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Das Chinchilla unserer Tochter hat sehr stark
abgenommen. Natürlich waren wir sofort beim Tierarzt. Dieser hat einen schrägen Backenzahn abgeknipst. Jedoch meinte der Arzt, dass dies nicht der Grund für diese extreme Unterernährung sein kann. Der
Arzt gab uns den Tipp, den Chinchilla zwangs zu ernähren, da er ja nicht mehr freiwillig frisst. Babynahrung aus Karotte mit einer Einwegspritze soll er bekommen. Und dieser Tipp kommt mir etwas
fragwürdig vor. Wird das nicht zu Verstopfung führen? Gäbe es eine bessere Möglichkeit? Wie oft muss der Chinchilla gefüttert werden? Alle 4 Stunden??? Der Backenzahn kann wohl die Ursache für
solch eine Unterernährung sein. Da solch eine Zahnspitze sich in die zarte Schleimhaut in den Wangen bohrt, diese reizt und unbehandelt sogar Abszesse verursacht, stellen die Chins früher oder später das
Fressen vor lauer Schmerzen sogar ganz ein und sterben daran. Der Tierarzt hat ganz recht, dass es am wichtigsten ist, das Tierchen zum Fressen zu bringen, denn bereits 10 Stunden ohne Nahrungsaufnahme
können tödlich enden. Wenn er nicht freiwillig frisst, ist Babybrei eine gute Alternative. Je nach Vorliebe des Tieres empfiehlt sich Alete Vollkornbrei Apfel-Banane oder Apfel-Karotte. Wenn der Süße
dann den Brei akzeptiert hat, könnt ihr vorsichtig anfangen, aufgeweichte Pellets unterzumischen, bis zu einem Verhältnis von 2 Teilen Pellets und 1 Teil Alete. Verstopfung braucht ihr nicht zu
befürchten, eher einen leichten Durchfall durch die erhöhte Flüssigkeitszufuhr. Zusätzlich würde ich eine Behandlung mit Antibiotika befürworten, denn vermutlich ist die Wangenschleimhaut verletzt, und
eine Entzündung hätte erst recht die Verweigerung jeglicher fester Nahrung zur Folge (und der Brei brennt, wird daher auch nicht richtig akzeptiert). Im Falle von Antibiotika solltet ihr dem Brei 2 x
täglich einen Klecks Bird Bene Bac beimischen, das hilft die Darmflora intakt zu halten (zerstörte Darmflora = Verstopfung = Appetitlosigkeit). Füttern solltet ihr bei einem ausgewachsenen Tier alle 4 -
6 Stunden, über den Tag verteilt mind. 30 ml, je mehr, desto besser. Gut geeignet ist hierfür eine 50 ml Spritze ohne Nadel, da sie einen breiteren Ausgang hat, der nicht dauernd verstopft. Zusätzlich
solltet ihr ihm ein Schüsselchen Brei in den Käfig stellen, damit er sich zwischen den Mahlzeiten bedienen kann. Wenn er ausreichend Brei aus der Schüssel schlabbert, könnt ihr das Füttern mit der
Spritze langsam auslaufen lassen (Zyklus auf 8, dann auf 12 Stunden verlängern, dann nur noch abends anbieten). Wenn der Tierarzt alle Zahnspitzen erwischt hat, wird euer Kleiner auch bald wieder
zusätzlich feste Nahrung zu sich nehmen, daher sollten immer frische Pellets und frisches Heu zur Verfügung stehen. Endziel ist es natürlich, den Brei wieder abzusetzen und ihn wieder ganz auf feste
Nahrung umzustellen - dabei muss natürlich das Gewicht ständig kontrolliert werden und ggf. die Breidosis wieder erhöht werden, wenn er weiter abnimmt.
Als nächstes wäre es dann wichtig,
abzuklären, ob die Zahnspitze von einer erblichen Zahnanomalie her kommt, oder ob z.B. ein Abszess bzw. zu wenig Nagemöglichkeiten/falsche Ernährung zu der Zahnspitze geführt haben. Am besten sieht man
das auf einem Röntgenbild - bei der erblichen Zahnanomalie stehen schon die Zahnwurzeln schräg. In diesem Fall müsst ihr immer wieder mit Zahnspitzen rechnen, die in immer kürzer werdenden Abständen
erfolgen müssen. Irgendwann verkraftet der kleine Körper die ewigen Narkosen nicht mehr und ihr müsst entweder damit rechnen, dass er irgendwann die Narkose nicht mehr überlebt, oder ihr müsst ihn
einschläfern lassen. Im Falle eines Abszess ist es natürlich eine einmalige Sache, wenn das Abszess richtig ausgeheilt ist, und im falle von falscher Ernährung oder fehlenden Nagemöglichkeiten liegt es
an euch, das zu ändern. Angi
Mein Chinchilla Kimberly (3 1/2 Jahre alt) nimmt seit einiger Zeit stätig ab und ist jetzt im Gewicht seit ca. 2 Monaten stabil (440 g), jedoch sabbert sie ganz
extrem und ich weiß nicht, wie ich ihr da weiterhelfen kann. Ich war vor ca. 1 1/2 Monaten beim Tierarzt und der hat die Backenzähne (sie waren etwas spitz) abgezwickt. Diese wachsen aber ständig nach!
Außerdem kratzt sie sich seit kurzem extrem. Sie hat am Hinterteil ganz verzotteltes Fell und ich versuche zwar immer mit der Katzenhaarbürste zu kämmen, aber das will sie nicht so gerne. Außerdem hat
sie manchmal in den Augen weißen Ausfluss. Deine Kimberly scheint ein Inzuchttier zu sein. Daher kommen die Probleme mit den Zähnen und auch mit dem Fell. Ich hoffe, Kimberly hatte noch keine
Babys, ansonsten musst du die Besitzer der Nachfahren schnellstens über die Zahnanomalie informieren, sie vererbt sich nämlich. Sowohl Kimberly als auch ihre Nachkommen sind NICHT zur Nachzucht geeignet,
die Probleme verstärken sich von Generation zu Generation. Helfen kannst du Kimberly in Bezug auf die Zähne nur, indem du regelmäßig den TA aufsuchst und die Zähne korrigieren lässt. Mit frisch
korrigierten Zähnen kann sie wieder normal fressen (nimmt also auch zu) und sabbert auch nicht. Sollte sie nach der Korrektur immer noch sabbern, hat der TA nicht alle Ecken erwischt (er muss auch die
Außenseiten der Zähne kontrollieren), bzw. es sind schon wieder welche nachgewachsen. Geh also bitte noch mal hin, er soll sich die Zähne noch mal anschauen. Aus welcher Gegend kommst du denn? Kennt sich
dein TA gut mit Chinchis aus? Da so eine Zahnkorrektur sehr stressig für das Tier ist, sollte man versuchen, durch die richtige Fütterung die Korrekturen so lang wie möglich rauszuzögern. Am besten
stellst du ihre Ernährung komplett auf Heu (möglichst langes) und getrocknete Äste um. Ein paar Pellets sind auch erlaubt und ab und zu eine Haselnuss in der Schale. Völlig Tabu sind weiche Sachen wie
Rosinen, getr. Obst, Frischkost, ... eben alles, was weich ist und die Zähne nicht abnutzt. Durch die richtige Fütterung kannst du das Zahnabschleifen im optimalen Fall auf ca. 1 x im Jahr verringern.
Sobald sie jedoch anfängt, wieder Gewicht zu verlieren oder zu sabbern, musst du sofort zum TA.
Die tränenden Augen kommen übrigens auch von den Zähnen, die Tränenkanäle werden durch Schwellungen gereizt. Die Fellknoten sind auch ein Zeichen für Inzucht und auch hier kannst du wenig dagegen tun.
Du kannst Kimberly nur durch regelmäßiges Entfernen der Knoten Erleichterung verschaffen, denn die Knoten tun ihr weh. Darum kratzt sie sich auch. Am besten geht das zu zweit, einer hält sie fest, der
andere schneidet die Knoten vorsichtig mit einer Nagelschere raus. Auskämmen lassen sie sich nicht, das Ziepen durch die Bürste verursacht ihr nur unnötige Schmerzen an der gereizten Haut. Sind alle
Knoten entfernt, kannst du mit dem richtigen Badesand der Neubildung entgegenwirken. Bewährt hat sich hierbei Blue Cloud, den du entweder pur oder 1 :1 mit spanischem Sand gemischt anbieten solltest. Ab
und zu wirst du trotzdem einen neuen Knoten entdecken, den musst du dann natürlich auch wieder rausschneiden. Angi
Meine Bekannte hat ein Tier, das nur mit Brei ernährt werden kann. Es ist mühselig
und schwierig, das Tier bei Gewicht zu halten, aber leider kann es nichts Festes fressen. Dem Chin von einer Bekannten sind nach falscher Korrektur einer Zahnfehlstellung alle Zähne ausgefallen.
Bis die wieder nachgewachsen waren, konnte er natürlich nichts fressen. Da hat sie mein "Rezept" übernommen und hat ihn mit der Pipette Alete Obst und Gemüsebrei eingetrichtert. Zuviel Obstbrei
gibt Durchfall (2 Pipetten am Tag waren aber o.k.), aber alle 2 Stunden 1 Pipettenfüllung Gemüsebrei (Spinat, Karotten, oder gemischt mit Kartoffeln) hat sich bewährt. Der Kleine hat sogar etwas an
Gewicht zugelegt und war bei bester Gesundheit. Mittlerweile sind die Zähne wieder nachgewachsen, aber etwas Alete nascht er immer noch gerne. Angi
Ich hab am Wochenende eine sehr seltsame Beobachtung gemacht und zwar knirscht
der eine Chinbruder beim Fressen mit den Zähnen. Ist das schlimm? Woher kommt das? Er wiegt genauso viel wie sonst auch. Ach ja, und es ist der Dickere. Muss man deshalb zum Tierarzt oder ist das harmlos?
Wenn er nur manchmal leicht knirscht, kann es sein, dass er damit Unmut ausdrücken will. Irgend etwas passt ihm dann nicht, z.B. will er seine Ruhe, oder Du gibst ihm seiner Meinung nach zu wenig
Leckereien (meine Standards knischen mich auch immer an, wenn ich vor dem Käfig stehe, sie aber weder streichle noch füttere). Auch bei Medikamenteneingabe kann man oft ein Zähneknirschen hören
(auch Unmut). Ferner äußrn Chins auch Schmerzen manchmal durch Zähneknirschen.
Extremes Zähneknirschen ist auf jeden Fall abnormal, deutet auf eine beginnende Zahnfehlstellung hin. Es kann aber
auch sein, dass bei ihm durch einen Unfall ein Stück Zahn abgebrochen ist. Das muss vom TA korrigiert werden, und zwar so schnell wie möglich, bevor sich durch die schiefen Kaubewegungen der Kiefer
verschiebt und er richtige Probleme bekommt.
Ein weiterer Grund könnte eine Entzündung der Maulschleimhaut sein (z.B. durch Verletzung). Solch eine Entzündung sieht man oft nicht, der TA
kann aber einen Abstrich der Schleimhaut auf Bakterien und Pilze prüfen lassen (inkl. Resistenztest) und ggf. ein Antibiotika verordnen. Angi
Wir haben ein 9 Jahre altes Weibchen, was bisher stets kerngesund war. Seit einigen
Tagen jedoch stellt es das Fressen immer mehr ein. Zunächst fraß sie kein Heu mehr, dann verzichtete sie auf die gewohnten Pellets, nahm nur noch Fressen aus den im Handel üblichen "Leckerlis"
an und heute frisst sie nur noch Apfel und Möhre, wobei sie die Schale des Apfels wegschmeißt. Sie kaut langsam und hat sichtbar Probleme dabei. In den letzten Tagen nahm sie natürlich ab und der
gestrige Gang zum Tierarzt ergab, dass sie sich erkältet hat, weswegen sie ein Antibiotikum gespritzt bekam. Leider änderte das am Fressverhalten nichts. Die bisherige Diagnose konnten wir
nachvollziehen, weil sie außerdem leicht tränende Augen hatte. Zur Zeit ist das Tier beim Tierarzt, der sie unter Narkose untersuchen will. Da wir uns nun über Zahnanomalien belesen haben, wäre unsere
Frage: Ist es möglich, dass ein Tier mit 9 Jahren daran erkrankt oder hätte dies schon viel früher auftreten müssen, wenn diese Krankheit vorliegt. Und wie können wir sie füttern, wenn sie weiterhin das
Fressen verweigert? Sicherlich wirkt sich dies doch bald auf die Verdauung aus. Über Tipps wären wir sehr froh, weil wir unserem langjährigen Gefährten gern helfen möchten. Euer Weibchen hat ganz
offensichtlich eine Zahnanomalie. Die Symptome sind klassisch, inkl. den tränenden Augen. Eine Erkältung steckt da nicht dahinter, das Antibiotika war völlig überflüssig und kann ihr sehr schaden, da es
auf die Verdauung schlägt, die durch das wenige Fressen bestimmt sowieso schon nicht mehr die Beste ist. Ich hoffe, sie hat genug Reserven und übersteht das. Sorgt aber auf jeden Fall dafür, das sie kein
weiteres Antibiotika gegen die "Erkältung" bekommt. Dafür müßt ihr ihr in den nächsten Tagen Bird Bene Bac geben, damit sich die durchs Antibiotika gestörte Darmflora wieder aufbauen kann. Und
haltet Sab Simplex bereit, falls es zu einer Aufgasung kommt (gespannte Bauchdecke).
Eine Vollnarkose, nur um das Tier zu untersuchen? Würde ich nicht machen lassen. Die Zähne kann der Tierarzt
auch so mit einem Ottoskop anschauen, eine leichte Sedierung ist nur zur Zahnkorrektur nötig. Wenn er sie schon betäubt, dann soll er auch gleich korrigieren und auch ein Röntgenbild vom Kiefer machen.
Vermutlich wachsen die Zähne auch innerlich schräg und drücken auf den Tränen-Nasen-Kanal - daher die tränenden Augen. Wenn sich dieser Verdacht bestätigt, ist es kein "hausgemachtes"
Zahnproblem (z.B. durch Verletzung), sondern wirklich die erbliche Form. Die tritt zwar meistens schon in jungen Jahren auf, bei manchen Tieren aber auch erst später (ich habe ein Böckchen, der hatte mit
8 Jahren die ersten Anzeichen).
Bei einer erblichen Zahnanomalie bestehen keine Chancen auf Heilung, man kann jedoch dem Tier noch einige Jahre ein schönes Leben bereiten. Irgendwann jedoch
bekommt es große Schmerzen, dann muss man es einschläfern lassen. Daran solltet ihr im Hinterkopf immer denken, denn es kann sein, dass euer Weibchen schon zu geschwächt ist und die Narkose nicht mehr
überlebt. Sollte das aber gut gehen und euer Tierarzt hat die Korrektur richtig gemacht, wird sie vorerst wieder fressen können. Um eine erneute Korrektur so lange wie möglich raus zu zögern ist es dann
wichtig, dass sie möglichst viel Heu und Knabberäste bekommt, Leckerlies möglichst gar nicht - vielleicht mal ein Stückchen hartes Brot. Nur so nützen sich die Zähne wenigstens ein Stück weit ab. Bis die
Entzündungen im Maul abgeklungen ist (hierfür bekommt sie sicherlich dann vom Tierarzt ein anderes Antibiotika, das ist o.K., aber denkt an das Bird Bene Bac!), wird sie aber noch nicht fressen können.
Nach der Narkose ist es jedoch wichtig, dass sie sofort wieder Nahrung zu sich nimmt. Ich rate euch dazu, sie mit einer Spritze mit einem Brei aus aufgeweichten Pellets und Alete Vollkornbrei
Apfel-Banane oder Apfel-Karotte zu füttern. Sie bekommt alle 4 Stunden so viel sie mag - mind. jedoch 30 ml pro Tag. Wenn sie den Brei akzeptiert könnt ihr ihr auch einfach ein Schälchen in den Käfig
stellen und den Brei 2 x täglich erneuern. Achtet aber gut darauf, ob sie den Brei wirklich braucht, oder ob sie ihn nur aus Bequemlichkeit frißt ... je eher sie wieder Heu zu sich nimmt, desto länger
dauert es, bis die nächste Korrektur fällig ist. Brei solltet ihr wirklich nur dann geben, wenn sie selbst nicht beissen kann, also während eines Wachstumsschubs der Zähne (Schmerzen, zu erkennen an den
feuchten Augen), kurz vor einer fälligen Korrektur (Fressverhalten beobachten, wöchentl. Gewichtskontrolle) oder direkt danach.
Da es sich bei einer Zahnanomalie um eine Erbkrankheit handelt,
solltet ihr auch den Züchter eures Weibchens sowie die Besitzer ihrer Babys (falls vorhanden) verständigen. Die komplette Linie gehört sofort von der Zucht ausgeschlossen. Sollte sie mit einem Böckchen
zusammen sitzen, müsst ihr sie sofort trennen und ihr statt dessen ein Babyweibchen zur Gesellschaft geben.
Die tränenden Augen gehören auch behandelt, damit sich keine Entzündung darin festsetzen
kann. Bewährt haben sich homöopatische Augentropfen mit Augentrost. Sobald die Augen feucht werden (bei jedem Wachstumsschub der Zähne), bekommt sie 1x täglich 1 Tropfen in jedes Auge. Sollten die Augen
verklebt sein, müßt ihr sie zuvor mit isotoner Kochsalzlösung ausspülen. Angi
1. Hallo, mein Chin "Pinky" scheint krank zu sein, konnte jedoch über Bücher keine genaue Krankheit herausfiltern.
Krankheitssysmtome: Wässriger Auslauf aus Mund/Nase; seit Sonntag nur noch vereinzelnde Kotbällchen, die sehr klein sind. Frisst sich das Fell an der linken Pfote ab (Ehem. Knochenbruch vor ca 5 1/2
Jahren) Ich füttere täglich zwei mal frisches Futter, bestehend aus: Heu, Trockenfutter (Pellets, Haferflocken geschrotet, Mischfutter für Chin)
Morgens zum Begrüßen gibts eine Mandel, abends zum "schlafen" eine Erdnuß. Das sind alles Anzeichen von Zahnspitzen. Dein Chin hätte schon vor Wochen zum Tierarzt gehört. Ich hoffe,
dein Chin übersteht in seinem schlechten Zustand eine Narkose noch. Bis zum Termin musst du es auf jeden Fall noch etwas aufpäppeln, und zwar am besten mit aufgeweichten Pellets 1 : 1 mit Alete
Vollkornbrei Apfel-Banane vermischt. Das musst du ihm - zur Not mit Gewalt - einflösen. Wenn er wieder gesund ist, bzw. wenn du irgendwann wieder ein neues Chin (bitte dann 2 - Einzelhaltung ist
Tierquälerei) hast, musst du deine komplette Fütterung umstellen, damit so was nicht nochmal passiert. Ein Chin braucht Heu und Pellets, und sonst nichts. MAL ein Leckerlie ist o.K. - so ca. 1 x pro
Woche, aber dann Haferecken, getrocknetes Brot, Johannisbrot usw. Täglich kannst du div. Kräuter geben, evtl. 1 Prise Mischfutter (ja, Mischfutter fällt unter die Kategorie Leckerlie!). Nüsse haben auf
dem Speiseplan eines Chins nichts verloren, da sie viel zu fett (es drohen partielle Darmlähmung, Verfettung, Organverfettung, Leberschaden) und schimmelpilzbelastet (Darmpilze, Leberversagen,
Vergiftung) sind. Zudem mindern sie den Appetit auf die gesunden Pellets, die das Chin aber ausreichend fressen muss um seine Zähne abzunützen.
2. Vielen Dank für die schnelle Bearbeitung. Das
es so schlimm schon ist, hätte ich nicht gedacht. Hatte eher an "Verstopfung" gedacht.
Pinky frißt aber noch, denke ich, reichlich. Denn Heu und Kräuter sind stark "zerlegt" und man hört ihn auch mümmeln. Und mächtig aktiv ist er auch noch, wenn auch momentan sehr liebebedürftig.
Dein Pinky wird das Heu und die Kräuter zwar zerbeißen, aber nicht schlucken können. Desswegen sabbert er auch - den Speichel kann er auch nicht schlucken. Ich vermute eine sog. Zahnbrücke über
der Zunge. 150g Gewichtsverlust kommen nicht von jetzt auf nachher, genausowenig wie eine Zahnspitze/-brücke über Nacht wächst. Erste Symptome wie z.B. das Fallenlassen von angebissenen Pellets, leichter
Gewichtsverlust von 10 - 20g usw. waren bestimmt schon vor 4 oder 6 Wochen zu erkennen.
Die vereinzelten Kötel, die jetzt noch kommen, sind ein Zeichen dafür, dass der Darm (fast) leer ist. Diese
"Verstopfung" kommt von der mangelnden Nahrungsaufnahme. Chins sind Dauerausscheider und müssen daher auch immer neue Nahrung von oben hinterherschieben. Passiert das nicht, kann der Darm leer
laufen (oft genügen schon 10 Stunden ohne Nahrungsaufnahme!). Dann fällt er zusammen (Darminfarkt) und verklebt - und dann ist dem Chin nicht mehr zu helfen. Von daher ist es wichtig, dass du ihn bis
Samstag zwangsernährst - alle 4 - 6 Stunden. Angi
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