Flöckli. Unser Herr im Haus. Nach ca. einem Jahr holte ich mir dann aus einer Zucht noch zwei junge Weibchen. Pina und Bijoux.

Wenn ich jedoch gewusst hätte, was da auf mich zukommt… Ich hatte das Gefühl, dass die Vergesellschaftung ohne Probleme verlaufen würde. Da hatte ich jedoch die Rechnung ohne Sira gemacht. Sie hatte sich inzwischen wieder sehr gut erholt; hatte wieder schönes Fell und wurde handzahm, jedoch dominant und zickig war sie immer noch. Zuerst ließ ich sie in einem neutralen Raum herumlaufen, was gut funktionierte. Auch die Transportboxmethode funktionierte einwandfrei. Sobald ich sie jedoch in das Zimmer zurücksetzte, fing SIRA an, wie wild alle zu jagen und richtig zu verletzen. Ich konnte das nicht mit ansehen und hatte nach mehreren Versuchen die Hoffnung aufgegeben.

Ich nahm dann Kontakt auf mit meiner TA und sie fragte um Rat bei einem Zootierarzt, welcher sich mit exotischen Tieren sehr gut auskennt. Dieser gab ihr den Tip, den ganzen Raum mit Maggi-Gewürz verdünnt mit Wasser zu reinigen, um Sira’s Revier gerucksneutral zu machen. Gesagt getan nahm ich die Arbeit auf. Ich reinigte alle Brettchen und den Käfig mit verdünnten Maggi-Gewürz. Zum Teil räumte ich noch gewohnte Spielsachen im Zimmer und im Käfig um. Und tatsächlich es klappte!!!!!

Was ich jedoch nicht wusste war, dass Sira zu diesem Zeitpunkt noch schwanger war. Ein paar Tage bevor ich Flöckli kastrieren musste, weil es nicht mehr auszuhalten war mit ihm, hatte er wohl noch zugeschlagen. Sie bekam also ein Baby und die anderen Weibchen reagierten erstaunlich gut auf das kleine Wesen. Jedes Mal, wenn sich Sira von ihrem Baby entfernte, ging eines der Weibchen hin und entwickelte einen Beschützerinstikt.

Sira mit Baby
Trotzdem habe ich gespürt, dass nun Sira doch etwas gestresst war mit der ungewohnte Situation. Deshalb habe ich sie mit Flöckli zusammen wieder von den anderen zwei Chinchis getrennt. Das Baby ist heute 1 ½-jährig und ich denke, dass ich es im nächsten Jahr nochmals probieren werde mit der Vergesellschaftung und wenn es nötig ist wieder auf Maggi/Wasser zurückgreifen werde. Aber bitte, nicht zuviel Maggi-Gewürz, sonst wird es zu intensiv.

Es ist mit viel Aufwand verbunden, aber wenn es geklappt hat, werdet ihr stolz sein auf Euch und es genießen, wenn die Streithähne nebeneinander kuscheln und sich wieder lieb haben.

Grüße aus der Schweiz
Petra

Die traurige Geschichte eines kleinen Chinchillas mit einem großen Herz

Hallo liebe Chinchilla-Freunde,

ich wollte Euch auf diesem Wege die Geschichte meines Chinchilla-Böckchens Honk erzählen. Zuerst stelle ich Euch Honk einmal vor. Honk ist ein Violett-Böckchen, jetzt ca. 4,5 Jahre alt, genau weiß ich es leider nicht, weil ich ihn ohne Angaben zu seiner Geburt erworben habe.

Im April 2004 habe ich beschlossen meinem „alten“ Chinchilla Bommel einen kleinen Freund zu besorgen. Er war zu dem Zeitpunkt 6 Jahre alt. Mein erster Gang führte ins Tierheim Süderstraße in Hamburg. Leider bin ich dort aufgrund falscher Angaben auf der Homepage („Wir haben über 30 Chinchillas, die ein neues Heim suchen“) nicht fündig geworden. Es gab nur ein Pärchen und ein altes Weibchen (14 Jahre alt). Ich suchte einen kleinen Zwerg, bei dem der „Welpenschutz“ noch gilt. Durch die Hilfe dieser Chinchillaseite bekam ich die Adresse eines Züchters in meiner Nähe und ich vereinbarte einen Termin um mir die Zucht anzuschauen. Ich wurde herzlich empfangen und durch die „heiligen Hallen“ mit all den wunderschönen Tieren geführt. Sie waren alle so süß, ich hätte am liebsten die Tasche geöffnet und alle eingesteckt. Lach. Die Züchter zeigten mir dann die Chinchillas, die zum Verkauf standen und wie ihr Euch sicher vorstellen könnt, war die Wahl mehr als schwer. Also beschloss ich, die kleinen Fellbälle sollten alleine entscheiden. Wer Interesse an mir hatte und die Nase neugierig durch die Gitter steckt, wird mein kleiner neuer Begleiter für Bommel. So kam ich zu meinem George (damals 1,5 Jahre alt). Er war drollig, frech und sehr aufgeweckt. Gesehen und gekauft und bis heute unendlich glücklich über die Entscheidung. Nun fragt ihr euch vielleicht was dass nun alles mit Honk zu tun hat. Dazu komme ich jetzt. Obwohl meine Wahl getroffen war, habe ich mir natürlich in aller Ruhe noch die anderen Tiere angesehen und geknuddelt.

Da kniete sich der Züchter auf den Boden zum letzten Käfig in der Ecke und holte, was mir nicht so gefiel, etwas unfein einen Chinchilla namens Viktor aus dem Käfig. Er war so wunderschön und gleichermaßen so am Ende. Sein Fell hat er sich bis zum Ansatz überall wo er ran kam, abgefressen, d. h. er hatte im Prinzip nur noch volles Fell auf dem Kopf und einen dünnen Streifen über dem Rücken. Der kleine Viktor biss um sich und versuchte, dem Züchter zu erwischen, da setzte der mir das Chinchilla einfach auf den Arm. Nichts. Mein Honk (Viktor) drückte sein Köpfchen zwischen Arm und Brust und blieb mit wahnsinnigem Herzklopfen sitzen und sitzen und sitzen. Worte wie „unglaublich“ und „das gibt es doch nicht“ kamen von dem Züchter. Ich fragte, was mit ihm sei und warum er so verstört war. Honks traurige Geschichte ist eine Aussage des Züchters, inwieweit sie der Wahrheit entspricht, vermag ich nicht einzuschätzen. Die Züchter haben ihn und seine Schwester, die an einem Tumor verstarb, sowie weitere Tiere aus einer „Hobbyzucht“ befreit, Hamsterkäfig mit mehreren Tieren irgendwo in der Ecke im Kinderzimmer, ohne Sand, ohne Wasser und mit dem falschen Futter. Es war so herzzerreißend und er tat mir so leid, aber ich hatte weder vor zwei Chinchillas zu kaufen noch hatte ich Zuhause den Platz für Drei und Honk musste definitiv alleine sitzen, denn er hatte nicht nur Angst vor Menschen sondern auch vor anderen Chinchillas. Wir setzen ihn zurück in seinen Käfig und gingen erst einmal mit meinem Transportkäfig, in dem der George saß, ins Wohnzimmer und tranken einen Kaffee und nahmen meine Personalien auf. Die ganze Zeit ging mir Honk nicht aus dem Kopf und es passierte, was mir eigentlich vom ersten Moment an selber bewusst war. Ich kaufte ihn ebenfalls. Seine Geschichte, seine großen Knopfaugen und die Tatsache, dass sie Honk jedem Käufer gezeigt haben und ihn niemand wollte, haben mich so erweichen lassen, dass ich nicht anders konnte.

Ich fuhr also nach Hause mit Honk (ich mochte den Namen Viktor nicht) und George im Gepäck und ganz optimistisch, dass schon alles klappen wird. Es begann eine recht schwierige Zeit und ein erheblicher Kostenaufwand, der sich letztlich aber bezahlt machen sollte.

Zuhause stand ein großer, neuer Käfig von 200 cm Höhe, in dem zwei Chinchillas locker Platz hatten und auch ein Dritter hätte problemlos einziehen können, aber nichts dergleichen konnte ich wahr machen. Ich hatte mir für den Anfang drei Hasenkäfige besorgt, die ich dicht beieinander platziert aufgebaut habe. Die Jungs sollten sich ja erst einmal kennen lernen. Nach zwei Wochen startete ich den ersten Versuch der Vergesellschaftung, welcher mit Beißereien und blutigen Ohren endete. Es begann eigentlich ganz gut. Bommel und George verstanden sich, Honk saß nur im Haus und traute sich nicht heraus. Und eines Abends gab es einen Lärm und alles flog durch die Gegend. Ich trennte sie alle irgendwie und fuhr mit allen Dreien zum Tierarzt um die Beißwunden kontrollieren und verarzten zu lassen. Es war nichts Schlimmes passiert. George hatte das Meiste abbekommen, sein Ohr musste gesalbt werden. Bommel und Honk hatten nur eine Schramme auf der Nase. Das Ganze bedeutete für mich nun drei Chinchillas, die sich nicht leiden können und drei Käfige in meiner Wohnung sowie getrennter Auslauf. Es war klar, dass wenn überhaupt nur Bommel und George je zusammen in einem Käfig wohnen könnten. Honk war mehr oder weniger einfach nur da und tat nichts. Er saß nur im Haus, fraß nur, wenn es dunkel war und Keiner im Zimmer war. Ich ließ ihn also sein und gab ihm die Zeit, die er brauchte um mir und den anderen beiden zu vertrauen. Der erste Schritt zum neuen Versuch war viele Wochen später gemeinsamer Auslauf und die Möglichkeit, dass Jeder in den Käfig des anderen konnte, damit sich die Gerüche vermischen. Honk fing jedoch irgendwann an die Anderen zu jagen und sie zu beißen. Also musste diese Art Auslauf auch wieder verändert werden. Dann kam der Zeitpunkt, dass Bommel und George noch einmal versuchen sollten miteinander in einem Käfig zu leben und ich konnte von drei auf zwei Käfige reduzieren. Das Ganze ging leider nur 2 Monate gut, denn der Altersunterschied und die Krankengeschichte von Bommel (siehe Krankenberichte Lungenentzündung) machten ihm schwer zu schaffen. George war einfach zu verspielt und Bommel wollte einfach nur seine Ruhe. Es folgte wieder eine Trennung und Georges vorübergehender Auszug zu meiner Cousine ein paar Straßen weiter, weil Bommel einfach nicht zur Ruhe kam und sich selber überschätze. Aber er fehlte mir sehr und somit zog er nach ein paar Monaten zurück zu mir und den Jungs. Die Zeit verging und alles normalisierte sich irgendwann. Sie wohnten zwar alle getrennt, aber hatten ihren gemeinsamen Auslauf ohne Streit und Ärger. Honks Verhalten besserte sich langsam, aber sichtbar. Sein Fell wuchs zusammen, er fraß es immer seltener kurz. Er nahm „am Leben teil“, d. h. er bewegte sich frei im Käfig, fraß auch unter Beobachtung und Gesellschaft und ließ sich dann und wann auch mal streicheln. Und dann warf ein weiteres Ereignis alle aus der Bahn. Mein Bommel verstarb im Alter von 8 Jahren im Februar 2006 an einem Rückfall seiner schweren Lungenentzündung auf dem Weg zum Tierarzt. Ich konnte beobachten, dass die beiden mehrere Tage trauerten. Sie fraßen kaum und saßen lustlos auf den Brettern. Auch wenn sie sich alle mehr schlecht als recht verstanden, hatten sie scheinbar auch ihre Probleme damit, dass Bommel fehlte. Der Verlust von Bommel hatte einen „Vorteil“, wenn man es so nennen darf. Honk und George wurden unzertrennlich. Sie sitzen heute, 3 Jahre später, seit vielen Monaten zusammen in einem Käfig, machen nichts mehr getrennt und sind ein Herz und eine Seele. Honk hat den Part des Beschützers übernommen und immer wachsame Ohre, wenn George zusammengerollt neben ihm schläft. Sie laufen jeden Tag zusammen durch die Wohnung, fressen zusammen aus einem Napf und teilen sich immer ein Haus, obwohl mehrere zur Verfügung stehen. Honk wird sicher nie so sein wie George und das erkläre ich mir mit seiner Vorgeschichte, aber es ist unglaublich wie sich sein Wesen und vor allem sein Äußeres gebessert haben. Er ist groß und kräftig, hat ein wunderschönes, lückenloses Fell und hat weder Angst vor Menschen noch vor anderen Tieren. Mittlerweile lässt er sich auch von Besuchern berühren, wenn sie sich in angemessener Lautstärke seinem Käfig nähern. Ich habe trotz der vielen Probleme keinen Tag bereut, dass ich auch ihn gekauft habe, auch wenn ich einmal kurzfristig mit Hilfe der Chinchillapage versucht habe ein neues Zuhause zu finden. Heute bin ich froh, dass ich damals keinen Interessenten gefunden habe. Ich habe ihn genauso lieb wie George oder wie damals Bommel oder dessen Vorgänger. Seit 16 Jahren habe ich nun schon Chinchillas und sie gehören für mich zu den wunderbarsten Tieren, die es gibt.

Ich hoffe, ihr hattet ein wenig Freude an meiner Geschichte und denkt dran, wenn ihr ein ähnliches Problem habt, mit genügend Zuwendung und Ausdauer wird es irgendwann alles gut.

Liebe Grüße aus Hamburg,
Manuela

Vergesellschaftung von Schnucki & Schnurzel
- eine laaaaange Geschichte
Nach fast 1jähriger Überlegung und Erfahrungssammlung haben wir beschlossen, uns ein Chinchilla zu zulegen. Gesagt getan. Am 21.7.2001 zog Schnucki, eine Standard Chinchilla-Dame, bei uns ein. Die Vorbesitzerin meinte, sie sei 6 Monate alt. Dies stellte sich aber bei Recherchen im Internet als total falsch raus, weil sie dort aufgeführt schon 2 mal Junge bekommen hatte. Also musste sie damals ja schon wenigstens 1 Jahr oder sogar älter gewesen sein. Aber egal, wir haben sie total lieb gewonnen und geben sie nicht wieder her !

Weil wir zwar viel theoretische, aber noch keine praktische Erfahrung hatten, wollten wir erst mal nur Chinchi. Außerdem haben wir ganz schön lange gebraucht, unseren Vermieter davon zu überzeugen. Er wollte nämlich eigentlich gar keine Tiere im Haus haben, aber das hat andere Gründe und sollte hier auch nur am Rande erwähnt werden. Jedenfalls gaben wir unserer Schnucki ein schönes neues Zuhause mit großem Käfig, viel Auslauf und Aufmerksamkeit. Sogar für den Urlaubsfall haben wir die perfekte Lösung gefunden. Bei uns im Haus wohnt auch meine Schwiegermutti und sie haben wir kurzer Hand zur Pflegemutti gemacht. Das klappt so gut, dass sie die Tiere nicht nur füttern kommt, sondern auch raus lässt, wenn wir mal verreist sind. Trotzdem haben wir immer wieder beobachtet, wenn wir auch nur mal ein Wochenende nicht da waren, dass Schnucki bei unserer Rückkehr immer in sich zurückgezogen wirkte. Später fing sie an, immer an den Hacken zu bluten und wir stellten fest oder zumindestens nahmen wir an, dass es vor Einsamkeit sein musste. Sie hatte sehr rauhe, rissige "Fußsohlen" bzw. Hacken und die knabberte sie sich dann blutig. Mangelnde Hygiene oder falsche Käfiggestaltung schlossen wir aus.

Kurzer Hand beschlossen wir, ihr einen Spielgefährten zu gönnen. Am 15.6.2002 kam dann Schnurzel (ein Standard Böckchen) zu uns und vor allem zu Schnucki. Er war da gerade mal 9 Monate alt. Laut der Zoohandlung (sie bekommt die Tiere direkt vom zuverlässigen Züchter) sollte es ein Mädchen sei - wollten wir auch, weil wir keinen Nachwuchs wollten. Als wir dann mit der Transportbox zu Hause ankamen, stellten wir diese auf den Teppich in die Mitte des Zimmers und holten Schnucki aus ihrem Käfig. Noch war die Box nur einen kleinen Spalt geöffnet und wir beobachteten. Aber Schnucki wurde wie eine Furie und ging gleich auf den "Eindringling" los. Oh man, was nun ??? Wir haben uns dann noch am gleichen Tag von Bekannten einen recht großen Hasenkäfig geborgt, um das Tier aus der Box zu bekommen.

Wir hatten uns natürlich vorgestellt: kurz beschnuppern und dann gleich beide in den großen Käfig - war natürlich nicht so. Schnurzel kam also erstmal in den Hasenkäfig. Den stellten wir neben den großen Käfig auf den Tisch. So konnten sich beide Tiere sehen, aber nix tun. Aber der richtige Stress ging damit erst los. Wenn Schnucki draußen war, hatte sie natürlich nichts besseres zu tun, als um den kleinen Käfig zu schleichen und ins Gitter zu beißen. Schnurzel war natürlich total verängstig, aber auch sehr neugierig und guckte immer wieder durch die Gitterstäbe. Wir haben natürlich immer aufgepasst, so gut es ging. Ach, er tat uns so leid und der war so süß. Er wollte so gerne zu Schnucki, das hat man ihm richtig angemerkt und er hat auch immer diese Lockrufe von sich gegeben, aber sie wollte ihn nicht. Und so kam es, dass er wieder mal am Gitter stand, als Schnucki draußen war und mit seinen kleinen Pfötchen die Gitter umfasste. Schnucki nutzte die Gelegenheit und biss zu. So schnell konnten wir gar nicht reagieren. Schurzel gab einen quietschend, jaulenden Ton von sich und dann war es auch schon passiert. Schnucki hat ihm eine Fingerkuppe abgebissen. Er hat dann ein paar Tage lang Bepanthen Wund und Heilsalbe bekommen und dann war es auch wieder gut. Aber wir haben danach natürlich noch besser aufgepasst. Irgendwie mussten wir uns was einfallen lassen - so ging das nicht weiter !

Wir haben dann viel im Internet (auch hier bei Kerstin) um Rat gelesen und gefragt. Schließlich haben wir einfach mal für beide die Käfige getauscht, damit jeder den Geruch des anderen ein bisschen annimmt und auch mal das Futter des anderen kosten kann. Schnurzel hat sich natürlich in dem großen Käfig pudelwohl gefühlt. Schnucki in dem Hasenkäfig überhaupt nicht, aber da musste sie jetzt durch. Na ja, war ja gerade mal vielleicht für ne halbe Stunde oder so.

Den täglichen Ausgang mussten sie aber weiterhin getrennt vornehmen. Dann haben wir Schnucki immer mal festgehalten und dicht an den Käfig von Schnurzel gehalten. Oh, da hat sie uns dann dabei in die Hand gebissen - war aber auszuhalten. Auch haben wir beide mit dem Pipi des anderen eingerieben, aber am besten ging der Käfigtausch.

Dann wollten wir es auf einen Versuch ankommen lassen und haben beide gleichzeitig raus gelassen. Na da ging ja die Post ab. Rennen, flitzen, raufen, beißen... Und das Fell flog durch die Gegend - oh man haben wir nur gedacht und sind dann doch dazwischen gegangen. Komischerweise ist Schnucki immer dann freiwillig in den Hasenkäfig gegangen, wenn Schnurzel nicht drin war. Da fand sie das sehr interessant. Es ging auch immer gut, bis auf einmal. Als beide wieder in ihren Käfigen waren, sahen wir Blut an der Käfigwand von Schnurzel und nach längerem untersuchen sahen wir, dass der Schwanz angebissen war. Also, das war mir dann doch nichts mehr und ich bin zum Tierdoc. Sie meinte dann, das wäre nicht so schlimm. Das verknorpelt und die Schwanzspitze fällt dann irgend wann einfach ab. Dann wachsen die Haare drüber und man sieht nichts mehr davon. Ok, hört sich erst mal schlimm an, war es dann aber wirklich nicht, und es kam so wie sie sagte. Heute ist halt sein Schwanz ca. 2 cm kürzer - fällt aber wirklich nicht auf.

Und jetzt wundert ihr euch bestimmt, dass ich immer von IHM rede und nicht von IHR? Die Tierärztin hat dann festgestellt, dass es eindeutig ein Männchen ist und kein Weibchen.

Oh man, das war dann das nächste Problem. Was wenn die sich irgend wann vertragen ? Wir wollten doch keinen Nachwuchs. Aber die Ärztin sagte, es wäre kein Problem mit der Kastration, aber sie würde es noch nicht bei ihm machen, bevor er nicht 1 Jahr ist. Also, dann mit ihm statt ihr wieder nach Hause, Schwanz salben und weiter kämpfen.

Es ging dann insgesamt ein halbes Jahr mit Käfig tauschen und Raufereien beim Auslauf so weiter, aber dann ohne Verletzungen. Hatte zwischendurch auch die Bachblüten ausprobiert, ich denke, die haben auch mitgeholfen. Irgend wann wurde die Aggressivität von Schnucki weniger. Was sollte sie auch tun, er war nun mal da und das sollte auch so bleiben. Obwohl ich zwischenzeitlich 1x versucht habe, schweren Herzens Schnurzel wieder zu verkaufen. Aber zum Glück hat das nicht geklappt.

Und dann passierte das Wunder: Am 3.1.03 Abends beim gemeinsamen Auslauf wurde auf einmal, als wenn man einen Schalter betätigt, nicht mehr gerauft sondern gekuschelt. Und beide konnten zum ersten mal gemeinsam in den großen Käfig ! Juhu, wir hatten es geschafft !!! Aber das hatte wirklich viiiiieeel Geduld gekostet und wie gesagt, fast ein halbes Jahr.

So, aber das ist noch lange nicht das Ende meiner Geschichte, denn 111 Tage später morgens gegen 9:00 Uhr hatte ich Zwillinge im Häuschen. Aber der Reihe nach. Die beiden haben sich also von da an richtig gut verstanden und lebten kuschelnder und knutschender Weise zusammen. Ca. 1-2 Wochen vor der Geburt ist uns aufgefallen, dass Schnucki sehr ruhig ist und oft mehr unten als oben im Käfig war und als wir so am beobachten waren, kam sie uns auch irgend wie dicker um die Hüften vor. Wir hatten ja keine Ahnung. Ich hab dann mit einer Freundin telefoniert, die auch Chinchis hatte. Sie meinte, wir sollen mal gaaaanz vorsichtig bei Schnucki den Bauch fühlen. Wenn wir eine Murmel merken, ist sie wirklich schwanger. Und wirklich - Schnucki war schwanger ! Oh man, was denn nun wieder ? Das Problem war auch, dass es genau um die Osterzeit war und mein Tierdoc Urlaub hatte und wir wegfahren wollten. Aber irgendwas musste passieren, Schnurzel sollte doch kastriert werden. Dann ging alles ganz schnell. Schnucki bekam am 24.4.03 morgens gegen 9:00 Uhr 2 Mädchen (wie sich später raus stellte). Och war das süß... Noch am selben Tag brachte ich Schnurzel zum Tierdoc zum kastrieren - und das ist mir wirklich nicht leicht gefallen, aber es musste sein.

Und danach hatten wir wieder ein Problem. Schnurzel hat die OP überhaupt nicht gut vertragen. Das jetzt aber auch so ausführlich zu berichten, wäre zu lang. Deshalb nur ganz kurz dazu. Er bekam eine viel zu hoch dosierte Narkose und es wurde mit dem falschen Faden zugenäht. Danach bekam er auf Grund dessen noch eine Infektion der Wunde. Er wachte erst abends statt mittags wieder auf, hatte später Krämpfe, Schwächeanfälle, Verstopfung und Durchfall, fraß nix mehr und trank auch nicht. Er bekam dann (natürlich von einem anderen Tierdoc) eine Vitamin-Aufbauspritze und wir sollten sofort mit der Zwangsernährung anfangen, wenn wir ihn retten wollen. Das taten wir dann ca. 14 Tage lang und wir haben ihn wirklich retten können!

Das Problem an der Sache war, dass er in dieser Zeit natürlich nicht in den großen Käfig zu Schnucki und den Babys konnte, sondern wieder in den Hasenkäfig musste. Was ihm aber ganz gut tat, weil er ja so schlapp war. Wir hatten uns das so schön vorgestellt. Alle zusammen als Familie im großen Käfig. Aber daraus wurde leider nichts.

Schnucki und den beiden Süßen ging es sehr gut - sie kümmerte sich rührend und die kleinen wuchsen prächtig. Als es Schnurzel dann besser ging, sollte er ja auch was von seinen Kindern haben und wir haben die beiden öfter in seinen Käfig zu ihm gesetzt. Das klappte richtig gut. Nur Schnucki wollte das wieder mal überhaupt nicht akzeptieren und ließ ihn nicht an sich ran. Also ging der Auslauf wieder getrennter Wege. Schnucki alleine im Wohnzimmer und Schnurzel mit den beiden kleinen samt Käfig im Flur.

Und somit hatten wir wieder das gleich Problem wie ganz zum Anfang. Also ging das wieder mit Käfigtausch los, beide Käfige nebeneinander stellen und die kleinen mal bei ihr, mal bei ihm rein. Ich hatte inzwischen mit der Zoohandlung gesprochen, die mir Schnurzel als Weibchen verkauft hatte und hab mal angefragt, ob wir evtl. die Jungen dort abgeben könnten. Denn für uns stand fest, dass wir sie aus Platzgründen leider nicht behalten können. Und alle 4 in einem Käfig soll ja bekanntlicherweise auch nicht gut gehen auf die Dauer. Jedenfalls kam mir die Zoohandlung sehr entgegen und nahm uns beide Mädchen ab. Ich weiß, dass sie heute beide (leider nicht zusammen) in gute Hände gekommen sind.

Erst als die beiden Babys weg waren, ist es uns gelungen, beide wieder in einen Käfig zu setzen. Das ging dann ähnlich wie beim 1. Mal ab. Erst raufen (allerdings nicht mit beißen) und dann kuscheln. Das ganze hat dann wieder mal so 9-10 Wochen gedauert. Aber heute sind sie ein Herz und eine Seele und nix kann das mehr ändern! Das Hacken blutig knabbern ist weg und auch das Zurückziehen, wenn wir mal nicht da sind.

Also ich kann nur jedem raten: auf jeden Fall mindestens 2 Tiere zusammen aussuchen, sehr viel Geduld dabei haben und den Tieren viel Aufmerksamkeit geben.
Diana

VERGESELLSCHAFTUNG
wenn es einmal gar nicht klappen will
Ein kleiner Erfahrungsbericht, wie es aussieht, wenn und warum eine Vergesellschaftung aussichtslos erscheint.
Anlässlich meines Geburtstages habe ich mein Traumchinchilla geschenkt bekommen, ein 15 Wochen junges Brown Velvet-Mädchen Dorle.Da es eine recht lange Fahrt für das Chinchilla war (~750km), habe ich es, zu Hause angekommen, vorerst einmal alleine in den komplett neuen Käfig gesetzt, damit es sich die nächsten 48 Stunden von der Fahrt erholen und die neuen Geräusche und die neue Umgebung und Gerüche kennen lernen kann. Nach den ersten beiden Tagen bot ich dem Chin-Mädchen Auslauf mit meinen anderen Weibchen an, wovon es sich um Mutter Marilyn mit 2 unterschiedlich alten Töchtern Grace und Romy handelt. Beim Auslauf war auch alles in Ordnung, keine Streitigkeiten und richtig nett anzusehen, somit machte ich am 5. Abend den ersten Versuch, alle Weibchen in einen Käfig setzen, da das neue Chinchilla ja noch ein „Baby“ ist, muss das eigentlich problemlos klappen... – klappt nicht. Gute 10 Minuten war alles in Ordnung bis das älteste Weibchen plötzlich der Meinung war, dass da wer stört und zuerst auf ihre eigenen Töchter losging, das neue Chin-Mädchen wurde dann auch noch gehetzt, sodass ich es aus dem Käfig nahm und in einen Notkäfig umsetzte und den Käfig ganz nahe an den Käfig mit den anderen Weibchen stellte. In beiden Käfigen war großes Interesse für den jeweils anderen Käfig, doch das älteste Weibchen provozierte das neue Mädchen durch die Gitter derart, dass sie sich sogar gegenseitig durch die Gitter bespritzten – also ein frühreifes Brown Velvet-Mäderl, welches Bedrängnis für das ältere Weibchen darstellt – ich habe den Notkäfig weiter weggestellt, doch die Urinduschen hörten nicht auf. Sobald sich die beiden sahen, wurden sie richtig hysterisch, die Ältere ging wieder auf die eigenen Töchter los und das Neue wurde einerseits wütend und andererseits ängstlich, manchmal fiepte es wie ein Baby und manchmal fauchte und drohte es wie ein erwachsenes Chin.

Mittlerweilen hat sich das neue Chin-Mäderl Dorle mit Romy angefreundet und sie sitzen zusammen und machen sich aus, wer die Chefin im Käfig ist – aber auf die kindliche Art, ohne böse zu jagen und ohne beißen.
Michi

Vergesellschaftung von 4 Böckchen
Welche Gelegenheit wäre wohl die Beste um 4 Chinchillaböckchen (Chinchillas generell) zu vergesellschaften - das hab ich mich die letzte Zeit sehr oft gefragt und kam zu dem Schluss, dass ein neuer Käfig, welchen ich selber gerade am bauen war, die Beste Chance wäre!

Am Tag, an dem der erste Käfig mit komplett neuer Einrichtung fertig werden sollte, habe ich mir also ein Herz gefasst - natürlich sehr nervös und besorgt, das sich die 4 Böckchen nicht leiden mögen und einander etwas antun könnten.

Da es beim gemeinsamen Auslauf doch meist "Probleme" gab, weil Sir George immer die kleinen Beiden (6 Monate jung) gejagt hatte, um sie zu besteigen und die Beiden ja doch auch schon geschlechtsreif sind und das nicht so gerne haben und sich auch vehement dagegen wehrten, war klar, dass ein gemeinsamer Auslauf mit der Hoffnung, sie würden alle in den neuen Käfig hüpfen, mich von meinem Vorhaben sie zu vergesellschaften, eher entfernen könnte.

Da stand ich nun, ich wusste, der Käfig für sie ist spätestens am Abend fertig und bis dahin habe ich vorerst einmal Zeit, um meinen „Vergesellschaftungsversuch“ zu starten. Ich habe alle 4 zu Mittag, gegen 13 Uhr aufgeweckt und in den Transportkäfig, einen Katzentransportkäfig, gesetzt - da gab es zuerst "Aufreiterei" und Gerüttle am Gitter vorne und Rumpeln, Pumpeln !!!, aber trotzdem kein Raufen!!!! - das war zumindest ein sehr gutes Zeichen, denn hätten sie begonnen sich wirklich zu bekämpfen, dann war mir klar, das ich diese Aktion abbrechen muss - ich bin dann gut eine Stunde mit dem Transportkäfig am Flur hin und her und auch ein Stockwerk hinauf und Eines hinunter marschiert und dann haben mein Mann und ich weiter am Käfig gebaut - die 4 Böckchen wurden alle dann doch nach gut 1 bis 2 Stunden plötzlich komplett ruhig und als ich nachsah, waren sie gaaaaanz müde vom vielen Gezapple. Ich habe sie dann mit dem Transportkäfig in unser Schlafzimmer gestellt und dort auch ganz leise das Fernsehgerät eingeschaltet. Das Schlafzimmer kennt keines meiner Chinchillas, somit war die Umgebung völlig fremd für sie. Ich habe aber zur Sicherheit alle paar Minuten einmal gehorcht und geguckt, ob auch wirklich alles in Ordnung ist, das hat zwar die Arbeit am Käfig doch recht behindert, aber das Wohl meiner 4 Böckchen war da auf höchster Vorrangstufe, mein Mann hat gemeint ich würde übertreiben, aber wie gesagt, das Wohl der 4 war mir zu wichtig!

Bis wir am Abend den Käfig komplett fertig hatten, habe ich immer wieder kontrolliert, ob auch wirklich alles in Ordnung ist und ich muss sagen, es war ein absolutes Glücksgefühl, als ich sah, dass die 4 Böckchen sich ganz eng aneinander gekuschelt hatten. So befüllte ich ihr künftiges Zuhause mit frischer Streu, die Näpfe und Sandwanne habe ich desinfiziert und ebenfalls befüllt, dass auch dies neu für sie ist und nach keinem der anderen roch, dann habe ich das Türchen vom Transporter aufgemacht und zum neuen Käfig gehalten und siehe da, alle 4 sind dann in den neuen Käfig gehüpft und waren total aufgeregt weil alles neu war. Sie waren derart beschäftigt, dass sie scheinbar vergaßen, dass sie die letzten Monate vorher nicht zusammen waren, haben alles inspiziert und immer wieder Nase an Nase einander beschnuppert - es sah fast so aus, als hätten sie versucht zu ertesten, ob das alles für den Anderen auch in Ordnung sei.

Auch wenn bisher alles so märchenhaft verlaufen war, wollte ich dem ganzen noch nicht trauen und habe wie immer einen Großteil der Nacht im Zimmer bei meinen Chinchillas verbracht, danach ging ich dann schon auch zu Bett, aber nicht um zu schlafen, sondern sie einmal unter sich zu lassen und um so zu erfahren, ob ich es bin, die sie von eventuellen Rangkämpfen abhält. Natürlich war diese Nacht für mich ewig lange - aus dem Wohnzimmer kam kein Quieken, kein Streiten, nur Rumpeln und Hopsen - bis jetzt ist das auch so geblieben - obwohl eines meiner Weibchen hitzig ist und im gleichen Raum wohnt.

Abschließend möchte ich auch noch gesagt haben, dass es nicht immer so schön mit der Vergesellschaftung klappen muß, aber das sollte niemanden abhalten es wieder zu versuchen!

Ein Ausweichkäfig für den Fall, dass es nicht sofort funktioniert ist unumgänglich und ich bitte von ganzem Herzen, sich im Zweifelsfall an Menschen zu wenden die schon kompliziertere Vergesellschaftungen hinter sich haben - bitte nicht sofort aufgeben und das neue Chinchilla zurückgeben - ein Chinchilla ist keine Ware, die bei nicht gewünschter „Funktion“ umgetauscht wird - es atmet und fühlt wie „Du und ich“!

Wir sollten immer bedenken, wie es für uns Menschen wäre, würde uns ein Fremder in unsere Wohnung gesetzt werden, oder wir gezwungen werden würden, einen anderen Menschen gerne zu mögen - lassen wir unseren Tieren die Zeit, die auch wir oft brauchen!
Michi

Diese Methode hat sich bei mir durchgesetzt
Also ich hab schon alles durch - Auslauf, Käfig an Käfig und Minibox mit Kuschelzwang via Autospazierfahrt. Ich persönlich mache es nur noch mit der Minibox, in welcher die Chinchillas grad mal sitzen können, also nicht laufen und jagen und nicht aufstellen und hinhacken. Ich setze das ruhigere Chinchilla zuerst in die kleine Box und dann das andere dazu, (da hab ich aber schon Jacke an und bin bereit außer Haus zu gehen, so geht es dann schneller). Mit den Chins in der Box (im Winter stelle ich die Box in eine Schachtel bis ich im Auto mit ihnen bin), gehe ich dann zum Auto und wir fahren los. Meist haben wir auch was wo zu besorgen, so geht es in einem. Bis zu 2 Stunden sind die Chinchis dann mit uns unterwegs, sie haben Angst, weil sie die Umgebung und die Geräusche nicht kennen und kuscheln sich automatisch zusammen, was auch den Vorteil bringt, dass sie gegenseitig die Gerüche im Fell austauschen und nach 2 Stunden einer nach dem anderen riecht. Meist verbünden sich die Chins gleich, weil sie nur raus aus der Box wollen. Ich habe immer eine zweite Box mit Einstreu mit, falls sie sich wirklich bekämpfen würden (haben sie bisher noch nie in der Box, wenn dem so wäre, dann würde was anderes wahrscheinlich eher auch nicht funktionieren).

Zu Hause wieder angekommen, lasse ich die Chins noch 1-2 Stunden in dieser Box und danach in einen komplett neutralen, fremden, voll eingerichteten Käfig. Die erste Nacht bin ich dann immer meist mit ihnen wach und fertig. Erst kürzlich habe ich das mit Marilyn und Louis gemacht, aber sie zickte ihn im Käfig an, somit setzte ich beide wieder in die Box, gab ihnen viel Heu und Apfelschnitze und ließ sie über Nacht da drinnen. Am nächsten Morgen dann in ihren Käfig und seither haben sie sich wirklich lieb und kuscheln! Am Besten macht man diese Methode wirklich in der Früh, so dass die Chins dann auch gegen Mittag in ihren Käfigen sind. WARUM SO? Ich empfinde die Käfig an Käfig Methode als noch stressiger als die Boxmethode, weil die Chins so mitunter viele Wochen dem Stress ausgesetzt sind. Die Auslaufmethode mache ich nicht mehr, weil wenn ein Chinchilla grad einen schlechten Tag hat, dann geht es gleich auf Konfrontation. Die Chins können zwar auch bei der Boxmethode grad ihren schlechten Tag haben, aber durch die Minibox und das Autofahren haben sie mehr Angst, als schlechten Tag und wollen nur raus.
Michi

Vergesellschaftung von mehreren Chinchilla – Weibchen
Zunächst möchte ich  2 - 3 wichtige Punkte ansprechen, die ihr bei der Vergesellschaftung von Chinchillas auf jeden Fall beachten solltet - egal ob es sich dabei um Jung- oder Alttiere, gleichgeschlechtliche Chins oder Pärchen handelt - und die bei der Vergesellschaftung meiner Mädels immer im Hintergrund standen:

Wichtig ist es, dass das Umsetzen der frisch vergesellschafteten Chinchillas immer in einen für alle neutralen Käfig geschieht. Damit wird auf jeden Fall von vorne herein verhindert, dass die heimischen Chins ihr bekanntes Revier, auch nach einer zuvor erfolgreichen Vergesellschaftungen, gegen den Neuling verteidigen. Am besten ist natürlich ein ganz neuer Käfig, was sich allerdings nicht immer realisieren lässt. Sollen die Chins also später wieder in den zuvor bewohnten Käfig einziehen, muss dieser auf jeden Fall komplett mit Essigwasser (heißes Wasser mit einem Schuss Essig) ausgewaschen werden. Schlaf-Häuschen, alle beliebten Sitzecken und Verstecke müssen entfernt, bzw. erneuert und der gesamte Käfig so gut wie möglich umgebaut werden. Auch neue Sitzbretter sind zum Vorteil.

Wichtig ist es auch, dass die frisch vergesellschafteten Chinchillas in den ersten Tagen immer gut beobachtet und zunächst auch niemals alleine gelassen werden. So kann man bei Gefahr (Bissattacken) jederzeit eingreifen und schlimme Verletzungen vermeiden. Und weil Chinchillas erst am Abend bzw. in der Nacht richtig munter werden, muss man gerade zu dieser Zeit ein wachsames Auge auf die Tiere haben. Dabei spielt es keine Rolle, wie friedlich sie sich tagsüber gegenüber dem Neuling verhalten haben und/oder wie neutral, bzw. fremd der Käfig ist, in dem sie umgesetzt wurden.

Besonders bei meinen älteren Chinchillas habe ich im Laufe der Zeit gute Erfahrungen bei der Vergesellschaftung gemacht, wenn ich sie die ersten Tage auf einen möglichst kleinen Raum gehalten habe. Somit mussten sie sich unvermeidlich miteinander arrangieren und eine eventuell aufkommende wilde Verfolgungsjagd wurde gleich im Keim erstickt. Denn ich musste erfahren; je mehr Platz sie hatten, desto eher wichen sie sich aus bzw. vermieden sie einen engeren Kontakt mit dem neuem Chinchilla. Je mehr Platz sie hatten, desto intensiver haben sie sich gejagt und die Situation eskalierte relativ schnell, bis hin zu kleineren Bissattacken. Zusätzlich hat man durch einen kleinen Käfig auch die Möglichkeit, ihn eventuell in der Nacht neben dem Bett zu deponieren.

Nun aber zu der Vergesellschaftung meiner Chinchilla-Mädchen:

Meine 8 Chinchilla Weibchen haben in einem Zeitraum von ca. 10 Jahren nach und nach zueinander gefunden und wohnen jetzt in 2 sehr harmonischen Gruppen von je 4 Chinchillas zusammen. Das jüngste Mädel ist heute 3 Jahre, die Älteste 11 Jahre.

Die meisten Mädels, besonders die, die als Jungtiere (bei der Vergesellschaftung zw. 3 und 12 Monaten) in die Gruppen gekommen sind, ein von Natur aus aufgeschlossenes und gut sozialisiertes Wesen hatten, mochten sich oft auf Anhieb und es gab keine großen Probleme bei der Vergesellschaftung. Bei meinen älteren Weibchen (bei der Vergesellschaftung zw. 3 und 10 Jahren) war die Zusammenführung nicht immer ganz so einfach und ist auch schlichtweg bei meinen ersten Versuchen vor Jahren gescheitert. Erst mit ein paar Tricks, guter Beobachtung und viel Geduld ließ sich auch das dominanteste Weibchen meiner Truppe zu einem Zusammenleben mit den Artgenossen „überreden“.

Bei allen letztendlich erfolgreichen Vergesellschaftungen habe ich die so genannte Boxmethode angewandt. Allerdings immer mit ein paar Vorbereitungen und größter Vorsicht, besonders bei meinen älteren Chinchilla-Mädels. In der Regel bewohnte das neue Chinchilla zunächst einen eigenen Käfig. Und zwar so lange, bis es sich etwas eingelebt, sich an mich, der restlichen Familie und unseren Alltag einigermaßen gewöhnt hatte. Außerdem nutzte ich diese Zeit noch dazu, genau abzuklären (Kotproben/Untersuchungen beim TA) ob der „Neuling“ auch wirklich gesund war und gewöhnte ihn zeitgleich (und langsam) an das neue Futter.

War der Gesundheitsaspekt geklärt, habe ich den Käfig des neuen Chinchillas relativ nah an den Käfig der Chins geschoben, mit denen ich es vergesellschaften wollte. Zeitgleich tauschte ich in regelmäßigen Abständen die Sandbäder aus. So konnten die Süßen schon mal die Gelegenheit nutzen, sich gegenseitig zu beschnuppern und ihre Gerüche auszutauschen. Beim späteren aufeinander treffen waren sie sich, zumindest vom Geruch her, nicht mehr ganz so fremd. Für die eigentliche Vergesellschaftung habe ich mir immer ein WE ausgesucht, wo ich viel Zeit hatte und zur Not auch mal auf ein/zwei Nächte Schlaf verzichten konnte. Die Chinchillas wurden dann von mir im Laufe des Nachmittags in eine kleine Katzen-Transportbox (Hamsterkäfig ist auch geeignet) einquartiert. Nach ca. einer halben Stunden, in der sich alle mal kurz orientieren und sich gegenseitig „Hallo“ sagen konnten, wurde dann eine große Runde Auto mit ihnen gefahren. Zur Sicherheit sollte man immer noch eine zweite leere Box mitnehmen, falls es zu gefährlichen Auseinandersetzungen kommt. Das war bei mir aber bisher niemals der Fall. Auch wenn ich an diesem Tag z.B. mit jemanden verabredet war, habe ich die Chins einfach mit auf Besuch genommen. Denn je mehr um sie herum passiert, desto weniger interessieren sie sich füreinander, bzw. für das neue noch fremde Chinchilla. Im Gegenteil, meist kuscheln sie sich dann eng aneinander und der erste Körperkontakt ist somit schon mal gegeben.

Bei meinen jüngeren Chin-Mädchen hat diese Aktion meist ausgereicht. Wenn ich sie dann später in einen für alle fremden, aber voll ausgestatten Käfig gesetzt hatte, kam es in der kommenden Nacht nur noch zu einem recht friedlichen und faszinierend zu beobachtenden Rangordnungs–Gerangel, und das ohne Jagd oder Beißerei. Am nächsten Morgen waren dann alle, nach der recht aufregenden Nacht, gemeinsam kuschelnd im Häuschen zum Schlafen verschwunden. Und alles war gut :-)

Bei meinen älteren und teils recht dominanten Chinchilla Weibchen war es leider nicht immer so einfach und wie schon erwähnt sind hier auch die ersten Versuche kläglich gescheitert. Deswegen bin ich bei den späteren Vergesellschaftungen, die auch erfolgreich verliefen, dazu übergegangen die Mädels auch noch die nächsten Tage auf einen relativ kleinen Raum zu halten. Dafür habe ich sie nach div. Autofahrten zunächst noch in der Transport-Box belassen und sie dann zum Abend hin in die eine Hälfte eines von mir umgebauten Doppel-Züchterkäfig umquartiert. Eine Hälfte des Züchterkäfigs entspricht ca. 30x50x30cm. Ein Hamsterkäfig oder ein kleinere Kaninchenkäfig sind auch geeignet. Aber bitte darauf achten, dass die Chins eventuell vorhandene Plastikteile nicht benagen können.

Später bekamen meine Süßen dann Futter (verteilt auf mind. zwei Näpfe), Heu und natürlich ihre geliebten Leckerchen. In dieser ja noch relativ kleinen Käfighälfte mussten sie dann die erste Nacht ohne Häuschen oder sonstigen Versteckmöglichkeiten neben meinem Bett verbringen. Auch ein Sandbad habe ich ihnen nur kurzfristig zur Verfügung gestellt. War die Nacht gut, bzw. ohne größere Zwischenfälle verlaufen, bekamen sie am nächsten Morgen ihr Häuschen. In der Regel sind dann auch alle gemeinsam darin verschwunden. Verliefen die ersten Stunden des zweiten Abends auch wieder ruhig, habe ich die andere Hälfte des Käfigs geöffnet. Das Häuschen sowie das Sandbad blieben im Käfig, und die kommende Nacht habe ich wieder mit einem Ohr am Käfig verbracht. In dieser Zeit kann es natürlich immer wieder zu kleinen Rangeleien und gegenseitigen Pipiduschen kommen. Das ist aber vollkommen normal und gehört dazu, denn irgendwie müssen die Chins ja ihre Rangordnung, die durch das neue Chinchilla durcheinander geraten ist, wieder neu untereinander ausmachen. Solange sie sich dabei nicht beißen, sollte man auch nicht eingreifen und sie gewähren lassen. Kommt es aber, trotz aller Vorsichtsmaßnahmen, zu einer ernsthaften Keilerei mit Bissattacken, muss man sofort eingreifen und die Chins wieder trennen!!

In dem Züchterkäfig mussten meine Mädels in der Regel nochmals ein paar Tage, spätestens bis zum nächsten Wochenende „ausharren“. Kam es in den ersten Nächten zu ernsten Auseinandersetzungen, habe ich je nach Ursache etwas an dem Käfig geändert. Entweder wurde das Häuschen von mir wieder entfernt, wenn es von einem Chin (sei es auch nur aus Angst) zu extrem verteidigt wurde oder der Käfig wieder verkleinert, wenn es doch zu kleineren Jagd-Eskapaden kam. Meistens waren sich meine Damen auf dem recht kleinen Raum aber innerhalb der ersten 2 Nächten in ihrer Rangfolge einig. Dabei kam es zum Glück niemals zu Beißattacken, eskalierenden Jagd–Szenen oder bedrohlichen Auseinandersetzungen. Trotzdem durften die Chinchilla-Mädels danach noch nicht in ihren endgültigen Käfig einziehen, sondern zunächst nur in einen größeren von ca. 80x100x50cm umziehen. Dieser Käfig war komplett ausgestattet, mit mehreren Versteckmöglichkeiten, Sandbad, großem Schlafhäuschen, mehreren Etagen usw. Auch dieser Käfig stand die ersten Nächte im Schlafzimmer, so dass ich es jederzeit mitbekommen konnte, falls sich etwas zusammenbraute.

Nachdem meine Chinchilla-Mädchen diesen Ausweichkäfig nach einer weiteren Wochen friedlich bewohnt hatten, durften sie in ihren endgültigen, von mir komplett gereinigten und umgebauten, Käfig umziehen und bekamen ein paar Tage später ihren ersten gemeinsamen Auslauf.

Das Zusammenleben der älteren Chin-Generation (heutiges Durchschnittsalter: 9,5 Jahre) klappt bis heute genau so wunderbar und problemlos wie das Zusammenleben meiner jüngeren Chin–Mädchen (heutiges Durchschnittsalter: 4 Jahre).

Anke und die 8 Chinchilla- Mädels
wünsche Euch viel Glück bei der Vergesellschaftung!!

Casimir und Carlo
Wir konnten es einfach nicht mehr länger anschauen, wie sich unser Casimir immer enger an uns angeschmiegt hat. Wir haben gehandelt und sind nach Erfurt ins Tierheim gefahren. Da hockten sie nun alle samt. Aus einer Zwangsbeschlagnahmung. Sie wurden zu neunt in einem Käfig mit den Maßen 90x90x170cm bxtxh eingepfärcht, ohne Freigang und Abenteuer. Animalhording wurde diagnostiziert. Muss ein sehr schrecklicher Anblick gewesen sein, als der Tierschutz dort hin kam. Zwei Chins waren in einem sehr schlechten Zustand, da durch die Enge und den Dreck kein Aggressionsabbau möglich war. Der Alfabock der Männerbande hat sich dann einfach an den anderen ausgelassen und sie schwer verletzt.

Das Tierheim behandelt nun die Wunden und für die Seelen finden sich hoffentlich auch für die anderen bald die passenden Halter.

Wir haben sie uns nun so angschaut (haben extra einen Termin am Abend gemacht, um die Ruhe nicht zu stören), als ich an meiner Hand plötzlich eine kleine Pfote spürte. Carlo (zu derzeit noch ohne Namen) hat mich angeschaut, als ob er sagen wollte: "Nehmt mich mit!". Wir haben uns dann noch darüber informiert, wie die tierärztliche Versorgung schon gewährleistet ist, um eventuelle Parasiten und Kranheiten auszuschließen. Die Frau vom Tierheim hat uns dann alle Unterlagen gebracht, damit wir diese einsehen konnten. Sie führen vorbildlich Buch über alle Aktivitäten.

Als wir während der ganzen Zeit den Kleinen beobachteten, so merkten wir, das er ein sehr ruhiger und schüchterner Chinchilla ist den anderen gegenüber, da viel die Wahl nicht mehr schwer. Nach 4 Stunden wussten wir, der soll es sein. Als ich ihn aus dem Käfig nehmen wollte, kam er mir wieder entgegen und kletterte langsam und behutsam auf meine Hand und ging von allein in die Transportbox. Wir haben uns alle erstaunt angschaut und waren glücklich, dass alles so stressfrei für alle abgelaufen ist. Gegen eine Schutzgebühr bekamen wir einen Vertrag.

Die Fahrt über war alles in Ordnung, der Atem war langsam und er schaute ab und zu gespannt zu mir auf. Ich war so happy!!! Zu Hause angekommen, setzten wir den Kleinen ersteinmal in einen separaten Käfig, damit er sich aklimatisieren konnte.

Am nächsten Tag ging es zum Tierarzt, Kotprobe und Untersuchung. Nach 3Tagen Nachricht von der Parasitologie: alles negativ ( keine Parasiten und Krankheiten) Puhh, nun war es geschafft, wir konnten die beiden nun zusammenbringen. Wir haben erst den nun auf Carlo getauften raus gelassen und dann unseren dicken Casimir dazu. Es klappte wie am Schnürrchen kein Raufen, kein Meckern und kein Zanken. Lag bestimmt daran, dass Casimir Sehnsucht nach einem neuen Mitbewohner hatte und auch sonst immer der Rangniedrigere war. Carlo kannte es ja auch nicht anders, er war auch nach Rangordung eher zurückhaltener und unterlegener. Nach etwa 3 Stunden ohne Zoff hatte ich dann auch den großen Käfig gründlich gereinigt und umgestaltet ( damit Casimir keine Vorteile hatte ). Nun setzten wir die beiden in den Käfig und hofften, dass alles weiter so verläuft. Und so war es dann auch, Carlo hat sich als Erster über die Leckerlies her gemacht, die wir im Käfig als Ablenkung platziert hatten. Casimir war etwas verdutzt, dass alles ganz anders aussah als bisher. Nach einer halben Stunde hat Casimir zweimal versucht Carlo zu besteigen und dann war alles geklärt. Po an Po haben sie dann weiter die Leckerlies genascht.

Die ersten Nächte waren für mich etwas anstrengend, ich habe mit Isomatte und Schlafsack vorm Käfig gelegen und bei jedem Geräusch sind mir die Augen aufgeflogen und ich war putzmunter. Aber das ist glücklicherweise vorbei. Carlo hat sich gut eingelebt und mein Freund hat mich wieder als menschliche Wärmflasche.
Marianne