HOME
INHALTSVERZEICHNIS
Der Fanclub
GERETTET...
Vermittlung & Urlaub
Chinchilla kompakt
Farben & Genetik
Käfige & Schlafhäuser
allgemeine Fragen
Krankheiten
Krankenberichte
Fehldiagnosen
Notfall & Hitzschlag
Hilfe durch die Natur
Kastration
Chinurteil/-bücher
Spaß mit Chinchillas
Eure Fotos
Links

 

Krankheiten I
Krankheiten II
Zahnprobleme
Krankheiten I

WEITERFÜHRENDE INFORMATIONEN ÜBER KRANKHEITEN BEIM CHINCHILLA FINDEN SIE AUßERDEM AUF DEN SEITEN DER www.CHINCHILLA-HOMEPAGE.de

RUND UM FELLPROBLEME & PILZE
Löcher im Fell durch Pilze?
Milben?
Parasiten, Pilze oder doch nur Pigmentflecke?
Fellprobleme durch falschen Sand - SANDTEST

RUND UM DAS AUGE
Bindehautentzündung oder Infektion?

RUND UM DEN PENIS
Selbstbefriedigung
Haarring

RUND UM INNERE ERKRANKUNGEN
Blut im Urin
Durchfall
Chinchilla “übergibt” sich
Ziegenrücken
Chinchilla verfettet
Chinchilla “markiert”
Vitamin-B-Mangel - Krämpfigkeit
Verstopfung
Herzerkrankung

RUND UM FELLPROBLEME & PILZE

Ich habe 2 beigefarbene Chinchillas. Das Männchen hat vor 1 Woche schwarze Stellen an den Ohren bekommen und seit gestern hat das Weibchen ebenfalls 1 schwarze Stelle. Wir waren mit dem Männchen am Donnerstag bei einem Tierarzt. Dort bekamen wir "Optirin N Lösung" und EmuPlus- Salbe". Das Erste in das Ohr, das Zweite von außen. Da das Weibchen jetzt aber auch noch erkrankt ist und ich noch keine Besserung feststellen kann (genaue Diagnose wurde auch nicht gestellt; man wisse nicht ob Pilz oder Parasit?!?) mache ich mir furchtbare Sorgen umd die 2! Außerdem habe ich noch 5 weitere Chins (aufgeteilt in 2 großen Käfigen,
so dass sie sich nicht berühren können), die sich nicht auch noch anstecken sollen...

Parasiten bekommen Chins eigentlich nicht, und ein Pilz sieht eigentlich anders aus (schuppig, Fellverlust). So wie du das beschreibst, glaube ich, dass das einfach die Pigmentflecken sind, die alle Chins mit rosa Ohren in zunehmendem Alter bekommen. der erste Fleck tritt normalerweise so mit ca. 1 - 3 Jahren auf, und dann kommen immer mehr dazu. Manche Chins bekommen den ersten Fleck sehr bald, aber dann kommt nur sehr selten ein neuer hinzu, bei anderen fängt es späte ran und dann gehts dafür Schlag auf Schlag. So oder
so ist es nichts gefährliches. Um sicher zu gehen, kannst du mal vorsichtig versuchen, so einen Fleck mit einem Q-Tip mit Babyölabzureiben. Parasiten würden sich auf jeden Fall gut abwischen lassen, und bei einem Pilz kann man Krusten ablösen. Wenn die Flecken unwiederruflich fest sitzen, dann gehören sie auch zum Tier;-) Und vielleicht suchst du gelegentlich auch nach einem neuen Tierarzt - von Chins hat deiner wohl nicht viel Ahnung.
Angi

Nun es geht um unser Böckchen Moppel. Wir haben ihn und seinen Freund aus dem Tierheim, daher haben wir kein Alter. Sie sind nun schon über 2 Jahre bei uns. Unser Moppel ist nicht besonders reinlich und badet sich nicht viel. Daher sieht sein Fell auch manchmal etwas ungepflegt aus. Heute ist mir aufgefallen, dass sehr viel Fell im Käfig hängt, an den Sitzbrettern hängen geblieben ist. Es stehen ihm einzelne Haare, ganz feine (Unterhaar?!) vom Rest des Fells ab, am ganzen Körper. Wenn man darüber streicht, fällt dieses feine Haar ab, es ist sehr viel sonst ist aber alles ok. Er ist munter, frisst und hat nicht abgenommen... Gibt es bei Chins einen Wechsel von Winter- zu Sommerfell nur warum ist es dann diesmal so extrem? Ist mir sonst nicht so stark aufgefallen...
Kann es sein, dass Sie den falschen Sand verwenden? Es gibt da einen einfachen Test: befeuchten Sie etwas Sand und kneten ihn gut durch. Was kommt dabei heraus? Einfach nur nasser Sand? Dann ist es kein richtiger Chinsand, sondern wirklich nur Sandstrandsand. Echter Chinsand ist kein Sand, sondern Tongranulat - mit Wasser verknetet erhält man folglich Ton, der sich zu einer Kugel verkneten lässt, die dann auch nach dem Trocknen nicht mehr in einzelne Körner zerfällt. Sollten Sie falschen Sand haben, rate ich dringend zu einem Wechsel! Das könnte die Badeunlust (teilweise) kurieren, und dem Fell tut es auf jeden Fall gut. Einen Wechsel von Winter- auf Sommerfell gibt es bei den Chins nicht, ihr Haarwechsel erfolgt kontinuierlich übers ganze Jahr hinweg. Vermehrtes Haaren lässt daher fast immer auf falsche Fellpflege (falscher Sand) schließen, denn das Sandbad ist erforderlich um die abgestoßenen Haare aus dem Pelz zu "kämmen". Sollten sich schon Knoten gebildet haben müssen die dringend herausgeschnitten werden, und zur Not muss man das Tierchen einmalig mit einem feinzinkigen Kamm (Zoohandel) durchkämmen. Den Rest erledigt dann ein richtiger Sand.
Angi

Habe gestern starken Milbenbefall festgestellt (teilweise Schuppenbildung). Was ist für Chins geeignet? Gibt es Sandzusätze?
Da Milben beim Chin eigentlich nie vorkommen (kein Fett auf der Haut =schmeckt nicht), vermute ich eher einen Pilz. Abklären muss das ein Tierarzt. Da wird eine Probe der Schuppen abgebürstet und ins Labor geschickt. Dort wird die Pilzart bestimmt und auch gleich das passende gegenmittel ermittelt. Bitte unternehmen Sie keine Behandlungsversuche, BEVOR nicht die Probe fürs Labor genommen wurde, da diese sonst evtl. verfälscht wird. Resultat: das ermittelte Medikament wirkt nicht zuverlässig, somit kann sich die Pilzbehandlung monatelang hinziehen und geht sehr an die Sustanz des Chins (und auch auf den Geldbeutel). Außerdem sind viele Hautpilze auch für Menschen ansteckend.

Um künftig Pilze zu vermeiden, ist es ratsam, sich selbst und Besuchern die Hände zu desinfizieren, bevor in den Käfig gegriffen wird. Futter und Heu muss frisch und duftig riechen, die Luftfeuchtigkeit sollte max. 60 % betragen. Und streiche Nüsse komplett vom Speiseplan, die sind mit Schimmelpilzsporen überzogen (sind auch sonst total ungesund, da das Verdauungssystem nicht auf die fette Kost ausgelegt ist).
Angi

Mein Chinchilla kratzt sich wie wild und kann keine 2 Minuten mehr still stehen? Nach einem halben Tag hatte sie sich eine kleine Stelle von Fell weggekratzt. Wir haben es mit Kamillentee betupft und das scheint geholfen zu haben. Was kann ich sonst noch tun?
Mein erster Eindruck ist der, dass sich das Chinchilla irgendwo Pilze geholt hat, allerdings lässt sich dies mit Sicherheit nur durch einen Test beim Tierarzt sagen. Der hat die Möglichkeit, durch einen Abstrich die genaue Pilzart zu bestimmen (bzw. Pilze auszuschließen) und kann dann eine genau passende Creme verordnen. Wenn dieser Juckanfall jedoch einmalig war, würde ich erst mal abwarten und die Wunde genau beobachten. Wenn sie nässt, kannst Du ruhig etwas Wundpuder für Babys oder sogar einen antibiotischen aus der Apotheke drauf tun, bei Entzündungen musst Du zum Arzt. Wenn das Jucken dann nicht mehr wieder kommt, war es vielleicht ein kleiner Abszess (kommt manchmal nach einer Verletzung, z. B. Kratzer, vor), das sich jetzt von allein erledigt hat.
Angi

Habe seit ein paar Tagen ein ca.7 Wochen altes Chinchilla. Seit ein paar Tagen ist mir allerdings aufgefallen, dass mein "Muck" an der rechten vorderen Pfote ein Loch hat. Die Stelle ist dort kahl und man sieht seine Haut. Sieht so eigentlich nicht schlimm aus. Habe aber gelesen, dass es manchmal zu Pilzinfektionen kommen kann, das sich mit "Löcher im Fell" bemerkbar macht. Was soll ich jetzt tun? Ist es was schlimmeres oder ist es z.B. nur eine kahle Stelle, die nicht weiter zu berücksichtigen ist, da sie von alleine wieder zu wächst.
Geht bitte zum Tierarzt. Er macht einen Abstrich, setzt eine Kultur an und bestimmt so die Pilzart, bzw. schließt einen Pilz aus. Löcher im Fell kommen zu über 90 % von Pilzen, unbehandelt kann eine Pilzinfektion zum Tode führen, speziell, wenn das Tier noch so jung ist, wie deines. Wenn ich dich richtig verstehe, hast du das Kleine ja mit 7 Wochen bekommen - das ist viel zu früh. In dem Alter sind sie noch nicht mal abgestillt. Wichtige Stoffe für das Immunsystem, das die Kleinen über die Muttermilch bekommen, fehlen ihm also, es wird immer ein anfälliges Tier sein. Setzt den Kleinen mal auf die Waage. Wenn er nicht mindestens 250 Gramm hat, musst du ihn mit Hand füttern.
Angi

RUND UM DEN PENIS

Wir haben gestern bei unserem Schnuff "Gismo" festgestellt, dass sein Glied etwas angeschwollen ist und er es nicht mehr einziehen kann. Wir haben natürlich sofort gedacht, dass sich dort evtl. ein Haarring gebildet hat. Aber nachdem wir in vorsichtig untersucht haben, mussten wir feststellen, dass dies nicht der Fall ist. Gismo verhält sich auch ganz normal, also nicht so, als ob ihm etwas weh tun würde.
Ihr solltet sofort zum Tierarzt gehen. Es kann sein, dass sich ganz hinten doch ein Haarring angesammelt hat, an den ihr ohne das nötige "Werkzeug" gar nicht ran kommt. Bei einem Haarring ist schnelles Handeln unbedingt nötig, denn der Penis kann binnen Stunden absterben. Es könnte auch ein Penisvorfall (z.B. durch heftiges und häufiges Aufreiten auf seinem Bruder) sein, der sofort vom Tierarzt behandelt gehört, bevor noch was ausleiert. Oder er hat eine Verletzung, die sich entzündet hat und braucht schnell Antibiotika. Ruf SOFORT den Tierarzt an und sage, dass es ein Notfall ist und du noch heute Vormittag einen Termin brauchst!!!!!
Angi

Seit gestern habe ich ein Problem mit Randy, bzw. hat Randy ein Problem. Als ich gestern nach Hause kam, saßen meine zwei Mäuse noch schlafend in ihrer Höhle. Randy saß etwas verrenkt da, war wie ein Igel zusammengerollt. Als ich genauer hinsah, stellte ich fest, dass er seinen Penis im voll ausgefahrenen Zustand im Mund hatte und im Schlaf darauf rumkaute. Als er mich bemerkte, kam er natürlich sofort aus der Höhle, um ein Leckerle abzuholen. Als dabei sein Penis wieder unter die Vorhaut zurückrutschte, konnte ich eine wunde Stelle entdecken. Natürlich habe ich ihn sofort aus dem Kaefig genommen und den Penis genauestens untersucht, allerdings konnte ich nichts Verdächtiges entdecken. Kein Haarring, keine andere Verletzung, nur die wundgelutschte Stelle. Die habe ich mit Babypuder behandelt und habe Randy zurück in den Käfig gesetzt. Da es erst 18 Uhr war, hat er sich nochmals zu einem kleinen Schläfchen zurückgezogen und - schwups - hatte er den Penis schon wieder im Mund. So ging das gestern 3 Mal, bis er schließlich wach geblieben ist! Da war es dann gut, Probleme oder Schmerzen scheint er keine zu haben. Heute Morgen habe ich ihn dann noch mal eingepudert, doch bis ich aus dem Haus bin, saß er schon wieder mit Penis im Mund in seiner Höhle. Kann mir jemand sagen, was das soll? Ist das nur ein Tick von ihm oder kann das ein ernstes Problem sein? Und wie kann ich ihm das wieder abgewöhnen?
Ich habe mit der Tierärztin telefoniert. Sie tippt auch auf Selbstbefriedigung, die Wunde kommt von zu heftigem Nagen. Bepanthene ist besser wie Öl und Puder, da hattest du recht. Zusätzlich muss ich jetzt die Penisspitze (aber nur die Vorhaut) mit pH-neutraler Seife betupfen, den Geschmack mögen Chins nämlich gar nicht. Das klappt wunderbar, die Wunde heilt schon recht gut.
Angi

RUND UM INNERE ERKRANKUNGEN

Fussel ist zwei Jahre alt, naturfarben und hatte noch nie Babies. Sie hat nicht abgenommen und frisst unverändert sehr gerne.  Der Käfig hat die Maße 2,30 (H) x 1,10 (B) m und ist aus Holz gefertigt. Wir haben noch drei andere Chins (ein Männchen und zwei Weibchen). Das dritte Weibchen (Schniffel) haben wir vor ca. 2 Monaten gekauft. Als wir Schniffel in den Käfig gesetzt haben, hat Fussel sie sofort attakiert und selbst, als sie keine Kraft mehr hatte, ist sie immer wieder auf unseren Neuzugang losgegangen. > Sie war total erschöpft danach und ist nur noch rumgelegen. Nach zwei Tagen haben sie sich jedoch super verstanden und mögen sich nun sehr. Fussel hat jedoch seit dieser Zeit eine Pumpatmung. Ich war mit ihr jetzt schon mehrere Male beim TA, das erste Mal als er sie abgehört hatte, hat er Lungengeräusche festgestellt (auch ein leichtes Herzgeräusch). Die Diagnose war eine leichte Entzündung der Lunge und er hat Fussel dann auch ein Cortison gegen die Entzündung gegeben. Der Zustand hatte sich danach nicht merklich verbessert.  Dann waren wir eine Woche im Urlaub und Fussel hatte zur Stabilisierung eine Vitamin B Komplex Spritze bekommen. Als wir zurück waren, ist sie herumgesprungen wie immer, nur diese merkwürdige Pumpatmung war immer noch da, also bin ich mit ihr nochmal zum TA und wollte sie eigentlich röntgen lassen, damit man eine Herzerkrankung ausschließen kann. Der TA meinte jedoch man wird auf dem Röntgenbild höchstwahrscheinlich nichts erkennen. Er hat dann auch keines gemacht, da er meinte eine Narkose wäre dazu nötig (und er kann keine Gasnarkose in seiner Paraxis machen). Er hat mich gefragt ob ich immer das gleiche Heu verwende, da sie auch eine Allergie haben könnte. Aber da ich fast jeden Monat das Heusorte wechsel, denke ich das dies nicht in Betracht kommt. Dann hat er ihr nochmal Cortison gespritzt, aber es ist immer noch nicht besser geworden. Der TA meinte noch, als ich ihm die Geschichte mit Schniffel erzählt hatte, daß es gut möglich sein kann, daß sie an diesem Abend sich so überanstrengt hat, daß sie einen Herzinfarkt hatte, und das Herz davon einen Schaden genommen hat. Die Pumpatmung könnte daraus resultieren. Hast du schon einmal so eine Pumpatmung bei einem Chinchilla beobachtet? Was könnte der Auslöser sein?
Natürlich können Chins auch Herzfehler bzw. Herzkrankheiten haben, und oftmals tritt bei Herzproblemen auch Wasser in der Lunge auf, was u.a. diese Pumpatmung verursachen kann. Abklären kann man das nur durch ein Röntgenbild und ggf. Ultraschall vom Herz und EKG. Eine Narkose muss dazu nicht unbedingt sein, evtl. kannst du sie auch festhalten (wenn sie brav ist), ansonsten auf jeden Fall mit Gasnarkose. Wenn die Ursache das Herz ist, kann man deiner Süßen bestimmt mitMedikamenten helfen, da gibt es ganz tolle Herzmedis, die das kranke Herzchen unterstützen, und Entwässerungsmedikamente, die die Lunge wieder frei machen.

Sollte bei der Untersuchung kein Herzfehler entdeckt werden, würde ich dir zu einer kompletten Kotuntersuchung (Bakteriologie, Mykologie, Parasitologie) raten. Evt. beherbergt deine Kleine auch einen Lungenerreger (eingeschleppt durch den Neuzugang oder schon länger "schlafend" in ihr und durch Stress aktiviert), der mit Antibiotika behandelt gehört.

Sollte danach auch kein Befund vorliegen, musst du wohl damit leben, dass deine Fussel gehandicapt ist und vermutlich auch nicht so alt wie ein gesundes Chin wird. Wenn sie dann stirbt, möchte ich dir jetzt schon eine Autopsie ans Herz legen, denn manche Krankheiten kann man leider erst am toten Tier feststellen, man kann aber die noch lebenden Tiere effektiv dagegen behandeln.
Angi

Wir haben seit Samstagabend ein Chinchillamädchen zur Pflege. Meine Schwägerin hat sich das Tier vor 3 Wochen aus dem Tierheim geholt und wir sind nun, während des einwöchigen Urlaubes, die Betreuer. Wir haben das Tier mit seinem Käfig in ein ruhiges Zimmer gestellt, abseits von Fernsehen, störendem Lärm und familiären Geräuschen. Die erste Nacht hat es gefressen, während des Montags fiel uns auf, dass die Kotbällchen immer kleiner wurden und das Tier auch keine Leckerei mochte. Die kommende Nacht fraß es nichts, der Kot blieb aus und wir gingen zum Tierärztin. Diese verabreichte eine "Zwangsernährung" (1ml. aufgelöste Pellet) und eine Schmerzspritze. 2 Stunden später konnten wir ihn mit einem gedünsteten Apfelstück zum Fressen bewegen. Zusätzlich futterte er 1 viertel Haselnuss, 1 Cent großes Stück Knäckebrot und ein Stück von einer Vitamintablette. Gestern war immer noch kein Kot auffindbar und der Chinchilla wird immer träger. Die Ärztin meint, die Darmpassage dauert 3 Tage und man soll sich keine Sorgen machen! Morgen, falls sich nichts Positives tut, soll ein Röntgenbild gemacht werden. Wir haben Angst, dass dieses Tierchen eingeht! Wie wir erfahren haben, hat das Chinchilla am Freitag ein Stück in Folie eingewickelte Schokolade geklaut und Teile gefressen. Kann das die Ursache sein? Oder liegt es am Umzugsstress? Was könnt Ihr uns raten?
Euer "Pflegekind" hat eine klassische Verstopfung (vermutlich von der Schokolade), die dringends behandelt gehört, da sie sonst garantiert tödlich verläuft. Leider scheint ihr an eine Tierärztin geraten zu sein, die nichts von Chinchillas versteht, denn sonst wüsste sie, das Chinchilla Dauerausscheider sind und das Ausbleiben des Kots sehr besorgniserregend ist. Wichtig sind jetzt 2 Dinge: ihren Darm am Arbeiten zu halten und die Verstopfung aufzulösen. Bereits 10 Stunden ohne Nahrungsaufnahme können für ein Chinchilla tödlich sein, da der Darm zusammenfällt und verklebt. Ich hoffe, sie hat in den vergangenen Tagen wenigstens ein bisschen was zu sich genommen, sonst ist es bereits zu spät. Wenn sie nicht richtig fressen will müsst ihr sie mit der Spritze zwangsernähren. Hierzu löst ihr Pellets in Wasser auf und vermischt sie 1 : 1 mit Alete Vollkornbrei Apfel-Banane oder Apfel-Karotte. Ihr müsst alle 4 - 6 Stunden füttern, über den Tag verteilt mind. 30 ml, je mehr, desto besser. Die meisten Chins schlabbern den Brei nach 2, 3 mal füttern freiwillig, aber sonst muss der Brei mit Gewalt rein.

Durch die Verstopfung haben sich in ihrem Gedärm sicherlich bereits Gase gebildet. Dagegen hilft Sab Simplex (Apotheke). Gib ihr alle 6 Stunden 0,1 ml pro 100 g Tier, so lange, bis die Verdauung wieder normal funktioniert. Zusätzlich braucht sie Milchsäurebakterien um die Darmflora wieder aufzubauen. Beim Tierarzt bekommt ihr Bird Bene Bac. Davon bekommt sie 2 x täglich einen kleinen Klecks (1/2 Haselnuss), die meisten Chins schlecken es begeistert vom Finger da es süß ist. Mit Sab Simplex und Bird Bene Bac ist schon so manche Verstopfung wieder abgeklungen. In diesem Fall aber, da ja überhaupt kein Kot mehr abgesetzt wird, würde ich zusätzlich auch noch Parafinöl (Apotheke) geben, und zwar einmalig 0,1 ml pro 200 g Tier, nach 24 Stunden noch mal, falls bis dahin immer noch kein Kot kam. Gönnt der Kleinen viel Auslauf und gebt ihr so viel Apfel, wie sie will. Brot solltet ihr auf jeden Fall weg lassen, da es stopft, und Nüsse sind auch nicht so toll. Versucht es lieber mal mit getrockneten Kräutern (Pfefferminze, Kamille).

Wenn sie dank des Parafinöls wieder etwas Kot absetzen kann, könnt ihr auch versuchen, etwas Karlsbader Salz ins Trinkwasser zu geben. Achtet aber darauf, das sie trotzdem ausreichend trinkt.
Angi

Das Sorgenkind ist eine schwangere, ca. 8 Monate alte Chinchilla-Dame (Josy), die mit einem etwas jüngeren Böckchen (Felix) in einem ziemlich großräumigen Stall lebt. Sie ist eigentlich quietschvergnügt, frisst, tollt bei ihrem täglichen 1-1,5stündigen Auslauf lebhaft umher, ist weder zu dünn noch zu dick, etwas größer als das Böckchen. Ihr Kot sieht "gesund" aus, sie hat so gut wie nie Anzeichen von Verdauungsproblemen. Als Nahrung erhält sie Chin-Pellets und Kräuter, Wasser und Heu. Außerdem hat sie Nager- und Salzsteine im Käfig und natürlich ein Sandbad und Nageräste. Stress hat sie eigentlich nicht, da beide tagsüber völlig allein in unserer ruhigen Wohnung sind. Vor ca. 2 Monate hat sie den ersten (beobachteten) Krampfanfall gehabt. Sie lag versteift auf der Seite, hat teilweise ihr Hinterteil in die Höhe gestreckt und nur wenige Male gezuckt, war völlig abwesend. Sie hat sich immer wieder versucht zu bewegen, verkrampfte aber erneut. Es sah wie ein epileptischer Anfall aus. Seit den letzten 3 Wochen sind diese Anfälle nun häufiger, ca. alle 3 Tage einmal und immer nach dem oben genannten Schema. Nach jedem Anfall (von 1 Minute) ist sie völlig verängstigt, versteckt sich meist. Der Tierarzt konnte nichts feststellen, verwies auf einen Mineralmangel. Nun reiche ich ihr täglich ein Mineralmix mit dem Trinkwasser, aber die Krämpfe treten nach wie vor auf.
Solche Krämpfe sind ein Anzeichen für einen Vitamin B- und/oder Kalziummangel. Da die Krämpfe durch den Mineralmix nicht besser geworden sind, enthält er entweder die falschen Vitamine / Mineralien, oder er ist zu schwach dosiert. Welchen Mix (Inhalt?) in welcher Dosierung gibst du denn? Welche Farbe haben ihre Zähne? Welches Futter fütterst du? Ich vermute mal, dass dein Futter aus der Zoohandlung ist - da sind meistens viel zu wenig Vitamine drin (Haltbarkeit mind. 2 Jahre, nach 6 Monaten sind die Vitamine aber schon zersetzt). Für das Böckchen reichen die Vitamine gerade noch aus, für das Weibchen, das in der Schwangerschaft einen erhöhten Bedarf hat, nicht mehr. Durch eine Futterumstellung könntest du die Sache langfristig in den Griff bekommen, kurzfristig musst du auf jeden Fall mit Vitamintropfen und Kalk behandeln. Und wenn sie wieder solch einen Krampfanfall bekommt, dann musst du mit ihr unverzüglich zum Tierarzt. Eine Spritze mit hochdosiertem Vitamin B und Kalzium in der ersten halben Stunde nach Beginn des Krampfes kann Leben retten, denn jeder Krampfanfall belastet den Organismus und könnte zu einem Kreislaufkollaps führen.
Angi

Ich habe ein Problem und hoffe, das ihr mir da vielleicht weiterhelfen könnt! Unser Chinchilla (jetzt ca. 1 1/4 Jahre als) hat schon vor einiger Zeit angefangen überall hinzupinkeln. Wir vermuten, dass er markiert. Das ist jetzt allerdings so schlimm geworden, dass man ihn kaum noch frei laufen lassen kann, da er wirklich, wo er hinkommt, aufs Bett, in CD-Hüllen, auf Bücher, in den Schrank oder in diverse Ecken sich überall verewigt! Die Konsequenz wäre jetzt, ihn nicht mehr aus dem Käfig frei laufen zu lassen, was wir auf keinen Fall wollen oder ihn abzugeben. Da ich ihn aber wirklich sehr gerne behalten würde frage ich euch....meint ihr, es hilft, ihn zu kastrieren?
Wenn Chins markieren, hinterlassen sie nur eine ganz dünne Urinspur, die sie dann mehrere Meter hinter sich her ziehen. Das sieht man kaum und es stört auch nicht. Wenn euer Süßer dauernd Pfützen hinterlässt ist das vielmehr ein Zeichen, dass was nicht in Ordnung ist. Evtl. hat er eine Reizblase, Blasensteine, Blasenentzündung oder so, evtl. ist es auch eine genetisch bedingte Krankheit (Defekt der Harnleiter, Zwitter). Du solltest ihn mal beim Tierarzt durchchecken lassen, speziell wenn teilweise auch das Fell urinverklebt ist. Hast du einen chinfähigen Tierarzt? Wahrscheinlich kann man zumindest eine Besserung erzielen. Bis dahin wäre Auslauf im Bad ganz angebracht, da kann man leicht putzen. Sollte ein Tierarzt ihn nicht behandeln können, müsstest du ihm dauerhaft Auslauf im Bad geben, oder ihm einen großen Käfig zur Verfügung stellen (bei 1 x 1 x 1 m wollen die Chins eh kaum raus). Eine Kastration hilft so oder so nicht, weil es ja kein Markieren ist, endet aber oft tödlich. Davon würde ich dringend abraten. Wenn du ihm Gesellschaft geben willst, aber keinen Nachwuchs haben möchtest (würde ich von abraten, wenn das Urintröpfeln genetisch bedingt ist, vererbt sich das), kannst du ihm auch ein junges Böckchen beisetzen. Am besten gehst du mit ihm zu einem Züchter, bei dem du ihn mitbringen kannst, dann kann er vor Ort entscheiden, ob ihm sein neuer Gefährte sympathisch ist. Manchmal bedarf es ein paar Versuche mit versch. Böckchen, denn manche der Kleinen sind sehr wählerisch;-)
Angi

Mein Problem ist, dass Vibi seit einiger Zeit schon An Durchfällen leidet, wir waren schon gleich beim Tierarzt er gab mir erst Bird Bene Bac, als es nach einigen Tagen nicht besser wurde, gab sie Baytril, half auch nichts, in der Zwischenzeit wurde der Kot wieder etwas besser, aber nur von kurzer Dauer. Waren immer wieder beim Arzt, er hat immer wieder andere Sachen ausprobiert, alles ohne Erfolg, jetzt weiß ich nicht mehr weiter, sie nimmt immer weiter ab, frisst aber normal wie gehabt und hat auch Appetit! Sie bekommt trotzdem ihren Auslauf und ist auch einigermaßen normal mit ihrem Verhalten. Kannst du mir vielleicht sagen warum das so unterschiedlich sein kann und warum bei ihr nichts anspringt! Hab echt Angst das sie irgendwann nicht mehr da ist, weil das alles schon so lange andauert!
Wurde denn schon eine Kotuntersuchung gemacht, oder doktert deine Tierärztin auf gut Glück herum? Eine Kotuntersuchung ist bei andauernden oder immer wieder kehrenden Durchfällen unerlässlich, und zwar die komplette Parasitologie + Giardien (Extratest ELISA), Bakteriologie + Pseudotuberkolose (Extratest Kälteanreicherung) und nach Pilzen muss geschaut werden. Sowohl bei Parasiten als auch bei Pilzen hilft Baytril nicht, und auch manche Bakterien sind dagegen resistent. Eine Kotanalyse zeigt schnell auf, was den Durchfall verursacht, und mittels eines Antibiogramms erfährst du auch gleich, mit welchem Medikament du wirksam behandeln kannst.
Angi

Meine Frage an euch betrifft den Gesundheitszustand unseres Chinchilla-Böckchen. Das Tier ist 6 Monate alt. Die erste Zeit nach dem Kauf war auch noch alles in Ordnung mit ihm. Aber seit ca. einer Woche sind die Sitzbretter im Käfig mit Kot beschmiert und der After des Böckchen sieht ebenfalls verschmiert aus. Wir haben es schon mit Heu anstatt Chinchilla-Futter oder Chinchilla-Pellets versucht, allerdings ohne größeren Erfolg. Unsere Sorge betrifft auch unser Weibchen, welches ebenfalls mit im Käfig ist. Könntet ihr uns vieleicht einen Tip geben, wie wir den Kleinen wieder auf "Trab" bringen können.
Durchfall ist beim Chinchilla eine ernste Erkrankung, die sofort behandelt gehört. Eine Woche ohne Behandlung ist eine recht lange Zeit, die den kleinen Organismus schon sehr geschwächt hat, daher ist er so schlapp. Wichtig ist jetzt, den Durchfall so schnell wie möglich zu stoppen, damit der Kreislauf nicht komplett zusammenklappt, und dann muss die Darmflora wieder aufgebaut werden. Ferner müsst ihr nach den Ursachen für den Durchfall fahnden und diese beseitigen.
Den Durchfall stoppt ihr am besten mit einer "Diät" aus Heu (muss ständig zur Verfügung stehen), ein paar Pellets, 1 TL Haferflocken und 1 TL Kamillenblüten. Ferner bekommt er ein Stück getrocknetes Tafelbrötchen und in einer zweiten Trinkflasche solltet ihr ihm Schwarztee alternativ zum Wasser anbieten.
Um die Darmflora wieder aufzubauen, müsst ihr beim Tierarzt heute noch Bird Bene Bac besorgen. Davon bekommt er 2 x täglich einen Klecks von Größe einer halben Haselnuss. Tastet mehrmals täglich seinen Bauch ab und haltet Sab Simplex (Apotheke) bereit. Sobald die Bauchdecke prall wird, verursacht durch Fehlgärungen, bekommt er davon alle 6 Stunden 0,1 ml /100 g Körpergewicht.
Innerhalb von 2 Tagen müsste sich eine deutliche Besserung zeigen. Ansonsten muss er vom Tierarzt ein Antibiotikum bekommen und es wäre zu empfehlen, eine Kotprobe ins Labor zu schicken. Der Tierarzt soll ihm dann auch eine Elektrolytlösung und Amynin spritzen.
Um die Ursache des Durchfalls zu finden, müsstet ihr mir genaueres über seine Lebensumstände berichten. Woher habt ihr ihn? Was und in welcher Menge hat er dort zu fressen bekommen? Seit wann habt ihr ihn? Was und in welcher Menge bekommt er bei euch? Futterwechsel? Woher ist das Weibchen und seit wann habt ihr sie? Wie ist der Käfig eingerichtet? Wo bekommen sie Freilauf? Was steht dabei im Zimmer (Pflanzen, behandelte Möbel...)?
Angi

Seit zwei Tagen beobachte ich bei meinem Chinchilla (weiblich) Blut im Urin. Der Stuhl ist in Ordnung und auch beim Freilauf verhält er sich normal- eben aufgeweckt. Fressen will er allerdings auch nicht so richtig. Das Futter habe ich nach meiner Beobachtung auf Pellets, Wasser und Heu beschränkt. Was könnte das für eine Krankheit sein? Soll ich sofort zum Arzt und/oder wie soll ich ihn behandeln?
Geh bitte sofort zu einem guten Tierarzt, der sich mit Chinchis auskennt. Blut im Urin weist auf eine Schädigung der Niere(n) oder des Harnleiters hin, selbst rumzudoktern bringt da wenig. Eine sofortige sachkundige Behandlung der Ursache ist unbedingt erforderlich. Blut im Urin kann durch eine Quetschung einer Niere (z.B. durch Sturz, Aufprall mit der Niere auf die Kante eines Sitzbretts) kommen, dann geht es von alleine vorbei. Sicher kannst du aber nur durch eine Ultraschalluntersuchung sein, die nur ein TA machen kann. Weiter Ursachen können eine Blasenentzündung oder eine Infektion der Harnwege sein (Antibiotika), ein Tumor in einer Niere (kann auch mit Ultraschall festgestellt werden, muss operiert werden) oder eine Schrumpfniere (kann auch medikamentös behandelt werden). Außerdem gibt es bei Chinchillas ein besonderes Nierenleiden, dessen erstes Symptom unkontrollierter Urinabgang ist (verklebtes Fell um den Harnröhrenzapfen herum), später kommt dann Blut im Urin hinzu. Diese Tiere werden leider nie besonders alt, aber mit Medikamenten können sie zumindest ein paar Jahre glücklich und vor allem schmerzfrei leben.

Zum Thema Fressen: wenn sie Schmerzen hat, frisst sie automatisch weniger. Vollkommen falsch ist jetzt, sie auch noch auf Schonkost zu setzen, denn so riskierst Du, dass sie gar nichts mehr frisst. Erhöhe lieber den Anteil an Dingen, die sie gerne frisst, denn wichtig ist, sie überhaupt am Fressen zu halten. Bei besonders guten Dingen lässt sich der Schmerz schon eher ignorieren und es ist wichtig, dass sie ihr Gewicht hält.
Angi

Wir haben gerade gesehen (zum ersten Mal), wie sich unsere Chinchilla-Dame übergeben hat. Wir haben vier Chinchillas, z.T. schon seit drei Jahren. Wir haben einiges gelesen und achten darauf, dass sie in der Wohnung nichts fressen, was nicht gut ist. Aber darüber, dass sich Chinchillas übergeben habe ich noch nie etwas gehört. Was kann der Grund sein?
Ein Chinchilla kann sich nicht übergeben, das ist anatomiosch unmöglich. Entweder hat sie gewürgt und dabei gespeichelt - das wäre ein Anzeichen für eine Vergiftung oder eine Infektion - oder sie hat Futterkrümel ausgehustet/ausgespukt, die sie noch nicht ganz hinunter geschluckt hatte (Zahnprobleme oder Infektion). Wenn sie nicht gerade in letzter Zeit eine Narkose hatte (schlägt auf Leber = Vergiftung), solltet ihr schnellstens zum Tierarzt und sie untersuchen lassen. Nach einer Narkose reicht es, wenn ihr euch beim Tierarzt ein Medikament zur Leberregeneration besorgt (gibt's auch homöopatisch).
Angi

Mein 7jähriges Chinchillaweibchen leidet unter Gewichtsabnahme. Sie ist jetzt schon sehr dünn und wiegt nur noch 400 Gramm. Ich versuche sie mit allem möglichem vollzustopfen. Aber sie isst dann ein bischen von ihren Lieblingsspeisen und dann wars das. Noch nicht mal Rosinchen helfen. Sie hat allerdings ein bischen Ziegenrücken, aber das hat sie schon viele Jahre. Vielleicht wisst ihr noch einen Ratschlag, was ich tun kann?
Solch rapiden Gewichtsabnahmen weisen auf eine Krankheit des Verdauungstraktes hin. Wo genau das Problem liegt, solltest du durch genaues Beobachten und mit Hilfe eines Tierarztes klären. Hat sie vielleicht Zahnprobleme (langsames Fressen, krümeln, speicheln, TA findet Verletzungen im Maul, Röntgenbild zeigt schiefe Zähne) oder einen Fremdkörper (z.B. Tackerklammer von Knabberstange) im Maul? Oder Darmparasiten/Darmpilze (Kotuntersuchung)? Vielleicht ist auch ihre Verdauung durch falsches Futter zu träge (Kötel in Wasser auflösen, es dürfen keine Fasern zurück bleiben), oder sie ist einfach nur verstopft? Eine andere Möglichkeit wäre der "Ziegenrücken", welcher ein äußerliches Symptom für einen schweren Leberschaden ist. Die Leber regeneriert sich mit der richtigen Behandlung zumeist wieder, unbehandelt kommt es früher oder später oftmals zu Leberkrebs. Du schreibst selbst, dass sie seit Jahren mit dem Ziegenrücken lebt (und nie behandelt worden ist?), vielleicht ist die Appetitlosigkeit und der Gewichtsverlust auch eine Folgeerscheinung einer Krebskrankheit? Auf jeden Fall solltest du so schnell wie möglich zu einem chinerfahrenen Tierarzt, der die Ursache feststellen und behandeln kann. Speziell Leberkrebs ist sehr schmerzhaft und man darf wirklich keine Zeit vergeuden.
Angi

Mein Chinchilla hat unter den Vorderpfoten (Bei uns wäre es unter den Achseln) Geschwulst. Auf beiden Seiten, am selben Ort. Sie sind Sackartig, weich, und scheinen keine Schmerzen zu verursachen. Das Fell ist dort weg und die Haut ist rosa. ca. Baumnussgroß. Mein Chin lebt alleine, ist 15 Jahre alt, bekommt als Leckerli Nüsse und Dörrfrüchte. Der Tierarzt weiß nicht, was es sein könnte. Er meint: wahrscheinlich keine Tumore, auch nicht die Lymphknoten. Ich soll abwarten und beobachten. Es wäre mir natürlich lieber wenn ich wüsste was es ist. Haben sie schon mal so was gesehen ?
Diese "weichen Säckchen" sind ein Anzeichen für Übergewicht, Ihr Chin ist schlicht und einfach zu dick. Streichen Sie die tägliche Nuss und die Dörrfrucht, geben Sie statt dessen eine Haferecke oder eine getrocknete Hagebutte, ein kleines Stückchen getrocknetes Vollkornbrot oder ein Stückchen Johannisbrot. Die Chins mögen das fast so gerne wie Nüsse und Früchte, es ist aber viel gesünder und hat weniger Kalorien/Fett/Zucker. Nüsse sind sehr Fett und das belastet die Leber, es droht Leberverfettung. Außerdem sind Nüsse oft mit Schimmelpilzsporen belastet, was wiederum auf die Leber (Giftstoffe) geht und das Immunsystem schwächt. Dörrobst enthält viel Zucker, dieser greift den Zahnschmelz an und verursacht Karies. Es drohen Zahnfäule und Zahnausfall. Mit 15 Jahren ist ihr Chin ja schon ein Senior, da ist eine vernünftige Fütterung besonders wichtig. Wie bei den Menschen brauchen auch bei den Chins die Senioren nicht mehr so viel Energie, daher müssen sie weniger bzw. energieärmer fressen. Das er bis jetzt nicht mehr auf die Waage bringt, hängt vermutlich mit einem parallel verlaufendem altersbedingten Muskelabbau zusammen, der bei Senioren öfter erfolgt und eigentlich einen Gewichtsverlust zur Folge hat. Ohne Nüsse und Obst wird sich sein Gewicht bestimmt bald normalisiert haben, etwas mehr Auslauf beschleunigt diesen Prozess und wirkt dem Muskelabbau entgegen (er hat zwar einen großen Käfig, aber allein neigt er wohl eher dazu, die meiste Zeit in einer Ecke zu sitzen). Die kahlen Stellen verschwinden zwar nicht wieder, sie werden aber auch nicht mehr größer.
Angi

RUND UM DAS AUGE

Ich habe einen etwa 1,5 jahre alten Chinchilla Böckchen. Mit ihm hatte ich noch keine Probleme, nur seit dem Wochenende hat er an den Augen so ein weißes Segret. Sieht aus wie beim Menschen, der Schlafsand oder wenn man Bindehautentzündung hat. Er lässt sich aber nichts anmerken, dass es ihm schlecht geht oder so.
Ein tränendes Auge kann viele Ursachen haben - angefangen von einer leichten Reizung durch Sand im Auge bis hin zu einer schweren, unbehandelt tödlich verlaufenden Infektion. Da beide Augen betroffen sind, ist Sand eher unwahrscheinlich, aber eine Bindehautentzündung ist genau so möglich wie eine Infektion (der Erreger kann harmlos sein, aber auch sehr aggressiv). Hat die Tierärztin dir Augentropfen gegeben? Ansonsten besorg dir in der Apotheke welche, gut geeignet sind homöopathische mit Augentrost. Und bring dir auch gleich ein Fläschchen Kochsalzlösung und eine Spritze mit. In den nächsten Tagen musst du den Eiter täglich (am besten abends) mit der Kochsalzlösung aus den Augen heraus spülen. Fange dabei die Kochsalzlösung mit einem Wisch- und Weg gleich wieder aus, denn wenn das Fell ums Auge herum feucht wird, ist dies wieder ein idealer Nährboden für alles mögliche. Nach dem Spülen bekommt er dann Augentropfen. Entferne in dieser Zeit auch das Sandbad, das bekommt er erst wieder, wenn die Augen total trocken sind.

Bei einer leichten Bindehautentzündung (z.B. durch Zugluft) hast du die Sache schnell im Griff. Wenn seine Augen nach 3 Tagen nicht merklich besser aussehen oder sich sogar verschlechtern, musst du zum Tierarzt und eine Tupferprobe des Augensekrets nehmen lassen. Im Labor wird die Probe auf alle möglichen Erreger hin untersucht, so dass du im Anschluss mit dem passenden Antibiotika behandeln kannst. Sollte dein Tierarzt einfach irgendwelche antibiotischen Augentropfen verordnen such dir einen anderen Tierarzt. Schließlich hast du ein Chin und kein Versuchskaninchen, und da Chins sehr sensibel auf Antibiotika reagieren sollte man so wenig wie möglich rum experimentieren.
Angi