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allgemeines Fragen-LEXIKON

Urinprobe - wie?

Chin macht Pipi auf Sitzbrett

Erkältung ansteckend?

Chin macht Pipi in Badewanne

Barthaare werden abgenagt

Urinieren - Chin aus schlechter Haltung

Schadet Blitzlicht den Chins?

Chin rüttelt an der Tür - warum?

Chins im Freien - geht das?

Eifersucht?

Einzelhaltung - Pilz oder Schuppen auf den Ohren?

Trauer - und nun?

Stubenreinheit?

Laufrad für Chinchillas?

Umzug mit Chinchillas

die richtige Luftfeuchtigkeit für Chinchillas

Futterumstellung

Calcipot - warum ist es so schädlich für Chinchillas?

Auf sämtlichen Chinchilla-Seiten und in sämtlichen Ratgebern wird Calcipot für Chinchillas angepriesen, es sei sehr empfehlenswert. Ich frage mich allerdings, was Süßigkeiten mit empfehlenswert zu tun haben. Was meint ihr dazu?
Du hast Recht!!! Das in Kakao/Schokolade enthaltene Theobromin ist mit dem Koffein verwand, wirkt anregend, wird langsamer wie Koffein ausgeschieden. Beim Menschen besteht keine Gefahr einer Überdosierung, bei Tieren droht jedoch eine "Schokoladenvergiftung", weil das Theobromin nur seeehr langsam verstoffwechselt wird. Bereits 100 mg pro Tag über 8 Monate verabreicht haben in einem Versuch mit Ratten zur chronischen Vergiftung geführt. Beim Chinchilla (und bei Hund, Pferd, Maus, Ratte,...) wird das Theobromin, das nicht verstoffwechselt werden kann, in der Leber gespeichtert und führt irgendwann, wenn "genügend" gespeichert wurde zu einem Leberversagen. Wie schnell das geht hängt vom Stoffwechsel des einzelnen Tieres und von der verabreichten Menge ab - manchmal kann es 10 Jahre und länger gut gehen, manchmal genügt schon 1 Jahr.

Nach absetzen des Calcipots baut sich das gespeicherte Theobromin langsam ab, Folgeschäden sind keine zu befürchten.

Gefährlicher wie das Theobromin wäre eine Überdosierung mit Kalzium durch die Gabe dieser Tabletten, denn weil sie süß sind, fressen die Chins sie, egal ob sie sie brauchen, oder nicht. Wenn kein Bedarf besteht, ganz weg lassen, ansonsten umstellen auf 1 Tropfen C-Phos + 2 ml Amynin ins tägliche Trinkwasser. C-Phos NIE pur geben - ätzend!!!!
Angi

Leider ist mein Chinchillabock letzten Montag gestorben. Mein Weibchen hat danach nicht mehr gefressen oder überhaupt auf Leckerchen reagiert. Auf Rat meiner Tierärztin habe ich dann am Freitag ein 6-jährigen Bock von privat abgeholt. Nach einigen Streitigkeiten haben sich die beiden jetzt lieb gewonnen. Nur leider frisst er nichts. Er hat nur ein wenig von den Disteln gefressen, aber kein Hauptfutter, Heu, Hagebutten... Er wurde in einem Vogelkäfig und unten drunter ein Hamsterkäfig gehalten, die Käfigstäbe wurden rausgetrennt und so wurden aus zwei Käfigen einer. Schlafen musste er in einer Plastikröhre. Langsam taut er auf und kommt auf die Hand und neugierig ist er auch nur halt langsam. Können sie mir vielleicht helfen, wie ich ihn zum fressen bekomme? Sie bekommen nur das beste Futter, jeden Tag Auslauf, haben einen riesigen Käfig. Er verweigert alles an Futter, was es gibt. Seine Verdauung wird auch kleiner. Dass die Tiere keinen großen Hunger haben bei dieser Wärme versteh ich ja, aber ich möchte nicht, dass er mir abmagert. Die hinteren Zähne lasse ich heute beim Tierarzt prüfen. Er geht auch noch nicht mal in den speziellen Chinchillasand.
Kann es sein, dass du kein Futter zur Umstellung mitgenommen hast? Bei den Chins gilt "was der Bauer nicht kennt, frisst er nicht", und vermutlich hat dein Neuzugang bis jetzt weder Heu noch Leckerlies kennen gelernt, und eben ein anderes Futter bekommen. Das er gar nichts mehr frisst, kann nicht sein, denn sonst würde er schon nicht mehr leben (bereits 10 Stunden ohne Nahrungsaufnahme genügen, damit der Darm leer läuft und zusammen fällt), trotzdem ist es dringend, dass du bei den Vorbesitzern die Futtermarke, die er seither bekommen hat, erfrägst und sie ihm so schnell wie möglich besorgst. Eine Umstellung auf dein Futter sollte über einen Zeitraum von 4 - 6 Wochen erfolgen. Außerdem ist vermutlich auch das Weibchen Stress für ihn, wenn er vorher allein gehalten wurde, und somit Schuld an seiner Appetitlosigkeit. Dagegen würde ich mit Bachblüten Rescue Globuli (oder zur Not auch Tropfen, wenn du keine Globulis bekommst) arbeiten, 16 Globuli oder 4 Tropfen auf das tägliche Trinkwasser (3 Tage lang). Deinem Weibchen schadet das auch nicht, es hilft auch den Verlust des alten Partners zu akzeptieren. Zum Tierarzt würde ich vorerst nicht mit ihm, denn das ist nur zusätzlicher Stress und wäre daher wenig hilfreich. Ich glaube auch nicht, dass er mit den Zähnen was hat, denn da würde er fressen wollen, aber nicht können.

Das Baden kannst du ihm übrigens beibringen, sobald er handzahm ist. Er wird nicht baden, da er auch Sand vorher nicht gekannt hat. Überzeuge ihn, dass das was feines ist, indem du vor seinen Augen mit der Hand in die Wanne gehst, mit den Fingern drin buddelst, wühlst usw. Ferner wird er auch seine Partnerin beobachten und irgendwann klappt das schon. Zur Not kannst du ihn auch in die Wanne setzen und langsam mit Sand berieseln lassen. Hab einfach Geduld, bis in ein paar Wochen wird er baden wie ein Weltmeister;-)
Angi

Ich hab ein kleines Problem...nächste Woche geht ja der Umzug los (*Bammel hab*) und ich nehm ja meine Süßen mit. Aufgrund unvorhergesehener Ereignisse muss ich Pünktchen und Krümel im Umzugslaster in einer Transportbox mitnehmen muss. Es handelt sich hier um ca. 7-stündige Autobahnfahrt. Natürlich werden wir dafür sorgen, dass wir eher Richtung früher Morgen oder abends fahren, wg. der Hitzewelle im Moment, kann mir dennoch jemand einen Tipp geben, was ich machen kann, dass die zwei sich halbwegs wohl fühlen und es ihnen auch nicht zu heiß wird? Wir nehmen wohl eine Kühlbox mit, da würde ich ein feuchtes Handtuch reintun, ein weiteres wird dann um die Box gewickelt und die werden dann immer zwischendurch ausgetauscht, dass zumindest von außen etwas Kühlung herrscht. Trinken werden sie natürlich auch zur Verfügung haben, sollen sie auch Futter zur Verfügung haben? Oder könnte ihnen da schlecht werden? Geht das bei Chins überhaupt?
Manche Chins vertragen Auto fahren sehr gut, andere gar nicht, die werden reisekrank. Und bei letzteren wird's im LKW sicherlich noch schlimmer. Aber das musst du raus finden, wenns so weit ist. Auf jeden Fall musst du dich zur Not darauf einstellen, alle halbe Stunde Pause machen zu können, falls einer der Kleinen Kreislaufprobleme durch die Wackelei bekommt ....vielleicht sitzen sie auch nur da und meinen gar nichts zum Schaukeln. Besser wäre es auf jeden Fall, wenn du doch noch kurzfristig ein klimatisiertes Auto auftreiben könntest, das ist bei weitem weniger Stress für alle Beteiligten, und du fährst den LKW ja nicht selbst, könntest also bequem im Mietwagen hinter dem LKW her fahren. Auf jeden Fall solltet ihr den Umzug in die Nachtstunden verlegen, wenn sie ihre aktive Phase haben. Abends ist auf jeden Fall besser als früher Morgen. Transporte nach 20 Uhr haben sich in der Praxis schon oft als die problemlosesten herausgestellt.

Die Transportbox gehört auf jeden Fall komplett eingerichtet, mit Wasser, Futter, Heu und Häuschen - ins Handgepäck gehören feuchte Tücher, kühles Wasser, Kreislauftropfen (z.B. Effortil) und Bachblüten Rescue Globuli (oder Tropfen). Mit den Rescue Globuli kannst du die Süßen auch gut auf den Transport vorbereiten, gib ihnen einfach ab 24 Stunden vorher 8 Globuli ins Trinkwasser (gut schütteln, brauchen sich nicht unbedingt auflösen), und bevor du sie in die Box packst noch mal je 2 Globuli in einer Rosine.
Angi

Ich bin seit knapp 2 Jahren stolzer Besitzer eines männlichen Chins (Standard). Da ich gehört und bemerkt habe, dass eine Einzelhaltung nicht sinnvoll ist habe ich mir vor kurzer Zeit ein zweites zugelegt. Er ist ein Jahr alt und seine Vorbesitzerin war nicht gerade erfreut über den Besitz des kleinen Tierchens. Ein zu kleiner Käfig, kaum Badesand, wenig Auslauf. Folgende Situation, er hat mehrere Urinstellen in seinem neuen Käfig und das Problem ist, dass der kleine Uriniert und an der Stelle stehen bleibt. Somit haben sich mit der Zeit kleine gelbe Flecken im Fell gebildet.
Bei Tieren aus schlechter Haltung kann man dieses Verhalten häufig beobachten - ich vermute, sie wurden durch mangelnde Hygiene im Käfig regelrecht dazu "erzogen", sich nichts mehr aus der eigenen Hygiene zu machen. Ich habe auch 2 solche Chins bei mir, und mir ist bis jetzt auch noch nichts eingefallen, um ihnen das Urinieren auf die Sitzbretter abzugewöhnen. Um wenigstens das Fell einigermaßen sauber zu halten und somit Hautreizungen vorzubeugen, bin ich dazu übergegangen, die Sitzbretter in besagten 2 Käfigen mit Streu zu bedecken. So wird der Urin wenigstens gleich aufgesaugt, und das Fell und das Brett werden nicht ganz so dreckig (und die Geruchsentwicklung kann auch reduziert werden). Die Streu auf den Brettern wechsle ich alle 2 Tage um sie nicht dazu zu animieren, sich neue Stellen zu suchen. Bei manchen Mäusen hilft es auch, mit Streu gefüllte schwere Tonuntersetzer / - gefäße als eine Art Toilette auf die bevorzugten Stellen zu stellen und die Streu dort drinnen regelmäßig zu wechseln.
Angi

Ich mach mir jetzt echt Gedanken um meine Luft im Lousie-Zimmer. Meiner Meinung nach ist doch trockene Heizungsluft das schädlichste, was man einem Haustier antun kann, egal, welcher Art. Dass hier natürlich keine Luftfeuchtigkeit herrscht, dass die Fenster beschlagen, versteht sich von selbst.
Die optimale Luftfeuchtigkeit liegt bei 50 - 60 %, die optimale Raumtemperatur bei 18 - 20 Grad (20 - 22 Grad bei Babys). Kombinierte Thermometer / Hygrometer gibt es in jedem Kaufhaus und gehören in jedes Zimmer mit Tieren. Bei zu trockener Luft sind Wasserschälchen auf der Heizung eine gute Alternative zu einem teuren Luftbefeuchter. Zu trockene Luft ist für die Chins nicht gut, weil es die Atemwege angreift, außerdem fliegt der Staub "besser" durch die Gegend, was auch nicht gerade angenehm ist. Bei zu feuchter Luft dagegen wird natürlich das Futter und Heu feucht und bietet so einen optimalen Nährboden für Schimmelpilze, Keime können sich besser vermehren usw. Steigt die Luftfeuchtigkeit auf über 70 % muss daher schon was dagegen gemacht werden ... Heizen ist eine gute Methode, so lange es noch nicht zu warm ist (ca. 25 Grad). Ist es warm und schwül hilft nur noch: Fenster zu und zur Not Raumentfeuchter aufstellen.
Angi

Besonders "lustig" fand ich, dass ich beim nächsten Tierarztbesuch möglichst eine Urinprobe mitbringen soll. Ich weiß nicht, wie das  funktionieren soll, denn er pinkelt immer in die Streu oder irgendwohin, wo es gleich aufgesaugt wird.
Ich musste mal eine Urinprobe von einem Hasen haben, da hat mir der Tierarzt den Tip gegeben, statt Streu einfach Zellstoff in den Käfig zu legen. Der Zellstoff saugt den Urin auf, bleibt aber feucht. Auf einen Teststreifen gedrückt, kommt noch genug Urin raus, um ein Ergebnis zu bekommen. Das müsste doch mit einen Chin auch funktionieren?
Angi

Kann sich ein Chinchilla bei mir anstecken, wenn ich eine Erkältung habe?
Vom Prinzip her ist das schon möglich. Also, besser ist, Du krauchst dann nicht zu nah an Dein Tier/Deine Tiere ran, damit das erst gar nicht passieren kann. Chinchillas bekommen aber auch von Zugluft sehr schnell mal einen Schnupfen. Ist der Schnupfen erst einmal da, hilft ganz gut ein Dampfbad (Schüssel mit heiß Wasser und z.B. ein wenig Pinimenthol rein (Salbe aus der Apotheke) und die Schüssel vor den Käfig stellen. Die Dämpfe tun den Tieren dann sehr gut, sie mögen sie sogar. Nach 1-2 Tagen sollte es den Chin dann besser gehen oder der Schnupfen ganz weg sein, wenn nicht, ist der Gang zum Tierarzt unerlässlich.
KerstinK

Wir haben ein ca. 5 Jahre altes Chinchilla bekommen, das bisher immer alleine gehalten wurde. Wir überlegen ihr eine Gesellschaft zu kaufen. Über ihrem Käfig steht ein Käfig mit einer Rennmaus. Sollte man es jetzt wagen, während man sich mit ihr beschäftigt, einen Blick in den Mauskäfig zu werfen, zieht sie sich sofort auf einen ihrer Schmollplätze zurück. Ihre Eifersucht führte so weit, dass sie meine Freundin 2 Tage keines Blickes würdigte (Sie drehte sich um, sobald sie an den Käfig kam) nachdem sie mich vor dem Käfig umarmt hatte. Könnte sie sich überhaupt damit abfinden, wenn es jetzt ein zweites Chinchilla geben würde. Oder müssten wir befürchten, dass sie das zweite Chinchilla beißen würde?
Solche Eifersüchteleien sind ganz natürlich, wenn das Chinchi alleine gehalten wird. Es hat Deine Freundin als Partnerin akzeptiert und mag es nicht, wenn diese "fremdgeht". Mit einem eigenen Partner ist anzunehmen, dass sich diese Eifersucht bessert oder sogar ganz legt. Allerdings ist es nicht sicher, dass das Chin noch einen Partner akzeptiert. Manche Chins, die lange allein waren, sind eingefleischte Junggesellen, da kann man gar nichts machen. Ein Versuch ist es allerdings wert. Am leichtesten wird es sein, wenn Ihr Euch für ein Böckchen als 2. Chinchilla entscheidet. Wenn Ihr sie dann vorsichtig aneinander gewöhnt, indem Ihr sie zuerst mal in benachbarten Käfigen unterbringt, dann, wenn sie sich nicht durchs Gitter hindurch ankeifern, täglich gemeinsam laufen lasst und schließlich, wenn der gemeinsame Auslauf ohne Zoff bewältigt wird, das Weibchen zum Männchen setzt (nicht umgekehrt, wenn sie ein paar Tage zusammen sitzen und sich gut vertragen könnt Ihr sie immer noch zurück in den gründlich gereinigten, desinfizierten großen Käfig setzen. Territorialverhalten!!!), am besten, wenn sie hitzig ist, dürfte es eigentlich klappen. Ansonsten probiert es in der nächsten Hitze wieder.
Angi

Ich hatte 2 Chinchilla-Weibchen, eines ist vorgestern, 12 Jahre alt, gestorben, das andere ist ca. 5 bis 6 Jahre alt. Die Tiere waren seit 4 Jahren zusammen. Das jüngere Weibchen trauert nun sehr stark. Ein neues Chinchilla möchte ich nicht dazunehmen. Das noch lebende Weibchen (Susi) habe ich "gebraucht" übernommen, besonders zahm war es nie. Außerhalb des Käfigs kommt es nie direkt zu mir, lässt sich jedoch problemlos einfangen. Ist es sinnvoll, es nun alleine weiterzuhalten, und was mache ich am besten, damit es sich trotz der Trennung wohlfühlt?
Tut mir furchtbar leid mit dem Verlust. Ich würde - aus persönlicher Erfahrung - erst einmal ein paar Wochen warten und sehen, wie sich die Situation entwickelt. Sie wird auf jeden Fall eine Weile trauern. Falls sie sich gut einlebt, muss man sie nicht dem Stress aussetzen, sich an ein neues Tier zu gewöhnen (da die Tiere hier ja leider meisten aggressiv aufeinander reagieren). Sollte sie aber weiterhin sehr einsam sein, sollte man doch wieder ein Tier dazuholen. Man muss eben sichergehen, dass man ihnen genug Zeit gibt, sich langsam aneinander zu gewöhnen
Sonja

Meine Chinnies machen Pipi auf den Sitzbretter. Wie kann ich es ihnen abgewöhnen?
Probiere doch einmal, eine Stelle mit Spänen zu finden, auf die sie Pipi gemacht haben. Wenn Du Deinen Käfig sauber machst, nimmst Du diese Späne und machst sie in eine Ecke. Dann bleibt der Uringeruch an dieser Stelle vorhanden und die Tiere wissen, dass sie dort pinkeln können/sollen. Mache diese Ecke nicht so oft sauber. (Ist wie beim Training von Hunden und Hasen). Als Bretter kannst Du die erste Zeit erst einmal beschichtete Bretter nehmen. Die lassen sich ganz einfach reinigen, und halten den Geruch von Urin nicht sehr leicht. Zum Knabbern musst Du dann allerdings ein paar andere Hölzchen bzw. Stämme in den Käfig geben.

Bei meinen Chinnies habe ich die Käfige am Anfang auch immer "zu sauber" gehalten. Sie haben dann angefangen, in den ganzen Käfig zu pinkeln, anstelle von nur in eine Ecke. In den ersten paar Wochen ist es wichtig, eine "Pinkelecke" zu erstellen. (Ich nehme meistens die Stelle im Käfig, an die die Chinnies von sich aus angefangen haben zu pinkeln).
Sonja

Mein Chinchilla macht sein Pipi immer in seine Sandbadewanne. Wie gewöhne ich ihm dies ab?
Wahrscheinlich steht Deine Badewanne genau in der Urinecke des Käfigs. Versuch mal, die Wanne an verschiedenen Stellen des Käfigs hinzustellen. Ganz verhindern kannst Du zwar nicht, dass mal wieder eine Pipistelle im Sand zu finden ist, aber zumindest dürfte es sich am richtigen Aufstellungsort stark reduzieren. Wichtig ist auch, dass Du die Wanne jedesmal heiß
ausspüllst,  evtl. sogar mit einem Esslöffel Essig im Wasser, denn Chinchillas pinkeln sehr  gerne dort hin, wo es eh schon nach Urin riecht. Sollten Deine beiden Racker mit der Badewanne mitwandern und sie weiterhin als Toilette benutzen, kann ich Dir nur raten, den nicht bepinkelten Sand vorsichtig abzuschütten, anschließend entfernst Du dann denn nassen Sand. Der trocken gebliebene wird gesiebt und mit neuem Sand ergänzt.
Angi

Mein Chinchilla rüttelt stundenlang an seiner Tür. Er bekommt viel Auflauf. Warum macht er das also?
Das Rütteln am Gitter bedeutet meiner Erfahrung nach, dass dem Tier langweilig ist oder er sich zu wenig beachtet fühlt. Du schreibst, Du hast auch ein Weibchen. Ich nehme mal an, dass die Beiden zusammen sitzen. Trotzdem kann er sich langweilen, denn Du schreibst ja selbst, dass sie sehr ruhig und er sehr wild ist. Ich weiß ja nicht, wie Du Deinen Käfig eingerichtet hast, aber sicherlich fehlt noch genau DAS Spielzeug, das Deinen Wusel stundenlang beschäftigen kann. Da er ja auf Krach steht, wäre z.B. ein Draht mit  unterschiedlichen Holzscheiben nicht schlecht, die aneinander klappern. Das ist auf jeden Fall leiser wie das Türen rütteln. Du musst eben Verschiedenes ausprobieren und Deiner Fantasie freien Lauf lassen.

Ein anderer Grund  könnte sein, dass er zu wenig Auslauf bekommt, bzw. beim Auslauf nicht richtig gefordert wird. Oder er fühlt sich von Dir vernachlässigt, versucht, Deine  Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Im Normalfall ist ein Chin nach 1 1/2 - 2  Stunden Intensivauslauf völlig groggy, allerdings nur, wenn der Auslauf  täglich erfolgt. Nach ein paar Tagen Ruhe sind sie so energiegeladen, dass sie locker 4,5 Stunden toben können. Der tägliche Auslauf ist bei einem aktiven Tier wie Deinem Wusel sehr wichtig. Eine andere Frage ist, wie Du den Auslauf  gestaltest. Wenn Du Wusel nur aus dem Käfig nimmst und auf den Boden setzt, wird er ein bisschen rumhüpfen, aber auch viel Zeit sitzender Weise verbringen. Du solltest Dich in der Zeit intensiv mit ihm beschäftigen, also Fernseher oder Computer aus lassen, sondern Dich zu ihm auf den Boden setzen und ihn beschäftigen. Spiel mit ihm, sei sein Klettergerüst, lass ihn nicht zur Ruhe kommen. So tobt er sich automatisch aus und bekommt auf jeden Fall die  Zuwendung, die er braucht.

Sollten diese Versuche fehlschlagen, musst du  dich damit abfinden, dass du ein hyperaktives Tier hast. Dann hilft nur noch, die Käfigtür zu verspannen, dass er nicht mehr dran rütten kann, damit Du zu Deinem Nachtschlaf kommst. Außerdem kannst Du zur Beruhigung einen Duftstein mit je 2 Tropfen Lavendel- und Rosenholzöl (100% naturreine ätherische Öle)  neben den Käfig stellen.
Angi

Ich habe meinem Babychinchilla ein Laufrad in den Käfig gestellt, welches er sehr mag. Mein Freundin meinte aber, dass das nicht gut für ihn sei. Stimmt das?
Nimm bloß das Laufrad aus dem Käfig. Auch wenn es dem Kleinen Spaß macht, ist das kein geeignetes Spielzeug für ihn. Durch die Krümmung ins Hohlkreuz gekoppelt mit den kurzen Hopsern kann es leicht zu Verschleißerscheinungen an der Wirbelsäule oder Bandscheibenvorfällen / -verschleiß kommen. Wenn Du ihm trotzdem die Gelegenheit zum "Joggen auf der Stelle" geben möchtest, würde ich Dir empfehlen, das Rad mit einem Holzkästchen zu verkleiden, so dass nur noch oben ein Stück rausschaut. So kann er nicht mehr rein, aber oben drauf kann er immer noch laufen. Dabei geht er nicht ins Hohlkreuz, sondern macht einen Buckel. Das ist eine natürliche Haltung bei Sprüngen, ist also ungefährlich.
Angi

Uns würde interessieren, ob jemand bereits Erfahrung mit Volierenhaltung im Freien hat. Ist diese möglich und wie sollte die Voliere gegen die hiesige  Witterung geschützt sein. In jedem Buch kann man zwar lesen, dass Kälte diesen Tieren nichts anhaben kann, aber eine Bauanleitung für ein geräumiges Außengehege haben wir noch nicht gefunden. Wenn ich aber an Chinchilla-Zuchtfarmen für die Pelzgewinnung denke, muss es doch auch möglich sein, diese Tiere im Freien zu halten. Ich kann mir nicht vorstellen, dass diese Tiere im Haus gezüchtet werden. Wer kann uns bei diesem Vorhaben  weiterhelfen. Wir haben nämlich immer das Gefühl, dass man diese Tiere auch im Zimmer mit Freilauf nicht artgerecht halten kann, da man sie immer wieder aufscheucht, um das Anknabbern von Möbeln oder Kabeln zu verhindern. Und ein ganzes Zimmer für die Chinchillas können wir auch nicht umbauen. Da wäre eine Gartenvoliere wie für unsere Vögel vielleicht eine bessere Alternative.
Ich weiß zwar, dass manche ihre Chins im Freien halten, bei unserem Klima würde ich Dir aber dringend davon abraten. Eine Vogelvoliere ist sowieso ungeeignet, wenn, dann müsstest Du ein total isoliertes Gehege bauen mit einer geschlossenen Hütte drin. Aber selbst dann ist unser Klima nicht gerade gesund für die Chins. Die Kälte macht ihnen zwar weniger zu schaffen, dass sind sie ja  von Natur aus gewöhnt und wenn man sie langsam dran gewöhnt (ausgehend vom Sommer), gibt es keine Probleme. Problematisch dagegen ist die Luftfeuchtigkeit, die den Tieren sehr zu schaffen macht. Tau, Kondenswasser, Reif usw. können die Tiere krank machen. Außerdem ist Zugluft auch immer ein Problem, denn in freier  Wildbahn haben sie geschützte, abgedeckte Höhlen, wo sie sich verstecken können, hier sind sie den kalten Novemberstürmen, die durch jede Ritze dringen, hilflos ausgeliefert.

Doch selbst wenn Du ihnen mit viel Mühe ein optimales Gehege schaffst, mit Hölen usw., ist das größte Problem die Hygiene. Ich meine damit nicht das Saubermachen, aber wie willst Du z.B. das Eindringen einer Maus verhindern, speziell, wenn Du ihnen einen unbefestigten Boden bietest? Und Mäuse sind ganz schlimme Krankheitsüberträger, sie können so ziemlich alle Bakterien  einschleppen. Durch Anknabbern des Futters oder Bepinkeln des Heus, das das Chinchilla anschließend noch frisst, werden die Bakterien übertragen. Bakterielle Infekte werden meistens gar nicht oder erst im Endstadium bemerkt, so dass dem Tier nicht mehr zu helfen ist. Doch selbst wenn durch eine Obduktion des ersten toten Tieres bekannt ist, um welchen Erreger es sich handelt, kann man oftmals nicht viel machen, da die meisten Infekte beim Chin nicht  behandelbar sind. Man kann nur tatenlos zusehen, wie ein Tier nach dem anderen stirbt.
Angi

Seit einer Woche sind wir stolze Besitzer von 2 Chinchillas. Nun möchten wir natürlich Fotos von unseren beiden machen. Leider ist es abends zu dunkel im Wohnzimmer ohne Blitzlicht. Schadet es, wenn ich mit Blitzlicht Fotos mache?
Also, ich selbst mache auch Fotos mit Blitzlicht. Sehr gut ist eine Kamera mit großem Zoom. So kann man weit genug von den Tieren weg stehen und sie einfach zu sich ranzoomen. So stört sie der Blitz überhaupt nicht. Ein weiterer Vorteil ist, dass Du das Chin nicht erschreckst und eben in Ruhe auf einen guten Schnappschuss warten kannst.
KerstinK 

Ich habe zwei Chin-Weibchen (2Jahre und 1 1/2Jahre), die ich seit ca. 1 Jahr in einem Käfig halte. Seit einiger Zeit knabbern sich die beiden gegenseitig die Barthaare ab. Manchmal sind die Barthaare zwar nicht  ganz abgeknabbert, aber die Hälfte fehlt doch schon. Woran kann das  liegen? Ist das ein Vitaminmangel?
Also: krank sind Deine Tiere nicht, ihnen fehlt auch nichts an Mineralien, wenn sie sich die Barthaare abknabbern. Es liegt nur daran, dass die eine Chindame der anderen zeigen will, dass sie Chin Nr. 1 ist, will sagen, ihr das Leben des Orientierens, wozu ja die Barthaare dienen, schwer machen will. Wenn sie sich beide die Barthaare abknabbern, gibt die zuerst angeknabberte nicht  nach und "rächt" sich einfach mal. Wenn sie sich aber an sonsten sehr gut verstehen, ist das kein Grund zur Beunruhigung.
KerstinK

Ich habe ein Problem mit meinem Chinchilla-Bock Lui. Er hat so dunkle Flecken auf den Ohren sowie Schuppen. Jucken an den Ohren tritt nicht auf! Deswegen war ich vor einem Jahr auch schon mal bei meiner Tierärztin, die meinte aber nur, er hätte halt diese Flecken und trockene Haut, kein Pilz. Ich solle das ganze mit Babyöl einreiben und dann den Sand halt rausstellen. Wie das dann so ist, ist das dann irgendwann eingeschlafen mit dem regelmässig. Gerade habe ich ihn wieder laufen lassen und beim reinsetzten noch mal seine Ohren angeguckt. In den Ohren hat er auch alles Krusten. Auf einer Seite habe ich sie dann mal mit einem Q-tip ganz vorsichtig sauber gemacht. (Nicht tief in den Gehörgang), und die Ohren mit Bepanthen eingerieben. Daraufhin konnte ich einige Schuppen einfach lösen und die Haut darunter ist dann leicht Wund. Das hat mich jetzt sehr erschreckt...die dunklen Flecken kann man so auch lösen... Ansonsten weisen das Fell, die Augen und die Nase keine Symptome auf. Ist mir alles ein Rätsel. Durch das Gefummel an seinen Ohren sind die natürlich Rot und warm und jetzt liegt er in seiner Tonröhre und kühlt die Ohren....aber kein Jucken. Kann das doch ein Pilz sein????? Habe natürlich jetzt auch Angst, dass ich mich auch anstecken könnte....meine anderen Chinchis (anderer Käfig aber nebeneinander) haben nichts.
Die dunklen Flecken, die nicht abgehen und die er auf Ohren und Nase hat, sind bei beigen Tieren normal. Das sind Pigmentflecken, die mit zunehmendem Alter immer mehr werden. Die Krusten und anderen Flecke werden schlicht und einfach Dreck sein. Hältst du Lui alleine? Chins reinigen sich die Ohren gegenseitig, ein allein gehaltenes Chin muß deswegen zwangsläufig als Dreckspatz rum laufen. Manchmal sidn auch die Partner faul, dann kommt es ebenfalls zu Dreckkrusten an den Ohren. So lange sie ihn nicht jucken, ist es nichts
schlimmes, sondern nur ein optisches Problem. Wenn sich aber die Haut drunter entzündet, solltest du schon was dagegen machen. Babyöl ist da ganz gut, es löst den Dreck sanft. Du darfst ihm aber erst wieder das Sandbad geben, wenn das Öl komplett eingezogen ist. eine Alternative ist einfach lauwarmes Wasser. Mit einem feuchten Tuch oder Q-Tip kann man die Ohren auch toll waschen und das Restwasser ist schon nach 1 oder 2 stunden völlig weggetrocknet und er darf seinen Sand wieder haben. Bei Öl dagegen kann es schon seine 3 Tage oder so dauern, bis er baden kann ohne "paniert" zu werden.
Angi

Ich bin im Begriff, mir einen Chinchilla zuzulegen. Ich habe mich bereits in Fachliteratur darüber informiert, jedoch habe ich noch eine Frage zu der Stubenreinheit nicht beantwortet bekommen. Bekomme ich einen Chinchilla so zahm, dass er sich immer an ein und dieselbe Bedürfnisecke gewöhnt oder nicht?
Normalerweise wird das Chinchilla kein Pipi im Zimmer hinterlassen, wenn du die Käfigtür auf lässt, so dass es jederzeit während seines Auslaufes zurück in den Käfig gelangen kann. Ausnahme: Du hast Chinchillas in einem Raum, die sich nicht riechen können und getrennt Auslauf bekommen. Da kann es vorkommen, dass sie wie ein Hund markieren. Das hab ich selbst erlebt. Da aber Chins Dauerausscheider sind, wirst die Kötel nicht verhindern können, die sie während des Auslaufes im Laufen verlieren. Aber das ist ja kein Problem, du kannst sie aufsammeln.
KerstinK