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Giardien - ohne typische Anzeichen Ja, so
kann es auch laufen... Dachte bisher, Giardien - da gibts die typischen Anzeichen von Durchfall, Gewichtsabnahme usw. NIE wäre ich auf die Idee gekommen, dass meine Chins Giardien haben, bis ich die
Diagnose schwarz auf weiß in der Hand hielt. Auslöser der Kotuntersuchung war mein Theo mit seinen vielen Anfällen, damit, bevor ich die für ihn große Strapaze zum Tierarzt eingehe,
vorher per Ausschlussverfahren sämtliche mögliche Haupt- bzw. Nebenerkrankungen auszuschließen. Wie gesagt, Giardien-typische Anzeichen zeigte er nicht. Er war zuletzt generell geschwächt durch das
Kreislaufversagen (jetzt wurde ein Herzfehler diagnostiziert und entsprechend behandelt), sein Gewicht schwankte schon immer stark, seit er im September 2005 im Alter von 1,5 Jahren zu mir zog. Von 530g
bei Einzug bis 620g war bei ihm alles vertreten. Dann gingen die Streitereien im Käfig los, wurden schlimmer und schlimmer, die Anfälle begannen und wurden schlimmer und schlimmer, Gewicht ging nach
unten - bis zur Trennung. Da aber auch bereits im Nachbarkäfig der Scheidungskrieg tobte, sich innerhalb von wenigen Wochen somit 4 Chins trennten, bei allen das Gewicht seit den Streitereien mit
leichter Tendenz nach unten schwankte, bezog ich dies auf die Streitereien. HEUTE vermute ich jedoch, dass diese Zeit der Angriffspunkt für die Giardien war: das Immunsystem war angeschlagen.
Während in den nächsten Wochen Louis in ein anderes Zuhause zog, erholte sich Tony gewichtsmäßig. Das Gewicht von Taps und Theo ging noch etwas weiter runter; Taps hatte große Schmerzen aufgrund einer Bissverletzung durch den Ohrnerv und litt unter Panikattacken, Theo hatte aufgrund seiner vielen Anfälle kaum Zeit zur Erholung.
Jedoch nach der Giardien-Feststellung entschied ich mich für die Behandlung mit Panacur. Vorher musste natürlich Theo zum Herzspezi, um mögliche Nebenwirkungen abklären zu lassen.
Behandelt wurde 40 Tage durchgängig mit Panacur 2,5% und pro 100g Tier 0,1ml. Dazu zwecks Vorbeugung von Darmproblemen bzw. Wiederaufbau der Darmflora 0,1ml Hylak Plus. “Zufällig” ging kurz nach
Diagnosestellung mein Geschirrspüler kapputt, so dass ich mich beim Neuen lieber für einen teureren entschied, der eine sogenannte Hygiene-Funktion hat, so dass man sämtliche Inneneinrichtung der
Chins lt. Hersteller praktisch Bakterien-frei bekommt. Der “arme Kerl” war kaum aufgestellt und angeschlossen, da bekam er schon gut zu tun; Tonröhren, Badewannen, Tonkörbe, Fressnäpfe,
Schiefersteine usw. aus 4 Käfigen zu reinigen... Da kommt ganz schön was zusammen. Dazu kamen die täglichen Reinigungen, viele weitere Geschirrspülgänge und KEIN Auslauf wegen möglicher
Wiederansteckung (siehe dafür Ankes Bericht über Giardien). Zum Glück sahen Tony, Taps und Bengee das Panacur als Leckerli an...nachdem ein klein wenig Apfelsaft druntergemischt wurde...und schlabberten die
Spritze täglich weg, so schnell konnte man gar nicht gucken. Tja, Theo schüttelte sich und rannte weg - weder Panacur noch sein Herzmedikament waren nach seinem Geschmack. Ihn muss ich immer festhalten
und ihm mehr oder weniger mit “Gewalt” sein Medikament geben. Er ist auch der Einzige, der keine Auslaufsperre hatte, denn aufgrund seines Herzfehlers waren immer wieder Pausen während der
Medikamentengabe nötig. Somit durfte er im kleinsten Raum laufen, wo ich ihn ohne zu jagen nach kurzer Pause greifen konnte. Das klappte ganz gut.
Alles in allem sah ich bei allen Tieren ab dem
3. Tag der Panacurbehandlung bereits großartige Veränderungen: Sie wurden alle munterer und neugieriger, fraßen mehr, das Fell veränderte sich; es begann mehr zu glänzen, sie erzählten wieder mehr
von Käfig zu Käfig. Die ersten 5 Tage ging das Gewicht bei allen zwischen 4 und 10g nach unten; ab dem 6. Tag stetig nach oben. Naja, Tony ist nun noch quirliger als eh schon, der rennt sich, wenn er
so weiter macht, sein Gewicht nachts immer wieder ab. Schlafen ist für ihn noch mehr ein Fremdwort geworden. Manche Nacht bin ich durch sein Getobe und Astzerkleinerei schon wach geworden. Theo fühlt
sich durch die Medikamenteneinflößerei nur noch genervt. Während er anfangs wie Pudding in meinen Armen hing, wehrt er sich jetzt kräftig, zwickt auch schon mal in den Finger...ich könnte ja dann
los lassen und ihm bleiben die Medikamente erspart, was natürlich nicht passiert.
Ich möchte mit meinem Bericht aufrütteln, dass man nicht mit Tunnelblick guckt, sondern auch mal über den
“Tellerrand” hinaus. Natürlich ist das beim Krankheiten erkennen alles andere als einfach. Ich habe nach dieser Erfahrung auch mal wieder eine Lektion gelernt und bin dankbar, letztlich die
Panacurbehandlung durchgeführt zu haben, obwohl ich im Internet auf diversen Seiten/Foren sooo viele Horrorberichte gelesen hab, die mich fast davon abgehalten hätten, zu behandeln. Da war von
Todesfällen und Resistenzen die Rede. Es gibt mehrere Medikamente gegen Giardien. Ich rate jedem, sich VOR Behandlungsbeginn mit Risiken und Nebenwirkungen zu beschäftigen und sich mit einem Tierarzt
seines Vertrauens zu beratschlagen. Natürlich kann man so den Behandlungserfolg - wie bei jeder Erkrankung auch - nicht garantieren, aber man lernt die Krankheit besser kennen und verstehen, um sie zu
besiegen. Kerstin
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Giardienbekämpfung durch Metronidazol und fast tote Chins
Leider brachte die Behandlung der Giardien mit Panacur nicht die gewünschte Wirkung, sprich, die Giardien wurden in der
Kotuntersuchung noch nachgewiesen. Daher riet mir mein Tierarzt zur Behandlung mit Metronidazol. Ich wollte das nicht, hatte ich doch zuviel Negatives darüber in diversen Chin-Foren und -Seiten gelesen,
jedoch versicherte mir mein Tierarzt, noch NIE schlechte Erfahrungen mit Metronidazol gemacht zu haben. Letztlich ließ ich meinen Verstand vor meinem Bauch siegen - ein großer Fehler, wie sich sehr
schnell herausstellen sollte. Hier also meine Erfahrungen:
09.11.2008 Habe am Donnerstag Abend mit Giardienbehandlung mit Metronidazol begonnen. Da nahmen es Tony und Taps freiwillig,
hätten noch Nachschlag genommen, Ben mit spitzen Zähnen und Theo in Apfelmuß. Freitag Morgen gings mit gut zureden, aber es ging. Samstag früh hab ich mir den Wecker um 5.00 Uhr zu Chinzeiten
gestellt, damit es für sie einfacher ist. Da war Taps kaum noch wachzubekommen. Völlig ungewöhnlich für ihn. Auch Ben wirkte ruhiger, musste Metro als Spritze bekommen. Tony nahm es von alleine, Theo
und Taps in Apfelmuß. Am Tage wurden dann alle Käfige gründlichst gereinigt, mit Heißluftpistole bearbeitet, Inneneinrichtung gewaschen bzw. gebacken. Da wollte mir Tony helfen, ich spielte mit ihm
im Käfig, berührte ihn irgendwie leicht am Bauch, er schrie auf. Häh??? Also hab ich ihn mir rausgeholt, wollte ihn ja eh grad in die Box setzen, da konnte man in Penisgegend seine Gedärme durchs
Fell sehen und spüren und bei jeder noch so leichten Berührung quietschte er auf und verschränkte seine Hinterpfoten - nur nichts anfassen, Frauchen. Sonst machte er einen fitten Eindruck. Auch
zerlegte er nachts noch seine Äste und im Napf fehlten auch Pellets. 20g fehlten im zum Vortag. Ich gab ihm alle paar Stunden Sab Simplex, animierte ihn immer wieder zum fressen und er nahm es an und
begann wieder zu köteln. Abends waren die Schlingen nicht mehr zu spüren und er lies leichte Berührungen gaaaaanz kurz zu, also Verbesserung.
Nächster Patient Ben. Ben stellte das Fressen
ein, egal, was ich ihm anbot, er biss rein und das wars. Ben wird nun zwangsernährt. Seine Kötel sind sooooo klein, aber es kommen noch welche. Abgenommen hat er komischerweise nicht, aber ich erkläre
es damit, dass das Futter im Tier "rumliegt".
Taps hat auch eine tierische Verstopfung, nimmt aber Futter an, frischer Apfel hat ihm geschmeckt, Kräuter und ein wenig Heu auch, nur
Pellets lässt er derzeit liegen. Beobachte ihn weiter.
Theo hingegen machte für seine Begriffe einen fitten Eindruck. Er wog gestern Abend 620g. Allerdings beginnt er ab heute, Sonntag, auch
nicht mehr wirklich fressen zu wollen.
Tja, ich bin jetzt ein wenig ratlos, denn der Tierarzt hat mir versichert, er hat mit Metro nur gute Erfahrungen gemacht...ich hingegen habe jetzt hier 4
Patienten zu sitzen und zu pflegen. Das macht satte 100% Misserfolg.
11.11.2008 Taps frisst seit heute Nacht wieder von alleine, bekam gestern noch das Recovery von Michi, das schmeckte
und animierte ihn offenbar zum ordentlich zulangen. Nachts nahm er dann von alleine Heu. Denke, er ist über den Berg.
Ben verweigert weiterhin, frisst paar Kräuter und das wars. Gewicht hält er
aufgrund Zufütterung. Ihm ists Wurst, ob Critical Care oder Recovery, alles mit "Gewalt". Gestern Abend fing er an zu erzählen, Bauch ist weich, aber er knirscht mit den Zähnen. Hab ihn
heute Morgen noch "abgefüllt" und werde heute nach Arbeit entscheiden, ob Tierklinik wegen evtl. Zahnspitzen. Kötel werden größer und mehr und er hopste schon wieder ganz gut. Somit hoffe
ich noch auf "nur" Unpässlichkeit.
Abends wurde Ben noch an den Zähnchen operiert. Dabei wurde noch ne komplette Fehlstellung festgestellt, sprich, er hat eigentlich gar keine
richtigen Zähne oben, die sind nur zu sehen, aber komplett in Höhe des Zahnfleisches. Ich weiß es, weil ich bei der OP dabei stand. Übrigens ohne Narkose, mit demselben Werkzeug und Zahnspreizer wie
Schweigert. Ach ja, eigentlich ein Wunder, dass er noch nie Zahnprobleme hatte und schon 9 Jahre alt ist. Er muss es bisher gut kompensiert haben. Dann hat er noch ne beginnende Entmineralisierung...
Fressen tut er noch nicht wirklich von alleine, nur paar Kräuter und matschige Dinge. Aber er erzählt viel und hat nix abgenommen.
Übrigens war die Tierärztin schockiert über Einsatz Metro
bei Chins. Wir arbeiten gerade an einer späteren Weiterbehandlung, wenn alle wieder fitt sind.
13.11.2008
Tonys Darmschlinge wird kleiner und kleiner und die Kötel größer und größer - Sorgenkind ade´
Taps frisst Heu und paar Pellets und Kötel sahen gestern Nacht aus wie immer - nächstes Sorgenkind ade´
Theolinchen hopst munter und vergnügt durch seine Bude, ihm gefällt, dass alles einen
neuen Platz nach Heißluftreinigung bekommen hat. Er frisst gut und kötelt gut. Auch das Herzchen macht gut mit, also alles im grünen Bereich.
Bengee wehrt sich mit allem, was ihm an Kraft zur
Verfügung steht, gegen Medikamente für seine Verdauung, gegen Wasser, gegen Critical Care, Recovery und Co. Er strampelt, knickt den Kopf ein, regt sich auf, bis man auf den Ohren Spiegeleier braten
könnte...manchmal denke ich "Nahrung drin - Patient an Aufregung gestorben". Es ist ein Kampf. Stehe ich daneben, nimmt er paar Kräuter zu sich, setzt sich auf meine Hand oder kuschelt sich
nach Fütterung unter meine Jacke. Wer Bengee kennt...da brauch ich jetzt nichts weiter zu schreiben...klarer Fall, ihm gehts Mega-Scheiße. Auch hat er völlig sein Beißen "vergessen". Die
Kötel werden auch immer kleiner, der Bauch immer dicker, aber weich, ich massiere ihn, so er es zulässt. Ansonsten quiekt er dann aber ganze Romane, kommt sofort ans Gitter, wenn ich nur das Zimmer
betrete. Kenne ich gar nicht von ihm.
Fragt mich nicht nach einer Prognose. Nachdem ich weiß, was es bedeutet, wenn ich ein lebendes Tier mit einem Namen eines schon gegangenen anrede, denke ich
darüber derzeit nicht weiter nach. Ich mache mir riesige Vorwürfe, mich auf dieses Metro überhaupt eingelassen zu haben und muss mich evtl. mit der Tatsache auseinandersetzen, Bengee quasi umgebracht
zu haben, sollte er es nicht schaffen. Zahnfehlstellungen hin oder her. Fakt war, dass er es 9 Jahre lang so kompensiert hat, dass er bisher nie Probleme damit hatte und diese evtl. nur ausgelöst
wurden. Aber vielleicht hat er Glück und es wird, wie bei Theo, eine einmalige Zahnbehandlung bleiben.
Bengees Wunsch ist, nicht noch mal zum Tierarzt zu müssen, was sich aber vermutlich leider
nicht erfüllt, denn wenn er weiter nix frisst, bleibt ihm nur der Gang in die Tierklinik.
14.11.2008 Ben frisst noch immer nicht selbst und auch bei sämtlichen Sorten Zwangsernährung weigert er sich mit
steigender Tendenz. Er nimmt nur mal paar Kräuter zu sich, trinkt nichts von alleine. Bengee kuschelt viel
bei mir, was er sonst nie gemacht hat, ist im Käfig ziemlich kalt (Kreislauf) und wärmt sich dann quasi bei mir unterm Pullover auf.
Nachmittags nach der Arbeit gabs nur noch Kötel in
Miniaturformat in Kette und ganz dunklen Urin. Also eingepackt, Ben nochmals zwangsernährt und anschließend zur Tierärztin. Die war nicht begeistert, logisch, ich auch
nicht, hat Blut abgenommen. Sonntag bekomme ich telefonisch das Ergebnis. War für mich ja das erste Mal, dass ich sehen konnte, wie man Chins Blut abnimmt und war
erstaunt, wie viel das wie schnell rausläuft. Ben hat total still gehalten, nicht mal quiek gemacht. Allerdings meinte die Tierärztin, alles in allem siehts bei ihm nach
beginnendem Ende aus, sprich, Niere lässt in ihrer Arbeit nach. Bauch ist total weich, also halten ihn keine Bläh-Bauchschmerzen vom Fressen ab und auch die Zähne sind (noch) ok.
Abends dann wars schon etwas mehr ein Kampf, in Ben was reinzubekommen, am besten ging noch Wasser. Übrigens gibts jetzt beim Tierarzt Fütterspritzen 10ml, die
vorne einen breiteren Durchlass haben, dass Critical Care und was auch sonst dergleichen auf dem Markt ist, durchpasst. Die sind wohl neu auf dem Markt und es
geht in der Tat einfacher. Nur mal so am Rande, sollte sich jeder für den Notfall besorgen.
15.11.2008
Heute Morgen war gar nichts mehr zu machen beim Ben. Wasser 1ml nach 30min Kampf plus 2ml Rodi Care nach weiterer Stunde
Kampf. Dann hab ich erst mal aufgegeben, weil er nicht mehr konnte und anfing, wie ein Asthmakranker zu japsen. Nun sitzt er bei mir
auf der Couch in der Transportbox und sieht mir beim Mail schreiben zu. Auch schon mal, um zu sehen, ob und was und wie viel er
von alleine zu sich nimmt. Das Gewicht hält sich relativ gut, trotzdem immer weniger Nahrung rein geht. Allerdings wird er sehr knöchrig
und ist schnell erschöpft. Abgesehen davon quiekt er vergnügt beim Laufen, als wäre er voll gesund, putzt sich und wirkt beim
Anschauen, als wäre alles in bester Ordnung. Irgendwie - ich weiß, dass muss sich jetzt mächtig bescheuert für euch anhören - wirkt er
in sich total glücklich. Wie man sich auf keinen Fall auf den ersten Eindruck beim Chin verlassen darf, möchte ich hiermit noch einmal
unterstreichen. Wenn er sich erholt hat, versuche ich natürlich erneut, irgendwas in ihn reinzubekommen. Ich sage aber auch ganz
ehrlich, dass ich diese Art der Nahrungsverweigerung noch sehr gut von meinem Teddy kenne und Teddy wusste auch sehr gut, wann
es Zeit war. Dies befürchte ich beim Ben auch, auch wenn ich den Gedanken doch wegschieben will. Ich habe mit ihm darüber
gesprochen und ihn gebeten, mir ein klares Zeichen zu geben, welchen Weg er gehen möchte.
16.11.2008 Blutergebnis: Leber geschädigt, wobei derzeit nicht 100% gesagt werden kann, ob
wegen Metro, Verdacht liegt aber nahe. Die Werte der weißen Blutkörperchen deutet auf Entzündung im Körper hin, alle Blutwerte ansonsten liegen noch halbwegs im von
ihr erwarteten Bereich und passen zur leichten Verbesserung seines Befindens, also nicht so schlimm, wie vermutet. Solange der Harn noch so dunkel konzentriert
rauskommt, soll ich weiter Flüssigkeit zuführen, um so besser wird das Gift im Körper abgebaut und ausgeschieden.
20.11.2008
Ben hat sich von Tag zu Tag mehr erholt und Gewicht von um die 600g jetzt erst mal gehalten. Hat vorgestern und gestern nur noch abends "Flasche bekommen" und
sich nachts und tagsüber von Kräuter ernährt und in die Pellets gepieselt - klar Stellung bezogen, was er von meinem nichtmehrFullService hält. Ok, so lieben wir
ihn doch. Das Zähneknirschen ist fast weg, wobei ich ja an erneute Zahnspitze
dachte, aber wohl vermutlich noch mit Unwohlsein zu tun hat, denn Fressen können - das kann er, wenn er will... Die Kötel sind größer,
wenn auch noch weit an gewohnt weg. Ich werde jetzt also bis morgen versuchen, dass er sich alleine ausreichend ernährt und hoffe,
das klappt so. Ich beobachte ja akribisch jede Veränderung im Napf und bekomme schon mit, was er bzw. wenn er nicht frisst.
22.11.2008
Bengee quiekt munter fröhlich vor sich hin, frisst allerdings noch nicht so viel alleine, dass ich das Zufüttern lassen konnte, allerdings
nimmt er seit gestern Abend die Spritze freiwillig an, ich muss ihn also nicht mehr "mit Gewalt" festhalten. Eine riesige Entlastung für
uns beide. Was mir Gedanken macht, dass er nichts trinkt, egal aus welchem Flaschensystem oder aus Schale, nichts! Ich werde also
das Rodi Care sooo dünne machen, dass er damit seine Flüssigkeit bekommt.
Die Kötel sehen noch dementsprechend aus, klein, hart, vertrocknet kommen sie schon aus ihm raus. Dafür aber Massen davon.
Bauch ist weich. Er nagt ein wenig an Ästen, hartem Brot, Ytonstein, also Zähnchen scheinen ok zu sein. Auffällig auch, dass, sobald
Rodi Care in ihn hinein“gestopft“ wird, kommen hinten nach paar Minuten größere Kötel raus. Für mich ein Zeichen, dass er sich
definitiv noch nicht alleine ausreichend ernähren kann. Gewicht ist trotz allem auf 611g angestiegen. |
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21. Juni 2005 kurz vor 23 Uhr Bereits im Pyjama will ich nur noch Gini von ihrem Auslauf
wieder in ihr Heim versorgen. Sie sitzt mitten im Zimmer an einem Heuhalm knabbernd und auffällig schnell lässt sie sich von mir in die Hände nehmen, nur noch um ihr
Augentropfen zu verabreichen. Wie immer wehrt sie sich als ich ihr Auge beträufeln will aber ihre Abwehr-Verrenkungen erscheinen mir dann doch sehr ungewöhnlich. Auf dem Boden abgesetzt erkenne ich das
sie beim Versuch zu Laufen ihr linkes Beinchen weggestreckt von ihrem Körperchen liegt. Der diensthabende TA der Tierklinik empfängt uns auch sofort
und nach kurzer Palpation röntgt er Ginis Bein auch gleich. Die Nachricht hätte kaum schlimmer sein können; eine
Trümmerfraktur. Jetzt ist es aus dachte ich mir und wollte es gar nicht wahrhaben. Doch der TA hat er uns von der Möglichkeit eines
Spickdrahtes in Kenntnis gesetzt den der TA-Chirurg einsetzen könnte. Wer hätte das gedacht bei dem dünnen Knochen? Das Risiko
bestand nur darin, dass Ginis Körper den Draht abstoßen würde. Die Chancen standen aber gut und Gini war schon immer überaus
wiederstandsfähig gewesen und so konnte das Ende meiner Süßen einfach nicht aussehen. So musste Gini in der Transportbox
übernachten um möglichst Bewegungen einzuschränken bis wir am nächsten Tag telefonisch zur OP bestellt wurden wo ich Gini nur
schweren Herzens zurück lies. Gleich nach der OP rief mich Dr. Weideli an und berichtet mir das meine Kleine den Eingriff gut
überstanden hatte. Zwar war die OP nicht einfach gewesen, aber mittels Durchleuchtung war eine genaue Fixierung des Drahtes und
des Knochens möglich. Gini schlief und ihre Werte waren alle OK. Früh am nächsten Morgen fuhr ich voll Freude auf dem Weg zur
Arbeit in der Klinik vorbei und brachte meiner Süßen ihr Futter mit. In der Klinik hatten sie nur Pellets und ich wusste Gini würde die
nicht anrühren, aber Fressen war jetzt ganz wichtig für sie. Allerdings war der Schock groß als ich meine Süße sah; ein völlig
kahlrasierter zierlicher und gebrechlicher Po war zu sehen, nur mit einem Pelzmäntelchen über dem Oberkörper, und einer doch groß wirkenden Naht am linken Oberschenkel. Trotzdem war ich überglücklich das sie wohlauf war und sogar etwas
hartes Brot gefressen und Wasser zu sich genommen hatte. Sie lies sich nicht zweimal bitten als ich ihr Futter reinstellte, was mich natürlich noch glücklicher machte
und ein großer Stein der Erleichterung fiel mir vom Herzen. Noch 1 oder 2 Nächte wollten sie Gini in der Klinik zur Beobachtung behalten. Am nächsten Tag
allerdings war Dr. Weideli so mit Gini zufrieden, dass ich sie abholen durfte. Endlich zu Hause angekommen richte ich Gini die große Transportbox kuschlig her wo
sie vorerst noch bleiben musste. Der TA verschrieb der pelzigen Patientin noch Antibiotika und Schmerzmittel für die nächsten Tage. Leider ging es Gini die folgenden Tage gar nicht gut. Sie
wollte nicht fressen und lag regungslos in der Box, so dass ich immer fast einen Herzinfarkt bekam weil ich dachte sie wäre tot. Kerstin
und die anderen lieben Clubmitglieder gaben uns viele wertvolle Tipps. Also machte ich mich auch sofort auf den Weg und besorgte
Karottensaft, Karotten- und Früchte-Babybrei, Baby-Pulver und Löwenzahn. Ich versuchte alles aus und vermischte es mit den
aufgeweichten Pellets. Meine Küche hatte sich in ein Labor verwandelt und irgendwann fand ich endlich die richtige Kombination die
Ginis Appetit anregte. Mal gierig und mal wiederwillig trank und fraß sie aus dem Löffel den ich ihr unermüdlich hinhielt. Auch Bene-Bac
und Vitamin-Tropfen unterstützten ihren Genesungsverlauf dann plötzlich so schnell, dass sie bald keine Gelegenheit und Versuch
mehr versäumte aus der Box auszubüchsen. Von Schonung war von nun an keine Rede mehr und auf Frauchen zuhören erst recht nicht.
 10 Tage später kamen die Fäden raus und der TA staunte über den aufgeweckten Zustand von Gini. Er meinte ich könne sie wieder in ihren Käfig lassen, aber dafür schien es mir
doch noch viel zu früh zu sein, und so quartierte ich meine Süße in einen Kaninchenkäfig um. Erst als die ohnehin nicht sehr sprunggeschickte Gini nach ca. 6 Wochen trittsicher war, lies ich sie
erst in ihr Heim zurück worüber sich meine Süße riesig freute. Heute lasse ich Gini bei längerem Auslauf nicht mehr aus den Augen
und leiste ihr Gesellschaft, was sie mir mit großer Zuwendung, Liebesbissen :o) Beschnuppern und Öhrchenknabbern dankt. Annika
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Chinchilla Bommel - verkühlt auf Fliesen - Lungenentzündung
Hallo, ich möchte euch mein Chinchilla Böckchen Bommel vorstellen. Wir zwei leben seit 7 Jahren zusammen. Zu mir gekommen ist Bommel als Trostpflaster, einen Tag
nach dem Tod meines vorherigen Chinchillas Odi, als Geschenk eines guten Freundes, der meine Trauer schnell beenden wollte. Ich habe mit Bommel schon so
viel Spaß gehabt und er bereitet mir so viel Freude. Vor ein paar Wochen sah es allerdings sehr schlimm um ihn aus. Er hatte sich vermutlich durch seinen täglichen
Auslauf in der ganzen Wohnung, der auch Badezimmer und Küche beinhaltet, eine Erkältung auf den Fliesen zugezogen. Aus der Erkältung wurde eine
Lungenentzündung gefolgt von dem Ende der eigenständigen Nahrungsaufnahme.
Über zwei Wochen habe ich um sein Leben gekämpft. Ich habe Urlaub genommen und bin zweimal täglich zum Tierarzt gefahren, habe
jede Minute mit ihm verbracht und ihm mehrfach am Tag Medikamente und Babybrei mit der Spritze verabreicht. Ich möchte Euch
gerne ein wenig ausführlicher schildern wie alles begann und was getan wurde, damit Bommel heute noch lebt. Begonnen hat alles nur
mit einem kleinen Husten, den Bommel hatte. Das war so etwa an einem Donnerstag. Am nächsten Tag bin ich mit ihm zu meinem
Tierarzt. Wir bekamen ein Medikament mit Chloramphenicolpalmitat, dass wir bereits 2003 schon einmal bei einer kleinen Erkältung
bekommen haben und das damals sehr gut geholfen hat. Ich sollte Bommel dieses Medikament also zweimal täglich á 0,8 ml mit der
Spritze in sein Maul geben. Gesagt, getan. Da ich am Wochenende meine Eltern besuchen wollte, nahm ich Bommel kurzerhand mit.
Er fährt gerne Auto und es stört ihn nicht im Geringsten. Aus diesem Grund hatte ich auch keinerlei Bedenken, da zu dem Zeitpunkt
auch nicht mehr als ein kleiner Husten sichtbar waren. Bei meinen Eltern angekommen, verschlechterte sich sein Zustand merklich. Er
fraß nicht mehr, er trank nicht mehr und er hatte kein Interesse seinen Käfig zu verlassen. Meine Mutter bereitetet ihm einen Brei aus
Äpfeln, Rosinen, Haferflocken, Bananen und seiner Medizin und ich gab ihm alles mit der Spritze. Am Sonntagabend hatte ich das
Gefühl, dass er nur noch aus Haut und Knochen bestand und es war klar, dass mein erster Gang am Montag zum Tierarzt führte. Beim
Tierarzt angekommen, kam Bommel erst einmal auf die Waage und er hatte in zwei Tagen fast 150 Gramm verloren (Freitag ca. 650
Gramm, Montag noch ca. 500 Gramm). Der Tierarzt setze sofort das Medikament ab, da Bommel laut seiner Aussage nicht mehr stark
genug war, die Inhaltsstoffe zu verarbeiten. Er bekam von nun an über eine Woche täglich eine Spritze mit Wasser und Traubenzucker,
da er selbstständig nicht trinken wollte und eine weitere Spritze mit diversen Vitaminen, Aufbaustoffen und Appetitanregern. Anfänglich
wollte nichts helfen. Ich ließ ihn täglich inhalieren, er bekam Rotlicht und ich kaufte Babybrei und fütterte ihn damit. Sein Zustand schien
sich jedoch nur zu verschlechtern statt zu verbessern. Eines Nachmittags lag er in seinem Käfig auf der Seite alle Viere von sich
gestreckt und tat nichts außer zu Quietschen. Ich bekam solche Angst, dass ich Bommel nahm und umgehend zum Tierarzt fuhr. Er
bekam erneut Spritzen und mein Tierarzt hat mich dann daraufhin angesprochen, dass ich mich mit dem Gedanken vertraut machen
muss, dass Bommel den kommenden Tag nicht überlebt. Aber ich wollte ihn nicht aufgeben. Er ist doch mein kleiner Sonnenschein.
Also habe ich weiter und weiter gemacht, ihn gefüttert, gewärmt (mit meinem Kopfkissen und mit Rotlicht) und es sollte sich bezahlt
machen. Ich fütterte ihn mit Babybrei wieder hoch auf 650 Gramm. Wir setzen das Medikament wieder ein und zusätzlich ein weiteres
Medikament, dass entzündungshemmend auf seinen Hals wirken sollte, da dieser nun auch noch vereitert war, was erklären könnte,
warum er nicht selber gefressen hat. Hiervon bekam er nur eine kleine Menge, einmal am Tag 0,05 ml. Sein Zustand bessert sich sehr,
sehr langsam, aber er war noch lange nicht übern Berg. Lange standen wir auf einer Stelle und es wurde nicht mehr besser und nicht
mehr schlechter. Das hieß, er trank und fraß nicht alleine, war aber wieder schwerer und bewegte sich wieder in seinem Käfig, wollte
allerdings noch immer nicht raus. Mein eigenen Gefühl sagte mir, dass ich die Dosierung des Babybreies reduzieren sollte. Was Baby
umfangreich sättigt, sättigt Bommel sicher um so mehr und wie soll er alleine fressen, wenn er ständig satt ist. Es funktionierte. Er fing
an ein wenig zu fressen. Es war zwar nur Heu und getrocknete Diesteln, aber immerhin fraß er nun ein wenig alleine. Was aber nicht
besser werden wollte, waren seine Atembeschwerden. Er röchelte von Anfang an durch die Erkältung. Mein Tierarzt erkundigte sich
nach einem Medikament, dass die Bronchen öffnen sollte. Allerdings ist es ein Medikament für uns Menschen und er hatte es bislang
nur bei Meerschweinchen und Ratten angewendet. Wie versuchten es nachdem er mit einer Tierklinik in Hannover telefoniert hatte. Von
diesem Medikament bekam Bommel täglich 0,1 ml mit der Spritze verabreicht. Ich hatte ihm nun mittlerweile drei Medikamente und
seinen Babybrei zu spritzen und es wurde von Tag zu Tag schwieriger, da er sich mit wachsender Kraft mehr und mehr wehrte. Ich
schaffte es irgendwann nicht mehr alleine, denn ich hätte vier Hände gebraucht. Also holte ich mir zweimal täglich Hilfe, mal mein
Bruder, mal meine Cousine und mal eine Freundin. Immerhin war ich schon ziemlich zerkratzt und zerbissen an den Händen und es
war sehr anstrengend, aber aufgeben kam für mich nicht eine Sekunde in Frage. Mein langer Weg wurde belohnt. Jetzt, knapp 5
Wochen später, habe ich meinen wilden und quirligen Bommel wieder. Er frisst und trinkt wieder genauso viel und genauso genüsslich
wie eh und je und er erwartet mich wieder jeden Tag, wenn ich von der Arbeit komme an der Käfigtür, damit ich diese öffne und er die
Wohnung unsicher machen kann. Badezimmer und Küche sind nun allerdings tabu, denn ich möchte eine so schlimme Zeit nicht noch
einmal erleben. Bommel hat einen so starken Willen, den haut so schnell nichts mehr um. Und ich bin überglücklich und hoffe, dass wir
Beide noch lange zusammen Freude haben werden. Ich denke, dass sein starker Wille und meine Liebe für ihn das alles möglich gemacht haben. Liebe Grüße aus Hamburg, Manuela & Bommel
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Zahnprobleme – einmal ohne die wirklich typischen Anzeichen Teddy Wusel, ein aufgeweckter und äußerst fleißiger
800g schwerer Äste-Zerkleinerer mochte eines Tages keine Pellets mehr fressen. Ein paar Tage dachte ich mir nichts dabei, fraß er doch
ausreichend Heu, Kräuter und nagte seine Äste klein. Zahnprobleme? Nee! Kein Sabbern, kein Fallen lassen der Nahrung, kein Augen tränen... Eines Tages kam leichter Durchfall. Der blieb für
einen Tag, verschwand von alleine, bis er nach paar Tagen wieder kehrte – wieder für einen Tag. Lag es am frischen Apfel? Apfel weggelassen, Durchfall blieb weg. Nun tränte das linke Auge. Zug
bekommen? Unmöglich. Nach 2 Tagen war das Auge wieder ok. Aha, vermutlich Sandkorn ins Auge bekommen. Nach paar Tagen tränte das andere Auge. Langsam wurde es mir komisch. Da auch der
1-Tages-Durchfall wiederkehrte, ließ ich eine komplette Kotuntersuchung machen. Eine andere Sorte Pellets wurde von ihm angenommen – für ein paar Tage. Mittlerweile wiegt Teddy nur noch 753g.
15.12. 2004: Ergebnis der Kotuntersuchung: Klebsiella pneumoniea in geringer Menge – keinesfalls Auslöser seiner Beschwerden, also für Samstag, 18.12.2004 Tierarztbesuch beim
Chin-Spezi vereinbart. Samstag Nachmittag fängt Teddy wieder an, an Ästen zu nagen. Zahnprobleme? Unser Chin-Spezi untersuchte
Teddy und vemutete Zahnprobleme, die aber genau nur unter Narkose erkennbar sind. Gleichzeitig sah er einen Abszess. Also
Medikament zur Desinfektion des Abszesses verabreicht und mitgegeben und Termin für OP am Montag ausgemacht, weil der Chin-Spezi nicht täglich Dienst hat. Sonntag, 19.12.2004
stellte Teddy das Fressen ein, musste von mir mit Baby-Brei gefüttert werden.
Montag, 20.12.2004 14.00 Uhr, OP, Gewicht nur noch 704g
, Gasnarkose, und dann die große Überraschung! Das Zahnfleisch an den linken unteren
Backenzähnen völlig blutunterlaufen, entzündet und geschwollen, mehrere Zahnspitzen. Die Zunge war geschwollen, sie hatte
überhaupt keinen Platz mehr zwischen den Zähnen. Am Backenzahn des rechten Oberkiefers bohrte sich eine Zahnspitze in Richtung
Auge. Ich konnte es mir selbst anschauen und war entsetzt. Im Wartezimmer machte ich mir Vorwürfe, etwas übersehen zu haben, nicht
rechtzeitig reagiert zu haben. Teddy hatte immer mal eine Phase, in der er einfach keine Pellets fressen mochte. Da er aber wie ein
Weltmeister und besser wie jeder Biber bis Stunden vor Tierarztbesuch seine Äste zerlegte, kam ich ehrlich gesagt nicht so schnell auf Zahnprobleme.
Teddys Zahnspitzen wurden entfernt. Es gab eine entzündungshemmende Spritze und eine Schmerzspritze. Langsam kam er nach der
Narkose wieder zu sich. Nun wurde die Behandlung der nächsten Tage durchgesprochen:
3x täglich antibiotische Salbe ins Auge 3x täglich antibiotische Salbe auf die wunden Stellen im Mundraum
1x täglich für die nächsten 5 Tage Schmerzmittel in flüssiger Form zur oralen Einnahme abends eine halbe Tube Bird Bene Bac zur Aufbau der Darmflora, die durch das Antibiotikum zerstört wird
Critical Care (Aufbaunahrung) unterstützend, bis er ausreichend selbständig frisst
Der Tierarzt vermutet als Auslöser eine Verletzung des Zahnfleisches – vielleicht beim Äste nagen passiert – dadurch nicht mehr
ausreichend genug genagt und so haben sich die Zahnspitzen bilden können.
15.30 Uhr. Wir machen Zwischenstation bei meinen Eltern, da sie nur 20 Minuten von der Klinik entfernt wohnen, ich dagegen benötige
durch den Berliner Feierabendstauverkehr gute 60-90 Minuten. Während der Fahrt hat er in seiner Box geschlafen. So gegen 16.30 Uhr
wurde Teddy etwas munter, nahm mir ein wenig Brei aus der Spritze ab und schlief weiter. 30 Minuten später war er wieder voll da.
„Was mach ich hier in der Box? Lasst mich raus!“, mochte er gesagt haben. Seine Vorderzähne verbissen sich im Gitter der Box und er
rüttelte aus Leibeskräften. So ein Pech, die Tür ging nicht auf. Selbst fressen wollte er nichts, keinen Halm, keine Kräuter. Ich bereitete
ihm das Critical Care zu. Mit warmen Wasser zubereitet riecht es wirklich wie Sommerwiese. Nur leider war der Geruch nicht Teddys
Geschmack. In den nächsten Minuten wurde Teddy in seiner Box immer wütender. Er rüttelte mit einer Kraft am Gitter...erstaunlich. Ich
hatte mir nicht vorstellen können, welche Power ein Tier kurze Zeit danach schon wieder hat. Aber wie geht jetzt Futter ins Tier rein?
Festhalten und mit „Gewalt“? Nö. Ich nutzte einfach sein Verbeißen am Gitter und spritze ihm in der Sekunde etwas Brei in das
geöffnete Mäulchen. Ich glaub, der war völlig überrumpelt, wie schnell sein Magen voll wurde und die Spritze leer... Nun gabs als
„Nachtisch“ quasi noch seine Medikamente und völlig ausgepowert legte er sich schlafen. Die Fahrt nach Hause verschlief er.
Zuhause angekommen, gut ausgeruht und voller neuem Tatendrang ging sein „Zirkus“ am Gitter weiter. Wie praktisch, denn nun gabs
geriebenen Apfel und Kräuter ins Mäulchen und wieder hat es mein Teddy nicht wirklich realisiert. Nach kurzer Zeit probierte er einen
Heuhalm. Ich bot ihm ein Stücken Zwieback an, eigentlich mehr aus Neugierde, was denn schon wieder ging.(Erklärung: Zwieback
gehört nicht wirklich auf den Speiseplan eines Chinchillas, es war eine Ausnahme!) Mampf, der war nach Teddys Geschmack.
Irgendwie bin ich dann neben ihm auf der Couch eingeschlafen...schnarch... Gegen 22.30 Uhr hat mich Teddy geweckt. Er war
derweilen sooo munter, dass ich befürchtete, er randaliert so lange, bis er mit der Transportbox von der Couch fällt. Also entschloss
ich mich – gegen den Rat des Docs, Teddy in seine Voliere zu setzen. Vorher entfernte ich jedoch noch das Sandbad wegen seinem
Auge. Ich glaub, Teddy war sehr dankbar, wieder in seinem Käfig sitzen zu dürfen. Er machte einen Rundgang, schaute, ob noch alles
an seinem Platz steht, ging in sein Haus, streckte seine 4 Pfötchen von sich und schlief entspannt ein.
Dienstag, 21.12.2004
Teddy hat nichts über Nacht gefressen, somit gabs zum Frühstück (morgens um 5 Uhr) 5ml Critical Care. "Pfui, das schmeckt mir doch
nicht, Frauchen, aber weil du es bist..." und Teddy mampfte es tapfer weg. Bauch war voll, nun gabs die schon bekannten
Medikamente der Reihe nach verabreicht, danach wurde wieder die fehlende Sandwanne gesucht und nicht gefunden...dann ging er schlafen und ich zur Arbeit.
Mittags stellte ich fest, wieder nix gefressen. Somit gabs das alt bekannte Ritual mit Critical Care. Naja, außerdem gabs noch die
Medikamente. Erstaunlich immer wieder, dass er gerade am Auge am meisten still hält. Die Salbe muss ihm gut tun.
Nach der abendlichen Medikamentenverabreichung gings zum Tierarzt, Schmerzspritze abholen. Der Tierarzt war zufrieden mit ihm,
alles im grünen Bereich. Normal wäre, dass er nach 3-4 Tagen anfängt selbständig zu fressen, es tut ihm ja noch alles weh vom
Maulspreizer und der Behandlung. Die Verdauung - das rote Tuch - soooo kleine 2 Kötelchen (ca. 2mm) hab ich bei ihm noch nie
gesehen. Dafür pieselt er wie ein Weltmeister. Nach der Spritze wird Teddy immer müde, hat im Auto nur geschlafen, aber nach ca. 1,5
Stunden wurde er schlagartig munter. Dann randalierte er in der Box und das war dann wieder mein Signal für Critical Care, denn so
wütend, wie er in die Gitter beißt, kriegt er gar nicht mit, dass ich mit der Spritze ins Mäulchen ziele, Teddy schluckt nur noch.
Praktischer geht’s nicht. Eine Stunde später nagte er ca. 10 Hälmchen Heu weg.
Mittwoch, 22.12.2004
Über Nacht hat Teddy eine halbe Hand voll Heu gefressen und ein klitzeklein wenig von den Kräutern gefressen. Die Verdauung
funktionierte heute Morgen besser, Kötel waren 0,3cm groß, fest, dunkel. Getrunken hat er nichts, aber ich denke, durch das Critical
Care nimmt er genug Flüssigkeit auf. Teddy mag es flüssiger, als auf der Packungsbeilage angegeben. Zum Glück noch rechtzeitig
hab ich ein nicht ganz eingefahrenes bestes Stück entdeckt, war schon hellblau an der Spitze, sitzt aber jetzt wieder da, wo es
hingehört. Mittlerweile fehlen ihm seit OP am Montag nochmals 40g, er wiegt nur noch 665g! Auch wird er immer schlapper, macht sein
Mäulchen einfach nicht mehr auf, wenn ich mit der Critical Care Spritze komme, es geht nur noch mit "Gewalt" rein. Teddy knirscht sehr
doll und häufig mit den Zähnen, habe Angst, dass er nicht mehr will. Abends beim Tierarzt gibts außer Baytril noch eine
Glukosespritze. Teddy übernachtet heute in der Box, er ist zu schwach, sich zu wehren. Ich stelle mir nachts den Wecker, um ihm alles
erdenkliche anzubieten und bin froh über jede Kleinigkeit, die nicht gleich wieder ausgespuckt wird.
Donnerstag, 23.12.2004
Ich nehme Teddy mit auf Arbeit. Hatte einfach keine Ruhe, ihn zuhause zurück zu lassen. Morgens beim Füttern hing er wie ein
schlapper Sack auf dem Arm und lies sich das Critical Care einflößen. Habs diesmal mit Baby-Brei gemischt, hab das Gefühl, es
schmeckt etwas besser. Die meiste Zeit auf Arbeit hat er verschlafen, aber er bekam viele Streicheleinheiten und dankte es mir mit
leisen Quieken. Da das Auge nicht mehr tränte, hab ich die Augentropfen weggelassen und ihm sein Sandbad hingestellt. Die Freude
war riesig. Was macht man nicht alles für seine Chinchillas? Ja, man kann auch Leinsamen und Kräuter sooo klein hacken, dass sie durch die Spritze passen. Endlich scheint das Critical Care zu schmecken.
Freitag, 24.12.2004 Teddy dankt mir meine Fürsorge mit Gewichtszunahme: Er wiegt heute Abend 675g, 10g in 2 Tagen zugenommen. Schon komisch,
weil es ihm Mittwoch und Donnerstag echt Scheiße ging, aber ich freu mich riesig. Er frisst etwas Heu, ein paar getrocknete Blätter
Brennessel, aber trotzdem gibts noch Critical Care Spritzen. Er fängt etwas an zu trinken und will abends plötzlich Auslauf haben.
Gerne, Teddy! Er flitzt fast wie früher durch das Wohnzimmer, versucht Sprünge, aber das klappt noch nicht so. Ich beschließe, ihn wie
jede Nacht mit was auch immer zu füttern, aber diesmal die morgentliche Critical Care Spritze wegzulassen. Nachts werde ich paar Mal
wach, wenn Teddy anfing, am Heu zu nagen. Man, hab ich nen leichten Schlaf neben ihm!
Samstag, 25.12.2004
Morgens frisst er ca. 5 Blatt getrockneter Weide und wieder etwas Heu. Ich habe ein schlechtes Gewissen, als ich auch die
Mittagsspritze weglies. Abends dann fraß er wieder Heu, nahm mir 6 große getrocknete Brennesselblätter ab. Ich vergewisserte mich
bei Angi, ob Critical Care Spritze oder nicht. Angi meinte NEIN. Somit gabs also nur noch die letzte Schmerzspritze und eine halbe
Bird Bene Bac-Tube. Teddy genoss einen langen Auslauf und quiekte vor Vergnügen.
Sonntag, 26.12.2004 Teddy wiegt heute 671g
. Ich denke, damit kann er leben, dafür, dass er sich eigenständig von Heu und Kräuter ernährt. Leider tränte
heute Abend das Auge wieder etwas. Als ich Salbe rein brachte, zuckte er weg. Hm, sonst hielt er immer sehr still dabei. Abends
dann hat er freiwillig seinen Futternapf geplündert: Kräuter, Leinsamen, Haferflocken. Komischerweise konnte er eine getrocknete
Mucki-Möhre knabbern, warum funktioniert das nur nicht mit Pellets? An den zweiten Auslauf nachts meint Teddy sich gewöhnen zu können.
Montag, 27.12.2004
Heute war ich Chinfutter shoppen: Diverses an Kräuter, verschiedene Sorten Heu, neue Sorten Brei... Irgendwas muss ja ins Tier rein.
Dachte mir, Pellets aufzulösen und mit Baby-Brei zu mischen und ab in den Käfig. Mal sehen, ob er es annimmt. Wer isst die Reste Brei? Frauchen! Teddy wiegt heute 679g.
Dienstag, 28.12.2004 Teddy mochte die Brei-Peleltsmischung natürlich nicht. Dachte ich mir schon fast. Teddy bringt heute 683g auf die Waage. Außer Heu
und paar Kräuter geht noch nichts. Aber er wird wieder etwas kräftiger, tobt ein wenig mehr rum. Nach 2 Tage Sandentzug ist das Auge wieder ein wenig besser.
Mitte Januar 2005 gehts Teddy wieder ganz gut. Ab und zu tränt sein Auge, Angst, dass alles wieder anfängt. Er frisst außer
frischem Apfel alles Gewohnte, selbst Pellets, nagt ab und zu an Apfelästen und sein Gewicht liegt um die 680g plus/minus 10g.
Teddy ist munter wie gewohnt, eigentlich gabs da noch eine kleine Steigerung. Sehr geholfen im Heilungsprozess der
entzündeten Mundschleimhaut hat ihm die Bachblüte Crab Apple als Globoli im Trinkwasser. Teddys Gewicht erreicht Ende März
2005 das erste Mal die 700g-Marke. Crab Apple-Gabe wurde eingestellt. Teddy gehts gut. Das Augentränen kam bisher nicht wieder. Hartes Brot liebt er mittlerweile, derzeit alles ok.
14.05.2005 - Teddy Wusel ist heute nach erneuter Zahnprobleme und -OP in meinen Armen eingeschlafen. Bitte lest seine
ausführliche Geschichte - auch über die zweite und dritte Zahn-OP auf der Seite
Teddy-Wusel`s Tagebuch. Kerstin
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Krümel - Die Geschichte eines viel zu kurzen Lebens
Am 21.Dezember 2004, nur wenige Tage vor Weihnachten, starb mein kleines Chinchilla Krümel nach einer
schweren OP aufgrund von Herzkreislaufversagen in einer rheinland-pfälzischen Tierklinik. Was für viele
Menschen die besinnlichste Zeit des Jahres werden würde, war für mich die bisher traurigste Zeit meines Lebens…
Es begann damit, dass Krümel am Abend des 19. Dezembers in seinem Käfig, den er mit seiner Partnerin Pünktchen bewohnte, stürzte. Zunächst merkte man ihm nichts an, ich, die den Sturz nicht einmal
beobachtet hatte, sah noch mehrmals nach ihm, aber alles wirkte ganz normal, er bewegte sich ohne jede
Einschränkung wie sonst auch. Noch mal Glück gehabt, war wohl der Gedanke, der mich dann überkam, der aber auch nicht lang
anhalten sollte. Am nächsten Tag, dem 20. Dezember war ich schon auf dem Weg zu Uni, als mein Freund, der Krümels Sturz
beobachtet hatte, mich anrief, voller Sorge und meinte, Krümel könnte nicht richtig laufen, würde fürchterlich humpeln, etwas stimme mit
seinem linken Hinterbeinchen nicht. Ich trat direkt die Heimreise an, um Krümel, zusammen mit Pünktchen im unteren Teil des Käfigs in
der Einstreu wieder zu finden. Sie saßen dicht bei einander, und bei bloßem Hinsehen war direkt zu erkennen, dass Krümel sein
Beinchen hinter sich herzog, das es unnatürlich vom Körper abstand, ganz schlaff zur Seite hing. Während des Telefonates hatten mein
Freund und ich direkt geklärt, dass wir unverzüglich zu einem Tierarzt fahren müssten, ich bereitete also den Transportkäfig vor und
setzte mich dann vor das Telefonbuch um einen geeigneten Arzt zu finden. Mein erster Anruf brachte mich zu einem Tierarzt hier in
Bingen, der, auf meine Schilderung hin, dass sich mein Chinchilla wohl das Bein gebrochen hatte, glücklicherweise sehr ehrlich
antwortete, dass er sich nicht genügend mit Chinchillas auskannte, und ich es doch mal in der Tierklinik in der nächsten Stadt
versuchen sollte. Auch wenn ich natürlich gehofft hatte schnell einen Arzt zu finden, so war ich doch schrecklich dankbar, dass dieser
Doktor so ehrlich war, und meinte, er hatte nicht genügend Erfahrung mit Chinchillas, denn ich wollte Krümel jede unsachgemäße
„Fummelei“ an ihm ersparen. Die Mitarbeiterin der Tierklinik, der ich den Sachverhalt dann schilderte, meinte, ich solle direkt vorbeikommen, das müsste sicherlich geröntgt werden.
Nachdem ich Krümel zusammen mit Pünktchen in ihren Transportkäfig gesetzt hatte, fuhren wir direkt zu der Klinik, wo eine sehr nette
Ärztin Krümel abtastete und meinte, dass es sich wie ein Bruch anfühlen würde, sie jedoch in jedem Fall noch einmal röntgen müsste.
Eben dieses Röntgenbild brachte dann die erschütternde Wahrheit zu Tage, er hatte sich tatsächlich bei seinem Sturz das Bein
gebrochen. Wie? Das wissen wir bis heute nicht, er muss wohl einfach furchtbar unglücklich aufgekommen sein, anders lässt sich solch
ein Bruch bei einem Sturz von 20cm einfach nicht vernünftig nachvollziehen. Die Ärztin legte mir dann behutsam meine Alternativen dar:
Entweder, ich lasse es so verheilen, dann wächst der Knochen schief zusammen, er kann zwar einigermaßen laufen, aber an springen
wäre nie wieder zu denken, und er müsste sein restliches Leben in einem Käfig ähnlich der Höhe eines normalen Hasenkäfigs,
verbringen. Oder aber, ich lasse es operieren, wobei ein Metallstift in seinen Knochen eingesetzt werden müsste, er könnte wieder normal springen und laufen…die Operation würde jedoch 400Euro kosten.
Ich bat sie um eine Bedenkzeit von wenigen Minuten, in der ich weinend immer wieder zu meinem Freund sagte, dass ich es doch
nicht so lassen könnte, dass WIR den Käfig scheinbar nicht sicher genug gebaut hatten, dass ich es nicht zulassen könnte, dass er
wegen unserer Versäumnis zu einem Krüppel wird. Ich ging dann vor die Tür, besprach alles mit meiner Mutter, die mir ohne Zögern
direkt sagte, ich solle es operieren lassen, sie würde mir das Geld geben. Eben dieses teilte ich auch der Ärztin mit, die dann für den
nächsten Tag, dem 21. Dezember um 8Uhr einen Termin für uns ausmachte, in der wir Krümel zur Klinik bringen sollten, und er dann
des mittags operiert werden würde. Mir ging es den ganzen restlichen Tag unbeschreiblich schlecht, ich wusste, dass es eine
schwierige OP werden würde, und ich wusste vor allem, um der Komplikationen, die auftreten konnten. Aber jedes Mal, wenn ich zu
Krümel herabsah, mit ansehen musste, wie er sein Beinchen hinter sich herschleifte, da war die Überzeugung, dass es die beste Wahl war einfach zu groß.
Als wir ihn am nächsten Tag in der Klinik abgaben, war ich ebenso nervös wie verängstigt, und ich weiß noch genau, wie ich zu
meinem Freund im Auto sagte: „Vielleicht war das das letzte Mal, dass ich ihn lebend gesehen hab…“. Wir sollten um ca. 15Uhr
anrufen, um mal zu hören, wie denn die OP verlaufen war, ich ließ das alles meinen Freund übernehmen, weil ich es einfach nicht
ertragen konnte, vielleicht eine schlechte Nachricht zu hören. Die Ärztin meinte am Telefon dann, dass er gerade aus dem OP
gekommen sei, es sei alles gut verlaufen, er würde jetzt noch schlafen, und wir sollten uns doch um ca. 17Uhr nochmals melden. Ich
war sehr erleichtert, er hatte die OP geschafft, jetzt müsste er sich nur noch einige Tage, vielleicht auch ein bis zwei Wochen schonen, dann war wieder alles in Ordnung.
Der Anruf um 17Uhr lief jedoch nicht so reibungslos, wie wir es uns erhofft hatten. Die Doktorin, es betreute uns über diese Zeit immer
die gleiche, meinte, Krümel hätte so Probleme beim Aufwachen, er würde immer wieder umfallen, sie würde ihn doch lieber noch eine
Nacht dort behalten. Ich war wie vor den Kopf gestoßen, es lief doch alles so gut, was ging denn jetzt nur vor sich? Aber so war es
besser, als das wir in abholten und es würde ihm bei uns schlecht gehen, dort waren Ärzte, die sich um ihn kümmern konnten. Ich war
deprimiert, traurig und immer noch völlig angespannt, ich wollte ihn bei mir haben, ich hatte immer noch schreckliche Angst um ihn.
Um 19Uhr klingelte dann das Telefon….ich hatte das Pech, dass ich dranging. Es war Krümels Ärztin, sie meinte nur, sie hätte
schlechte Nachrichten, er wäre eben an Herzkreislaufversagen gestorben. Es war ein Gefühl, als würde sich der Boden unter mir auftun
und ich würde darin versinken. Ich weiß nicht, wie ich es geschafft hatte noch einigermaßen gefasst zu bleiben, ich fragt sie dann, ob
wir ihn abholen dürfen, sie meinte, das wäre am nächsten Tag wohl besser…ich wusste nicht, was ich noch sagen sollte, meinte nur
noch, ich müsste das erst einmal verdauen. Als wir aufgelegt hatten, schaute mein Freund ich an und meinte „Was ist los?“, denn er
hatte mir genau angemerkt, dass etwas nicht in Ordnung war. Alles was ich hervorbrachte war ein „Er hat es nicht geschafft…“ und danach nur noch Tränen, Tränen, Tränen….
Wir holten ihn dann am nächsten Tag aus der Klinik ab. Der Chirurg, der Krümel operiert hatte, bekundete mir sein Beileid, war sichtlich
gerührt als ich erneut in Tränen ausbrach und meinte nur, die OP wäre so gut gelaufen… Dann brachte man uns Krümels Transportkäfig
mit einer kleinen Papp-Box, als Inhalt. Dort war also meine kleine Maus, dort soll sie drin liegen? Ich musste ihn mir einfach noch
einmal ansehen, ich musste wissen, ob er es war, musste sicher gehen, dass sie sich nicht geirrt hatten, dass nicht ein anderes
Chinchilla gestorben war, das es nicht Krümel war, der in der kleinen Papp-Box lag. Als wir im Auto saßen öffnete ich dann die Box,
und Krümels kleiner lebloser Körper kam zum Vorschein. In diesem Moment riss es mir das Herz raus, erst in diesem Moment
realisierte ich, dass er wirklich von mir gegangen war, dass wir viel zu wenig Zeit gehabt hatten. Ich streichelte ihn die ganze Fahrt, ich
sagte ihm, dass es mir so schrecklich leid tat und ich verfluchte mich dafür, dass ich mich am Tag zuvor nicht richtig von ihm
verabschiedet hatte…ein Gefühl, dass bis heute an mir friss…ich hätte mich richtig verabschieden sollen…
Ich war so optimistisch, dass er es schaffen würde, er war ein zäher kleiner Kerl, der in seiner Zeit vor mir schon viel durchgemacht
hatte. Er war so scheu, als ich ihn zusammen mit Pünktchen aus dem Tierheim holte, und wurde so zutraulich, konnte sich stundenlang
kraulen lassen, in den Monaten vor seinem Tod machte er eine unglaubliche Entwicklung durch und wuchs mir so sehr ans Herz, dass
ich, auch während ich seine Geschichte niederschreibe hier sitze und weine…
Ich vermisse ihn so schrecklich, ich vermisse es vor seinem Käfig zu stehen und ihn zu kraulen, ich vermisse es, ihn im Wohnzimmer
laufen zu lassen, wie er neben mir sitzt und seine Füßchen auf mein Bein legt…ich vermisse ihn einfach zu schrecklich, und ich habe
mich nicht einmal richtig verabschiedet… Ich habe mir viel Mühe geben ihm seine schreckliche Vergangenheit, die damit endete,
dass er in einem Park ausgesetzt wurde, dann ins Tierheim kam und ich ihn abholte, etwas auszugleichen, ihm ein schönes Leben zu
bieten. Ich hoffe einfach so sehr, dass mir das gelungen ist, dass er gern bei mir war, wahrscheinlich dem ersten Menschen, der ihn
wirklich aufrichtig geliebt hat, der auch noch knapp ein Jahr nach seinem Tod um ihn trauert und sich immer wieder wünscht, er hätte
mehr Zeit mit ihm verbringen können….der sich dafür hasst, dass er sich nicht richtig verabschiedet hat… Ich hoffe so sehr, dass es
ihm da, wo er jetzt ist, gut geht, dass er weiß, wie sehr ich ihn geliebt habe und immer noch liebe und das er weiß, dass ich ihn nie vergessen werde…
Der Tod bedeutet nichts -
er zählt nicht. Ich bin nur nach nebenan gegangen - nichts ist geschehen. Alles bleibt genau wie es war. Ich warte nur auf Euch, gleich um die Ecke, für eine kleine Weile.
In ewiger Erinnerung, in tiefer Liebe Krümel von uns gegangen am 21.12.2004, niemals vergessen… Melanie
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Leberschaden und die Folgen durch falsche Haltung
An alle Chinchi-Halter!
Mitte Juni stellten wir fest, dass unser Jimmy nicht mehr richtig gefressen hat. Sachen, die er immer so gerne mochte, hat er nicht mehr angerührt und er war auch nicht mehr so aktiv wie sonst. Wir
haben sein Verhalten genau beobachtet und sind am 24.06.04 mit ihm zur Tierärztin gefahren.
Jimmy's Tagebuch:
24.06. Gewicht: 450g; Tierärztin stellt fest, dass die Nagezähne weiß sind, sie vermutet Zahnprobleme 25.06. Narkose, um Mundraum untersuchen zu können => Mundschleimhaut ist etwas wund,
stellenweise blutig, aber keine Zacken an den Backenzähnen oder Fehlstellungen der Zähne
=> 4 Tage Antibiotika-Spritzen und 3x täglich Hexoral Mundspray 28.06. Gewicht: 432g; frisst immer noch nicht
29.06. letzte Antibiotika-Spritze + Vitamin-B-Komplex, Hexoralspray noch weitere 3 Tage 02.07. Gewicht: 420g; Kot ist sehr klein, keine Besserung
08.07. Gewicht: 402g; hat Durchfall, sitzt nur in seinem Schlafhäuschen, hat keine Energie
09.07. Gewicht: 396g; Tierärztin vermutet "Ziegenrücken" => Spritze zur Stärkung der Leber + Vitamin B 10.07. Gewicht: 387g; muss ihm täglich Vitamin B Tropfen geben
14.07. Gewicht: 380g; ist sehr kraftlos; füttere ihn, da er sonst fast gar nichts fressen würde
16.07. Gewicht: 386g; er frisst wieder von allein; Kot sieht normal aus (wie sich später herausstellte war das wohl ein letztes Aufbäumen,
er war ein Kämpfer...) 19.07. Gewicht: 382g; nochmals Spritze zur Stärkung der Leber 20.07. Gewicht: 368g!! obwohl er gut frisst
23.07. Gewicht: 358g; er frisst kaum, sitzt apathisch unten im Käfig, hat einen unübersehbaren Buckel, füttere ihn mit pulverisierten Pellets
24.07. Gewicht: 350g; füttere ihn mit Brei, frisst fast nichts 25.07. Gewicht: 356g; hat abends heftige Krämpfe; in seinen Augen kann man die Panik und den Schmerz sehen
26.07. Haben uns entschieden, ihn nicht länger leiden zu lassen! Er darf sanft einschlafen, ohne Schmerzen.
Unsere Tierärztin bedauert es sehr, da wir alles versucht haben und er auch ein zäher Bursche war, aber er war nicht zu retten; er hatte
einen Leberschaden und auch der Darm war erkrankt. Lt. unserer Ärztin Spätfolgen durch falsche Haltung (durch die Vorbesitzer)! Wir
haben Jimmy vor 4 Jahren aus einer total verrauchten Wohnung abgeholt, der zu kleine Käfig mit Plastikwanne stand am Boden und
ein ca. 3-4jähriges Mädchen stocherte mit einem Drahtkleiderbügel darin herum. Er hatte kein Schlafhaus, sondern nur eine
umgedrehte Tupperschüssel (!), in die ein Loch geschnitten war, am Käfigboden stehen. Die Schüssel, sowie die Plastikwanne des
Käfigs waren (natürlich) angenagt! Der Käfig war in sehr schlechtem Zustand und absolut nicht sauber, in der verschmutzten Einstreu
lagen alte Semmeln und Brotscheiben, Heu war auch kein frisches im Käfig und der kleine Kerl saß, wie ein Häufchen Elend und mit
stumpfen Blick auf einem der beiden Fichtenholzbretter, die an manchen Stellen nur noch ca. 2cm breit waren. Wir mussten ihn
mitnehmen und er bekam bei uns ein chinchillagerechtes Zuhause. Er lebte richtig auf, er bekam ein schönes Fell und einen klaren
Blick, er war fröhlich und glücklich, bis ihn die Vergangenheit leider eingeholt hat...
Deshalb: Erspart eurem kleinen Liebling und auch euch derartige Qualen, indem ihr ihn artgerecht haltet und alles, was ihm schaden
kann, aus seiner Reichweite bringt! Er wird es euch mit einem langen glücklichen Chinchi-Leben danken!
Liebe Grüße von Manu und Marc aus Dachau
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Chinchilla mit Gibsbein Fredi war immer schon ein sehr lebhafter Träumer. Er ist dann immer wieder
mal vom Brettchen "gekippt". Jeden morgen, wenn ich an seinen Käfig kam, hat er mich begrüßt. An diesem Tag eben nicht. Ich hab mir aber noch
nichts dabei gedacht, weil es schon etwas später war. Als er dann abends aber immer noch nicht aus seinem Häuschen wollte, hab ich mir das mal
genauer angeschaut. Er konnte gar nicht gescheit laufen und hob immer das eine Beinchen an. Ich bin dann gleich mit ihm zum Tierarzt und beim
Abtasten kam auf einmal ein Knochenspitz durch die Haut!! An unserem Ort gibt es eine Tierklinik, zu der mich unser Doc dann gleich
geschickt hat. Die haben Fredi dann operiert und dabei festgestellt, dass auch die Bänder ab waren. Sie haben alles wieder zusammengenäht, ihn
eingegipst und am nächsten Tag konnten wir ihn dann holen. Das mit dem Gips hat ihm dann natürlich gar nicht gefallen und er hat dauernd
dran rum genagt. Ich glaube, zwei mal haben wir den Gips gewechselt und nach ca. 3-4 Wochen (genau weiß ich das nicht mehr, ist schon so
lange her!) war es dann wieder ganz gut verheilt. Er war am Anfang noch etwas unbeholfen, aber nach ein paar Wochen war er wieder
ganz der Alte. Er ist gehüpft und gesprungen, als wenn nie etwas gewesen wäre. Groß beachten mussten wir dabei eigentlich nichts.
Ich habe nur die obersten Sitzbretter so lange raus gemacht, dass er nicht zu große Sprünge machen konnte, denn Fredi ist auch mit Gips überall rumgehüpft. Zum Schießen!!! Irmi
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Das “Kurzschwanz”-Chinchilla Snoopy
Ich habe als "Käfig" ein Zimmer in der Mitte mit einer Trennwand inkl. Tür aus Holz und Spanndraht halbiert und den Fußboden gefliest. Es sind ungefähr 5 qm. Der Käfig ist
auch entsprechend mit Kalksandsteinen, Röhren, Sitzbretter an den Wänden etc. ausgestattet. Zu Unfällen kam es bisher nie. Dann stand der Umzug bevor. Ich habe das
neue Zimmer mit der gleichen Farbe gestrichen, der Käfig wurde genauso wieder eingerichtet [wurde beim ersten Mal extra so verarbeitet, dass man problemlos damit
umziehen kann.] Die einzige Veränderung war, dass jetzt ein Fenster,glücklicherweise ohne direkten Sonneneinfall im Käfig war, wo aber auch ein Holzrahmen mit Spanndraht vorgebaut wurde.
Einige Tage später sah ich dann, dass Snoppy sich an der Schwanzspitze verletzt oder ihn dort jemand von seiner Familie gebissen hat.
Ich halte fünf Chinchillas. Snoopy, mein erster. Lucy, Weibchen, mein zweites. Dann
kamen über 4 Jahre hinweg vier Würfe. Drei aus den Würfen habe ich behalten: Pedro und Endira (Geschwister, Männchen/Weibchen) und Spike (Männchen, jüngster).
Snoopy und Pedro sind seit zwei Jahren kastriert. Spike seit einem Jahr.
Die Wunde war schon verklebt, denn ich bemerkte sie nicht gleich. Ich habe mich
gewundert, warum Snoopy nicht mehr richtig springen kann und stellte da die Verletzung erst fest. In der Tierklinik hat sich dann ergeben, dass die Schwanzspitze
schon schwarz war. Das war kein gutes Zeichen, denn das würde wohl heißen, dass der Schwanz abstirbt. Ich habe Snoopy vorerst wieder mit nach Hause genommen und sollte beobachten, ob der Schwanz weiter
abstirbt, also ob das schwarze Stück größer wird. Noch am gleichen Abend hat er sich selber amputiert und das schwarze Ende abgefressen.
Snoopy kommt aus einer Inzucht. Die Besitzer hielten neben Chins auch noch Hunde, Katzen, Vögel, etc.. Eine artgerechte Haltung
war dort auf keinen Fall gegeben. Als Snoopy klein war, also bevor ich ihn "erlöst" habe, muss er am Schwanzansatz etwas fest
angefasst oder eingeklemmt worden sein, da dort auf ein Bruch hinzudeuten ist. Das letzte Drittel des Schwanzes hat deshalb wohl
auch kein Gefühl mehr gehabt. Er hat den Schwanz auch nie richtig aufrecht halten können. Meistens schliff er mehr so hinterher.
Da die Wunde jetzt offen war habe ich das Blut gestillt und bin am nächsten Tag gleich
wieder mit ihm zur Tierklinik. Langsam machte Snoopy mir auch wirklich Angst. Dort hat er dann einen Verband bekommen. Die Ärztin wies darauf hin, dass, wenn es nicht
besser wird, nur eine Amputation in Frage kommt, damit man das tote Gewebe komplett entfernt. Weiterhin hat Snoopy für drei Tage Antibiotika bekommen und Bird Bene Bac.
Die Antibiotika sollten oral eingefährt werden, nach der ersten Anwendung hat Snoopy solange gewürgt, bis er alles wieder draußen hatte. Ich habe die weiteren
Anwendungen weg gelassen, was vielleicht ein Fehler war.
Nach einer Woche, der Verband hielt, oh Wunder, hatte sich wieder eine ganz kleine
schwarze Stelle gebildet. Ich wollte aber trotzdem noch keiner Amputation zustimmen, sondern noch abwarten, ob sich die Stelle vergrößert.
Nach einer weiteren Woche hatte sich die schwarze Stelle dann doch vergrößert und ich stimmte einer Amputation zu, denn sonst
würde der Schwanz immer weiter abfaulen. Wir machten also einen Termin für die Amputation. Leider hat die Ärztin und ich eigentlich
auch dann vergessen einen neuen Verband zu machen und kurz um hatte Snoppy die schwarze Stelle wieder abgefressen. Die
ganzen Sitzbretter in seinem Käfig waren blutverschmiert. Ich halte ihn zur Zeit in einem Extrakäfig. Schlimm sah das aus, aber es
entpuppte sich als weniger schlimm. Die Blutung war schnell gestillt und ich habe ihm wieder einen Verband verpasst. Er war auch fit
wie immer. Nach fünf Tagen wurde er dann operiert. Die Tierklinik arbeitet bei Kleintieren mit Gasnarkose. Er hatte alles erstaunlich gut
überstanden und war gar nicht so fertig, wie nach der Narkose bei der Kastration, die ich aber auch in einer anderen Tierklinik
durchgeführt wurde. Die nächsten Tage verliefen gut. Er fraß, trank und verhielt sich völlig normal. Ihm wurden die nächsten sechs Tage
Antibiotika gespritzt und nach den ersten drei Tagen der Verband gewechselt. Die Wunde sah schon recht gut aus. Nach weiteren drei
Tagen wurde der Verband noch einmal gewechselt. Die Heilung verlief weiterhin gut. Nach weiteren vier Tagen wurden dann die Fäden
gezogen. Wenn ich so etwas sehe, leide ich immer mit! Dann endlich, nach weiteren fünf Tagen, sollte der Verband abkommen. Alles
sah gut aus. Es war nur noch eine kleine Stelle mit Schorf am äußersten Ende des Schwanzes, die noch abheilen muss. Ich war aber
doch noch etwas beängstigt und wollte auf Nummer sicher gehen, dass er nicht wieder anfängt daran zu knabbern, weil es vielleicht
juckt oder so. Die Tierärztin hat ihm dann noch eine Halskrause verpasst, die ich aber, als wir zu Hause waren, wieder abgenommen
habe. Ich konnte ihn nicht leiden sehen. Nicht einmal fressen ging und manchmal hat er sich nach hinten überschlagen, weil er das
Gewicht nicht halten konnte oder die Orientierung verloren hatte. Nach langer Beobachtung haben wir festgestellt, dass das auch ohne Halskrause geht.
Jetzt bleibt nur noch die Hoffnung auf viele neue Haarborsten. Britta Pielau
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 Zahnfraktur Am 6. 12.01 kam ich spät abends nach Hause. Mein Chinchilla Master Mümmler saß auf seinem Häuschen und begrüßte mich. Ich glaubte, ich
sehe nicht richtig. Irgend etwas stimmte nicht mit seinen Zähnchen. Sie standen aus seinem Maul und es hat geblutet. Sofort Tierklinik angerufen und auch gleich hingefahren. Der Tierarzt hat Master
Mümmler in Narkose (Isofluran) gelegt und ein Röntgen angefertigt. Die Zähne wurden gezogen
und als er wieder munter war, sind wir wieder mit ihm heim gefahren. Die ersten paar Wochen waren sehr hart für ihn und für uns. Es war
fürchterlich darauf zu warten ob die Zähne wieder nachwachsen. Sie sind leider nicht mehr nachgewachsen.
 Jetzt fast 1 Jahr später und 30 Zahnbehandlungen später muss ich sagen, dass Master Mümmler sehr gut damit
umgeht. Leider kommt ein weiteres Problem auf uns zu. Seine Zähne entmineralisieren und dadurch werden die
Zahnbehandlungen von mal zu mal schwieriger. Trotz ausgewogener Ernährung und Zusatzmedikamenten (Fluor-, Kalzium- und Vitaminpräparaten) ist keine Besserung in Sicht. Doris
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Vorderpfote gebrochen Also das mit meinem
Bein passierte ca. vor 5 Wochen, mein TA hat mich operiert und ein Stiftchen heinein gemacht weil beide Knochen in der rechten Vorderpfote gebrochen sind. Er sagte das er nicht 100% sitzt da der Knochen
eine Biegung macht. Aber es wird so zusammenheilen wir müssen nur schauen wie! Dann bin ich mit Frauchen 10 Tage später wieder hin um den Verband zu wechseln und da ich ja nicht still halten kann geht
das nicht ohne Narkose. Nun gut, der TA hat nachgeschaut und festgestellt, dass mein Bein, für diese Zeit, noch viel zu blau ist und beim Fäden ziehen ist die Haut noch mal gerissen, somit wurde ich
gleich noch mal genäht. Er hat gemeint, dass ich eine schlechte Wundheilung hätte und ich in 2 Wochen noch mal kommen muss. Mein Frauchen überlegt nun, ob man mir das Bein vielleicht besser
amputieren sollte, da ich immer wieder in Narkose gesetzt werden müsste, und bei meiner Heilung könnte das noch oft sein. Sie hat auch gesagt, dass sie auf jeden Fall das noch mit dem TA besprechen
will was er meint, aber es war mal so ein Vorgedanke. Wir sind nur zu zweit und ich glaube doch, dass ich dann mithalten kann, weil jetzt mit dem dicken Verband geht es auch. Wie es passiert ist, weiß
ich auch nicht, mein Frauchen wollte mich rauslassen und hat es dann gesehen, es ist demnach im Käfig passiert, da muss ich mich aber selten dämlich angestellt haben da ich in dem Käfig nun 5 Jahre
schon wohne. i.V. geschrieben von Maike
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Erfahrungsbericht Halskrause
Nach Joschis erster Leistenbruch-OP wollte unser Tierarzt verhindern, dass er an der Wunde knabbert oder sich schon vorher die Fäden rauszieht und verpasste ihm eine Halskrause. Vom ersten
Augenblick an, war zu sehen, dass Joschi sich überhaupt nicht wohl mit der Krause fühlte. Er versuchte, noch halb in der Narkose, das Ding loszuwerden, stellte sich dabei immer auf die
Hinterbeine und plumpste immer wieder zurück auf seinen Hintern. Er hat es, bis die Krause nach 2 Wochen endlich abkam, (hat so lange gedauert, weil die Tierärztin ihn beim Fäden ziehen geschnitten
hatte und sich danach die Wunde nochmals entzündet hatte), nie aufgegeben, die Krause irgendwie runter zu bekommen. Er hatte
nachher den Trick, dass wenn wir ihn auf den Rücken gedreht hatten, er sich mit den Hinterpfoten mit aller Kraft die Halskrause nach
vorne abstreifen konnte. Er hat jedenfalls sehr unter diesem Ding gelitten, was sich ganz besonders an seinem Gewicht bemerkbar
machte. Er konnte mit der Halskrause nicht gut fressen, da er alles mit dem Pfötchen festhalten wollte und immer, wenn er sich was
zum Mäulchen führen wollte, die Halskrause dazwischen war. Also hat er das Fressen so gut wie eingestellt und auch nur etwas
angenommen, wenn man es ihm „mäulchengerecht“ kleingemacht hat. Das konnte ich natürlich nicht die ganze Nacht durch machen, aber ich habe mich bemüht und er hat trotzdem abgenommen.
Ich will Halskrausen jetzt nicht allzu schlecht machen, aber ich hatte immer nur Probleme damit. Sicherlich reagiert jedes Chinchilla
anders, aber begeistert wird wohl keins davon sein. Es gibt nicht wirklich Alternativen, aber ich werde am Ende des Berichtes noch
näher auf meine Ideen, die Halskrause wenigstens ein wenig zu umgehen, eingehen.
Ein weiteres Problem mit der Halskrause war, dass Joschi absolut nicht damit springen konnte. Nach der OP sollte er das ja auch
eigentlich noch nicht, aber da er die Halskrause so lange hatte, hätte er auch ruhig wieder springen können. Also musste ich ihm einen
kleinen Bereich vom Käfig absperren, womit er natürlich auch nicht besonders glücklich war. Ihn aber im ganzen Käfig rumlaufen zu
lassen wäre zu gefährlich gewesen. Er blieb immer mit der Unterkante der Krause an den Sitzbrettern hängen und stürzte dann fast ab.
Der Freilauf war durch die Halskraus auch nicht das Selbe, da er immer versuchte unter seinen Lieblingsschrank zu rennen, aber mit
der Krause davor hängen blieb. Er konnte es absolut nicht begreifen, warum er auf einmal nicht mehr unter den Schrank passte und
rannte immer wieder dagegen. Das konnte ich einfach nicht mit ansehen und beförderte ihn wieder zurück in den Käfig.
Nach zwei Wochen Halskrause tragen, fiel uns auf, dass Joschis Ohren an der Halskrause klebten. Nach dem Abnehmen der Krause
sahen wir, dass sie an der Reibungsstelle richtig nass und auch schon angeschwollen waren. Zum Glück ging alles schnell ohne große Behandlung wieder weg.
Insgesamt finde ich, dass Halskrausen sehr ungeeignet für Chinchillas sind. Leider gibt es manchmal keine andere Möglichkeit. Man
sollte sein Tier einschätzen können, ob es sehr „knabberwütig“ ist, oder ob es vielleicht gar nicht an die Wunde gehen wird. Da Joschi
jetzt schon 3 OPs hinter sich gebracht hat, weiß ich, dass er sehr an der Wunde knabbert. Natürlich ist es nicht einfach sein Chinchilla
bei der ersten OP einzuschätzen. Dann hilft nur: Halskrause mal vorsorglich beim Tierarzt mitnehmen und gut beobachten!
Tja.... was gibt es denn für Alternativen?
Das habe ich im Club auch schon oft gefragt. Mein Tierarzt hat mir bei der letzten Leistenbruch-OP (März 2003) ein Pflaster empfohlen, was normalerweise bei Kaninchen und Meerschweinchen
eingesetzt wird. Das sollte 2 Tage lang halten und eher eine Beschäftigungstherapie sein. Danach kann man ja immer noch eine Halskrause nehmen. In Joschis Fall hat das Pflaster glücklicherweise
länger gehalten, so dass er wenigstens die ersten paar Tage nach der Operation Ruhe hatte. Aber das wird bei jedem Chin anders sein.
Worauf noch zu achten wäre: Der Tierarzt hat meistens nur Krausen aus Plastik, die auch eigentlich für
große Vögel bestimmt sind. Die Krausen für Kaninchen sind zu groß! Plastik kann lebensgefährlich für Chinchillas sein, wenn sie es
fressen! Deshalb habe ich die Plastikkrause als Schablone benutzt und sie aus Pappe nachgebastelt. Überaschenderweise hält die
Pappkrause genauso lange, wie die aus Plastik. UND SIE IST GESÜNDER! Deshalb gibt es bei mir per Mail anforderbar eine Schablone, damit ihr euch im Notfall auch eine Krause basteln könnt.
Chinchillas mit Halskrausen müssen ständig beobachtet werden, da sie es hin und wieder doch schaffen, die Krause loszuwerden.
Nachts ist es zwar etwas anstrengend, aber es lohnt sich!! Wenn das Chin nämlich einmal drankommt, kann der Heilungsprozess wieder ganz von vorne anfangen.
An dieser Stelle wäre nur noch zu sagen: Ich hoffe, dass ihr nie in die Situation kommt, eine Halskrause gebrauchen zu müssen! Wenn
doch, hoffe ich, dass Joschis und meine Erfahrungen euch etwas helfen! Wir haben es ja auch geschafft, also Kopf hoch! Jule (PS: Bei Jule kann die Schablone angefordert werden.)
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 Kateys Beinbruch Am 2.2.04 fing alles an. Katey hatte die vordere rechte Pfote immer eingezogen. Also sind wir mit ihr zum Tierarzt gefahren. Diagnose Beinbruch.
Sie hatte sowohl Elle als auch Speiche auf derselben Höhe durchgebrochen. Wir haben lange mit dem Tierarzt geredet, wie das passiert sein konnte.
Wir wussten, dass es im Käfig passiert sein musste. Es kann also aufgrund des Bruchs kein Sturz gewesen sein, es ist ihr wahrscheinlich ein hartes Stück Brot auf die Pfote gefallen.
 Sie wurde noch am selben Abend operiert, unser Arzt hat sich eine Art Schiene für sie ausgedacht. Am nächsten Tag konnten wir sie wieder
abholen. Katey hatte Schmerzmittel bekommen und sie war eigentlich wieder fit. Zu fit. Die Schiene war mit einem Kleber ummantelt, damit sie nicht in der Schiene herumknabbert. Damit
sich die Wunde nicht entzündet, mussten wir Katey täglich 14 Tage hindurch Baytril 2, 5 % geben. Zuhause angekommen, haben wir den Käfig
zuerst einmal behindertengerecht ausgestattet. Katey durfte ja nicht in die Einstreu kommen und auch nicht hüpfen.
Meine kleine Süße hat die Schiene fürchterlich gestört, und hat die ganze Zeit herumgezogen und geknabbert. Das hat der Tierarzt
aber streng verboten. Somit sind wir nochmals zum Tierarzt gefahren und haben uns für Katey eine Halskrause geholt. Mein Schatz hat so gelitten.
Wir haben Katey täglich zum Säubern des Käfigs raus gelassen und ihr die Halskrause
runter genommen (2 – 3 Stunden), damit sie fressen und trinken kann. Sie hat so dermaßen an der Schiene herumgezogen und herumgerissen, dass bei der Kontrolle
nach einer Woche festgestellt werden musste, dass sie sich den Bruch erneut verschoben hat, aber zum Glück nicht so gravierend, dass wir erneut operieren lassen mussten.
Also blieb die Halskrause die restlichen 2 Wochen komplett drauf. Wir haben ihr das Fressen in die Höhe gestellt, die Trinkflasche haben wir ihr höher gehängt und
zusätzlich mit der Spritze ins Mäulchen gegeben. Heu konnte sie sich aufschaufeln.
Drei Wochen nach dem Bruch sind wir mit Katey erneut zur Kontrolle gefahren, wir haben so gehofft, dass die Schiene runter kann. Als wir dort angekommen sind, ist uns
aufgefallen, dass bereits ein Seitenstrang von der Schiene fehlt. Unser genialer Tierarzt hat nur noch an der Schiene angezogen und sie war herunten. Danach wurde zur Sicherheit nochmals geröntgt, er war trotz schlimmer Patientin doch zufrieden
und wir konnten mit ihr nach Hause fahren ohne Schiene und ohne Halskrause. Das erste Baden nach 3 Wochen, Erleichterung war uns allen ins Gesicht geschrieben.
Das war am 23.2.04 und am 18.3. hat uns Katey einen gesunden Bock geschenkt, ein kleines Wunder, wenn
man bedenkt, was die Mama alles durchmachen musste. Vor allem das Baytril, Röntgen und die ganzen Narkosen. Wir alle haben nicht bemerkt, dass Katey trächtig war.
Für: Kerstin Kruse Chinchillafanclub Doris
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