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----->vereinzelte Krankheitsbeschreibungen siehe Seite KRANKHEITEN II<-----

RUND UM FELLPROBLEME & PILZE
Löcher im Fell durch Pilze?

RUND UND UM ZAHNPROBLEME
Zahnanomalien
Zähneknirschen
Ernährung mit Brei
Zwangsernährung - Röntgen - Verletzung der Wangenschleim-
haut - Ursachenforschung

RUND UM DEN PENIS
Selbstbefriedigung
Haarring

RUND UM INNERE ERKRANKUNGEN
Blut im Urin
Durchfall
Chinchilla “übergibt” sich
Ziegenrücken
Chinchilla verfettet
Chinchilla “markiert”
Vitamin-B-Mangel - Krämpfigkeit
Verstopfung

RUND UM DAS AUGE
Bindehautentzündung oder Infektion?


 

RUND UM FELLPROBLEME & PILZE

Mein Chinchilla kratzt sich wie wild und kann keine 2 Minuten mehr still stehen? Nach einem halben Tag hatte sie sich eine kleine Stelle von Fell weggekratzt.  Wir haben es mit Kamillentee betupft und das scheint geholfen zu haben. Was kann ich sonst noch tun?
Mein erster Eindruck ist der, dass sich das Chinchilla irgendwo Pilze geholt hat, allerdings lässt sich dies mit Sicherheit nur durch einen Test beim Tierarzt sagen. Der hat die Möglichkeit, durch einen Abstrich die genaue Pilzart zu bestimmen (bzw. Pilze auszuschließen) und kann dann eine genau passende Creme verordnen. Wenn dieser Juckanfall jedoch einmalig war, würde ich erst mal abwarten und die Wunde genau beobachten. Wenn sie nässt, kannst Du ruhig etwas Wundpuder für Babys oder sogar einen antibiotischen aus der Apotheke drauf tun, bei Entzündungen musst Du zum Arzt. Wenn das Jucken dann nicht mehr wieder kommt, war es vielleicht ein kleiner Abszess (kommt manchmal nach einer Verletzung, z. B. Kratzer, vor), das sich jetzt von allein erledigt hat.
Angi

Habe seit ein paar Tagen ein ca.7 Wochen altes Chinchilla. Seit ein paar Tagen ist mir allerdings aufgefallen, dass mein "Muck" an der rechten vorderen Pfote ein Loch hat. Die Stelle ist dort kahl und man sieht seine Haut. Sieht so eigentlich nicht schlimm aus. Habe aber gelesen, dass es manchmal zu Pilzinfektionen kommen kann, das sich mit "Löcher im Fell" bemerkbar macht. Was soll ich jetzt tun? Ist es was schlimmeres oder ist es z.B. nur eine kahle Stelle, die nicht weiter zu berücksichtigen ist, da sie von alleine wieder zu wächst.
Geht bitte zum Tierarzt. Er macht einen Abstrich, setzt eine Kultur an und bestimmt so die Pilzart, bzw. schließt einen Pilz aus. Löcher im Fell kommen zu über 90 % von Pilzen, unbehandelt kann eine Pilzinfektion zum Tode führen, speziell, wenn das Tier noch so jung ist, wie deines. Wenn ich dich richtig verstehe, hast du das Kleine ja mit 7 Wochen bekommen - das ist viel zu früh. In dem Alter sind sie noch nicht mal abgestillt. Wichtige Stoffe für das Immunsystem, das die Kleinen über die Muttermilch bekommen, fehlen ihm also, es wird immer ein anfälliges Tier sein. Setzt den Kleinen mal auf die Waage. Wenn er nicht mindestens 250 Gramm hat, musst du ihn mit Hand füttern.
Angi

RUND UM ZAHNPROBLEME

Der Chinchilla unserer Tochter hat sehr stark abgenommen. Natürlich waren wir sofort beim Tierarzt. Dieser hat einen schrägen Backenzahn abgeknipst. Jedoch meinte der Arzt, dass dies nicht der Grund für diese extreme Unterernährung sein kann. Der Arzt gab uns den Tipp, den Chinchilla zwangs zu ernähren, da er ja nicht mehr freiwillig frisst. Babynahrung aus Karotte mit einer Einwegspritze soll er bekommen. Und dieser Tipp kommt mir etwas fragwürdig vor. Wird das nicht zu Verstopfung führen? Gäbe es eine bessere Möglichkeit? Wie oft muss der Chinchilla gefüttert werden? Alle 4 Stunden???
Der Backenzahn kann wohl die Ursache für solch eine Unterernährung sein. Da solch eine Zahnspitze sich in die zarte Schleimhaut in den Wangen bohrt, diese reizt und unbehandelt sogar Abszesse verursacht, stellen die Chins früher oder später das Fressen vor lauer Schmerzen sogar ganz ein und sterben daran. Der Tierarzt hat ganz recht, dass es am wichtigsten ist, das Tierchen zum Fressen zu bringen, denn bereits 10 Stunden ohne Nahrungsaufnahme können tödlich enden. Wenn er nicht freiwillig frisst, ist Babybrei eine gute Alternative. Je nach Vorliebe des Tieres empfiehlt sich Alete Vollkornbrei Apfel-Banane oder Apfel-Karotte. Wenn der Süße dann den Brei akzeptiert hat, könnt ihr vorsichtig anfangen, aufgeweichte Pellets unterzumischen, bis zu einem Verhältnis von 2 Teilen Pellets und 1 Teil Alete. Verstopfung braucht ihr nicht zu befürchten, eher einen leichten Durchfall durch die erhöhte Flüssigkeitszufuhr. Zusätzlich würde ich eine Behandlung mit Antibiotika befürworten, denn vermutlich ist die Wangenschleimhaut verletzt, und eine Entzündung hätte erst recht die Verweigerung jeglicher fester Nahrung zur Folge (und der Brei brennt, wird daher auch nicht richtig akzeptiert). Im Falle von Antibiotika solltet ihr dem Brei 2 x täglich einen Klecks Bird Bene Bac beimischen, das hilft die Darmflora intakt zu halten (zerstörte Darmflora = Verstopfung = Appetitlosigkeit). Füttern solltet ihr bei einem ausgewachsenen Tier alle 4 - 6 Stunden, über den Tag verteilt mind. 30 ml, je mehr, desto besser. Gut geeignet ist hierfür eine 50 ml Spritze ohne Nadel, da sie einen breiteren Ausgang hat, der nicht dauernd verstopft. Zusätzlich solltet ihr ihm ein Schüsselchen Brei in den Käfig stellen, damit er sich zwischen den Mahlzeiten bedienen kann. Wenn er ausreichend Brei aus der Schüssel schlabbert, könnt ihr das Füttern mit der Spritze langsam auslaufen lassen (Zyklus auf 8, dann auf 12 Stunden verlängern, dann nur noch abends anbieten). Wenn der Tierarzt alle Zahnspitzen erwischt hat, wird euer Kleiner auch bald wieder zusätzlich feste Nahrung zu sich nehmen, daher sollten immer frische Pellets und frisches Heu zur Verfügung stehen. Endziel ist es natürlich, den Brei wieder abzusetzen und ihn wieder ganz auf feste Nahrung umzustellen - dabei muss natürlich das Gewicht ständig kontrolliert werden und ggf. die Breidosis wieder erhöht werden, wenn er weiter abnimmt.

Als nächstes wäre es dann wichtig, abzuklären, ob die Zahnspitze von einer erblichen Zahnanomalie her kommt, oder ob z.B. ein Abszess bzw. zu wenig Nagemöglichkeiten/falsche Ernährung zu der Zahnspitze geführt haben. Am besten sieht man das auf einem Röntgenbild - bei der erblichen Zahnanomalie stehen schon die Zahnwurzeln schräg. In diesem Fall müsst ihr immer wieder mit Zahnspitzen rechnen, die in immer kürzer werdenden Abständen erfolgen müssen. Irgendwann verkraftet der kleine Körper die ewigen Narkosen nicht mehr und ihr müsst entweder damit rechnen, dass er irgendwann die Narkose nicht mehr überlebt, oder ihr müsst ihn einschläfern lassen. Im Falle eines Abszess ist es natürlich eine einmalige Sache, wenn das Abszess richtig ausgeheilt ist, und im falle von falscher Ernährung oder fehlenden Nagemöglichkeiten liegt es an euch, das zu ändern.
Angi

Mein Chinchilla Kimberly (3 1/2 Jahre alt) nimmt seit einiger Zeit stätig ab und ist jetzt im Gewicht seit ca. 2 Monaten stabil (440 g), jedoch sabbert sie ganz extrem und ich weiß nicht, wie ich ihr da weiterhelfen kann. Ich war vor ca. 1 1/2 Monaten beim Tierarzt und der hat die Backenzähne (sie waren etwas spitz) abgezwickt. Diese wachsen aber ständig nach! Außerdem kratzt sie sich seit kurzem extrem. Sie hat am Hinterteil ganz verzotteltes Fell und ich versuche zwar immer mit der Katzenhaarbürste zu kämmen, aber das will sie nicht so gerne. Außerdem hat sie manchmal in den Augen weißen Ausfluss.
Deine Kimberly scheint ein Inzuchttier zu sein. Daher kommen die Probleme mit den Zähnen und auch mit dem Fell. Ich hoffe, Kimberly hatte noch keine Babys, ansonsten musst du die Besitzer der Nachfahren schnellstens über die Zahnanomalie informieren, sie vererbt sich nämlich. Sowohl Kimberly als auch ihre Nachkommen sind NICHT zur Nachzucht geeignet, die Probleme verstärken sich von Generation zu Generation.
Helfen kannst du Kimberly in Bezug auf die Zähne nur, indem du regelmäßig den TA aufsuchst und die Zähne korrigieren lässt. Mit frisch korrigierten Zähnen kann sie wieder normal fressen (nimmt also auch zu) und sabbert auch nicht. Sollte sie nach der Korrektur immer noch sabbern, hat der TA nicht alle Ecken erwischt (er muss auch die Außenseiten der Zähne kontrollieren), bzw. es sind schon wieder welche nachgewachsen. Geh also bitte noch mal hin, er soll sich die Zähne noch mal anschauen. Aus welcher Gegend kommst du denn? Kennt sich dein TA gut mit Chinchis aus?
Da so eine Zahnkorrektur sehr stressig für das Tier ist, sollte man versuchen, durch die richtige Fütterung die Korrekturen so lang wie möglich rauszuzögern. Am besten stellst du ihre Ernährung komplett auf Heu (möglichst langes) und getrocknete Äste um. Ein paar Pellets sind auch erlaubt und ab und zu eine Haselnuss in der Schale. Völlig Tabu sind weiche Sachen wie Rosinen, getr. Obst, Frischkost, ... eben alles, was weich ist und die Zähne nicht abnutzt. Durch die richtige Fütterung kannst du das Zahnabschleifen im optimalen Fall auf ca. 1 x im Jahr verringern. Sobald sie jedoch anfängt, wieder Gewicht zu verlieren oder zu sabbern, musst du sofort zum TA.

Die tränenden Augen kommen übrigens auch von den Zähnen, die Tränenkanäle werden durch Schwellungen gereizt.
Die Fellknoten sind auch ein Zeichen für Inzucht und auch hier kannst du wenig dagegen tun. Du kannst Kimberly nur durch regelmäßiges Entfernen der Knoten Erleichterung verschaffen, denn die Knoten tun ihr weh. Darum kratzt sie sich auch. Am besten geht das zu zweit, einer hält sie fest, der andere schneidet die Knoten vorsichtig mit einer Nagelschere raus. Auskämmen lassen sie sich nicht, das Ziepen durch die Bürste verursacht ihr nur unnötige Schmerzen an der gereizten Haut.
Sind alle Knoten entfernt, kannst du mit dem richtigen Badesand der Neubildung entgegenwirken. Bewährt hat sich hierbei Blue Cloud, den du entweder pur oder 1 :1 mit spanischem Sand gemischt anbieten solltest. Ab und zu wirst du trotzdem einen neuen Knoten entdecken, den musst du dann natürlich auch wieder rausschneiden.
Angi

Meine Bekannte hat ein Tier, das nur mit Brei ernährt werden kann. Es ist mühselig und schwierig, das Tier bei Gewicht zu halten, aber leider kann es nichts Festes fressen.
Dem Chin von einer Bekannten sind nach falscher Korrektur einer Zahnfehlstellung alle Zähne ausgefallen. Bis die wieder nachgewachsen waren, konnte er natürlich nichts fressen. Da hat sie mein "Rezept" übernommen und hat ihn mit der Pipette Alete Obst und Gemüsebrei eingetrichtert. Zuviel Obstbrei gibt Durchfall (2 Pipetten am Tag waren aber o.k.), aber alle 2 Stunden 1 Pipettenfüllung Gemüsebrei (Spinat, Karotten, oder gemischt mit Kartoffeln) hat sich bewährt. Der Kleine hat sogar etwas an Gewicht zugelegt und war bei bester Gesundheit. Mittlerweile sind die Zähne wieder nachgewachsen, aber etwas Alete nascht er immer noch gerne.
Angi

Ich hab am Wochenende eine sehr seltsame Beobachtung gemacht und zwar knirscht der eine Chinbruder beim Fressen mit den Zähnen. Ist das schlimm? Woher kommt das? Er wiegt genauso viel wie sonst auch. Ach ja, und es ist der Dickere. Muss man deshalb zum Tierarzt oder ist das harmlos?
Wenn er nur manchmal leicht knirscht, kann es sein, dass er damit Unmut ausdrücken will. Irgend etwas passt ihm dann nicht, z.B. will er seine Ruhe, oder Du gibst ihm seiner Meinung nach zu wenig Leckereien (meine Standards knischen mich auch immer an, wenn ich vor dem Käfig stehe, sie aber weder streichle noch füttere). Auch bei Medikamenteneingabe kann man oft ein Zähneknirschen hören (auch Unmut). Ferner äußrn Chins auch Schmerzen manchmal durch Zähneknirschen.

Extremes Zähneknirschen ist auf jeden Fall abnormal, deutet auf eine beginnende Zahnfehlstellung hin. Es kann aber auch sein, dass bei ihm durch einen Unfall ein Stück Zahn abgebrochen ist. Das muss vom TA korrigiert werden, und zwar so schnell wie möglich, bevor sich durch die schiefen Kaubewegungen der Kiefer verschiebt und er richtige Probleme bekommt.

Ein weiterer Grund könnte eine Entzündung der  Maulschleimhaut sein (z.B. durch Verletzung). Solch eine Entzündung sieht man oft nicht, der TA kann aber einen Abstrich der Schleimhaut auf Bakterien und Pilze prüfen lassen (inkl. Resistenztest) und ggf. ein Antibiotika verordnen.
Angi

Wir haben ein 9 Jahre altes Weibchen, was bisher stets kerngesund war. Seit einigen Tagen jedoch stellt es das Fressen immer mehr ein. Zunächst fraß sie kein Heu mehr, dann verzichtete sie auf die gewohnten Pellets, nahm nur noch Fressen aus den im Handel üblichen "Leckerlis" an und heute frisst sie nur noch Apfel und Möhre, wobei sie die Schale des Apfels wegschmeißt. Sie kaut langsam und hat sichtbar Probleme dabei. In den letzten Tagen nahm sie natürlich ab und der gestrige Gang zum Tierarzt ergab, dass sie sich erkältet hat, weswegen sie ein Antibiotikum gespritzt bekam. Leider änderte das am Fressverhalten nichts. Die bisherige Diagnose konnten wir nachvollziehen, weil sie außerdem leicht tränende Augen hatte. Zur Zeit ist das Tier beim Tierarzt, der sie unter Narkose untersuchen will. Da wir uns nun über Zahnanomalien belesen haben, wäre unsere Frage: Ist es möglich, dass ein Tier mit 9 Jahren daran erkrankt oder hätte dies schon viel früher auftreten müssen, wenn diese Krankheit vorliegt. Und wie können wir sie füttern, wenn sie weiterhin das Fressen verweigert? Sicherlich wirkt sich dies doch bald auf die Verdauung aus. Über Tipps wären wir sehr froh, weil wir unserem langjährigen Gefährten gern helfen möchten.
Euer Weibchen hat ganz offensichtlich eine Zahnanomalie. Die Symptome sind klassisch, inkl. den tränenden Augen. Eine Erkältung steckt da nicht dahinter, das Antibiotika war völlig überflüssig und kann ihr sehr schaden, da es auf die Verdauung schlägt, die durch das wenige Fressen bestimmt sowieso schon nicht mehr die Beste ist. Ich hoffe, sie hat genug Reserven und übersteht das. Sorgt aber auf jeden Fall dafür, das sie kein weiteres Antibiotika gegen die "Erkältung" bekommt. Dafür müßt ihr ihr in den nächsten Tagen Bird Bene Bac geben, damit sich die durchs Antibiotika gestörte Darmflora wieder aufbauen kann. Und haltet Sab Simplex bereit, falls es zu einer Aufgasung kommt (gespannte Bauchdecke).

Eine Vollnarkose, nur um das Tier zu untersuchen? Würde ich nicht machen lassen. Die Zähne kann der Tierarzt auch so mit einem Ottoskop anschauen, eine leichte Sedierung ist nur zur Zahnkorrektur nötig. Wenn er sie schon betäubt, dann soll er auch gleich korrigieren und auch ein Röntgenbild vom Kiefer machen. Vermutlich wachsen die Zähne auch innerlich schräg und drücken auf den Tränen-Nasen-Kanal - daher die tränenden Augen. Wenn sich dieser Verdacht bestätigt, ist es kein "hausgemachtes" Zahnproblem (z.B. durch Verletzung), sondern wirklich die erbliche Form. Die tritt zwar meistens schon in jungen Jahren auf, bei manchen Tieren aber auch erst später (ich habe ein Böckchen, der hatte mit 8 Jahren die ersten Anzeichen).

Bei einer erblichen Zahnanomalie bestehen keine Chancen auf Heilung, man kann jedoch dem Tier noch einige Jahre ein schönes Leben bereiten. Irgendwann jedoch bekommt es große Schmerzen, dann muss man es einschläfern lassen. Daran solltet ihr im Hinterkopf immer denken, denn es kann sein, dass euer Weibchen schon zu geschwächt ist und die Narkose nicht mehr überlebt. Sollte das aber gut gehen und euer Tierarzt hat die Korrektur richtig gemacht, wird sie vorerst wieder fressen können. Um eine erneute Korrektur so lange wie möglich raus zu zögern ist es dann wichtig, dass sie möglichst viel Heu und Knabberäste bekommt, Leckerlies möglichst gar nicht - vielleicht mal ein Stückchen hartes Brot. Nur so nützen sich die Zähne wenigstens ein Stück weit ab. Bis die Entzündungen im Maul abgeklungen ist (hierfür bekommt sie sicherlich dann vom Tierarzt ein anderes Antibiotika, das ist o.K., aber denkt an das Bird Bene Bac!), wird sie aber noch nicht fressen können. Nach der Narkose ist es jedoch wichtig, dass sie sofort wieder Nahrung zu sich nimmt. Ich rate euch dazu, sie mit einer Spritze mit einem Brei aus aufgeweichten Pellets und Alete Vollkornbrei Apfel-Banane oder Apfel-Karotte zu füttern. Sie bekommt alle 4 Stunden so viel sie mag - mind. jedoch 30 ml pro Tag. Wenn sie den Brei akzeptiert könnt ihr ihr auch einfach ein Schälchen in den Käfig stellen und den Brei 2 x täglich erneuern. Achtet aber gut darauf, ob sie den Brei wirklich braucht, oder ob sie ihn nur aus Bequemlichkeit frißt ... je eher sie wieder Heu zu sich nimmt, desto länger dauert es, bis die nächste Korrektur fällig ist. Brei solltet ihr wirklich nur dann geben, wenn sie selbst nicht beissen kann, also während eines Wachstumsschubs der Zähne (Schmerzen, zu erkennen an den feuchten Augen), kurz vor einer fälligen Korrektur (Fressverhalten beobachten, wöchentl. Gewichtskontrolle) oder direkt danach.

Da es sich bei einer Zahnanomalie um eine Erbkrankheit handelt, solltet ihr auch den Züchter eures Weibchens sowie die Besitzer ihrer Babys (falls vorhanden) verständigen. Die komplette Linie gehört sofort von der Zucht ausgeschlossen. Sollte sie mit einem Böckchen zusammen sitzen, müsst ihr sie sofort trennen und ihr statt dessen ein Babyweibchen zur Gesellschaft geben.

Die tränenden Augen gehören auch behandelt, damit sich keine Entzündung darin festsetzen kann. Bewährt haben sich homöopatische Augentropfen mit Augentrost. Sobald die Augen feucht werden (bei jedem Wachstumsschub der Zähne), bekommt sie 1x täglich 1 Tropfen in jedes Auge. Sollten die Augen verklebt sein, müßt ihr sie zuvor mit isotoner Kochsalzlösung ausspülen.
Angi

RUND UM DEN PENIS

Wir haben gestern bei unserem Schnuff "Gismo" festgestellt, dass sein Glied etwas angeschwollen ist und er es nicht mehr einziehen kann. Wir haben natürlich sofort gedacht, dass sich dort evtl. ein Haarring gebildet hat. Aber nachdem wir in vorsichtig untersucht haben, mussten wir feststellen, dass dies nicht der Fall ist. Gismo verhält sich auch ganz normal, also nicht so, als ob ihm etwas weh tun würde.
Ihr solltet sofort zum Tierarzt gehen. Es kann sein, dass sich ganz hinten doch ein Haarring angesammelt hat, an den ihr ohne das nötige "Werkzeug" gar nicht ran kommt. Bei einem Haarring ist schnelles Handeln unbedingt nötig, denn der Penis kann binnen Stunden absterben. Es könnte auch ein Penisvorfall (z.B. durch heftiges und häufiges Aufreiten auf seinem Bruder) sein, der sofort vom Tierarzt behandelt gehört, bevor noch was ausleiert. Oder er hat eine Verletzung, die sich entzündet hat und braucht schnell Antibiotika. Ruf SOFORT den Tierarzt an und sage, dass es ein Notfall ist und du noch heute Vormittag einen Termin brauchst!!!!!
Angi

Seit gestern habe ich ein Problem mit Randy, bzw. hat Randy ein Problem. Als ich gestern nach Hause kam, saßen meine zwei Mäuse noch schlafend in ihrer Höhle. Randy saß etwas verrenkt da, war wie ein Igel zusammengerollt. Als ich genauer hinsah, stellte ich fest, dass er seinen Penis im voll ausgefahrenen Zustand im Mund hatte und im Schlaf darauf rumkaute. Als er mich bemerkte, kam er natürlich sofort aus der Höhle, um ein Leckerle abzuholen. Als dabei sein Penis wieder unter die Vorhaut zurückrutschte, konnte ich eine wunde Stelle entdecken. Natürlich habe ich ihn sofort aus dem Kaefig genommen und den Penis genauestens untersucht, allerdings konnte ich nichts Verdächtiges entdecken. Kein Haarring, keine andere Verletzung, nur die wundgelutschte Stelle. Die habe ich mit Babypuder behandelt und habe Randy zurück in den Käfig gesetzt. Da es erst 18 Uhr war, hat er sich nochmals zu einem kleinen Schläfchen zurückgezogen und - schwups - hatte er den Penis schon wieder im Mund. So ging das gestern 3 Mal, bis er schließlich wach geblieben ist! Da war es dann gut, Probleme oder Schmerzen scheint er keine zu haben. Heute Morgen habe ich ihn dann noch mal eingepudert, doch bis ich aus dem Haus bin, saß er schon wieder mit Penis im Mund in seiner Höhle. Kann mir jemand sagen, was das soll? Ist das nur ein Tick von ihm oder kann das ein ernstes Problem sein? Und wie kann ich ihm das wieder abgewöhnen?
Ich habe mit der Tierärztin telefoniert. Sie tippt auch auf Selbstbefriedigung, die Wunde kommt von zu heftigem Nagen. Bepanthene ist besser wie Öl und Puder, da hattest du recht. Zusätzlich muss ich jetzt die Penisspitze (aber nur die Vorhaut) mit pH-neutraler Seife betupfen, den Geschmack mögen Chins nämlich gar nicht. Das klappt wunderbar, die Wunde heilt schon recht gut.
Angi

RUND UM INNERE ERKRANKUNGEN

Wir haben seit Samstagabend ein Chinchillamädchen zur Pflege. Meine Schwägerin hat sich das Tier vor 3 Wochen aus dem Tierheim geholt und wir sind nun, während des einwöchigen Urlaubes, die Betreuer. Wir haben das Tier mit seinem Käfig in ein ruhiges Zimmer gestellt, abseits von Fernsehen, störendem Lärm und familiären Geräuschen. Die erste Nacht hat es gefressen, während des Montags fiel uns auf, dass die Kotbällchen immer kleiner wurden und das Tier auch keine Leckerei mochte. Die kommende Nacht fraß es nichts, der Kot blieb aus und wir gingen zum Tierärztin. Diese verabreichte eine "Zwangsernährung" (1ml. aufgelöste Pellet) und eine Schmerzspritze. 2 Stunden später konnten wir ihn mit einem gedünsteten Apfelstück zum Fressen bewegen. Zusätzlich futterte er 1 viertel Haselnuss, 1 Cent großes Stück Knäckebrot und ein Stück von einer Vitamintablette. Gestern war immer noch kein Kot auffindbar und der Chinchilla wird immer träger. Die Ärztin meint, die Darmpassage dauert 3 Tage und man soll sich keine Sorgen machen! Morgen, falls sich nichts Positives tut, soll ein Röntgenbild gemacht werden. Wir haben Angst, dass dieses Tierchen eingeht! Wie wir erfahren haben, hat das Chinchilla am Freitag ein Stück in Folie eingewickelte Schokolade geklaut und Teile gefressen. Kann das die Ursache sein? Oder liegt es am Umzugsstress? Was könnt Ihr uns raten?
Euer "Pflegekind" hat eine klassische Verstopfung (vermutlich von der Schokolade), die dringends behandelt gehört, da sie sonst garantiert tödlich verläuft. Leider scheint ihr an eine Tierärztin geraten zu sein, die nichts von Chinchillas versteht, denn sonst wüsste sie, das Chinchilla Dauerausscheider sind und das Ausbleiben des Kots sehr besorgniserregend ist. Wichtig sind jetzt 2 Dinge: ihren Darm am Arbeiten zu halten und die Verstopfung aufzulösen. Bereits 10 Stunden ohne Nahrungsaufnahme können für ein Chinchilla tödlich sein, da der Darm zusammenfällt und verklebt. Ich hoffe, sie hat in den vergangenen Tagen wenigstens ein bisschen was zu sich genommen, sonst ist es bereits zu spät. Wenn sie nicht richtig fressen will müsst ihr sie mit der Spritze zwangsernähren. Hierzu löst ihr Pellets in Wasser auf und vermischt sie 1 : 1 mit Alete Vollkornbrei Apfel-Banane oder Apfel-Karotte. Ihr müsst alle 4 - 6 Stunden füttern, über den Tag verteilt mind. 30 ml, je mehr, desto besser. Die meisten Chins schlabbern den Brei nach 2, 3 mal füttern freiwillig, aber sonst muss der Brei mit Gewalt rein.

Durch die Verstopfung haben sich in ihrem Gedärm sicherlich bereits Gase gebildet. Dagegen hilft Sab Simplex (Apotheke). Gib ihr alle 6 Stunden 0,1 ml pro 100 g Tier, so lange, bis die Verdauung wieder normal funktioniert. Zusätzlich braucht sie Milchsäurebakterien um die Darmflora wieder aufzubauen. Beim Tierarzt bekommt ihr Bird Bene Bac. Davon bekommt sie 2 x täglich einen kleinen Klecks (1/2 Haselnuss), die meisten Chins schlecken es begeistert vom Finger da es süß ist. Mit Sab Simplex und Bird Bene Bac ist schon so manche Verstopfung wieder abgeklungen. In diesem Fall aber, da ja überhaupt kein Kot mehr abgesetzt wird, würde ich zusätzlich auch noch Parafinöl (Apotheke) geben, und zwar einmalig 0,1 ml pro 200 g Tier, nach 24 Stunden noch mal, falls bis dahin immer noch kein Kot kam. Gönnt der Kleinen viel Auslauf und gebt ihr so viel Apfel, wie sie will. Brot solltet ihr auf jeden Fall weg lassen, da es stopft, und Nüsse sind auch nicht so toll. Versucht es lieber mal mit getrockneten Kräutern (Pfefferminze, Kamille).

Wenn sie dank des Parafinöls wieder etwas Kot absetzen kann, könnt ihr auch versuchen, etwas Karlsbader Salz ins Trinkwasser zu geben. Achtet aber darauf, das sie trotzdem ausreichend trinkt.
Angi

Das Sorgenkind ist eine schwangere, ca. 8 Monate alte Chinchilla-Dame (Josy), die mit einem etwas jüngeren Böckchen (Felix) in einem ziemlich großräumigen Stall lebt. Sie ist eigentlich quietschvergnügt, frisst, tollt bei ihrem täglichen 1-1,5stündigen Auslauf lebhaft umher, ist weder zu dünn noch zu dick, etwas größer als das Böckchen. Ihr Kot sieht "gesund" aus, sie hat so gut wie nie Anzeichen von Verdauungsproblemen. Als Nahrung erhält sie Chin-Pellets und Kräuter, Wasser und Heu. Außerdem hat sie Nager- und Salzsteine im Käfig und natürlich ein Sandbad und Nageräste. Stress hat sie eigentlich nicht, da beide tagsüber völlig allein in unserer ruhigen Wohnung sind. Vor ca. 2 Monate hat sie den ersten (beobachteten) Krampfanfall gehabt. Sie lag versteift auf der Seite, hat teilweise ihr Hinterteil in die Höhe gestreckt und nur wenige Male gezuckt, war völlig abwesend. Sie hat sich immer wieder versucht zu bewegen, verkrampfte aber erneut. Es sah wie ein epileptischer Anfall aus. Seit den letzten 3 Wochen sind diese Anfälle nun häufiger, ca. alle 3 Tage einmal und immer nach dem oben genannten Schema. Nach jedem Anfall (von 1 Minute) ist sie völlig verängstigt, versteckt sich meist. Der Tierarzt konnte nichts feststellen, verwies auf einen Mineralmangel. Nun reiche ich ihr täglich ein Mineralmix mit dem Trinkwasser, aber die Krämpfe treten nach wie vor auf.
Solche Krämpfe sind ein Anzeichen für einen Vitamin B- und/oder Kalziummangel. Da die Krämpfe durch den Mineralmix nicht besser geworden sind, enthält er entweder die falschen Vitamine / Mineralien, oder er ist zu schwach dosiert. Welchen Mix (Inhalt?) in welcher Dosierung gibst du denn? Welche Farbe haben ihre Zähne? Welches Futter fütterst du? Ich vermute mal, dass dein Futter aus der Zoohandlung ist - da sind meistens viel zu wenig Vitamine drin (Haltbarkeit mind. 2 Jahre, nach 6 Monaten sind die Vitamine aber schon zersetzt). Für das Böckchen reichen die Vitamine gerade noch aus, für das Weibchen, das in der Schwangerschaft einen erhöhten Bedarf hat, nicht mehr. Durch eine Futterumstellung könntest du die Sache langfristig in den Griff bekommen, kurzfristig musst du auf jeden Fall mit Vitamintropfen und Kalk behandeln. Und wenn sie wieder solch einen Krampfanfall bekommt, dann musst du mit ihr unverzüglich zum Tierarzt. Eine Spritze mit hochdosiertem Vitamin B und Kalzium in der ersten halben Stunde nach Beginn des Krampfes kann Leben retten, denn jeder Krampfanfall belastet den Organismus und könnte zu einem Kreislaufkollaps führen.
Angi

Ich habe ein Problem und hoffe, das ihr mir da vielleicht weiterhelfen könnt! Unser Chinchilla (jetzt ca. 1 1/4 Jahre als) hat schon vor einiger Zeit angefangen überall hinzupinkeln. Wir vermuten, dass er markiert. Das ist jetzt allerdings so schlimm geworden, dass man ihn kaum noch frei laufen lassen kann, da er wirklich, wo er hinkommt, aufs Bett, in CD-Hüllen, auf Bücher, in den Schrank oder in diverse Ecken sich überall verewigt! Die Konsequenz wäre jetzt, ihn nicht mehr aus dem Käfig frei laufen zu lassen, was wir auf keinen Fall wollen oder ihn abzugeben. Da ich ihn aber wirklich sehr gerne behalten würde frage ich euch....meint ihr, es hilft, ihn zu kastrieren?
Wenn Chins markieren, hinterlassen sie nur eine ganz dünne Urinspur, die sie dann mehrere Meter hinter sich her ziehen. Das sieht man kaum und es stört auch nicht. Wenn euer Süßer dauernd Pfützen hinterlässt ist das vielmehr ein Zeichen, dass was nicht in Ordnung ist. Evtl. hat er eine Reizblase, Blasensteine, Blasenentzündung oder so, evtl. ist es auch eine genetisch bedingte Krankheit (Defekt der Harnleiter, Zwitter). Du solltest ihn mal beim Tierarzt durchchecken lassen, speziell wenn teilweise auch das Fell urinverklebt ist. Hast du einen chinfähigen Tierarzt? Wahrscheinlich kann man zumindest eine Besserung erzielen. Bis dahin wäre Auslauf im Bad ganz angebracht, da kann man leicht putzen. Sollte ein Tierarzt ihn nicht behandeln können, müsstest du ihm dauerhaft Auslauf im Bad geben, oder ihm einen großen Käfig zur Verfügung stellen (bei 1 x 1 x 1 m wollen die Chins eh kaum raus). Eine Kastration hilft so oder so nicht, weil es ja kein Markieren ist, endet aber oft tödlich. Davon würde ich dringend abraten. Wenn du ihm Gesellschaft geben willst, aber keinen Nachwuchs haben möchtest (würde ich von abraten, wenn das Urintröpfeln genetisch bedingt ist, vererbt sich das), kannst du ihm auch ein junges Böckchen beisetzen. Am besten gehst du mit ihm zu einem Züchter, bei dem du ihn mitbringen kannst, dann kann er vor Ort entscheiden, ob ihm sein neuer Gefährte sympathisch ist. Manchmal bedarf es ein paar Versuche mit versch. Böckchen, denn manche der Kleinen sind sehr wählerisch;-)
Angi

Mein Problem ist, dass Vibi seit einiger Zeit schon An Durchfällen leidet, wir waren schon gleich beim Tierarzt er gab mir erst Bird Bene Bac, als es nach einigen Tagen nicht besser wurde, gab sie Baytril, half auch nichts, in der Zwischenzeit wurde der Kot wieder etwas besser, aber nur von kurzer Dauer. Waren immer wieder beim Arzt, er hat immer wieder andere Sachen ausprobiert, alles ohne Erfolg, jetzt weiß ich nicht mehr weiter, sie nimmt immer weiter ab, frisst aber normal wie gehabt und hat auch Appetit! Sie bekommt trotzdem ihren Auslauf und ist auch einigermaßen normal mit ihrem Verhalten. Kannst du mir vielleicht sagen warum das so unterschiedlich sein kann und warum bei ihr nichts anspringt! Hab echt Angst das sie irgendwann nicht mehr da ist, weil das alles schon so lange andauert!
Wurde denn schon eine Kotuntersuchung gemacht, oder doktert deine Tierärztin auf gut Glück herum? Eine Kotuntersuchung ist bei andauernden oder immer wieder kehrenden Durchfällen unerlässlich, und zwar die komplette Parasitologie + Giardien (Extratest ELISA), Bakteriologie + Pseudotuberkolose (Extratest Kälteanreicherung) und nach Pilzen muss geschaut werden. Sowohl bei Parasiten als auch bei Pilzen hilft Baytril nicht, und auch manche Bakterien sind dagegen resistent. Eine Kotanalyse zeigt schnell auf, was den Durchfall verursacht, und mittels eines Antibiogramms erfährst du auch gleich, mit welchem Medikament du wirksam behandeln kannst.
Angi

Meine Frage an euch betrifft den Gesundheitszustand unseres Chinchilla-Böckchen. Das Tier ist 6 Monate alt. Die erste Zeit nach dem Kauf war auch noch alles in Ordnung mit ihm. Aber seit ca. einer Woche sind die Sitzbretter im Käfig mit Kot beschmiert und der After des Böckchen sieht ebenfalls verschmiert aus. Wir haben es schon mit Heu anstatt Chinchilla-Futter oder Chinchilla-Pellets versucht, allerdings ohne größeren Erfolg. Unsere Sorge betrifft auch unser Weibchen, welches ebenfalls mit im Käfig ist. Könntet ihr uns vieleicht einen Tip geben, wie wir den Kleinen wieder auf "Trab" bringen können.
Durchfall ist beim Chinchilla eine ernste Erkrankung, die sofort behandelt gehört. Eine Woche ohne Behandlung ist eine recht lange Zeit, die den kleinen Organismus schon sehr geschwächt hat, daher ist er so schlapp. Wichtig ist jetzt, den Durchfall so schnell wie möglich zu stoppen, damit der Kreislauf nicht komplett zusammenklappt, und dann muss die Darmflora wieder aufgebaut werden. Ferner müsst ihr nach den Ursachen für den Durchfall fahnden und diese beseitigen.
Den Durchfall stoppt ihr am besten mit einer "Diät" aus Heu (muss ständig zur Verfügung stehen), ein paar Pellets, 1 TL Haferflocken und 1 TL Kamillenblüten. Ferner bekommt er ein Stück getrocknetes Tafelbrötchen und in einer zweiten Trinkflasche solltet ihr ihm Schwarztee alternativ zum Wasser anbieten.
Um die Darmflora wieder aufzubauen, müsst ihr beim Tierarzt heute noch Bird Bene Bac besorgen. Davon bekommt er 2 x täglich einen Klecks von Größe einer halben Haselnuss. Tastet mehrmals täglich seinen Bauch ab und haltet Sab Simplex (Apotheke) bereit. Sobald die Bauchdecke prall wird, verursacht durch Fehlgärungen, bekommt er davon alle 6 Stunden 0,1 ml /100 g Körpergewicht.
Innerhalb von 2 Tagen müsste sich eine deutliche Besserung zeigen. Ansonsten muss er vom Tierarzt ein Antibiotikum bekommen und es wäre zu empfehlen, eine Kotprobe ins Labor zu schicken. Der Tierarzt soll ihm dann auch eine Elektrolytlösung und Amynin spritzen.
Um die Ursache des Durchfalls zu finden, müsstet ihr mir genaueres über seine Lebensumstände berichten. Woher habt ihr ihn? Was und in welcher Menge hat er dort zu fressen bekommen? Seit wann habt ihr ihn? Was und in welcher Menge bekommt er bei euch? Futterwechsel? Woher ist das Weibchen und seit wann habt ihr sie? Wie ist der Käfig eingerichtet? Wo bekommen sie Freilauf? Was steht dabei im Zimmer (Pflanzen, behandelte Möbel...)?
Angi

Seit zwei Tagen beobachte ich bei meinem Chinchilla (weiblich) Blut im Urin. Der Stuhl ist in Ordnung und auch beim Freilauf verhält er sich normal- eben aufgeweckt. Fressen will er allerdings auch nicht so richtig. Das Futter habe ich nach meiner Beobachtung auf Pellets, Wasser und Heu beschränkt. Was könnte das für eine Krankheit sein? Soll ich sofort zum Arzt und/oder wie soll ich ihn behandeln?
Geh bitte sofort zu einem guten Tierarzt, der sich mit Chinchis auskennt. Blut im Urin weist auf eine Schädigung der Niere(n) oder des Harnleiters hin, selbst rumzudoktern bringt da wenig. Eine sofortige sachkundige Behandlung der Ursache ist unbedingt erforderlich. Blut im Urin kann durch eine Quetschung einer Niere (z.B. durch Sturz, Aufprall mit der Niere auf die Kante eines Sitzbretts) kommen, dann geht es von alleine vorbei. Sicher kannst du aber nur durch eine Ultraschalluntersuchung sein, die nur ein TA machen kann. Weiter Ursachen können eine Blasenentzündung oder eine Infektion der Harnwege sein (Antibiotika), ein Tumor in einer Niere (kann auch mit Ultraschall festgestellt werden, muss operiert werden) oder eine Schrumpfniere (kann auch medikamentös behandelt werden). Außerdem gibt es bei Chinchillas ein besonderes Nierenleiden, dessen erstes Symptom unkontrollierter Urinabgang ist (verklebtes Fell um den Harnröhrenzapfen herum), später kommt dann Blut im Urin hinzu. Diese Tiere werden leider nie besonders alt, aber mit Medikamenten können sie zumindest ein paar Jahre glücklich und vor allem schmerzfrei leben.

Zum Thema Fressen: wenn sie Schmerzen hat, frisst sie automatisch weniger. Vollkommen falsch ist jetzt, sie auch noch auf Schonkost zu setzen, denn so riskierst Du, dass sie gar nichts mehr frisst. Erhöhe lieber den Anteil an Dingen, die sie gerne frisst, denn wichtig ist, sie überhaupt am Fressen zu halten. Bei besonders guten Dingen lässt sich der Schmerz schon eher ignorieren und es ist wichtig, dass sie ihr Gewicht hält.
Angi

Wir haben gerade gesehen (zum ersten Mal), wie sich unsere Chinchilla-Dame übergeben hat. Wir haben vier Chinchillas, z.T. schon seit drei Jahren. Wir haben einiges gelesen und achten darauf, dass sie in der Wohnung nichts fressen, was nicht gut ist. Aber darüber, dass sich Chinchillas übergeben habe ich noch nie etwas gehört. Was kann der Grund sein?
Ein Chinchilla kann sich nicht übergeben, das ist anatomiosch unmöglich. Entweder hat sie gewürgt und dabei gespeichelt - das wäre ein Anzeichen für eine Vergiftung oder eine Infektion - oder sie hat Futterkrümel ausgehustet/ausgespukt, die sie noch nicht ganz hinunter geschluckt hatte (Zahnprobleme oder Infektion). Wenn sie nicht gerade in letzter Zeit eine Narkose hatte (schlägt auf Leber = Vergiftung), solltet ihr schnellstens zum Tierarzt und sie untersuchen lassen. Nach einer Narkose reicht es, wenn ihr euch beim Tierarzt ein Medikament zur Leberregeneration besorgt (gibt's auch homöopatisch).
Angi

Mein 7jähriges Chinchillaweibchen leidet unter Gewichtsabnahme. Sie ist jetzt schon sehr dünn und wiegt nur noch 400 Gramm. Ich versuche sie mit allem möglichem vollzustopfen. Aber sie isst dann ein bischen von ihren Lieblingsspeisen und dann wars das. Noch nicht mal Rosinchen helfen. Sie hat allerdings ein bischen Ziegenrücken, aber das hat sie schon viele Jahre. Vielleicht wisst ihr noch einen Ratschlag, was ich tun kann?
Solch rapiden Gewichtsabnahmen weisen auf eine Krankheit des Verdauungstraktes hin. Wo genau das Problem liegt, solltest du durch genaues Beobachten und mit Hilfe eines Tierarztes klären. Hat sie vielleicht Zahnprobleme (langsames Fressen, krümeln, speicheln, TA findet Verletzungen im Maul, Röntgenbild zeigt schiefe Zähne) oder einen Fremdkörper (z.B. Tackerklammer von Knabberstange) im Maul? Oder Darmparasiten/Darmpilze (Kotuntersuchung)? Vielleicht ist auch ihre Verdauung durch falsches Futter zu träge (Kötel in Wasser auflösen, es dürfen keine Fasern zurück bleiben), oder sie ist einfach nur verstopft? Eine andere Möglichkeit wäre der "Ziegenrücken", welcher ein äußerliches Symptom für einen schweren Leberschaden ist. Die Leber regeneriert sich mit der richtigen Behandlung zumeist wieder, unbehandelt kommt es früher oder später oftmals zu Leberkrebs. Du schreibst selbst, dass sie seit Jahren mit dem Ziegenrücken lebt (und nie behandelt worden ist?), vielleicht ist die Appetitlosigkeit und der Gewichtsverlust auch eine Folgeerscheinung einer Krebskrankheit? Auf jeden Fall solltest du so schnell wie möglich zu einem chinerfahrenen Tierarzt, der die Ursache feststellen und behandeln kann. Speziell Leberkrebs ist sehr schmerzhaft und man darf wirklich keine Zeit vergeuden.
Angi

Mein Chinchilla hat unter den Vorderpfoten (Bei uns wäre es unter den Achseln) Geschwulst. Auf beiden Seiten, am selben Ort. Sie sind Sackartig, weich, und scheinen keine Schmerzen zu verursachen. Das Fell ist dort weg und die Haut ist rosa. ca. Baumnussgroß. Mein Chin lebt alleine, ist 15 Jahre alt, bekommt als Leckerli Nüsse und Dörrfrüchte. Der Tierarzt weiß nicht, was es sein könnte. Er meint: wahrscheinlich keine Tumore, auch nicht die Lymphknoten. Ich soll abwarten und beobachten. Es wäre mir natürlich lieber wenn ich wüsste was es ist. Haben sie schon mal so was gesehen ?
Diese "weichen Säckchen" sind ein Anzeichen für Übergewicht, Ihr Chin ist schlicht und einfach zu dick. Streichen Sie die tägliche Nuss und die Dörrfrucht, geben Sie statt dessen eine Haferecke oder eine getrocknete Hagebutte, ein kleines Stückchen getrocknetes Vollkornbrot oder ein Stückchen Johannisbrot. Die Chins mögen das fast so gerne wie Nüsse und Früchte, es ist aber viel gesünder und hat weniger Kalorien/Fett/Zucker. Nüsse sind sehr Fett und das belastet die Leber, es droht Leberverfettung. Außerdem sind Nüsse oft mit Schimmelpilzsporen belastet, was wiederum auf die Leber (Giftstoffe) geht und das Immunsystem schwächt. Dörrobst enthält viel Zucker, dieser greift den Zahnschmelz an und verursacht Karies. Es drohen Zahnfäule und Zahnausfall. Mit 15 Jahren ist ihr Chin ja schon ein Senior, da ist eine vernünftige Fütterung besonders wichtig. Wie bei den Menschen brauchen auch bei den Chins die Senioren nicht mehr so viel Energie, daher müssen sie weniger bzw. energieärmer fressen. Das er bis jetzt nicht mehr auf die Waage bringt, hängt vermutlich mit einem parallel verlaufendem altersbedingten Muskelabbau zusammen, der bei Senioren öfter erfolgt und eigentlich einen Gewichtsverlust zur Folge hat. Ohne Nüsse und Obst wird sich sein Gewicht bestimmt bald normalisiert haben, etwas mehr Auslauf beschleunigt diesen Prozess und wirkt dem Muskelabbau entgegen (er hat zwar einen großen Käfig, aber allein neigt er wohl eher dazu, die meiste Zeit in einer Ecke zu sitzen). Die kahlen Stellen verschwinden zwar nicht wieder, sie werden aber auch nicht mehr größer.
Angi

RUND UM DAS AUGE

Ich habe einen etwa 1,5 jahre alten Chinchilla Böck(chen). Mit ihm hatte ich noch keine Probleme, nur seit dem Wochenende hat er an den Augen so ein weißes Segret. Sieht aus wie beim Menschen, der Schlafsand oder wenn man Bindehautentzündung hat. Er lässt sich aber nichts anmerken, dass es ihm schlecht geht oder so.
Ein tränendes Auge kann viele Ursachen haben - angefangen von einer leichten Reizung durch Sand im Auge bis hin zu einer schweren, unbehandelt tödlich verlaufenden Infektion. Da beide Augen betroffen sind, ist Sand eher unwahrscheinlich, aber eine Bindehautentzündung ist genau so möglich wie eine Infektion (der Erreger kann harmlos sein, aber auch sehr aggressiv). Hat die Tierärztin dir Augentropfen gegeben? Ansonsten besorg dir in der Apotheke welche, gut geeignet sind homöopathische mit Augentrost. Und bring dir auch gleich ein Fläschchen Kochsalzlösung und eine Spritze mit. In den nächsten Tagen musst du den Eiter täglich (am besten abends) mit der Kochsalzlösung aus den Augen heraus spülen. Fange dabei die Kochsalzlösung mit einem Wisch- und Weg gleich wieder aus, denn wenn das Fell ums Auge herum feucht wird, ist dies wieder ein idealer Nährboden für alles mögliche. Nach dem Spülen bekommt er dann Augentropfen. Entferne in dieser Zeit auch das Sandbad, das bekommt er erst wieder, wenn die Augen total trocken sind.

Bei einer leichten Bindehautentzündung (z.B. durch Zugluft) hast du die Sache schnell im Griff. Wenn seine Augen nach 3 Tagen nicht merklich besser aussehen oder sich sogar verschlechtern, musst du zum Tierarzt und eine Tupferprobe des Augensekrets nehmen lassen. Im Labor wird die Probe auf alle möglichen Erreger hin untersucht, so dass du im Anschluss mit dem passenden Antibiotika behandeln kannst. Sollte dein Tierarzt einfach irgendwelche antibiotischen Augentropfen verordnen such dir einen anderen Tierarzt. Schließlich hast du ein Chin und kein Versuchskaninchen, und da Chins sehr sensibel auf Antibiotika reagieren sollte man so wenig wie möglich rum experimentieren.
Angi