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Wie funktioniert eine Kastration?
Erfahrungen haben gezeigt, das es besser ist das Chinchilla-Böckchen zu kastrieren. Ein weibliches Tier sollte nur, wenn dringende Gründe vorliegen, kastriert werden. Das kann z. B. ein
Kaiserschnitt oder Veränderungen der Gebärmutter sein.
Männliche Tiere können auf zwei unterschiedliche Arten kastriert werden, nämlich mit der offenen und mit der bedeckten Kastration. Da
die Hoden des Chinchilla-Böckchens, wenn sie auf dem Rücken liegen eventuell in die Bauchhöhle "rutschen", müssen sie oft vor Beginn der Operation zurück in den Hodensack massiert werden.
Die bedeckte Kastration: Nach Aufschneiden des Hodensacks wird der Processus vaginales (Ausstülpung des Bauchfells im Hodensack, in dem der Hoden liegt) mit der Blutversorgung und dem
Samenstrang zusammen abgebunden. Danach kann die Haut mit ein paar Einzelheften wieder verschlossen werden.
Wird bei dieser Art der Kastration der Faden, der die Blutgefäße abklemmt, nicht fest
genug angezogen oder er verrutscht, was leicht vorkommen kann, kann es zu Nachblutungen kommen, was Nachteil dieser Art ist.
Die offene Kastration: Bei ihr wird der Processus vaginales geöffnet
und Samenstrang und Blutversorgung werden einzeln nacheinander abgebunden. Bei dieser Art ist es unbedingt notwendig den Processus vaginales mit einer Naht zu verschließen. Wird dies nicht getan,
könnte es zu einem Darmvorfall in den Hodensack kommen. Auch diese Methode hat einen Nachteil, da bei ihr die Bauchhöhle etwas geöffnet werden muss.
Nach der Operation sollte die Wunde
regelmäßig, bzw. täglich kontrolliert werden. Auch ist zu raten, dem Chinchillas ein bis zwei Tage kein Sandbad zu gewähren, da unbedingt verhindert werden muss, dass Sand in die frische Narbe
gelangt. Außerdem ist beobachtet worden, das Chinchillas versuchen sich die Fäden selber zu ziehen, doch auch das muss natürlich vermieden werden.
Ist der Bereich der Wunde gerötet oder stark angeschwollen, sollte das Chinchilla sofort zum Tierarzt gebracht werden. Sandra
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